{"id":118,"date":"2006-10-12T19:29:01","date_gmt":"2006-10-12T19:29:01","guid":{"rendered":"http:\/\/westpark-gamers.de\/blog\/?p=118"},"modified":"2006-10-12T19:29:01","modified_gmt":"2006-10-12T19:29:01","slug":"11102006-canal-mania-und-bekanntes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2006\/10\/12\/11102006-canal-mania-und-bekanntes\/","title":{"rendered":"11.10.2006 Canal Mania und Bekanntes"},"content":{"rendered":"<p>Walter prolongiert. Andrea affirmiert. Juchz! Hans konnektiert. Moritz assoziiert sich. Fermate.<br \/>Andrea anulliert. Schluchz! Das Quartett reduziert sich zur Triole. G\u00fcnther bilanziert und addiert sich. Walter konfirmiert. Der Maximus Cunctator und sein Conduc&#259;tor halten sich wie gewohnt zur\u00fcck. Aaron komplettiert. Walter terminiert.<br \/>Wir sind wieder zu f\u00fcnft. Am Abend und in der Nacht, nicht mehr ganz im Sommer. Hi, Mr. McCourt, ist das keine tolle Vorgabe?<br \/><strong>1. &#8220;Canal Mania&#8221;<\/strong><br \/>Die Hexalandschaft des Spielbrettes l\u00f6st sofort eine Diskussion aus, ob das funktionale Design gut oder schlecht ist. Die Phantasten konstatieren ein thematisches-Defizit, die Rationalisten geben sich mit der logisch-asketischen Konzentration auf die Spielmechanismen vollauf zufrieden.<br \/>Die Spieler m\u00fcssen mit geraden und gebogenen Kanalbauteilen (in &#8220;1830&#8221; nennt man das &#8220;Gleise&#8221;) St\u00e4dte mit Kan\u00e4len verbinden und darauf Waren transportieren. Beides bringt Siegpunkte ein.<br \/>Die Kanalbauteile bestehen aus einfachem Flie\u00dfwasser, Schleusen, Aquadukten und Tunnels. Jeder Spieler besitzt davon einen gen\u00fcgend gro\u00dfen Vorrat, darf ein Teil aber nur dann auslegen, wenn er sich vorher eine passende Baufortschrittskarte besorgt hat (freie Auswahl aus einer einer offenen Auslage).<br \/>Die Baufortschrittskarten entscheiden auch, welche Warenarten in welchen St\u00e4dten zum Transport bereitliegen. Beim Transport darf man auch fremde Kan\u00e4le benutzen, mu\u00df dann aber dem fremden Besitzer anteilsm\u00e4\u00dfig Siegpunkte zukommen lassen.<br \/>Die Spieler besitzen in ihren Z\u00fcgen jede Menge Handlungsfreiheit, aus der sie eine optimale Strategie herausfinden m\u00fcssen. Es gilt<br \/>&#8211; die richtigen Streckenkarten auszuw\u00e4hlen: hier spielen die Entfernung, der Untergrund und die geographische Position eine wichtige Rolle.<br \/>&#8211; die richtigen Baufortschrittskarten auszuw\u00e4hlen: hier mu\u00df man Streckentyp, entstehende Warenart oder Jokervorteile gegeneinander abw\u00e4gen.<br \/>&#8211; den richtigen Baumeister zu engagieren, der f\u00fcr die zu bauende Teilstrecke die besten Qualifikationen mitbringt.<br \/>St\u00e4ndig sind schwierige Entscheidungen zu f\u00e4llen. Ganz regelm\u00e4\u00dfig wechselt unser &#8220;Arpad&#8221; (= Kritik-Figur f\u00fcr auffallend lange Denkprozesse) von Spieler zu Spieler. Nicht sofort kann man alle Einflu\u00dfgr\u00f6\u00dfen unter einen Hut bringen. Und manchmal taucht auch schon mal die provozierende Bemerkung auf: &#8220;Da wird man ja gespielt!&#8221;<br \/>Welches ist die &#8220;beste Strecke&#8221;? Diese Frage l\u00e4\u00dft sich beim ersten Mal genauso wenig beantworten wie z.B. bei &#8220;1830&#8221;. Erst mit einer geh\u00f6rigen Spielpraxis kann man erkennen, wie das Gesamt-Streckennetz zusammenwachsen wird, wo sich lukrative Kooperationen mit den Mitspielern ergeben m\u00fcssen, und an welchen Ecken man am besten alleine sein eigenes S\u00fcppchen kochen sollte.