{"id":1015,"date":"2011-03-03T18:56:45","date_gmt":"2011-03-03T17:56:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/?p=1015"},"modified":"2011-03-03T18:56:45","modified_gmt":"2011-03-03T17:56:45","slug":"02-03-2011-die-katze-ist-noch-da","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2011\/03\/03\/02-03-2011-die-katze-ist-noch-da\/","title":{"rendered":"02.03.2011 Die Katze ist noch da"},"content":{"rendered":"<p>In der Regel l\u00e4uft die Planung unseres Spieleabends schnell und effizient: Walter schickt am Wochenende eine Einladungs-Email an unseren Verteiler und die \u00fcbrigen Westpark Gamers antworten mit einem kurzen \u201ebin dabei\u201c oder \u201ekann nicht\u201c. Gelegentlich knirscht es aber im Getriebe wenn von der gewohnten Routine abgewichen wird. So auch gestern. Letztendlich fanden sich wegen unn\u00f6tiger bzw. unerwarteter Absagen gerade einmal drei Spieler zusammen und nicht bei Walter sondern bei Moritz. Die ungew\u00f6hnlich kleine Runde an ungew\u00f6hnlichem Ort f\u00fchrte dann auch zu einer eher ungew\u00f6hnlichen Spieleauswahl.<\/p>\n<p><strong>1. <\/strong><strong>\u201eEscape from the Aliens in Outer Space\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Das Setting erinnert im ersten Moment an den ersten \u201cAlien\u201d Film, denn die Spieler befinden sich in einem von Aliens verseuchten Raumschiff irgendwo im All. Aufgabe ist es, ohne gefressen zu werden eine Rettungskapseln zu erreichen. Das gilt f\u00fcr diejenigen Spieler, die die Rolle \u201eMensch\u201c zugelost bekommen haben. Die Spieler in der \u201eAlien\u201c-Rolle m\u00fcssen versuchen, innerhalb von 36 Runden alle Menschen zu finden und zu verspeisen.<\/p>\n<p>Je nach Spieleranzahl und gew\u00fcnschtem Schwierigkeitsgrad werden entsprechende Raumschiffpl\u00e4ne an alle Spieler verteilt, auf denen die Startsektoren f\u00fcr Menschen und Aliens sowie die Position der Rettungskapseln, das Ziel der Menschen, markiert sind. Die Spieler bewegen sich durch die einzelnen Sektoren des Schiffs indem sie pro Runde den jeweiligen Zielsektor geheim aufschreiben. Dabei d\u00fcrfen sich Menschen nur von Sektor zu Sektor bewegen, w\u00e4hrend Aliens zwei Sektoren weit ziehen d\u00fcrfen. Manche Sektoren sind \u201eunsicher\u201c und betritt sie ein Spieler, muss er eine Karte ziehen, die angibt ob er seine aktuelle Position verraten muss, ob er dabei l\u00fcgen darf oder ob gar nichts passiert. Zus\u00e4tzlich gew\u00fcrzt wird die Atmosph\u00e4re damit, dass erst nach und nach durch Deduktion erkennbar wird, welcher Spieler einen Menschen spielt und wer ein Alien.<\/p>\n<p>Ein bisschen erinnert das Ganze an \u201eScotland Yard\u201c, dem Spiel des Jahres 1983. Und so \u00e4hnlich war auch das Spielgef\u00fchl in unserer 3er-Runde, in der es nur einen Mensch-Spieler gibt. In dieser Konstellation und mit dem von uns gew\u00e4hlten Plan lie\u00df sich der Mensch-Spieler recht schnell orten und dann gezielt einkreisen. Mit ein wenig Gl\u00fcck auf der Alienseite war der Menschen-Moritz nach 18 Runden gefunden und gefressen.<\/p>\n<p>Zu dritt funktioniert das Spiel zwar, aber so richtig Spa\u00df macht es vermutlich nur, wenn im Raumschiff richtig etwas los ist, d.h. durch das Betreten unsicherer Sektoren laufend Positionsangaben gemacht und auf ihre Plausibilit\u00e4t hin \u00fcberpr\u00fcft werden m\u00fcssen. Dann kann es im Eifer des Gefechts auch leicht einmal vorkommen, dass ein Alien aus Versehen ein anderes Alien verspeist.<\/p>\n<p><em>WPG-Wertung: in einer 3er-Runde nicht wirklich zu bewerten. Aaron gef\u00e4llt Scotland Yard wesentlich besser.<\/em><\/p>\n<p><strong>2. <\/strong><strong>\u201eRevolution!\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Schon seit einigen Wochen bringt Aaron \u201eRevolution!