{"id":159,"date":"2007-10-12T08:29:15","date_gmt":"2007-10-12T08:29:15","guid":{"rendered":"http:\/\/westpark-gamers.de\/blog\/?p=159"},"modified":"2007-10-12T08:29:15","modified_gmt":"2007-10-12T08:29:15","slug":"05092007-bereicherung-mit-alten-camelots","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2007\/10\/12\/05092007-bereicherung-mit-alten-camelots\/","title":{"rendered":"05.09.2007: Bereicherung mit alten Camelots"},"content":{"rendered":"<p>Ziemlich genervt kam Moritz von der Urauff\u00fchrung seiner Oper &#8220;Freax&#8221; aus Bonn zur\u00fcck. Sein bis dahin bestes Werk hatte vom Publikum eine \u00fcberaus freundliche Zustimmung erhalten, doch die Nebenerscheinungen bei der gescheiterten Zusammenarbeit mit Schlingensief waren mehr als aufreibend. Moritz wollte keinen Kommentar dazu abgeben, er wollte nur noch spielen! Brettspiele!<br \/>Daf\u00fcr sind die Westpark-Gamers nat\u00fcrlich bestens geeignet. Nach Peters schriftlichem Zeugnis gilt &#8220;dennoch und ohne \u00dcbertreibung: Westpark hat Top Prio. Eine bessere und gem\u00fctlichere Spielrunde kenne ich nicht und habe ich nicht erlebt.&#8221; &#8211; Das ist zweifellos das Gegenteil von Netzbeschmutzung!<br \/><strong>1. &#8220;Schatten \u00fcber Camelot&#8221;<\/strong><br \/>Der Kampf aller Guten gegen den einzigen B\u00f6sen.<br \/>In Camelot ziehen die Spieler reihum wei\u00dfe Karten, mit denen sie die Machtposition der Guten st\u00e4rken. Haben sie gen\u00fcgend Kampfkraft gehortet, ziehen sie aus, um die &#8220;Quests&#8221; gegen das B\u00f6se zu bestehen. Das B\u00f6se gewinnt in jeder Runde an Boden, und die Guten haben nur bei guter Koordination ihrer Mittel und durch Aufopferung einzelner Leben und Machtpunkte eine Chance, am Ende zu obsiegen.<br \/>Die Guten gewinnen gemeinsam, keiner von ihnen kann sich als Einzelk\u00e4mpfer profilieren. Insofern ist &#8220;Camelot&#8221; ein echtes Kooperationsspiel, und zwar eines von der besseren Sorte. Die Entscheidung steht st\u00e4ndig auf der Kippe und wer sich mit dem Gral, mit Excalibur und \u00e4hnlichen Accessoires identifiziert, findet den Kampf auf Messers Scheide richtig spannend. Wer allerdings danach strebt, das Spielfeld als einziger Sieger zu verlassen, der mu\u00df hoffen, vom Schicksal die Rolle des B\u00f6sen zugeschustert zu bekommen. Wenn dann gewinnt, hat alleine gewonnen.<br \/><em>WPG-Wertung: Gegen\u00fcber ihrer bisherigen m\u00e4\u00dfigen Wertung haben G\u00fcnther und Walter je einen Punkt zugelegt, Moritz bleibt bei seinen 8, Birgit fand es ebenfalls 8 Punkte wert, und Wolfgang liegt mit 7 Punkten noch knapp \u00fcber dem Schnitt.<\/em><br \/>Moritz hat noch keine Rezension geschrieben.<br \/><strong>2. &#8220;Modern Arts&#8221;<\/strong><br \/>Auktionen um K\u00fcnstler und ihre Werke. Wer am Ende den beste Riecher f\u00fcr die Entwcklung von Kunstrichtungen und erzielbare Preise hatte, wird Sieger.<br \/>Au\u00dfergew\u00f6hnlich kurze Runden kennzeichneten diesmal den Ablauf. In der ersten Wertung waren nur Krypto und Christin P. in den Handel gekommen, in der zweiten Wertung auch noch Lite Metal. Yoko und Karl Gitter blieben bis zum Ende im Magazin. Offensichtlich haben sich da zu viele Mitspieler verspekuliert und sind dann auf ihren Kunstsch\u00e4tzen sitzen geblieben.<br \/>Christin P. konnte auch die dritte und vierte Wertung f\u00fcr sich entscheiden und brachte es am Ende auf 100 Dollar pro St\u00fcck. Wer sich hier engagiert hatte, wurde Sieger. G\u00fcnther war es nicht, aber als der Sieger am Ende befriedigt seine 500 Eier in die Schachtel zur\u00fccklegte, konnte er dessen Euphorie d\u00e4mpfen: &#8220;So hoch ist der Abstand gar nicht!&#8221; &#8211; Immerhin waren es noch fast 7 Prozent!<br \/><em>Keine neue WPG-Wertung. Birgit hielt sich zur\u00fcck. Diese Art von Spielen liegt ihr nicht und sie wollte den WPG-Durchschnitt nicht vermasseln.