{"id":1714,"date":"2012-06-07T11:33:29","date_gmt":"2012-06-07T10:33:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/?p=1714"},"modified":"2012-06-17T10:39:13","modified_gmt":"2012-06-17T09:39:13","slug":"06-06-2012-karten-karten-karten-und-ein-paar-wuerfel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2012\/06\/07\/06-06-2012-karten-karten-karten-und-ein-paar-wuerfel\/","title":{"rendered":"06.06.2012: Karten, Karten, Karten und ein paar W\u00fcrfel"},"content":{"rendered":"<p>Seit Moritz an der Musikhochschule Lektionen gibt, ist er Beamter und genie\u00dft damit auch den Segen einer Privatversicherung. Seine Frau Andrea ist als freischaffende K\u00fcnstlerin weiterhin nur gesetzlich versichert. Anfang Mai haben beide ein Kind bekommen. Welche Versicherung zahlt wohl die Entbindungskosten?<br \/>\nClaro, versicherungstechnisch ist Schwangerschaft eine Krankheit, die die Mutter befallen hat. Die Versicherung der Mutter tr\u00e4gt die vollen Kosten. Doch jetzt flatterte dem guten Moritz eine Klinik-Rechnung \u00fcber 2000 Euro ins Haus. F\u00fcr eine omin\u00f6se \u201eAnalyse\u201c des Kindes. Er war bei der Untersuchung selber dabei gewesen. Eine Minute lang hat man mit einem Scanner an dem Frischling herumgefummelt und anschie\u00dfend konstatiert, dass alles in Ordnung sei. Ohne Auftrag, ohne Vorwarnung \u00fcber die Kosten, Exklusiv-Behandlung f\u00fcr Privatversicherte, eine klinische Selbstbedienung.<br \/>\nIm Bereich von \u00c4sculap und Hippokrates herrschen auch bei uns weithin griechische Verh\u00e4ltnisse.<\/p>\n<p><strong>1. &#8220;Der Ausreisser&#8221;<\/strong><br \/>\nSchon vor Jahrzehnten mit bester Laune gespielt. Selbst Erwin, eigentlich ein Nichtspieler, aber ein begeisterter Radfahrer und Fan von Fausto Coppi und dem Giro d\u2019Italia, war \u2013 im letzten Jahrtausend \u2013 auf einer zuf\u00e4lligen Spielrunde am Westpark so sehr davon entflammt, dass er sich sogleich ein Exemplar dieses Spiels zulegte.<br \/>\nJeder Spieler hat sechs Karten auf der Hand, zieht zuerst vom verdeckten Stapel eine Karte nach und spielt dann eine seiner sieben Karten aus. Die Karten zeigen Geschwindigkeiten zwischen 39 und 50 km\/Std an. Die Geschwindigkeitskarte des Spitzenreiter ist das vorgegebene Tempo. Alle weiteren Spieler m\u00fcssen Karten mit einem entsprechend hohen Tempo zugeben. Man darf h\u00f6chstensfalls 2 km\/Std langsamer sein, diese Differenz wird vom \u201eWindschatten\u201c aufgefangen. Spielt ein Spieler eine Karte mit einer h\u00f6heren Geschwindigkeit aus, so wird er sofort neuer Spitzenreiter und gibt das neue Tempo vor. Spielt ein Spieler eine Karte mit einer deutlich niedrigeren Geschwindigkeit, so f\u00e4llt er ab. Er kriegt erstens Minuspunkte und kann im folgenden auch keinen Windschatten mehr ausn\u00fctzen. Er mu\u00df mit hohen Geschwindigkeiten erst wieder ganz aufger\u00fcckt sein. \u201eDie Letzten bei\u00dfen die Hunde\u201c hie\u00df es schon im alten Rom.