{"id":1498,"date":"2011-12-15T03:16:36","date_gmt":"2011-12-15T02:16:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/?p=1498"},"modified":"2012-01-17T20:48:16","modified_gmt":"2012-01-17T19:48:16","slug":"14-12-2011-flotter-siebener","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2011\/12\/15\/14-12-2011-flotter-siebener\/","title":{"rendered":"14.12.2011: Flotter Siebener"},"content":{"rendered":"<p>Nach Peters strikter Vorgabe werden Spielrunden gr\u00f6\u00dfer als 5 schon im organisatorischen Vorfeld peinlichst vermieden. Heute kamen er und Loredana nach einer mehr als halbj\u00e4hrigen beruflichen Aush\u00e4usigkeit im gelobten Land zur\u00fcck in die wei\u00df-blaue Heimat, und aus der Freude am Wiedersehen wurde die Teilnehmerbegrenzung aufgehoben.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1515\" aria-describedby=\"caption-attachment-1515\" style=\"width: 443px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1515\" title=\"WuerfelBluffWein\" src=\"http:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/wpg.jpg\" alt=\"\" width=\"443\" height=\"218\" srcset=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/wpg.jpg 443w, https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/wpg-150x74.jpg 150w, https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/wpg-300x148.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 443px) 100vw, 443px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1515\" class=\"wp-caption-text\">W\u00fcrfel, Bluff und Wein<\/figcaption><\/figure>\n<p>Zun\u00e4chst war geplant, mit einer gemeinsamen Bluff-Runde anzufangen und dann die Gesellschaft auf zwei Tische aufzuteilen. Doch dann fanden Aaron und G\u00fcnther mit dem WPG-Spielefinder soviele geeignete Viel-Personen-Spiele (und brachten sie mit), so dass wir bis zum Schlu\u00df alle zusammenblieben.<br \/>\n<strong>1. &#8220;Bluff&#8221;<\/strong><br \/>\nEigentlich ist das Spiel f\u00fcr maximal 6 Mitspieler ausgelegt, doch wenn man die W\u00fcrfel aus zwei Spielen zusammenlegt, k\u00f6nnen problemlos 12 Mitspieler teilnehmen. Flott ist es allemal und f\u00fcr die vorzeitig Ausgeschiedenen auch beim Nur-Zuschauen keineswegs langweilig.<br \/>\nHorst konnte beim ersten Durchgang mit 17 mal die F\u00fcnf gleich 6 Mitspieler um einen W\u00fcrfel k\u00fcrzen. Im zweiten Durchgang w\u00e4re ihm das ebenfalls gegl\u00fcckt, wenn er sich getraut h\u00e4tte, von 13 auf 14 mal die F\u00fcnf zu erh\u00f6hen. Sein Nicht-Mut kostete ihn genau den W\u00fcrfel, der ihm sp\u00e4ter im 1:1-Endspiel gefehlt hatte.<br \/>\n<em>Keine neue WPG-Wertung f\u00fcr ein Super-Spiel.<\/em><br \/>\n<strong>2. &#8220;The Resistance&#8221;<\/strong><br \/>\nVor einem halben Jahr hatte das Spiel in einer 5er Runde die Hoffnung geweckt, dass es sich in einem noch gr\u00f6\u00dferen Teilnehmerkreis weniger durchsichtig pr\u00e4sentiert. Gilt es doch herauszufinden, welchen der Mitspieler eine \u201eGute\u201c und welchen eine \u201eB\u00f6se\u201c Rolle zugedacht ist.<br \/>\nJeweils ein Spieler stellt als Kapit\u00e4n ein Team f\u00fcr eine \u201eMission\u201c zusammen und alle Mitspieler stimmen mehrheitlich offen dar\u00fcber ab, ob die Teamzusammenstellung akzeptiert wird. Ist das der Fall, stimmen anschlie\u00dfend die Mitglieder des Team geheim dar\u00fcber ab, ob die Mission erfolgreich ist. Eine einzige Gegenstimme bringt die Mission zum Scheitern.<br \/>\nEin \u201eguter\u201c Kapit\u00e4n muss also versuchen, eine Mannschaft aus lauter \u201eGuten\u201c zusammenzustellen. Ein \u201eb\u00f6ser\u201c Kapit\u00e4n muss versuchen, wenigstens einen \u201eB\u00f6sen\u201c in die Mannschaft zu schmuggeln. Ist eine Mission gescheitert, dann war mindestens ein \u201eB\u00f6ser\u201c dabei. Ist die Mission aber gelungen, dann ist keineswegs gesichert, dass nur \u201eGute\u201c dabei waren. Ein B\u00f6ser kann sich ja getarnt haben. Allerdings f\u00fcr einen hohen Einsatz. Denn er hat eine ganze Mission und damit 33% der Siegbedingungen hergeschenkt.