von Walter am 17.11.2005 (1.136 mal gelesen, 2 Kommentare)

Amigo hat f├╝r sein neues Spiel “Royal Advancement” einen guten Titel gesucht. In der Spielbox war dazu ein Wettbewerb ausgeschrieben. Ausgerechnet unser Moritz hat mit dem Vorschlag “Kron’ und Kragen” den ersten Preis gewonnen. Jetzt darf er sich bis Ende 2006 in allen Neuheiten des Amigo-Verlages w├Ąlzen. Hoffentlich kriegt er dabei alles klein, denn selbst die nagelneu bezogene Luxusvilla in Schwabing kann seine bisherige Spiele-Sammlung kaum mehr beherbergen.
1. “Antike”
In Essen wollte Moritz (Eggert) das Spiel bei Peter (Eggert) pers├Ânlich abholen. Doch Peter zeigte sich ziemlich zugekn├Âpft, und Moritz mu├čte f├╝r den Erwerb bis zur M├╝nchener Spielwiesn warten.
Wie der Name vermuten l├Ą├čt geht es um die Besiedelung des Mittelmeerraumes. Die konkurrierenden V├Âlker k├Ânnen sich in verschiedenen Richtungen engagieren: Eisen f├╝r den Krieg, Marmor f├╝r Tempel und Gold f├╝r die Zivilisation. In irgend einer Richtung wird man dominant und zieht den Neid der Besitzlosen auf sich; daf├╝r ger├Ąt man auf anderen Gebieten unweigerlich ins Hintertreffen und wird hier angreifbar.
Das hat unser Stratege Moritz nat├╝rlich als erster erkannt. W├Ąhrend die anderen immer noch flei├čig ihre Pflugscharen durch die Antike zogen, war er l├Ąngst schon beim Schmieden seiner Schwerter. Gem├Ą├č bew├Ąhrten Vorbildern der Neuzeit machte er schnell noch eine Runde durch seine Tempel , bevor er zum Angriff auf die S├╝dstaaten blies. Rom konnte gerade noch eine Verteidigungslinie aufbauen, doch die griechischen Kamikaze kamen nicht mehr aus den Startl├Âchern. Daf├╝r waren die Ph├Ânizier schlagartig ihre Konkurrenten los und Andrea bekam f├╝r ihren konsequenten, friedlichen Aufbau zu Wasser und zu Lange den Lorbeerkranz.
WPG-Wertung: Andrea 8 (nicht nur wegen des Sieges.), G├╝nther 6 (die Einschr├Ąnkung wegen “zuviel Logik”!), Moritz 7 (sucht nach einer noch sichereren Gewinn-Strategie), Walter 8 (f├╝r Andrea’s kurzen Proze├č)
Moritz wird eine Rezension schreiben.
2. “Packeis am Pol”
Die Spieler bewegen ihre Pinguine auf Packeis-Hexagons. Sie d├╝rfen in jeder Richtung beliebig weit ziehen, solange sie auf keinen Konkurrenten und keine L├╝cke treffen. Das jeweiliges Ausgangsfeld wird nach dem Zug zur entfernt, so da├č das Packeis langsam zerbr├Âselt und die Pinguine sich schlie├člich nicht mehr bewegen k├Ânnen. Wer am Ende die meisten und punkt-st├Ąrksten Packeis-Hexagons einkassiert hat, gewinnt das Spiel.
Trotz m├Âglicher Denkprozesse in den Spielerhirnen l├Ąuft das Spiel sehr flott ab, nach wenigen Minuten ist es vorbei und es wird abgerechnet. Selbst verw├Âhnte WPGler verlangen dann sofort nach einer Revanche.
G├╝nther behauptete, das Spiel sei “Isola” ziemlich ├Ąhnlich. Da hat ihn seine Erinnerung aber gewaltig get├Ąuscht. Schau noch mal nach, in deiner Sammlung oder bei Luding! Packeis hat viel mehr Optionen, viel variablere Spielz├╝ge und ist einfach viel besser!
WPG-Wertung: Andrea 8, G├╝nther 7, Moritz 8, Walter 8
Walter wird eine Rezension schreiben
3. “Bluff”
F├╝r die letzte Stunde wollten G├╝nther und Moritz noch ein neues Spiel auf den Tisch bringen, z.B. das neue “Euphrat und Tigris” in Kartenversion. Doch die Mehrheit sehnte sich nur noch nach ein bi├čchen Zerstreuung. Der “Flaschenteufel” fiel uns zu sp├Ąt ins Auge, f├╝r weniger scharfe Augen blieb nur “Bluff” ├╝brig.
Erst machte uns G├╝nther die Helga: Mit zwei gedruckten Vieren unter seinem Becher und tausend ausstehenden W├╝rfeln zweifelte er eine 4-Vierer-Vorgabe an. Das war’s f├╝r ihn.
Eingeklemmt zwischen dem Alles-oder-Nichts-G├╝nther und der Brutalo-Andrea tauschte ich in der zweiten Runde den Platz. So durfte ich f├╝r G├╝nther den Aaron machen.
Dann machte uns Moritz den G├╝nther: Als Starter f├╝r insgesamt 10 W├╝rfel legte er drei Sterne vor. Er wurde sofort angezweifelt und kein einziger Spieler hatte einen Stern, er selbst auch nicht. Alles oder Nichts? Nichts!
Keine neue Spitzenwertung!

2 Reaktionen zu “16.11.2005: Eulen nach Athen”

  1. Guenther

    Zu Antike:
    < < G├╝nther 6 (die Einschr├Ąnkung wegen "zuviel Logik"!)...>>
    NICHT “Logik” sondern “Logistik” !

    Was du beim Bluff noch vergessen hast:
    W├Ąhrend du dem Moritz den Aaron gemacht hast :help, durfte ich der Andrea den Walter mimen — ist ja auch nicht zu verachten :bounce

  2. Walter

    Lieber G├╝nther,
    kann dir (und dem Moritz) versichern, da├č der Andrea den Walter zu machen (leider) ein verdammt platonisches Gesch├Ąft ist!

Einen Kommentar schreiben