{"id":163,"date":"2007-10-12T08:32:13","date_gmt":"2007-10-12T08:32:13","guid":{"rendered":"http:\/\/westpark-gamers.de\/blog\/?p=163"},"modified":"2007-10-12T08:32:13","modified_gmt":"2007-10-12T08:32:13","slug":"10102007-w-eric-martin-mit-uptown-und-master-of-rules","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2007\/10\/12\/10102007-w-eric-martin-mit-uptown-und-master-of-rules\/","title":{"rendered":"10.10.2007: W. Eric Martin mit &#8220;Uptown&#8221; und &#8220;Master of Rules&#8221;"},"content":{"rendered":"<p>Gro\u00dfe Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. N\u00e4chste Woche f\u00e4ngt in Essen die Spiel 2007 an und die professionellen Spiele-Publizisten aus dem Ausland r\u00fccken jetzt schon langsam in Deutschland an. W. Eric Martin (lieber Eric, verzeih&#8217; mir das Dabbeljuh!), Webmaster und Chefredakteur von Boardgame News, hat sich mit seiner Frau Linda bei uns angesagt, und ihm zu Ehren haben wir zwei Tische aufgemacht.<br \/>Gewohnt p\u00fcnktlich um 20 Uhr hatten sich die acht Westparker eingefunden. Die amerikanischen G\u00e4ste lie\u00dfen noch auf sich warten. Bange Blicke auf die Uhr: Hoffenlich haben sie ihre Uhren schon auf Mitteleurop\u00e4ische Sommerzeit eingestellt! Wer wei\u00df! Fangen wir schon mal an.<br \/><strong>1. &#8220;Bluff&#8221;<\/strong><br \/>Ein ideales Spiel, um die Zeit zu \u00fcberbr\u00fccken, solange die amerikanischen G\u00e4ste noch nicht da sind und zum Warming-Up, als sie dann endlich erschienen waren. F\u00fcr 10 Mitspieler braucht man zwei S\u00e4tze W\u00fcrfelbecher und W\u00fcrfel, aber nur ein Spielbrett und nur einen roten Vorgabe-W\u00fcrfel. Nach einer \u00dcberrundung ist die &#8220;1&#8221; dann gleichbedeutend mit der &#8220;21&#8221; und bei Sternen mit der &#8220;11&#8221;. Die Varianz w\u00e4chst mit der Anzahl Teilnehmer. Wer zu Unrecht anzweifelt oder mit Unrecht angezweifelt wird, ist ganz schnell ganz drau\u00dfen. Aber &#8220;Bluff&#8221; hat ja die sch\u00f6ne Eigenschaft, da\u00df man mit Lust und Spannung auch als Nur-Zuschauer dabei sein kann.<br \/>W. Eric konnte selbst die 40 Anfangsw\u00fcrfel mit Umsicht meistern. Sein haarscharf nochmal Davongekommensein quittierte er h\u00e4ufiger mit einem befriedigten &#8220;so close&#8221;! Das Endspiel bestritt er gegen Walter. Hier konnte er nochmal seine hervorragende Taktik und Psychologie ausspielen. Mit 2 gegen 2 W\u00fcrfel legte er 1 mal den Stern vor. Walter hatte selber einen Stern und eine Zwei gew\u00fcrfelt und f\u00fchlte sich schon als Sieger. Understatement war seine Devise: 2 mal die Eins! Eric zweifelte an, er hatte selber nur eine Zwei und eine Drei unter seinem W\u00fcrfelbecher.<br \/>Beim 2:1-Stand ging Eric mit 1 mal die Eins ins Rennen. Walter hatte genau die 1 gew\u00fcrfelt, was sollte er tun? Zwei mal die Eins? Das was sein Ende, denn Eric hatte wieder nur zwei mittlere Zahlen unter seinem Becher und konnte final anzweifeln.<br \/><strong>2. &#8220;Uptown&#8221;<\/strong><br \/>Jetzt teilte sich die Gruppe. Aaron, Birgit, G\u00fcnther, Hans und Horst wendeten sich einem &#8220;Zooloretto&#8221; zu. Schlie\u00dflich hatten sie es zum WPG-Spiel-des-Monats gek\u00fcrt, da konnten sie ja nicht gleich mit &#8220;Nein, meine Suppe e\u00df ich nicht!&#8221; die Nase r\u00fcmpfen.<br \/>Andrea, Eric, Linda, Moritz und Walter durften dagegen ein nagelneues &#8220;Uptown&#8221; kennenlernen. Jeder Spieler hat den gleichen Satz von Pl\u00e4ttchen, die reihum aufs Spielbrett gelegt werden. Jedes Pl\u00e4ttchen geh\u00f6rt zu einer Gruppe, f\u00fcr die jeweils 9 der insgesamt 81 Felder des Spielbretts zugelassen sind: entweder eine vollst\u00e4ndige Reihe, eine Spalte oder ein internes 3&#215;3 Felder gro\u00dfes Quadrat. Man mu\u00df seine Pl\u00e4ttchen so legen, da\u00df sie am Ende m\u00f6glichst wenige zusammenh\u00e4ngende Ketten bilden. Wer dann die wenigsten separaten Ketten hat, hat gewonnen.<br \/>In einer F\u00fcnfergruppe ergibt sich ein Menge Interaktion um die Felder, \u00fcber die getrennten Ketten verbunden werden k\u00f6nnen. Man darf n\u00e4mlich auch fremde Pl\u00e4ttchen vom Spielbrett entfernen und seine eigenen daf\u00fcr hinlegen, solange man damit eine fremde Kette nicht in zwei Teile zerlegt. Das Ergebnis ist ein spannender, kurzweiliger Kampf, der voller spielerischer Grundstimmung ausgetragen wird.