<\/p>\n<p>Horst schlug das Spiel zum Warming-up vor und alle stimmten erfreut zu. Schlie\u00dflich liegt das Spiel mit 6,2 Punkten schon im oberen Bereich unserer Vorlieben. Doch heute zeigte es sich von seiner schlechtesten Seite: Horst als Startspieler versuchte noch, mit einer 39er Karte etwas Kartenpflege zu betreiben, da schockierte Aaron den Rest der Runde mit einer 50er Karte plus einer Spurtkarte. Bei diesem Tempo konnte keiner der Mitspieler mithalten, alle fielen sogleich aus dem Windschatten heraus. Die Hoffnung auf gutes Nachziehen trog. Nur Aaron zog eine hohe Karte nach der anderen vom Stapel und legte sie unverz\u00fcglich als neue Tempovorgabe auf den Tisch. Die Mitspieler konnten ihm nicht das Wasser reichen, hilflos erh\u00f6hte sich Runde f\u00fcr Runde ihr Konto mit den Minuspunkten auf erschr\u00f6ckliche H\u00f6hen. Es gab keine einzige taktische Kartenpflege, keinen einzigen Wechsel des Spitzenreiters, kein Einschie\u00dfen auf den Endspurt und kein einziges \u00fcberraschendes, spielerisches, lustiges Element. <\/p>\n<p>Das mag zwar Zufall gewesen sein. So etwas ist in unserer bisherigen Praxis auch noch nicht vorgekommen. Doch ist die Wahrscheinlichkeit f\u00fcr diese extreme Unwucht deutlich gr\u00f6\u00dfer Null, und sie ist a priori im Spieldesign enthalten. Aaron beteuerte zwar den angeblich lustigen Charakter dieses Spiels und Horst verteidigte seinen Spielvorschlag, doch bei Moritz und Walter kamen sie damit nicht durch. Walter verweigerte sich f\u00fcr einen zweiten Durchgang und Moritz murmelte entr\u00fcstet: \u201e&#8230; und dann \u2019Nightfall\u2019 nicht m\u00f6gen! Das hier ist der gr\u00f6\u00dfte Schei\u00df!\u201c<\/p>\n<p>Bei so viel scharfer Kritik pochte G\u00fcnther auf eine Vergleichbarkeit mit dem halb-g\u00f6ttlichen Skatspiel. Auch hier kann man sich gegen ungl\u00fcckliche Verteilungen und einen Grand-mit-Vieren des Gegners nicht wehren. Doch der Vergleich hinkt. Gewaltig. N\u00e4heres dazu brauche ich wohl nicht aufzuf\u00fchren.<\/p>\n<p><em>WPG-Wertung: Horst blieb mit seinen 7 Punkten im oberen WPG-Durchschnitt, Moritz reduzierte seine bisherigen 6 Punkte auf 3 (\u201eKann ich vielleicht noch mal mit meinen Kindern spielen\u201c) und Walter reduzierte von 7 auf 4 Punkte.<\/em><\/p>\n<p>Sind wir um soviel \u00e4lter geworden oder kl\u00fcger?<br \/>\nWenn ich mich recht erinnere, haben wir fr\u00fcher Modifierkarten zum Reduzieren der H\u00f6chstgeschwindigkeit asynchon gegen den Spitzenreiter spielen k\u00f6nnen. Wer dann zu fr\u00fch mit seinen guten Karten das Tempo versch\u00e4rfen wollte, wurde schnell wieder mit vereinigten Kr\u00e4ften zur\u00fcck ins Rudel gebracht. Erst im Endspurt hatten man eine reale Chance, seine Karten\u00fcberlegenheit bis ins Ziel hin\u00fcberretten zu k\u00f6nnen. Und das ganze Spiel war ein Vorbereiten und Lauern auf diese Gelegenheit. Haben wir fr\u00fcher etwas falsch gemacht oder haben sich die Spielregeln ge\u00e4ndert? Im 2-seitigen Regelheft steht dar\u00fcber nichts (mehr) drin!<\/p>\n<p><strong>2. &#8220;Draco&#8221;<\/strong><br \/>\n\u201eEin abenteuerlicher Wettlauf von Leo Colovini\u201c hei\u00dft es im Regelheft. Italienische Spieleautoren haben bei uns einen zweideutigen Ruf. Einerseits sind sie ideenreich, andererseits neigen sie zum Chaos. In \u201eDraco\u201c sind viele h\u00fcbsche kleine Ideen zu einem h\u00fcbschen gro\u00dfen Chaos zusammengeschn\u00fcrt.