{"id":162,"date":"2007-10-12T08:30:45","date_gmt":"2007-10-12T08:30:45","guid":{"rendered":"http:\/\/westpark-gamers.de\/blog\/?p=162"},"modified":"2007-10-12T08:30:45","modified_gmt":"2007-10-12T08:30:45","slug":"26092007-wiederholung-vor-der-urauffuhrung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2007\/10\/12\/26092007-wiederholung-vor-der-urauffuhrung\/","title":{"rendered":"26.09.2007: Wiederholung vor der Urauff\u00fchrung"},"content":{"rendered":"<p>Unsere Spielabende dauern in der Regel bis gegen 1 Uhr Nachts. Dann setze ich mich an meinen Computer und schreibe noch schnell das Session-Tagebuch. Damit die Eindr\u00fccke des gemeinsamen Spielens ganz frisch und ungefiltert festgehalten werden. Und wenn die anderen morgens aufstehen, k\u00f6nnen sie gleich lesen, wie der letzte Abend verlaufen ist.<br \/>Gestern hat mein Computer den Geist aufgegeben. Ventilator oder Graphikkarte oder Netzteil. Jedenfalls wurde der Bildschirm schlagartig schwarz und auf keinen Knopfdruck wollte der Aparillo noch mal eine Lebenszeichen von sich geben.<br \/>In einem modernen Haushalt hat nat\u00fcrlich jedes Familienmitglied einen eigenen Rechner. Gl\u00fccklicherweise kann ich jetzt auf dem Rechner meiner Frau meine n\u00e4chtlichen Schreiberein erledigen. Sie liegt um diese Zeit ja schon l\u00e4ngst im Bett und schl\u00e4ft den Schlaf der Gerechten. Vorsorglich habe ich die beste aller Ehefrauen auf meine Situation aufmerksam gemacht und ihr mitgeteilt, da\u00df ich heute auf ihrem Rechner schreiben werde.<br \/>Jetzt ist der Spielabend vorbei. 1 Uhr ist auch l\u00e4ngst vorbei. Aber was macht meine Beste? Sie sitzt vor ihrem Rechner und macht Datensicherung! Ihr Computer k\u00f6nnte ja auch mal den Geist aufgeben. Es wurde h\u00f6chste Zeit!<br \/><strong>1. &#8220;Sechsst\u00e4dtebund&#8221;<\/strong><br \/>Das Spiel wird erst n\u00e4chsten Monat in Essen der Welt vorgestellt, aber die Proberunden haben uns so gut gefallen, da\u00df wir das Hauptprogramm von letzter Woche gleich einem erweiterten Teilnehmerkreis vorstellen wollten.<br \/>Die Spielmechanisman sind unbestritten vorz\u00fcglich. Die Spieler bieten um die beste Stadt, suchen sich dort das optimale Angebot an Waren, Geld oder Pferden aus und machen damit Siegpunkte.<br \/>Das geilste Regel-Element ist der Verdr\u00e4ngungswettbewerb in den St\u00e4dten. Jeder Spieler geht zu einer beliebigen Stadt auf dem Spielbrett. Ist die Zielstadt noch unbesetzt, so platziert man sich dort und fertig ist der Zug. Steht dort aber bereits ein Spieler, so mu\u00df man ihm Geld bezahlen, wenn man ihn von dort verdr\u00e4ngen will. Der Platzhirsch kann aber auf seiner Stadt beharren und dort bleiben wollen; dann mu\u00df er seinerseits dem Bedr\u00e4nger Geld anbieten, damit dieser weiterzieht. Diese Geldangebote k\u00f6nnen beliebig wiederholt werden, sie nehmen immer h\u00f6here Werte an, bis einem Spieler die Luft oder die Lust ausgeht. Er streicht dann die Verdr\u00e4ngungspr\u00e4mie ein und kann sein Gl\u00fcck beim n\u00e4chsten Mitspieler versuchen. Die gebotenen Geldsummen gehen also nicht an die Bank, sondern bleiben unter den Spielern.<br \/>Die Bewegungen von Stadt zu Stadt kosten ebenfalls Geld, so da\u00df der Verdr\u00e4ngte von der gerade eingeheimsten Pr\u00e4mie gleich wieder etwas ausgeben mu\u00df. Diesmal mu\u00df man aber an die Bank zahlen. So werden die liquiden Mittel immer weniger und irgendwann gibt ein jeder Ruhe und ben\u00fcgt sich mit der Stadt, die seiner finanziellen Potenz entspricht. <br \/>Im &#8220;Sechsst\u00e4dtbund&#8221; hei\u00dft das Geld &#8220;Knappen&#8221;. Damit soll ein mittelalterliches Kolorit hineingebracht werden, obwohl richtige M\u00fcnzen hier sicherlich funktioneller w\u00e4ren. Aaron f\u00fchrte bei seiner Regelerkl\u00e4rung dieses Zahlungsmittel ganz im Sinne seiner Anwendung mit &#8220;Geh-Punkte&#8221; ein. Hier hakte Moritz sofort ein und fragte: &#8220;G-Punkte?