<br \/><em>WPG-Wertung: Andrea: 8, Eric: 8, Linda: 7, Moritz:7. Walter: 8 (fast 9)<\/em><br \/><strong>3. &#8220;Master of Rules&#8221;<\/strong><br \/>Ein japanisches Kartenspiel von Susumsu Kawasaki, das heuer auf der Spiel 2007 in Essen vorgestellt wird. Jeder Spieler bekommt eine Reihe von Karten mit Zahlen und mit Bedingungen ausgeteilt und mu\u00df pro Runde je eine Zahlenkarte und eine Bedingungskarte ausspielen. Danach wird gewertet. Wenn die auf dem Tisch liegenden Zahlenkarten eine gespielte Bedingung erf\u00fcllen, bekommt der Spieler, der die Bedingungskarte gespielt hat, einen Siegpunkt.<br \/>Die Bedingungen lauten:<br \/>&#8211; Trio: Auf dem Tisch liegen mindestens 3 Karten der gleichen Farbe.<br \/>&#8211; Limit 23: Die Summe der ausgespielten Karten ist h\u00f6chstenfalls 23<br \/>&#8211; Best of the Best: Ein Spieler hat die h\u00f6chste Zahl in der meistgespielten Farbe ausgespielt.<br \/>&#8211; Unique: Die von einem Spieler ausgespielte Karte ist die einzige ihrer Art auf dem Tisch.<br \/>Hinter der Reihenfolge, ob man zuerst eine Zahl oder eine Bedingung ausspielt, k\u00f6nnen ganz komplexe \u00dcberlegungen stehen. Einerseits sollte man seine Bedingungen nicht zu fr\u00fch verraten, andererseits mu\u00df man eine gew\u00fcnschte Bedingungskarte rechtzeitig ausspielen, bevor es ein anderer tut, weil damit alle anderen gleichlautenden Bedingungskarten blockiert sind.<br \/>Dieses Blockieren ist ein ziemlich \u00e4rgerliches Element; der letzte Spieler hat oft keine freie Bedingung mehr, sondern mu\u00df zwangsweise eine Bedingung spielen, die er a priori schon nicht mehr erf\u00fcllen kann. Wir h\u00e4tten es besser gefunden, wenn es deutlich mehr verschiedene Bedingungen gegeben h\u00e4tte als Mitspieler.<br \/><em>WPG-Wertung: Andrea: 5, Eric: 6, Linda: 5, Moritz: 5, Walter: 5 (k\u00f6nnte mit leichten Regelvariationen verbessert werden<\/em>)<br \/><strong>4. Podcast beim &#8220;Pow Wow&#8221;<\/strong><br \/>W\u00e4hrend die Zooloretto-Gruppe sich noch mit Pow-Wow, einer Bluff-Variante, vergn\u00fcgte, produzierten Eric und Moritz schnell noch on the flight eine Podcast-Aufnahme f\u00fcr die Dice-Tower-Reihe. Wir konnten es als verbl\u00fcffte &#8220;Studiog\u00e4ste&#8221; life miterleben. Gekonnt ist gekonnt.<br \/><strong>5. &#8220;Verflixxt!&#8221;<\/strong><br \/>W. Eric Martin und seine Frau Linda wollten mal wieder fr\u00fcher ins Bett kommen als die Tage davor. Auf Birgit wartete am n\u00e4chsten Morgen eine anstrengende Untersuchung (was kann das bei einer Kriminalistin wohl sein?) und sie schleppte ihren Lebenspartner auch gleich mit ab. So blieben gegen 23 Uhr sechs reinrassige Westparker \u00fcbrig und mu\u00dften sich auf einen Absacker einigen. Die Wahl fiel auf &#8220;Verflixxt! &#8221; &#8211; Urversion, ein leichtes lockeres W\u00fcrfelspiel um Plus- und Minuspunkte und um Zaubermittel, die Schlechten in die Guten zu verwandeln.<br \/>G\u00fcnther gab Aaron Tips f\u00fcr gute Spielz\u00fcge, die ihm zwar auch selber zugute kamen, im Haupteffekt allerdings Moritz schadeten. Ausgerechnet G\u00fcnther beging dieses gro\u00dfe Sakrileg gegen unseren langj\u00e4hrigen Westpark-Gamers-Codex. Moritz fand das gar nicht gut. Er beklagte sich: &#8220;Wenn G\u00fcnther gewinnt, dann nur wegen Aaron! &#8221; Aaron verteidigte seine Z\u00fcge: &#8220;Sonst h\u00e4tte ich <strong>Dich<\/strong> beg\u00fcnstigen m\u00fcssen!&#8221; Doch Moritz lies sich nicht beruhigen: &#8220;Ich habe aber nicht gef\u00fchrt!&#8221; Mit seiner genialen Spieleanalyse hatte er n\u00e4mlich schon nach dem zweiten W\u00fcrfelzug G\u00fcnthers f\u00fchrende Position ausgemacht.<br \/>Womit er am Ende nach ungef\u00e4hr einhundert W\u00fcrfelz\u00fcgen auch tats\u00e4chlich richtig lag! Dank Aaron?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gro\u00dfe Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. N\u00e4chste Woche f\u00e4ngt in Essen die Spiel 2007 an und die professionellen Spiele-Publizisten aus dem Ausland r\u00fccken jetzt schon langsam in Deutschland an. W. 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