{"id":1673,"date":"2012-03-22T03:26:15","date_gmt":"2012-03-22T02:26:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/?p=1673"},"modified":"2012-03-22T10:55:08","modified_gmt":"2012-03-22T09:55:08","slug":"21-03-2012-karten-bambus-und-wuerfel-und-der-fc-bayern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2012\/03\/22\/21-03-2012-karten-bambus-und-wuerfel-und-der-fc-bayern\/","title":{"rendered":"21.03.2012: Karten, Bambus, W\u00fcrfel und der FC Bayern"},"content":{"rendered":"<p>Fangen wir mit dem Ende an: Dank Aarons Abwesenheit wurde mit 3 Stimmen und 1 Enthaltung toleriert, dass Moritz \u00fcber sein iPhone die \u00dcbertragung des Halbfinales M\u00f6nchenglattbach gegen den FC Bayern schallen lie\u00df. Als es allerdings darum ging, die Session zu unterbrechen und die zweite Halbzeit des Fu\u00dfballspiels am Fernseher anzuschauen, legte G\u00fcnther ein Veto ein. \u201eDas macht die Ute jetzt auch; da h\u00e4tte ich gleich zuhause bleiben k\u00f6nnen.\u201c<a href=\"http:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/WPG-Elfmeterschiessen.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/WPG-Elfmeterschiessen-300x227.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"227\" class=\"alignright size-medium wp-image-1676\" srcset=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/WPG-Elfmeterschiessen-300x227.jpg 300w, https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/WPG-Elfmeterschiessen-150x114.jpg 150w, https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/WPG-Elfmeterschiessen-640x484.jpg 640w, https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/WPG-Elfmeterschiessen.jpg 716w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><br \/>\nErst beim Elfmeterschie\u00dfen lie\u00df er sich erweichen, und die vier Westparker sahen sich gemeinsam den traditionellen Fu\u00dfballkrimi an. Auf welcher Seite unsere Sympathien nach dem letzten Schu\u00df lagen, kann man auf dem beigef\u00fcgten Foto wohl einwandfrei erkennen.<br \/>\n<strong>1. &#8220;Robologie&#8221;<\/strong><br \/>\nDie Neuentwicklung von Moritz\u2019 Freund Christoph Tisch ist auf dem Markt noch nicht erh\u00e4ltlich, aber sie ist bereits ausgereift, die Spielregeln sind fertig gedruckt und wir sollten heute unseren Tester-Senf dazu geben.<br \/>\nEin taktisches Kartenspiel f\u00fcr 2 bis 5 Spieler. Vier Kartenfarben (rot, gr\u00fcn, gelb, blau) gibt es mit den \u2013 teils mehrfachen &#8211; Werten von 2 bis 6. Pro Runde werden 5 Karten offen ausgelegt und die Spieler k\u00f6nnen sich beginnend mit dem Startspieler reihum eine davon aussuchen. Diese Karte mu\u00df sofort ausgelegt werden, entweder an den privaten Stapel, den jeder Spieler von jeder Kartenfarbe vor sich liegen hat, oder an die 4 \u00f6ffentlichen Stapel jeder Kartenfarbe. Wenn an einem der \u00f6ffentlichen Stapel eine festgelegte Anzahl von Karten liegt, wird die Farbe gewertet: Wer von dieser Farbe die h\u00f6chste Summe an Kartenwerten vor sich liegen hat, ist Sieger. Er mu\u00df seinen Farbstapel komplett abr\u00e4umen und bekommt daf\u00fcr alle \u00f6ffentlich ausgelegten Karten als Siegpunkte. Der Spieler mit der zweith\u00f6chsten Summe darf eine Karte aus seinem privaten Stapel als Siegpunktkarte zur Seite legen. Alle anderen Spieler gehen leer aus, daf\u00fcr behalten sie aber alle ausgelegten Karten in ihren privaten Stapeln f\u00fcr eine m\u00f6gliche n\u00e4chste Wertung dieser Farbe.