\u201c regelm\u00e4\u00dfig mit zum Spieleabend aber bisher gab es immer gen\u00fcgend Neuheiten aus Essen, als dass ein Spiel von 2009 Chancen gehabt h\u00e4tte, auf den Tisch zu kommen.<\/p>\n<p>Die Spieler bieten verdeckt um die Kontrolle verschiedener Charaktere, die ihrerseits Siegpunkte, Einfluss in Gebieten und\/oder \u201eW\u00e4hrungen\u201c f\u00fcr die n\u00e4chste Bietrunde gew\u00e4hren. Das verdeckte Bieten sorgte auch gleich f\u00fcr die Anmerkungen \u201ekein Walterspiel\u201c, denn es gibt beliebigen Freiraum f\u00fcr Mitspielerchaos. Zwar ist bekannt, wie viel \u201eW\u00e4hrung\u201c (Macht, Erpressung, Bestechung) jeder Spieler einsetzen kann, aber da grunds\u00e4tzlich alle Gebote verfallen, ist eine Pattsituation (keiner gewinnt) oder ein knapper Verlust extrem teuer und unbefriedigend. Die Spielregel bietet hier als Option an, dass die W\u00e4hrungen f\u00fcr verlorene Gebote wieder zur\u00fcck genommen werden k\u00f6nnen und vermutlich sollte diese Option immer gew\u00e4hlt werden (wir haben sie erst nach Spielende entdeckt).<\/p>\n<p>Obwohl \u201eRevolution!\u201c f\u00fcr drei bis vier Spieler ausgewiesen ist, fanden wir den Verlauf bei drei Spielern eher unbefriedigend. Schnell zeigte sich, dass es nur zwei Strategien gibt, um erfolgreich zu bieten: die mittlere Reihe der Charactere via Bestechung oder die beiden anderen Reihen durch Macht und Erpressung. Zwei Strategien bei drei Spielern bedeutet aber, dass sich immer zwei Spieler ins Gehege kommen, wenn sie die gleiche Strategie gew\u00e4hlt haben und der Dritte eben der lachende ist. Hier muss gekonnt das Verhalten der anderen Spieler vorhergesehen werden, um sich nicht in unn\u00f6tigen K\u00e4mpfen aufzureiben. Ob das in unseren Runden m\u00f6glich ist, darf bezweifelt werden.<\/p>\n<p><em>WPG-Wertung: G\u00fcnther: 5 (\u201efunktioniert\u201c), Moritz 5: (\u201efunktioniert, m\u00f6chte es aber nicht noch einmal spielen\u201c), Aaron 5: (\u201enicht mein Ding\u201c)<\/em><\/p>\n<p><strong>3. <\/strong><strong>Trawler<\/strong><\/p>\n<p>Aaron nutzte die kleine Runde, um die neueste Version seines Spiels \u201eTrawler\u201c noch einmal anzutesten. Kurz vorher hatte er noch einige \u00c4nderungen vorgenommen, die im Wesentlichen den Geldfluss im Spiel verbessern sollten.<\/p>\n<p>Bei \u201eTrawler\u201c kaufen die Spieler Schiffe, um in drei Seegebieten unterschiedliche Fischarten zu fischen. Je nach Gr\u00f6\u00dfe der Schiffe kann mehr oder weniger Fisch gefangen und verkauft werden und je nach Motorisierung haben die Schiffe eine mehr oder weniger gro\u00dfe Reichweite. Zus\u00e4tzlich beeinflusst das (variable) Wetter die Anzahl der Z\u00fcge, die jeder Spieler pro Runde durchf\u00fchren kann. Nach und nach werden die Seegebiete \u00fcberfischt und der Fischfang l\u00e4sst sich nicht mehr wirtschaftlich betreiben. Dann endet das Spiel.<\/p>\n<p>Leider stellte sich recht bald heraus, dass durch die \u00c4nderungen nun zu viel Geld im Spiel war und viel zu schnell die gr\u00f6\u00dften Schiffe gekauft werden konnten. Gleichzeitig zeigte sich eine noch gravierendere Schw\u00e4che: es gibt nur eine einzige Strategie, n\u00e4mlich so schnell wie m\u00f6glich zwei gro\u00dfe Schiffe zu besitzen, um immer die teuerste Fischsorte fangen und verkaufen zu k\u00f6nnen. Hier ist noch einiges an Designarbeit zu leisten, um den Spielverlauf mehrdimensionaler und damit interessanter zu machen.<\/p>\n<p><em>WPG-Wertung: keine Wertung f\u00fcr einen fr\u00fchen Entwurf.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Regel l\u00e4uft die Planung unseres Spieleabends schnell und effizient: Walter schickt am Wochenende eine Einladungs-Email an unseren Verteiler und die \u00fcbrigen Westpark Gamers antworten mit einem kurzen \u201ebin dabei\u201c oder \u201ekann nicht\u201c. Gelegentlich knirscht es aber im Getriebe wenn von der gewohnten Routine abgewichen wird. So auch gestern. 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