<br \/>\n\u00dcbrigens: Nur \u201eB\u00f6se\u201c tarnen sich. \u201eGute\u201c m\u00fcssen mit allen Mitteln versuchen, Klarheit in die moralische Rollenverteilung zu bringen. Warum?<br \/>\nWeiterhin wird ein \u201eguter\u201c Kapit\u00e4n auf jeden Fall sich selber in die Mannschaft aufnehmen. Ein \u201eb\u00f6ser\u201c kann sich da schon mal auslassen. Er muss es sogar tun, wenn er bereits entlarvt ist.<br \/>\nEs k\u00f6nnte eine Menge Rechnerei und Schlu\u00dffolgerungen geben, um aus den Ablehnungen von Teams und aus dem Scheitern von Missionen auf die \u201eB\u00f6sen\u201c zu schlie\u00dfen, um am Ende mit den reinen Sch\u00e4fchen die drei ben\u00f6tigten erfolgreichen Missionen durchzuf\u00fchren. Allerdings erlaubt die Spielregel ausdr\u00fccklich \u201eDiskussionen \u2013 und soziale Interaktion\u201c, sprich lautes Gelaber, um die eigene b\u00f6se Rolle zu verschleiern und den anderen Mitspielern die Schuld am Scheitern einer Mission in die Schuhe zu schieben. Das kann zu den lustigsten Anschuldigungen und zu den beschissensten Offenbarungen f\u00fchren.<br \/>\nOffensichtlich ist diese Phase der lauten, lauteren und unlauteren Diskussion gew\u00fcnscht und ein Teil des Spielspa\u00dfes. Heute war es das auch. Peter nahm seinen Pr\u00e4cox-Kommentar \u201eOh Gott, ist das ein Schei\u00df\u201c stillschweigend zur\u00fcck und reihte sich mit seinen 7 Punkten genau im (relativ guten) Durchschnitt der bisherigen Wertungen ein. Loredana auch. Ohne Kommentar.<br \/>\nHallo Peer, diesmal haben wir mit den Plotkarten gespielt. Ich fand sie aber keineswegs als Bereicherung des Spiels. Wenn ich dadurch meine Identit\u00e4t offenbaren mu\u00df, wenn ich eine von Haus aus verdeckte Abstimmung \u00f6ffentlich mache, wenn ich gar eine ganze erfolgreiche Teamzusammensetzung canceln kann, wird der Logik-Anteil immer mehr zur\u00fcckgedr\u00e4ngt. Moritz h\u00e4tte mit einer Plotkarte die letzte Abstimmung ung\u00fcltig machen k\u00f6nnen und damit den \u201eB\u00f6sen\u201c die letzte Mission f\u00fcr den Sieg schenken k\u00f6nnen. Selbst als \u201eB\u00f6ser\u201c wollte er aber nicht so b\u00f6se sein und den \u201eGuten\u201c damit die gute Laune verderben bzw. sein Spiel in Mi\u00dfkredit bringen.<br \/>\n<em>WPG-Wertung: Aaron: 7, G\u00fcnther: 6, Horst: 7, Loredana: 7, Moritz: 8, Peter: 7, Walter: 6.<\/em><br \/>\n<strong>3. &#8220;Zaster&#8221;<\/strong><br \/>\n33 Jahre hat dieses Parker-Spiel auf dem Buckel. Vor 9 Jahres war es zum letzten Mal bei uns auf dem Tisch. Jeder Spieler bekommt 10 Karten von verschiedenen Farben (Zahlen) in die Hand und mu\u00df durch verdecktes Tauschen mit seinen Mitspielern erreichen, dass alle 10 Karten seiner Hand die gleiche Farbe aufweisen. Sobald das ein Spieler geschafft hat, ist ein Spiel zu Ende.<br \/>\nTauschen kann jeder mit jedem und in beliebiger Reihenfolge und H\u00e4ufigkeit. Zum Tauschen k\u00fcndet der Tauschwillige eine beliebige Anzahl Karten einer Nomination an und wer das Gebot annimmt, mu\u00df eine entsprechend gro\u00dfe Anzahl Karten einer beliebigen anderen Nomination dagegen halten. Dieser Vorgang f\u00fchrt zu einem lauten chaotischen Durcheinander-Schreien wie auf der B\u00f6rse. Wer am lautesten schreit, am h\u00e4ufigsten zum Zuge kommt und somit am \u00f6ftesten tauscht, hat als erster die Chance auf den Sieg.<br \/>\n<em>WPG-Wertung: Horst blieb mit 6 Punkten nahe beim bisherigen Durchschnitt, Loredana mit 3 und Moritz mit 2 Punkten dr\u00fcckten den Durchschnitt um einen ganzen Punkt nach unten. Wahrscheinlich entgleitet in einer 7-er Runde das B\u00f6rsen-Schrei-Chaos jeglicher Kontrolle.