von Walter am 24.09.2006 (328 mal gelesen, keine Kommentare)

[glowred]Das Kind, das nicht spielt, ist kein Kind; aber der Mann, der nicht spielt, hat fĂŒr immer das Kind verloren, das in ihm lebte und das ihm arg fehlen wird.[/glowred]
(Pablo Neruda).
Sicherlich gilt das auch fĂŒr Frauen. Loredana und Andrea sind echte, attraktive Weibchen, beileibe keine Mannweiber. Doch mit der gleichen Leidenschaft, der gleichen VerklĂ€rung, dem gleichen Leuchten in den Augen wie wir MĂ€nner verfolgen sie den Spielverlauf. Beide haben das Kind in sich bewahrt. Vielleicht kommt sogar noch mal eines dazu!
1. “Flaschenteufel”
Der unglĂ€ubige Peter bezeifelt die Existenz einer rationalen Spielstrategie. Der glĂ€ubige Walter hat sich eine mit Schweiß und TrĂ€nen erarbeitet. Was lag nĂ€her, als hier These und Antithese aufeinanderprallen zu lassen.
Ergebnis: Walter zog unangefochten davon. Sein besseres Wissen wird nach wie vor bestritten. Der Prophet gilt nichts im eigenen Lande!
Alter und neuer WPG-Schnitt: 6,6 Punkte
Walter hat eine neue WPG-Rezension mit ein paar klugen Tips for Tops schon in der Tasche.
2. “Maestro Leonardo”
Zum ersten Mal in einer 5er Runde. Drei alte Hasen gegen zwei neue, junge HĂŒpfer.
Loredana bekam Walters Rot, aber mit der Startaufstellung fĂŒr Gelb. Peter bekam sein traditionelles Violett (oder Schwarz), aber mit der Startaufstellung fĂŒr Rot. Und so weiter. Das war die erste Konzentrations-Herausforderung fĂŒr Aaron, er meisterte sie mit cooler Überlegenheit.
Wir verzichteten auf die WPG-Regelmodifikation mit den offenen AuftrĂ€gen. Die Unsicherheit ĂŒber die bearbeiteten AuftrĂ€ge und auch die Unberechenbarkeit ĂŒber das Ende der gegnerischen AuftrĂ€ge scheint doch ein angemessenes spielerisches Element im Spielablauf zu sein.
Die alten Herren setzten sofort zu einem Run auf die Produktionsmittel an. In einer 5er Runde, in der die wichtigsten Entwicklungslinien schon bekannt sind, ist dabei der Konkurrenzdruck erheblich grĂ¶ĂŸer als zu Viert. Die Unternehmer-Ambitionen fĂŒhrten jedenfalls alle bis fast an den Rande des finanziellen Ruin. Doch am Ende rollten ihre RĂ€der fĂŒr den Sieg. Hans setzte sich mit 40 Siegpunkten (Gulden) an die Spitze.
Die jungen HĂŒpfer, inbesondere Peter, schwelgten zu Beginn in den Vorteilen ihrer Startaufstellung. Doch zweifellos gingen sie auch klug und umsichtig zu Werke. Peter nutzte konsequent die Vorteile der Auftrags-Vorschau und des Auftrags-Arragements. Mit einem einzigen ĂŒberflĂŒssigen Rohstoff beendete er das Spiel als Zweiter, gemeinsam mit Loredana, die unauffĂ€llig und unscheinbar mal klotzte, mal kleckerte, dabei aber doch zielbewußt nach oben strebte. FĂŒr Neulinge eine tolle Leistung.
Zum bisherigen WPG-Schnitt von 8 Punkten vergaben Loredana und Peter auch noch je 8 Punkte.
Walter hat schon eine Rezension geschrieben.
Moritz muß unbedingt eine Rezension fĂŒr das englisch-sprachige Publikum schreiben, das Spiel ist Spitze!
3. “Bluff”
Runden des großen Sterbens.
Im ersten Spiel zweifelte Aaron 9 FĂŒnfer an, es waren 13. Das war sein Tod.
Im zweiten Spiel zweifelte Hans 10 FĂŒnfer an, es waren 16. Kleiner durfte ihm was borgen.
Im dritten Spiel zweifelte Hans 8 FĂŒnfer an, es waren 12. Er hĂ€tte noch die U-Bahn geschafft!
Peter stand mit 4:1 gegen Walter im Endspiel. Blitzschnell war er auf 1:1 reduziert und reichlich nervös. Er hĂ€tte jetzt nach eigenen Bekenntnis sogar eine 1-Stern-Vorgabe geglaubt. Doch schließlich reichte ihm eine falsch angewandte Immer-4-Strategie zum Sieg.
Zweifellos war es ein Bluff-Abend fĂŒr die GroßglĂ€ubigen. Hat vielleicht der heilige Benedikt diesen reichen WĂŒrfelsegen bewirkt? (Oder muß ich mit diesem Satz schon wieder bei den Moslems Abbitte tun?)
Keine neue WPG-Wertung fĂŒr ein Super-Spiel.


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