von Walter am 10.11.2005 (672 mal gelesen, keine Kommentare)

Loredana machte uns den Moritz und spielte mit Blau, ohne an die Gefahr zu denken, jetzt bei den miesnickeligen Z├╝gen der Mitspieler mit Moritz verwechselt zu werden. Ich bekam gro├čz├╝gig meine Lieblingsfarbe Rot, G├╝nther sein Standard-Gelb und Peter w├Ąhlte freiwillig “Gr├╝n”. War das schon der Schwanengesang auf die Gro├če Koalition?
1. “Elasund”
75 Prozent der Teilnehmer hatten das Spiel erst am Montag bei Hans-im-Gl├╝ck gespielt und Peter konnte in (un-) gewohnter Souveranit├Ąt die Spielregeln erkl├Ąren.
Die Spieler bauen eine Stadt und m├╝ssen rechtzeitig Geld sparen, Baugenehmigungen einreichen, H├Ąuser und Kathedralen bauen und dabei den Konkurrenten nach M├Âglichkeit ihre Altbauten abrei├čen. Das Spiel ist eine geordnete Mischung aus Verlust und Erhaltung, aus Angriff und Sicherung, aus Kampf und Koexistenz.
Alte und neue Spiel-Elemente sind zu einer neuen, gelungenen Einheit verschmolzen. Der W├╝rfelspiel-Charakter ist nicht zu ├╝bersehen, aber einer von der feinen Art. Zwischendurch bekam sogar Peter mal zartbesaitete Skrupel und ├Ąu├čerte: “Wenn ich so weiter w├╝rfele mache ich mir Feinde”. Dies wurde umgehend von 4 Mitspielern (Aaron war inzwischen auch aufgetaucht) dementiert. Das Dementi galt auch noch, als Peter seinen Know-How-Vorsprung sicher ins Ziel rettete und dabei den genialen Sieger vom HiG-Montag in die Schranken verweisen konnte.
WPG-Wertung: Aaron 7, G├╝nther 7, Loredana 7, Peter 7, Walter 8
Wer sich f├╝r eine Rezension findet, ist noch offen. Peter nahm seinen Privat-Besitz wieder mit nach Hause.
2. “Palatinus”
Endlich bekam Peter seine Gurke von Zucchini. Die Spieler legen reihum ihre kreisrunden P├Âppel-Scheiben auf die hexagonalen Felder der sieben H├╝gel Roms. Einer der ├Ąlteren Herren fragte neugierig: “Wieviel Nippel hat der Venush├╝gel?” Liegt der denn auch in Rom?
Die P├Âppel stellen Krieger, Bauern und H├Ąndler dar und besitzen sehr komplexe Nebenwirkungen innerhalb der Gesamtverteilung, manche neutralisieren sich, manche eliminieren sich. In der Schlu├čabrechung werden die besten Positionierungen pr├Ąmiert.
Beim ersten Lesen der Spielregeln kann man den Eindruck von einem Mehrpersonen-Denkspiel bekommen. Dann zeigen sich die unz├Ąhligen Zufalls- und Chaoselemente in den Spielmechanismen und man mu├č von seinen Erwartungen abr├╝cken. Ein Teil der P├Âppel-Scheiben werden mit ihrer R├╝ckseite auf das Brett gelegt und erst am Spielende erweist es sich, ob sich hinter der Romulus-Kuh ein Bauer oder ein H├Ąndler verbirgt. Stellt euch ein Schachspiel vor, bei dem alle Figuren in einer Verkleidung auftreten und ihre Identit├Ąt erst dann offenbaren m├╝ssen, wenn man Schach geboten hat! Schach dem Springer!
So bleibt vom ganzen “Palatinus” nur noch ein ├Ąsthetisches Legespiel ├╝brig. Das Denken beschr├Ąnkt sich auf die Siegpunkt-Ermittlung am Schlu├č. Flott aber Flop!
WPG-Wertung: Aaron 3, G├╝nther 4, Loredana 2, Peter 4, Walter 3
Walter wird eine Rezension schreiben
3. “Havoc”
Ein europ├Ąischer Poker mit sehr viel mehr Optionen, Strategie, Planung und Aktionsspielraum, ohne da├č dabei Spannung, Gl├╝ck und Bluff auf der Strecke bleiben.
Locker und lustig, und garantiert werden bei den Auktionen keine Pistolen aus dem Halfter gezogen!
Loredana und Peter hoben mit ihren 10 bzw. 8 Punkten den WPG-Schnitt von 7,6 auf 8,0 Punkte!
Moritz hat bereits eine Rezension geschrieben.

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