{"id":150,"date":"2007-06-14T10:22:57","date_gmt":"2007-06-14T10:22:57","guid":{"rendered":"http:\/\/westpark-gamers.de\/blog\/?p=150"},"modified":"2007-06-14T10:22:57","modified_gmt":"2007-06-14T10:22:57","slug":"12062007-caylus-magna-charta-wikinger-und-bluff","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2007\/06\/14\/12062007-caylus-magna-charta-wikinger-und-bluff\/","title":{"rendered":"12.06.2007: Caylus &#8211; Magna Charta, Wikinger und Bluff"},"content":{"rendered":"<p>Woher bekommen wir die vielen neuen Spiele, \u00fcber die wir regelm\u00e4\u00dfig berichten? Ist es so, da\u00df uns die Spielverlage sponsoren und mit Rezensionsexemplaren \u00fcbersch\u00fctten? Ja und nein. \u00dcbersch\u00fcttet werden wir nicht, aber in Essen sind Aaron, Moritz und G\u00fcnther gern gesehene Stammg\u00e4ste und k\u00f6nnen so manches Spiel kostenlos in ihren Ranzen packen. Aber wir kaufen auch viele Spiele gegen bares Geld und ohne Rabatt. Manche Kleinverlage k\u00f6nnen sich kostenlose Rezensionsexemplare einfach nicht leisten und manche Gro\u00dfverlage haben einfach ihre Taschen zugekn\u00f6pft.<br \/>In unserem Spielkritiken machen wir allerdings keine Unterscheidung, ob uns ein Verlag entgegengekommen ist oder nicht. Wir weisen es auch nicht in einem Nebensatz aus. Schlechte Spiele versuchen wir ohnehin erst gar nicht zu verkosten. Nicht mal geschenkt!<br \/><strong>1. &#8220;Caylus &#8211; Magna Charta&#8221;<\/strong><br \/>Eine nagelneue abgespeckte Version des gro\u00dfen &#8220;Caylus&#8221;, das im Jahr 2006 den Sonderpreis &#8220;komplexestes Spiel das Jahres&#8221; gewonnen hat. Aaron hat das Spiel ganz frisch gekauft (!). G\u00fcnther legte auch gleich noch den Extension-Kit dazu, den die Abonnenten der &#8220;Spielbox&#8221; bekommen haben: Eine zus\u00e4tzliche Karte f\u00fcr einen weiteren &#8220;Prestigebau&#8221;.<br \/>Was ist in &#8220;Magna Charta&#8221; anders als in der gro\u00dfen Urversion? Hierzu ein paar Stichworte:<br \/>&#8211; Es gibt kein Spielbrett, das Geschehen mit dem Bauen und Nutzen von Geb\u00e4uden spielt sich direkt auf der Tischplatte ab.<br \/>&#8211; Jeder Zug kostet 1 Dinar, unabh\u00e4ngig davon, ob schon gepa\u00dft wurde oder nicht.<br \/>&#8211; Es gibt keinen Kampf um die Prestige-Punkte beim Schlo\u00df. Wer sich im Schlo\u00df engagiert, bekommt lediglich Siegpunkt-Bonusse und ggf. auch noch ein St\u00fcck Gold.<br \/>&#8211; Das Engagement im Schlo\u00df geh\u00f6rt auch nicht zu den regul\u00e4ren Z\u00fcgen, sondern wird erst hinterher angeh\u00e4ngt. Wer vorher zuerst gepa\u00dft hat, darf hier zuerst ziehen; damit wird ein (weiterer) Anreiz gegeben, sein Zugpotential nicht bis zum letzten Heller auszureizen.<br \/>Peter wollte uns nicht den Moritz machen und verzichtete auf unsere Standard-Methode zur Bestimmung des Startspielers. Er nahm einfach von jedem einen P\u00f6ppel in die Hand und lies daraus den Startspieler ziehen. Frei nach Einstein&#8217;s Motto: <strong>&#8220;Everything should be made as simple as possible, but not simpler&#8221;.<\/strong><br \/>Wir gingend das Spiel sehr konstruktiv an. Kein einziges Mal wurde der Vogt zur\u00fcckgesetzt, um einen Spieler um seine Gesch\u00e4ftseink\u00fcnfte zu bringen. Walter wurde von G\u00fcnther (unter allseitiger Billigung) prophylaktisch auf m\u00f6gliche Spielfehler aufmerksam gemacht, die auf Grund von mangelnder Regelkenntnis schon in der Luft lagen. Die unvermeidliche Konkurrenz beim Nutzen der Ressourcen war die einzige gegenseitige spielerische Aggressivit\u00e4t. Aber sie geh\u00f6rt ja zu den Qualit\u00e4ten von Caylus, auch zu denen von &#8220;Magna Charta&#8221;.