<\/em><br \/><strong>3. &#8220;Kunst-Box&#8221;<\/strong><br \/>Es war erst halb Elf und viel zu fr\u00fch f\u00fcr ein &#8220;Bluff&#8221;. Moritz schlug deshalb gleich noch ein weiteres Spiel um Gem\u00e4lde vor: &#8220;Kunst Box&#8221;. Auf die kritischen Fragen, wie lange das Spiel dauert, konnte er beruhigen: &#8220;Solange ihr wollt!&#8221;. Es werden einzelne Gem\u00e4lde unabh\u00e4ngig voneinander pr\u00e4sentiert; jede Pr\u00e4sentation dauert ca. 20 Minuten, und die Spieldauer ergibt sich aus der Anzahl der vorgestellten Bilder!<br \/>Eigentlich ist es kein Spiel, sondern eine Art Quiz f\u00fcr Kunstkenner und solche, die vorgeben, es zu sein. Das jeweils zu pr\u00e4sentierende Gem\u00e4lde ist zu Beginn von Pl\u00e4ttchen zudeckt und der aktive Spieler darf jeweils ein Pl\u00e4ttchen entfernen, so da\u00df die Einzelheiten peut a peut sichtbar werden. Dann darf er eine Behauptung zur Eigenschaften des Gem\u00e4ldes aufstellen, z.B. von welchem K\u00fcnstler es ist, wann dieser geboren wurde, welches Motiv es darstellt, aus welcher Epoche es stammt, ob Einzelteile des Gem\u00e4ldes gef\u00e4lscht sind und dergleichen. Die behaupteten Eigenschaften mu\u00df der aktive Spieler frei aus seinem Kunstverst\u00e4ndnis sch\u00f6pfen, und wer einen Niederl\u00e4nder nicht von einem italienischen Renaissancemaler unterscheiden kann, hat schon mal schlechte Karten.<br \/>Wer von den nicht-aktiven Mitspielern der Behauptung des aktiven Spielers glaubt, gibt ihm einen Chip aus der Bank. Am Ende bekommen sie selbst f\u00fcr die richtige Antwort auch einen Chip. Wer nicht glaubt, gibt keinen Chip und bekommt am Ende auch nichts. Wer am Schlu\u00df die meisten Chips einnehmen konnte, ist Sieger.<br \/>Dieses Chip-Verteil-Prinzip hat Moritz entweder nicht richtig vorgelesen, oder es ist einfach unausgegoren. Warum sollte ich dem aktiven Spieler freiwillig einen Chip gegen, wenn ich am Ende h\u00f6chstenfalls ebenfalls nur einen Chip bekomme? Schon aus Prinzip gab niemand keinem keinen Chip. So setzen sich schlie\u00dflich die Kenner von &#8220;\u00d6l auf Leinwand&#8221; gegen die Scharlatane mit &#8220;\u00d6l auf Holz&#8221; durch. Die Kunstbanausen entschieden sich einstimmig, die bunte Kunst links liegen zu lassen.<br \/><em>WPG-Wertung: Birgit: 2, G\u00fcnther: 3, Moritz: 5 (K\u00fcnstler!), Walter: 3, Wolfgang: 5 (Kunstkenner!)<\/em><br \/><strong>4. &#8220;Verflixxt!&#8221;<\/strong><br \/>Es war nicht viel Zeit vergangen, f\u00fcr ein richtiges Vor-Absacker-Spiel war immer noch Zeit.<br \/>&#8220;Verflixxt!&#8221; in der Basisversion ohne Fisimatenten kam da gerade recht, um die spielerische Stimmung wieder auf Vordermann zu bringen.<br \/>Ein W\u00fcrfelspiel ohne jeden Fehl und Tadel. Der Gl\u00fccksfaktor liegt sicherlich in der N\u00e4he von 1, doch wo er genau liegt, dar\u00fcber k\u00f6nnen die Experten noch streiten. Der Spa\u00dffaktor liegt zweifellos bei 100%. Als alter Backgammonese konnte Moritz das Spiel f\u00fcr sich entscheiden, Birgit mit ihren Vorlieben f\u00fcr strategische Adventure-Games kam immerhin auf den zweiten Platz.<br \/><em>Keine neue WPG-Wertung f\u00fcr ein ehemaliges &#8220;Spiel des Monats&#8221; vom Westpark.<\/em><br \/><strong>5. &#8220;Bluff&#8221;<\/strong><br \/>Nichts Neues im Westen, doch Moritz ergriff schnell die Gelegenheit, seine \u00fcberaus gesch\u00e4tzen F\u00e4higkeiten, Spiele zu erkl\u00e4ren, beim Neuling Birgit unter Beweis zu stellen.<br \/>Apropos Birgit: F\u00fcr alle Westparker, die neugierig sind. Sie war eine Bereicherung!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ziemlich genervt kam Moritz von der Urauff\u00fchrung seiner Oper &#8220;Freax&#8221; aus Bonn zur\u00fcck. Sein bis dahin bestes Werk hatte vom Publikum eine \u00fcberaus freundliche Zustimmung erhalten, doch die Nebenerscheinungen bei der gescheiterten Zusammenarbeit mit Schlingensief waren mehr als aufreibend. Moritz wollte keinen Kommentar dazu abgeben, er wollte nur noch spielen! 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