<\/p>\n<p>Jeder Spieler hat eine Kartenhand mit Karten in zehn verschiedenen Farben und Zahlen zwischen 2 und 7. Jede Farbe ist einem gleichfarbigen Drachen zugeordnet. Die Zahl gibt an, um wieviele Felder sich der Drachen auf dem Spielplan bewegt, wenn die entsprechende Karte gespielt wird. Spielt man z.B. eine rote Drei, so zieht der rote Dachen um drei Felder nach vorn.<\/p>\n<p>Jeder Spieler reitet auf genau einem Drachen, doch er wechselt sein Reittier genauso oft wie manche Schauspielerin die Ehem\u00e4nner. Jedesmal wenn man die Farbekarte eines Drachens spielt, der gerade von niemandem geritten wird, kommt man dort in den Sattel. Der Besitz eines Drachens ist aber ganz unabh\u00e4ngig von den Bewegungskarten, die man spielen darf und von der Bewegung, die sie bewirken.<\/p>\n<p>Das Spielbrett besteht aus einem Zahlenpfad mit wechselnden Zahlen zwischen 0 und 7. Einige Felder sind \u201eWertungsfelder\u201c: Wenn die Bewegung eines Drachen auf einem solchen Feld endet, bekommen alle Spieler soviele Siegpunkte wie die Zahl, auf der ihr aktueller Drachen gerade steht. Dabei gibt es zwei Wertungsarten: Bei der \u201egro\u00dfen\u201c Wertung, werden Siegpunkte f\u00fcr alle Felder ausgesch\u00fcttet, bei der \u201ekleinen\u201c Wertung gibt es nur Punkte f\u00fcr die Felder mit Zahlen zwischen 1 bis 3.<\/p>\n<p>Beim Spielen seiner Karten mu\u00df es das Ziel eines jeden Spieler sein:<\/p>\n<ul>\n<li>mit seinem Drachen auf einem Feld mit hohen Zahlen zu stehen, wenn die gro\u00dfe Wertung ausgel\u00f6st wird.<\/li>\n<li>mit seinem Drachen auf einem Feld mit der 3 zu stehen, wenn die kleine Wertung ausgel\u00f6st wird.<\/li>\n<li>die Drachen der Mitspieler auf Felder mit niedrigen Zahlen zu bringen, bevor die gro\u00dfe Wertung ausgel\u00f6st wird<\/li>\n<li>die Drachen der Mitspieler auf Felder mit mindestens dem Wert 4 zu bringen, bevor die kleine Wertung ausgel\u00f6st wird.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Verstanden?<\/p>\n<p>Dahinter steckt nat\u00fcrlich kein langfristig durchsetzbarer Plan. Da jeder Spieler jeden Drachen bewegen und etwa mit jedem zweiten Zug eine Wertung ausl\u00f6sen kann, ist die antagonistischen Zahlen-Theorie Hoch-Niedrig nicht zu beherrschen. Gutes Spiel besteht ausschlie\u00dflich darin, jeweils den n\u00e4chsten Zug zu optimieren und diejenige Karte zu spielen, mit der wir im Falle einer Wertung mehr Spiegpunkte bekommen, als der Durchschnitt aller Mitspielern. Nach diesem simplen Kriterium, m\u00fcssen wir die sechs Karten in unserer Hand abchecken. K\u00f6nnen wir eine Wertung ausl\u00f6sen, liegen mit den zu vergebenden Punkten dabei aber unter dem Durchschnitt, dann sollten wir die Karte besser nicht spielen. Dann lieber den gut plazierten Drachen eines Mitspielers auf ein schlechteres Feld vorziehen. Was immer man darunter verstehen kann.<\/p>\n<p>Fazit: Es gibt etwas zu \u00fcberlegen. Jede Karte ist gut, im schlechtesten Fall bringt sie nichts ein. (Im Gegensatz zu \u201eDer Ausreisser\u201c, wo u.U. jede gespielte Karte massig Minuspunkt einbringt!). Und man kann auch schon \u00fcberlegen, wenn man nicht dran ist. Die Szenerie \u00e4ndert sich nicht so krass, als dass die Favoritenkarte, die man als n\u00e4chstes spielen m\u00f6chte, st\u00e4ndig wechseln w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Locker spielen. Sich freuen am Wettreiten der Drachen. Sich freuen, wenn uns in einer Wertung reichlich Siegpunkte aufs Haupt regnen. Sie besonders freuen, wenn man eine solche Wertung selber ausl\u00f6sen konnte. (Oder sollte man sich etwa mehr freuen, wenn ein Mitspieler diesen Goldregen ausl\u00f6st? Philosophische Frage!) Schnell genug sind drei Drachen im Ziel und das Spiel ist vorbei.