von Aaron am 15.11.2007 (1.197 mal gelesen, keine Kommentare)

Moritz und Andrea diskutierten am Giesinger Kulturbahnhof ├╝ber Literatur und Musik w├Ąhrend eine nach bestandener Mathematik-Diplompr├╝fung sichtlich erleichterte Loredana mit Peter und G├╝nther im Schlepptau bei Aaron zur Kultivierung der H├Ąngenden G├Ąrten von Babylon eintrafen.

1. Amyitis

Ein 4×4 gro├čes Gebiet mit zu bew├Ąssernden Feldern repr├Ąsentieren die H├Ąngenden G├Ąrten. Nach schon bekanntem Mechanismus w├Ąhlen die Spieler eine von 12 (bei 4 Spielern) ausliegenden Rollen und f├╝hren die jeweilige Aktion aus: Ertrag in Form von Nahrungsmitteln einbringen, Kamele f├╝r den Transport z├╝chten, die G├Ąrten bew├Ąssern oder auf einem Extratableau gegen Bezahlung mit Kamelen reisen, um Felder abzuernten oder Geld und Siegpunkte zu erwerben, was wiederum Nahrungsmittel kostet. Das sind auch schon die wesentlichen Spielelemente, die noch durch einige Taktikelemente angereichert werden. So kann jeder Spieler pro Runde mehrfach eine Rolle w├Ąhlen, die aber im schrittweise immer teurer werden, oder passen. So bleibt es jedem ├╝berlassen abzuw├Ągen, ob es noch eine sinnvolle Aktion mit einer der verf├╝gbaren Rollen zu jeweiligen Preis gibt oder f├╝r jede gepasste Runde Geld einzustreichen.

Wie immer bei Ystari-Spielen ist auch Amyitis ein gut umgesetztes Spiel mit soliden Mechanismen. Trotzdem konnte es an diesem Abend nicht so richtig gefallen. Da ist zum einen die etwas lange Spielzeit, die gepaart mit einem mangelnden Spannungsbogen die einzelnen Runden zu eint├Ânig erscheinen lassen. Und dann ist das noch das Gl├╝ckselement der ausliegenden Rollenkarten: mehr als einmal lagen nur sehr wenige Bauern f├╝r den Erwerb von Nahrungsmitteln aus, so dass nicht alle Spieler in der Runde welche erwerben konnten. Da die Nahrungsmittel der “Treibstoff” des gesamten Spiels sind, f├╝hlte man sich in dieser Situation deutlich benachteiligt.

WPG-Wertung: Loredana 6, Peter 6, G├╝nther 7, Aaron 6

2. Filou

Inzwischen was es kurz nach 23 Uhr und da Peter und Loredana bereits am Westpark dazu neigen kurz vor Mitternacht panikartig aufzubrechen, um die angeblich letzte U-Bahn ohne l├Ąngere Umsteigezeiten zu erwischen, war klar, dass bei einem zus├Ątzlichen 10-min├╝tigen Fu├čweg vom Buschrosenweg keine Zeit mehr f├╝r ein l├Ąngeres Spiel war.

In der Vorwoche hatten wir bereits Filou als neues Absackerspiel entdeckt und da Peter und Loredana es noch nicht kannten, kam es wieder auf den Tisch. Die Grundregeln waren schnell erkl├Ąrt und eine Proberunde machte das Spielprinzip klar. Beim ersten Durchgang musste Loredana dann gleich kr├Ąftig Lehrgeld bezahlen als sie etwas zu gutgl├Ąubig auf einem Schwung negativer Karten sitzen blieb. Die Revange kam dann im zweiten Spiel als Loredana zusammen mit Peter die Sitzreihenfolge ausnutzten, um Aaron auf einem Berg schlechter Karten sitzen zu lassen. Filou ist eine gelungene Mischung aus Bluff und geschicktem Ausnutzen der Startspielereigenschaft. Auch in dieser Spielerrunde kam Filou wieder sehr gut an.


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