&#8221;<br \/>Birgit wollte noch wissen, woher man die bekommt, doch Aaron ersparte es sich, ihr zu sagen, da\u00df diese zur Grundausstattung geh\u00f6ren.<br \/><em>WPG-Wertung: Aaron bleibt bei seinen 8 Punkte, Birgit und Moritz vergaben je 7, und Walter machte aus seinem 7 Minus ein 7 Plus.<\/em><br \/>Aaron hat schon eine Rezension schreiben.<br \/><strong>2. &#8220;Manila&#8221;<\/strong><br \/>In memoriam von Franz-Benno Delonge legten wir nach langer Zeit mal wieder sein &#8220;Manila&#8221; auf. Aaron hatte das Spiel mitgebracht, obwohl er es gar nicht mehr so gut findet wie fr\u00fcher. Er konnte gar nicht verstehen, was Peter hieran so gut gef\u00e4llt. Dabei hat Peter es noch gar nicht gespielt, sondern leidet hier immer noch unter dem wei\u00dfen Fleck auf seinem Spieleglobus.<br \/>Walter k\u00e4mpfte in alter Gewohnheit um den Hafenmeister. In der ersten Runde konnte er ihn schon f\u00fcr 11 Rupien ersteigern, und die Preise zogen nur langsam an. Aaron bekam dadurch oft genug die undankbare Position des Letzten in der Zugreihenfolge. Zuerst stachelte er seine Mitspieler auf, die Hafenmeisterrolle doch nicht so billig herzuschenken, dann verlegte er sich aufs Lamentieren \u00fcber seine ungl\u00fcckliche Sitzposition. Schlie\u00dflich gingen die Preise in die H\u00f6he, und es wurden auch schon mal stolze 36 Rupien f\u00fcr diese Rolle hingebl\u00e4ttert.<br \/>Am Ende gewann aber nicht Walter, der am h\u00e4ufigsten den Hafenmeister gespielt hatte (und sogar als Pirat zweimal erfolgreich war), auch nicht Moritz, der den Hafenmeister am teuersten ersteigert hatte (das war ja eher seine Tragik), sondern an &#8211; AARON!<br \/>Doch der Sieg konnte seine Vorbehalte nicht ausr\u00e4umen. W\u00e4hrend sich Birgit mit 8 Punkten im guten WPG-Durchschnitt positionierte, trotzte Aaron: &#8220;Ich gebe ihm nur noch Sex&#8221;. Oder war das etwa kein Trotz?<br \/><strong>3. &#8220;Feuerteufel&#8221;<\/strong><br \/>Die Kontroverse um den Charakter dieses Spiels ist entschieden: Allen Unkenrufen zum Trotz ist es nur zu 20 Prozent ein Gl\u00fccksspiel, aber zu 80 Prozent ein Spiel, in dem der Beste und Erfahrenste gewinnt.<br \/>Birgit wurde als Neuling gleich mal mit der Loser-Rolle bedacht. Sie behielt auch wirklich im ersten Spiel den Teufelsstich, schaffte es aber bereits im zweiten Spiel auf Plus-Minus 0 Punkte und hatte nach dem dritten Spiel bereits den Anschlu\u00df an das Hauptfeld gefunden.<br \/>Als Spielende hatten wir ein niedriges Absacker-Limit von 100 Punkten festgesetzt. Nach 5 Spielen war Moritz der sichere Sieger, doch Birgit hatte sich auf den zweiten Platz vorgearbeitet und die Experten Aaron und Walter weit hinter sich gelassen.<br \/>Ist der Flaschenteufel doch nur ein Gl\u00fccksspiel? Was ist die Alternative zu dieser Schlu\u00dffolgerung?  &#8211; Birgit ist eine geniale Spielerin! Ganz einfach, oder?<br \/><em>WPG-Wertung: Aaron: 8 (ein Punkt mehr), Birgit: 8, Moritz: 9 (zwei Punkte mehr!), Walter: 8 (ein Punkt mehr)<\/em><br \/>Walter hat schon eine Rezension geschrieben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unsere Spielabende dauern in der Regel bis gegen 1 Uhr Nachts. Dann setze ich mich an meinen Computer und schreibe noch schnell das Session-Tagebuch. Damit die Eindr\u00fccke des gemeinsamen Spielens ganz frisch und ungefiltert festgehalten werden. 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