<\/p>\n<p><em>WPG-Wertung: Aaron: 4 (keine Spannung, kein Spielspa\u00df), G\u00fcnther: 4 (weniger Spa\u00df als \u201eDer Ausrei\u00dfer\u201c), Horst: 6 (w\u00fcrde ich jederzeit wieder spielen), Moritz: 6 (\u00e4hnlich wie ein Pferderennen mit Wetten, mehr Spa\u00df als \u201eDer Ausrei\u00dfer\u201c), Walter: 6 (locker; ist zwar nicht planbar, habe ich hier aber nicht vermi\u00dft)<\/em><\/p>\n<p>Bekannterma\u00dfen sind die Spielvorlieben in unserem Kreise nicht einheitlich. G\u00fcnther schlug vor, den \u201eHorst des Monats\u201c f\u00fcr das Spiel zu vergeben, das von keinem anderen Westpark-Gamer gemocht wird au\u00dfer von Horst.<\/p>\n<p><strong>3. &#8220;Cardcarssonne&#8221;<\/strong><br \/>\nDas einzige gemeinsame zwischen dem gro\u00dfen Brettspiel \u201eCarcassonne\u201c und der hier angebotenen Kartenspiel \u201eCardcarsonne\u201c sind Autor, Verlag und vielleicht auch noch die Designer f\u00fcr Burgenfr\u00e4uleins und Spielp\u00f6ppel. Alles andere ist verschieden.<\/p>\n<p>Wir haben Karten in den Farben rot, gr\u00fcn, gelb und blau in der Hand und legen sie einzeln reihum auf die farblich passenden Stapel. Einmal pro Runde legen wir keine Karten sondern einen Besitzp\u00f6ppel, mit dem wir den Anspruch auf einen der gerade ausliegenden Kartenstapel geltend machen.<\/p>\n<p>Auf den Karten sind Personen, Tiere und Geb\u00e4ude aufgedruckt. F\u00fcr Personenkarten erhalten wir einmalig Siegpunkte, deren Betrag mit der Anzahl der Personen stark progressiv w\u00e4chst. F\u00fcr Tierkarten erhalten wir kumulativ Siegpunkte, d.h. alle ausliegenden Tiere werden in jeder Runde, in der wir Tierkarte hinzuf\u00fcgen, erneut gewertet. Die Geb\u00e4udekarten werden erst bei Spielende in Siegpunkte umgesetzt. Superpr\u00e4mien gibt es f\u00fcr Sets von Geb\u00e4uden in allen vier Farben.<\/p>\n<p>Die Herausforderung von \u201eCardcarssonne\u201c besteht im gezielten \u201eAnf\u00fcttern\u201c der Farbstapel: vorsichtig und dosiert den Stapel mit den Karten anreichen, die wir selber haben wollen, aber zur Ablenkung der Mitspieler-Begierlichkeiten auch den nicht-gew\u00fcnschten Farbstapeln etwas zukommen lassen. Und rechtzeitig einen Stapel in Besitz nehmen, bevor ein Mitspieler sein Auge darauf geworfen hat. Diese Dosierungsbilanz erfordert eine Menge Fingerspitzengef\u00fchl und geht nicht ohne Fehlspekulation ab.<\/p>\n<p>Moritz verriet seine Gewinnstrategie: Tierkarten bringen den Sieg. Mit dem Sammeln fr\u00fchzeitig anfangen und in jeder Runde beim verdeckten Kartenlegen gleich eine begehrte Tierart verstecken. Klingt plausibel.<\/p>\n<p><em>WPG-Wertung: Aaron: 6 (hat die Hoffnung, dass es mit vier Mitspielern ein 8-Punkte Spiel sein k\u00f6nnte), G\u00fcnther: 5 (einen Punkt Abzug f\u00fcr die F\u00fcnferrunde; einen Punkt Abzug f\u00fcr den Mi\u00dfbrauch des geheiligten Namens \u201eCarcassonne\u201c), Horst: 7 (Spielspa\u00df), Moritz: 6 (weniger Chaos als bei \u201eDraco\u201c; spielt es schon sehr eifrig mit seinem 5 j\u00e4hrigen Milo), Walter: 5 (Mitspielerchaos, der Mensch denkt, aber Gott lenkt.)