von Walter am 19.10.2006 (721 mal gelesen, keine Kommentare)

1. “Maestro Leonardo”
Nach unserer Erfahrung bietet Rot in der Standard-Startaufstellung die besten Siegchancen. Deswegen bekam Moritz als Neuling diese Farbe zugeschustert. Die damit verbundene gr├Â├čere Aktionsfreiheit kommt seiner Machermentalit├Ąt sehr gelegen. Andrea, als zweiter Neuling, bekam Blau. Sie nimmt sowieso alles was sie kriegt; mit Moritz hat sie ohnehin schon das gro├če Los gezogen.
Walter bem├╝hte sich, den Anf├Ąngern seinen gesammelten Leonardo-Erfahrungsschatz nahezubringen: “Brichst Du einen laufenden Erfindungsauftrag ab, so ist das nicht weiter schlimm. Du verlierst h├Âchstens die 2-4 Punkte, die Du in die Arbeit investiert hast. ” Hier hackte Aaron ein: “Machst Du es aber f├╝nfmal hintereinander, dann hast Du ein Problem!”. Man sieht den gr├Â├čeren ├ťberblick von Business Excellence!
Diesmal gab es ├╝berdurchschnittlich viele ├ťberschneidungen bei der Fertigstellung von Erfindungen. Mehr als die H├Ąlfte der Auftr├Ąge konnten nicht ohne Konkurrenz-Anspr├╝che zu Ende gef├╝hrt werden. Diese l├Ąstigen Gewinn-Einbu├čen dr├╝ckten auf die Euphorie.
Am Ende fanden es alle spannend und unterhaltend. Der Biet-Mechanismus ist OK. Doch Moritz und Andrea vermi├čten, im Gegensatz wie z.B. bei “Die F├╝rsten von Florenz”, im Thema etwas Flair.
WPG-Wertung: Andrea und Moritz waren f├╝r je 7 Punkte; Aaron nahm von seinen 8 Punkten auch wieder einen weg. Jetzt liegt der WPG-Durchschnitt nur noch bei 7.6.
Walter hat schon eine Rezension geschrieben.
2. “Nottingham”
In seinem Podcast vergleicht Moritz das Kartenspiel mit “Rommee”. Nun ja, die Spieler ziehen reihum jeweils eine Karte vom verdeckten Stapel, und wenn sie drei Karten der gleichen Sorte auf der Hand haben, d├╝rfen sie das Trio ablegen und kassieren daf├╝r Punkte. Das ist schon die ganze Gemeinsamkeit zwischen “Nottingham” und dem braven ruhigen Kartensammelspiel f├╝r Omas und Enkelkinder.
Die Tauscher und Betr├╝ger sind gefragt. Anstelle die vom Stapel gezogene Karte auf die Hand zu nehmen, darf man sie gegen eine beliebige Karte bei seiner seiner Mitspieler eintauschen: Abh├Ąngig vom Kartenwert zieht man entweder blind oder offen eine Karte aus der fremden Kartenhand (wie bei “Quartett”), oder man bietet die eigene Karte auf dem Markt zur Versteigerung an (wie bei “Raibach und Co”), wobei alle Mitspieler ein Mindestgebot abgeben m├╝ssen. Besonders sch├Âne Kartenkombinationen (P├Ąrchen, Streets und Flashes) liefern Sonderpunkte; an dieser Stelle ist Nottingham genauso wie “Poker”, nicht wahr?
Jeder Spieler steht st├Ąndig unter der Bef├╝rchtung, ob die sch├Âne Sammlung in seiner Hand nicht noch zerst├Ârt wird. Rationale Spieler finden das ├Ątzend, jugendliche Halbstarke eher endgeil: Schadenfreude ist doch die befriedigendere Freude, oder?
Die vergebenen Punkte waren umgekehrt proportional zum Alter:
Aaron: 5, Andrea: 6, Moritz: 7 (K├╝nstlerbonus), Walter: 4.
Moritz hat schon eine Rezension geschrieben.

3. “Bluff”
Im Endspiel 1:1 legt Aaron 1 mal die Eins vor. Damit war er ohne Not von der bew├Ąhrten “Immer-4-Strategie” abgewichen. Walter hatte eine Zwei. Jetzt lag es doch auf der Hand, Aarons Vorgabe anzuzweifeln. Doch auf solche guten Gedanken kommt man immer erst, wenn es schon zu sp├Ąt ist.
Walter versuchte es mit der “Immer-4-Strategie” aus der R├╝ckenlage. Aaron hatte Null Probleme anzweifeln und zu gewinnen.
Keine neue WPG-Wertung f├╝r ein Super-Spiel.


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