<br \/>Nat\u00fcrlich ist man auch abh\u00e4ngig von den Spielz\u00fcgen der Mitspieler: Welcher Kanal welchen Mitspielers wird beim Warentransport mitgenutzt? Dahinter steckt zweifellos eine gewisse verdeckte Kingmakerei. Doch darf man das dem Spiel nicht zum Vorwurf machen; sonst m\u00fc\u00dfte man das gleiche auch von &#8220;1830&#8221; sagen, was von uns gewi\u00df keiner behaupten m\u00f6chte. In der Regel wird immer der gr\u00f6\u00dfere eigene Profit den Ausschlag geben.<br \/><em>WPG-Wertung: Aaron: 6 (&#8220;nicht genug planbar&#8221;), Hans: 6 (legt beim Nachtarokken 1Punkt dazu), G\u00fcnther: 7, Moritz: 7 (&#8220;typisches 7er Spiel&#8221;), Walter: 8 (vielleicht wegen Sieger-Bonus)<\/em><br \/>Aaron schreibt eine Rezension.<br \/><strong>2. &#8220;Jericho&#8221;<\/strong><br \/>Vor 5 Monaten hatte es Aaron gekauft, so lange lag es nach dem ersten Spielen hier am Westpark herum. Heute mu\u00dfte man es ihm wieder aufdr\u00e4ngen, er hatte seinen Besitz glatt verleugnet.<br \/>Ein Kartenspiel f\u00fcr J\u00e4ger und Sammler. Die Sammler bauen sich aus zuf\u00e4llig verteilten und nachgezogenen Karten eine m\u00f6glichst lange Mauer auf, die J\u00e4ger schie\u00dfen den Mitspielern mit ebenfalls zuf\u00e4llig verteilten Karten die besten Mauerteile heraus. Der eine findet das Spiel lustig, der andere furchtbar. Wahrscheinlich baut es eine Br\u00fccke von einem Extrem zum anderen.<br \/>Gewinnen tut der, der die besten Karten zieht:<br \/>&#8211; viele Einsen (Sammler-Element), zum Sabilisieren der Mauern und zum Einheimsen von Siegpunkten in der Schlu\u00dfwertung.<br \/>&#8211; viele Trompetenkarten (J\u00e4ger-Element) zum Zerst\u00f6ren der gegnerischen Mauern.<br \/>&#8211; die Wertungskarte, weil dann der Besitzstand eines Spielers jeweils gerade am gr\u00f6\u00dften ist.<br \/>Aaron (oder Hans) meinte am Schlu\u00df: &#8220;Es ist eigentlich ein Schei\u00dfspiel, das Besondere daran ist nur, da\u00df es so schnell geht.&#8221; (Wegen der Assoziation hier noch ein irisches Sprichwort von Frank McCourt: &#8220;Schei\u00df oder geht vom Topf runter!&#8221;)<br \/><em>Der bisherige WPG-Durchschnitt lag bei f\u00fcnf Punkten, heute waren wir einen ganzen Punkt schlechter:<br \/>Aaron: 4, Hans: 5 (zieht beim Nachtarokken 1 Punkt ab, G\u00fcnther: 5, Moritz: 4, Walter: 3 (vielleicht wegen Verlierer-Malus)<\/em><br \/>Hans begr\u00fcndet seine relativ gute Note f\u00fcr das schlichte &#8220;Jericho&#8221; gegen\u00fcber der relativ bescheidenen Note f\u00fcr das substanztr\u00e4chtige &#8220;Canal Mania&#8221; damit: &#8220;Wenn ich Wein getrunken habe, w\u00fcrde ich lieber &#8216;Jericho&#8217; spielen&#8221;. Dem kann ich nur hinzuf\u00fcgen: &#8220;Wenn ich meine Zeit totschlagen will, dann ich auch! &#8220;<br \/>Eine WPG-Rezension gibt es schon vom Mai diesen Jahres.<br \/><strong>3. &#8220;Bluff&#8221;<\/strong><br \/>Im Endspiel G\u00fcnther gegen Hans mit 2:1 W\u00fcrfeln legte G\u00fcnther 1 mal die F\u00fcnf vor. Hans hatte selbst einen Stern geworfen, was sollte er jetzt tun?<br \/>Er versuchte es mit 2 mal die F\u00fcnf. G\u00fcnther hatte selbst einen Stern und eine Drei, jetzt war sein K\u00f6nnen gefragt. Kurzentschlossen hob er auf 2 Sterne. Hans h\u00e4tte jetzt am liebsten noch 4 F\u00fcnfer angesagt, doch es gab nur noch 3 W\u00fcrfel im Spiel.<br \/><em>Keine neue WPG-Wertung f\u00fcr ein Super-Spiel.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Walter prolongiert. Andrea affirmiert. Juchz! Hans konnektiert. Moritz assoziiert sich. Fermate.Andrea anulliert. Schluchz! Das Quartett reduziert sich zur Triole. G\u00fcnther bilanziert und addiert sich. 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