<\/em><\/p>\n<p>Moritz m\u00f6chte das seltene Ereignis zu Protokoll geben, dass G\u00fcnther in einem Spiel Letzter wurde.<\/p>\n<p><strong>4. &#8220;Havoc&#8221;<\/strong><br \/>\nEin simples Pokerspiel, f\u00fcr das selbst wir alte Hasen, die das Spiel schon vor Jahren mehrfach gespielt haben, noch 30 Minuten Regelerkl\u00e4rung ben\u00f6tigten. Unterschied zum stinknormalen Poker: Statt Kreuz, Pik, Herz und Karo gibt es rot, gr\u00fcn, gelb und blau. Und noch zwei Farben. Jeder Spieler spielt nicht nur mit 5 Karten, sondern hat eine st\u00e4ndig wachsende Kartenhand; die bald mehr Karten umfa\u00dft, als ein Normalsterblicher halten kann. Jeder Spieler kann bei jedem umk\u00e4mpften Einsatz mitbieten und mu\u00df dann die gespielten Karten abgeben; oder er steigt sofort aus und beh\u00e4lt alle Karten f\u00fcr den n\u00e4chsten Pokerkampf. Man kann die Einsatzsummen nicht in astronomische H\u00f6hen treiben, sondern mu\u00df sich mit den vorgedruckten 6-11 Siegpunkten begn\u00fcgen.<\/p>\n<p>In jedem Fall ist es taktischer als das echte Poker. Manche von uns halten dies dann auch schon f\u00fcr besser.<\/p>\n<p>Moritz konnte sich mehr oder weniger sichtbar 6 Vierer aneignen und ging damit in einen Alles-oder-Nichts-Kampf um 8 Siegpunkte. Alle hatten mitansehen k\u00f6nnen, wie Moritz seine Vierer ansammeln konnte und verzichteten auf eine Teilnahme am Kampf. Nur Horst wollte Moritz den Sieg nicht schenken und zog mit. Als er so peut-a-peut rote Karten mit den Zahlen 8, 9, 10, 11 und 12 auslegte, ging Moritz schon langsam der Arsch auf Grundeis. Ein Straight-Flush aus 6 Karten h\u00e4tte seinen Sechsst\u00e4nder getoppt. Doch dann waren es auf Horsts Seite nur 5! Wie w\u00e4re dieser Gigantenkampf wohl bei Texas-Holdem ausgegangen?<\/p>\n<p><em>Keine neue WPG-Wertung f\u00fcr unser Spiel des Monats vom November 2005.<\/em><\/p>\n<p><strong>5. &#8220;Bluff&#8221;<\/strong><br \/>\nG\u00fcnther bekannte freim\u00fctig die \u00dcberlegenheit von Walters Immer-4-Strategie. Mit der Einschr\u00e4nkung: \u201eWenn Horst eine Vier w\u00fcrfelt!\u201c<\/p>\n<p>Dann stand er mit 3 W\u00fcrfeln gegen ebenfalls 3 W\u00fcrfel von Moritz im Endspiel. Er fing mit 2 mal die F\u00fcnf an und Moritz hob auf 3 mal die F\u00fcnf. Wer hat geblufft und wieviele F\u00fcnfer lagen unter den Bechern, wenn mit dieser Ansage das Endspiel entschieden war?<\/p>\n<p><em>Keine neue WPG-Wertung f\u00fcr ein Super-Spiel.<\/em><\/p>\n<p><strong>6. &#8220;Poison&#8221;<\/strong><br \/>\nMoritz war schon auf dem Heimweg, doch es war noch vor Mitternacht und oaner geht oiwei. Mit einem lockeren, leichten, taktischen, spielerischen Stichkartenspiel mit der alternativen Aufgabenstellung, entweder die meisten Karten in einer Farbe zu gewinnen oder gar keine einzige, ging der Abend zu Ende.<\/p>\n<p>Einm\u00fctige \u00dcbereinstimmung: Das beste Kartenspiel des heutigen Abends.<\/p>\n<p><em>Keine neue WPG-Wertung f\u00fcr unser Spiel des Monats vom August 2009.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit Moritz an der Musikhochschule Lektionen gibt, ist er Beamter und genie\u00dft damit auch den Segen einer Privatversicherung. 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