<br \/>\nBei der Entscheidung, ob man die ausgesuchte Karte \u00f6ffentlich oder privat ablegen soll, mu\u00df man ber\u00fccksichtigen<\/p>\n<ul>\n<li>ob die Kartenfarbe in dieser Runde \u00fcberhaupt zur Wertung kommt oder kommen kann.<\/li>\n<li>ob man die Kartenfarbe jetzt selber zur Wertung bringen will.<\/li>\n<li>ob man bei der Wertung Erster werden kann und damit einen reichlichen (ggf. auch einen mageren) \u00f6ffentlichen Kartenstapel als Siegpunkte einheimsen kann.<\/li>\n<li>ob man bei der Wertung Zweiter wird und dann eine eigene hohe Siegpunktkarte auf seinem Konto verbuchen kann.<\/li>\n<li>ob man bei der Wertung leer ausgehen will, um seine Karten dann komplett bei der n\u00e4chste Wertung in die Waagschale zu werfen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Es ist ein h\u00f6chst taktisches Rangeln um kurzfristige oder langfristige Vorteile. F\u00fcr ein bi\u00dfchen weiteren Pepp sorgen die vier Karten, die jeder Spieler als Startausstattung erh\u00e4lt. Er darf sie im Laufe des Spiels irgendwann mal zus\u00e4tzlich \u00f6ffentlich bzw. privat auslegen, um schnell noch eine Wertung auszul\u00f6sen oder eine Mehrheit zu ver\u00e4ndern.<br \/>\nInteressant ist auch die Startspielervergabe: Wer in einer Runde die niedrigste der offen ausliegenden Karten gew\u00e4hlt hat, wird in der n\u00e4chsten Runde Startspieler. F\u00fcr den freiwilligen Verzicht auf ein paar sofortige Potenzpunkte handelt man sich die freie Auswahl und ein paar weitere Verg\u00fcnstigungen in der n\u00e4chsten Runde ein. Ein sehr lohnendes Gesch\u00e4ft, besonders wenn es auf den Schlu\u00df zugeht. Und der kommt schnell. In weniger als 30 Minuten ist ein Spiel \u00fcber die B\u00fchne. Randbedingungen sorgen daf\u00fcr, dass das Spiel immer im Flu\u00df ist, und alle Farbstapel mehr oder weniger schnell zur Wertung kommen.<br \/>\nDie Gewinnwertung und den Startspielerwechsel hatten wir zun\u00e4chst falsch gehandhabt. Ein Anruf bei Christoph Tisch brachte uns wieder auf die richtige Spur. Alle waren zu einer sofortigen Spielwiederholung bereit. Nicht aus Pflicht, sondern aus Lust und Neugier. Es lohnte sich. In unseren Augen hat das Spiel keine Macken mehr.<br \/>\n<em>WPG-Wertung: G\u00fcnther: 7 (es funktioniert gut), Horst: 7 (viel besser als vieles), Moritz: 7 (es gibt nichts zu verbessern), Walter: 7 (schnell, taktisch, mit einer wohldosierten Portion Zufallseinflu\u00df).<\/em><\/p>\n<p><strong>2. &#8220;Takenoko&#8221;<\/strong><br \/>\nEin neues Spiel von dem Erfolgsautor Antoine Bauza (\u201e7 Wonders\u201c). \u201cTakenoko\u201d bedeutet w\u00f6rtlich \u201eBambussprosse\u201c, das ist das Futter f\u00fcr einen s\u00fc\u00dfen kleinen Pandab\u00e4r. Der Kaiser von China hat ihn seinem japanischen Kollegen geschenkt und der ganze Hof ist damit besch\u00e4ftigt, ihn damit zu f\u00fcttern, um ihn vor dem Verhungern zu retten.<br \/>\n\u201eEin Spiel f\u00fcr Birgit! Soll ich sie schnell noch holen?