<\/em><br \/>\n<strong>4. &#8220;Linq&#8221;<\/strong><br \/>\nEin Partyspielchen f\u00fcr sprachbegabte Verschleierer. Verdeckt werden den Spielern paarweise identische Begriffe zugeordnet, die sie durch zwei Schlagw\u00f6rter umschreiben m\u00fcssen. Dann m\u00fcssen die Spieler auf Grund der genannten Schlagw\u00f6rter herausfinden, welche Spieler jeweils begrifflich zusammengeh\u00f6ren. Finden zusammengeh\u00f6rige Spieler die eigene richtige Zuordnung heraus, bekommen sie Pluspunkte, findet einer von ihnen diese Zuordnung nicht, gehen beide leer aus. Finden Spieler fremde Zuordnungen heraus, so m\u00fcssen die \u201eentdeckten\u201c Paare Punkte abgeben. Es kommt also darauf an, f\u00fcr den eigenen Partner eindeutig erkennbar zu sein, f\u00fcr die anderen Mitspieler aber m\u00f6glichst nicht.<br \/>\nDabei ist es nat\u00fcrlich hilfreich, wenn man gemeinsame Erfahrungen hat, die sich auf ein einziges Schl\u00fcsselwort reduzieren lassen. Walter stand mit seinem \u201eSchiefer\u201c ziemlich allein dar. Wer wei\u00df denn noch, dass damit eine \u201eTafel\u201c gemeint sein kann? Wer hat denn noch in der \u201eVolksschule\u201c mit dem Griffel auf eine Schiefertafel geschrieben? Loredana gab sich zwar mit \u201eSchokolade\u201c gleich als Partner zu erkennen, f\u00fcr die Schiefertafel aber war sie 30 Jahre zu jung. Da konnte selbst der \u201eArthus\u201c mit seiner Tafelrunde nichts mehr retten.<br \/>\nDagegen lag Aaron mit \u201eSchmidt\u201c f\u00fcr \u201eSchnauze\u201c goldrichtig. Gl\u00fccklicherweise war hierbei nicht Loredana seine Partnerin sondern unser Oldtimer. Kein anderer in unsere Reihe kannte die Zusammensetzung \u201eSchmidt-Schnauze\u201c. Google findet dazu immerhin 32 Tausend Eintr\u00e4ge. Heutzutage wird der alte Schmidt aber nur noch als ausgeschamter Kettenraucher wahrgenommen.<br \/>\n<em>Keine neue WPG-Wertung f\u00fcr ein 7,3 Punkte Spiel.<\/em><br \/>\n<strong>5. &#8220;Choice&#8221;<\/strong><br \/>\nEin W\u00fcrfelspiel, bei dem \u00f6ffentlich jeweils 5 W\u00fcrfel geworfen werden, die jeder Spieler in zwei mal zwei Paaren plus einen \u00dcberbleibsel-W\u00fcrfel zusammenstellen muss. Das Ergebnis tr\u00e4gt jeder in ein privates Tableau ein. Wer am Ende die lukrativsten Kombinationen zusammenstellen konnte, hat gewonnen.<br \/>\nWer mehr dar\u00fcber wissen m\u00f6chte, kann Moritz\u2019 Spielbericht vom 5. Mail 2002 oder Walters Session-Report vom 20. Juli dieses Jahres (mit Bild) nachlesen.<br \/>\nBisher waren unsere Kommentar \u00fcberwiegend positiv. Moritz fand das Spiel damals sogar \u201eSucht erzeugend\u201c und Horst ging heute mit \u201eein tolles W\u00fcrfelspiel\u201c durchaus in die gleiche Richtung. Nur Peter fiel meilenweit zur\u00fcck. Das Spiel ist \u201ekomplett \u00f6de\u201c. Es besitzt eine \u201eeindeutige Gewinnstrategie\u201c, es ist \u201ewahnsinnig leicht optimierbar\u201c. Es enth\u00e4lt \u201ekeinerlei Interaktion\u201c. Im letzten Punkt hat er wohl recht, in den anderen wurde ihm heftig widersprochen. Wir warten auf die Darstellung seiner L\u00f6sung.<br \/>\n<em>WPG-Wertung: Der bisherigen Durschnitt von 7,3 wurde zwar nicht von Horsts 8, aber von Peters 3 Punkten deutlich nach unten gedr\u00fcckt.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach Peters strikter Vorgabe werden Spielrunden gr\u00f6\u00dfer als 5 schon im organisatorischen Vorfeld peinlichst vermieden. Heute kamen er und Loredana nach einer mehr als halbj\u00e4hrigen beruflichen Aush\u00e4usigkeit im gelobten Land zur\u00fcck in die wei\u00df-blaue Heimat, und aus der Freude am Wiedersehen wurde die Teilnehmerbegrenzung aufgehoben. 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