<br \/>Nach knapp zwei Stunden f\u00fchrte G\u00fcnther gewollt das Spielende herbei, bevor die anderen noch mal mit Prestige-Bauten einen Sprung nach vorne tun konnten. Fast h\u00e4tte es zum Sieg gereicht, doch der alte Caylus-Fuchs Peter behielt mit 2 Punkten Vorsprung die Oberhand.<br \/>Einhellig waren wir der Meinung, das &#8220;Caylus&#8221; gegen\u00fcber &#8220;Magna Charta&#8221; sehr gut abgespeckt ist. F\u00fcr Peter ist es \u00fcbrigens neben &#8220;San Juan&#8221; von Alea die einzige verk\u00fcrzte Spielvariante, die vom Glanz des Original nichts verloren hat. Ich wollte letzteres auch von &#8220;Euphrat &amp; Tigris&#8221; behaupten, erntete dabei aber erheblichen Widerspruch.<br \/><em>WPG-Wertung: Unisono vergaben Aaron, G\u00fcnther, Peter und Walter 8 Punkte. Sicherlich hat dabei der eine oder andere sogar zu 9 Punkten hintendiert.<\/em><br \/><strong>2. &#8220;Wikinger&#8221;<\/strong><br \/>Unser gerade erst gek\u00fcrtes &#8220;Spiel des Monats&#8221; bekam gleich noch mal eine Chance, die Berechtigung seiner Wahl zu demonstrieren. Es konnte \u00fcberzeugen.<br \/>Jeder Spieler baut sich seine Inselwelt zusammen und ergattert dabei Siegpunkte. Es gibt laufend Wertungen, mit Geld- und Siegpunkt-Pr\u00e4mien, und es gibt eine Schlu\u00dfwertung mit Sonderpr\u00e4mien f\u00fcr die l\u00e4ngsten, die dicksten, die meisten und andere Qualit\u00e4tsmerkmale, die ein Wikinger auf seiner Inselwelt hochgezogen hat.<br \/>Es gibt eine Regelvariante, bei der der Startspieler versteigert wird. Er bekommt dann zus\u00e4tzlich eine Auswahloption bei den Bev\u00f6lkerungsfiguren und er darf auch noch eine Spielfarbe (=Berufsgruppe) bevorzugt auf der Preistafel positionieren. F\u00fcr harte Rechner sollte diese Regel unbedingt eingef\u00fchrt werden; wer die &#8220;Wikinger&#8221; mehr spielerisch angeht oder am Ende eine Entschuldigung braucht, warum er nicht gewonnen hat, der kann darauf verzichten.<br \/><em>Keine neue WPG-Wertung: der bisherige sehr gute Schnitt von 8.3 Punkten wurde vollauf best\u00e4tigt.<\/em><br \/><strong>3. &#8220;Bluff&#8221;<\/strong><br \/>Peter kam in der Sitzreihenfolge nach Walter und tat gut daran, dessen hohe Vorgaben zu glauben und Aaron mit noch h\u00f6hren Werten zu konfrontieren. Es reichte aber nicht zum Sieg; ganz im Gegenteil, als erster war er alle W\u00fcrfel los und konnte ohne Hetze zur U-Bahn abd\u00fcsen.<br \/>Im Endspiel standen sich Walter und G\u00fcnther gegen\u00fcber, doch da es kein 1:1-Endspiel war, bekam keine Immer-X-Strategie Wasser auf seine M\u00fchlen. Die besseren W\u00fcrfel gaben den Ausschlag.<br \/>Im zweiten Spiel, jetzt in der Dreierrunde, hatte G\u00fcnther im Nu sein letztes Hemd ausgeziehen m\u00fcssen. Er h\u00e4tte ebenfalls zur U-Bahn abdampfen k\u00f6nnen, wenn er nicht mit dem Auto angereist w\u00e4re. Aaron und Walter bestritten mit je 5 W\u00fcrfeln das Endspiel. Aaron blieb sein sprichw\u00f6rtliches W\u00fcrfel(un)gl\u00fcck treu: Er konnte Walter keinen einzigen W\u00fcrfel abluchsen.<br \/>Walter war auch im dritten Endspiel. Mit 2:1-W\u00fcrfeln in der Unterzahl gegen Aaron hatte er eine F\u00fcnf unter seinem W\u00fcrfelbecher. Was sollte er vorgeben? 2 mal die F\u00fcnf? Nicht schlecht gedacht, aber gegen Aarons W\u00fcrfel(un)gl\u00fcck h\u00e4tte 1 mal die F\u00fcnf gerade gereicht. Und 2 mal die F\u00fcnf war einfach zu hoch.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Woher bekommen wir die vielen neuen Spiele, \u00fcber die wir regelm\u00e4\u00dfig berichten? 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