\u201c Das h\u00fcbsche Spielmaterial mit den Bambuspflanzen, dem Panda, dem G\u00e4rtner und den Bew\u00e4sserungskan\u00e4len h\u00e4tte bestimmt ihr Entz\u00fccken ausgel\u00f6st. Auch das teils in Comic-Format angelegte Regelheft \u00fcberzeugt. Horst wird wohl um einen Ankauf nicht herumkommen.<br \/>\nDie Spieler legen peut-a-peut rote, gr\u00fcne und gelbe Landschaftshexagons zu einer gemeinsamen Region zusammen, auf der roter, gr\u00fcner und gelber Bambus gedeiht. Sie legen Wassergr\u00e4ben als Grundvoraussetzung f\u00fcr den Bambus, sie bewegen einen G\u00e4rtner, der das Pflanzenwachstum f\u00f6rdert und sie bewegen den Panda, der die heranwachsenden Sprossen fri\u00dft. Die gefressenen Sprossen erh\u00e4lt ein Spieler als Troph\u00e4en und erf\u00fcllt damit seine individuellen Fress-Siegpunktkriterien; z.B. bringen zwei gr\u00fcne Bambusse 3 Siegpunkte und je ein roter, gr\u00fcner und gelber Bambus bringen 6 Siegpunkte.<br \/>\nWeitere Siegpunkte erh\u00e4lt man, wenn in der gemeinsamen Bambusregion bestimmte Farbmuster entstanden sind, die individuellen Regions-Siegpunktkriterien entsprechen: eine Kette von drei gelben Hexagons steuert 3 Punkte, ein Dreieck von drei roten Hexagons 4 Punkte und ein Doppelpack mit zwei roten neben zwei gelben Hexagons gleich 5 Punkte bei.<br \/>\nEine dritte Siegpunktquelle ergibt sich aus der H\u00f6he vom gewachsenen Bambus. Z.B. liefert eine gelbe Bambusstaude der H\u00f6he 4 dem Spieler, der eine entsprechende Siegpunkt-Kriterien-Karte auf der Hand hat, 5 Siegpunkte, zwei rote Stauden der H\u00f6he 3 liefern 6 Punkte.<a href=\"http:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/WPG-Takenoko.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/03\/WPG-Takenoko-300x258.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"258\" class=\"alignright size-medium wp-image-1677\" \/><\/a><br \/>\nDas ganze Spiel ist eine kurzweilige Jagd nach Karten mit Siegpunktkriterien und nach Gestaltung der Landschaft, um diese Kriterien zu erf\u00fcllen. Daneben gibt es auch noch einen W\u00fcrfel, der offiziell \u201eWetterbedingungen\u201c ausw\u00fcrfelt, im Grunde aber lediglich ein bi\u00dfchen Variation in die Aktionen der Spieler bringen soll: Das Wasser flie\u00dft von alleine, der Bambus w\u00e4chst schneller oder der Panda fri\u00dft mehr. Alles ist h\u00fcbsch konstruiert und locker zu spielen. Leider fehlt die Interaktion. Das Wachsen der Bambusregion ist selbstverst\u00e4ndlich und das Erf\u00fcllen der Siegpunktkriterien mehr oder weniger zwangsl\u00e4ufig. Ein planvolles Gegeneinanderarbeiten gibt es praktisch nicht; schon allein deshalb, weil man die individuellen Siegpunktkriterien der Mitspieler gar nicht kennt.<br \/>\n<em>WPG-Wertung: G\u00fcnther: 6 (Familienspiel; f\u00fcr die Ausstattung einen Sonderpunkt), Horst: 6 (kein Familienspiel, f\u00fcr den Panda einen Sonderpunkt), Moritz: 6 (originell aber kein Superhit), Walter: 6 (konstruktiv, leider zu solit\u00e4r).<\/em><\/p>\n<p><strong>3. &#8220;Und noch ein Zivilisationsspiel&#8221;<\/strong><br \/>\nDas vierte Selbst-Bastel-Spiel aus der Reihe \u201cspielbox Wallace Edition\u201d. In Heft 7 \/ 11 der Spielbox war es enthalten.<br \/>\nDie Spieler w\u00fcrfeln die Aktionen aus, die sie durchf\u00fchren d\u00fcrfen: <\/p>\n<ul>\n<li>eine Wertmarke bekommen<\/li>\n<li>einen P\u00f6ppel in den Vorrat bekommen <\/li>\n<li>einen P\u00f6ppel vom Vorrat aufs Spielbrett setzen<\/li>\n<li>einen P\u00f6ppel auf dem Spielbrett um 1 bis 3 Felder vorw\u00e4rts bewegen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Jede Bewegung eines P\u00f6ppels auf dem Spielbrett l\u00f6st Effekte aus: Man bekommt Wertmarken, M\u00fcnzen oder Siegpunkte; man darf einen W\u00fcrfelwurf wiederholen oder (auf dem Spielfeld \u201eKrieg\u201c) einen beliebigen gegnerischen P\u00f6ppel rauswerfen. Sobald ein Spieler mit einem P\u00f6ppel das Zielfeld erreicht hat, hat der Spieler mit dem meisten Siegpunkten \u2013 gewonnen. (Was sonst?)<br \/>\nDie Siegpunkte, die man auf bestimmten Spielfeldern bekommt, mu\u00df man mit Wertmarken und M\u00fcnzen bezahlen. Man kann also nicht blindw\u00fctig auf das Zielfeld lossteuern, man mu\u00df unterwegs auch einige Wertmarken- und M\u00fcnzenfelder abgrasen.<br \/>\nAnsonsten wird nicht viel Taktik geboten und auch nicht erwartet. Das Vorw\u00e4rtsw\u00fcrfeln Richtung Ziel erfolgt analog \u201eG\u00e4nsespiel\u201c wie vor gut 5000 Jahren, kurz danach haben die Inder das Hinauswerfen von gegnerischen P\u00f6ppeln a la Pachisi ebenfalls schon praktiziert. Im 10 Jahrhundert von Christus sagte auch schon der K\u00f6nig Salomo: \u201eNichts Neues unter der Sonne!\u201c Oder war das ein alter Grieche?<br \/>\nViele bereits bekannte Mechanismen zu neuen Kombinationen zusammenzuf\u00fcgen, ist ein sch\u00f6pferisches Werk und manchmal entsteht dabei etwas grundlegend Neues. Diesmal nicht. Aber nur knapp daneben.<br \/>\n<em>WPG-Wertung: G\u00fcnther: 3 (lieber gleich Leiterspiel und Mensch-\u00e4rgere-Dich-nicht), Horst: 5 (Grundidee gut, das Kriegsfeld war kontraproduktiv), Moritz: (vom Ansatz her sah es ganz passabel aus, konnte aber den guten ersten Eindruck nicht halten), Walter: 4 (W\u00fcrfelspiel).<\/em><br \/>\n<strong>4. &#8220;Bluff&#8221;<\/strong><br \/>\nVier Spieler mit noch allen 5 W\u00fcrfeln, insgesamt also 20 St\u00fcck. Walter fing mit 5 mal Stern deutlich \u00fcber Schnitt an. Moritz hob auf 10 mal die Zwei, Horst auf 12 mal die F\u00fcnf und G\u00fcnther auf 7 mal Stern. Mit 3 Sternen unter dem Becher fiel es Walter noch leicht, auf 8 mal Stern zu erh\u00f6hen.<br \/>\nMoritz steigerte auf 16 mal die Drei! Das war ein seltsames Gebot. Auch wenn viele Sterne unterwegs zu sein schienen, war ein Wechsel auf eine neue Zahl in dieser H\u00f6he nur schwer rational nachvollziehbar. Horst ging auf 9 mal Stern und G\u00fcnther jetzt sogar noch auf 10 mal Stern.<br \/>\nWalter zweifelte an. Und verlor. Alle seine W\u00fcrfel! Dreimal, ja sogar viermal schallendes Gel\u00e4chter! Warum? Liebe Leser, k\u00f6nnt ihr euch das erkl\u00e4ren?<br \/>\nKleine Hilfestellung: M\u00f6nchenglattbach \u2013 FC Bayern : Entscheidung im Elfmeterschie\u00dfen!<br \/>\n<em>Keine neue WPG-Wertung f\u00fcr ein Super-Spiel.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fangen wir mit dem Ende an: Dank Aarons Abwesenheit wurde mit 3 Stimmen und 1 Enthaltung toleriert, dass Moritz \u00fcber sein iPhone die \u00dcbertragung des Halbfinales M\u00f6nchenglattbach gegen den FC Bayern schallen lie\u00df. 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