{"id":173,"date":"2008-01-17T12:23:07","date_gmt":"2008-01-17T12:23:07","guid":{"rendered":"http:\/\/westpark-gamers.de\/blog\/?p=173"},"modified":"2008-01-17T12:23:07","modified_gmt":"2008-01-17T12:23:07","slug":"16012008-im-age-of-empire-uber-trans-europa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2008\/01\/17\/16012008-im-age-of-empire-uber-trans-europa\/","title":{"rendered":"16.01.2008: Im &#8220;Age of Empire&#8221; \u00fcber &#8220;Trans Europa&#8221;"},"content":{"rendered":"<p>Als Hauptmenue standen drei Wiederholungen zur Auswahl: &#8220;Im Jahr des Drachen&#8221;, &#8220;Agricola&#8221; und &#8220;Age of Empire&#8221;; alle drei sind aufw\u00e4ndige Aufbauspiele, zu allen gab es heute Teilnehmer, denen das Spiel noch unbekannt war; kein Spiel wurde abgelehnt (! &#8211; durchaus bemerkenswert), alle drei h\u00e4tten auf dem Tisch landen k\u00f6nnen! In einem konstruktiven Wettbewerb setzte sich schlie\u00dflich Moritz&#8217; Vorschlag durch; Hans und Walter waren froh, ein neues Spiel kennenlernen zu k\u00f6nnen.<br \/><strong>1. &#8220;Age of Empire&#8221;<\/strong><br \/>Pro Runde darf jeder Spieler 5 Kolonisten-P\u00f6ppel auf Aktionsfelder setzen, mit denen er seine Entdeckung \/ Eroberung der Neuen Welt vorantreiben will. Man legt sich Missionare oder H\u00e4ndler zu, nat\u00fcrlich auch Soldaten, denn die Natives geben ja nicht freiwillig ihr Land her; man erwirbt Sondereigenschaften, die Geld und Zusatzp\u00f6ppel einbringen; man geht auf Entdeckungsfahrten, um die Natives endlich abmurksen zu k\u00f6nnen; man l\u00e4\u00dft seine Siedler in die erfolgreich abgemurksten Kolonien nachkommen und man k\u00e4mpft um Startreihenfolge, Mehrheiten und Priori\u00e4ten.<br \/>Die einzelnen Berufsgruppen haben unterschiedliche Wirkung je nach den Feldern, auf denen man sie einsetzt. Gelangt ein Missionar in eine Kolonie, erzeugt er sofort einen weiteren Kolonisten. Aaron erkl\u00e4rte diesen Effekt mit: &#8220;Er f\u00e4llt sofort \u00fcber eine Einheimische her&#8221;. Moritz verdeutlichte &#8220;\u0085 und knattert sie!&#8221; Hans erg\u00e4nzte in s\u00fcffisanter Missionars-(Ein)Stellung: &#8220;\u0085 und konvertiert sie&#8221;!<br \/>Die Verteidigungsst\u00e4rke der Natives in den Kolonien ist zuf\u00e4llig verteilt, ebenso die Belohnung die man f\u00fcr ihre vollst\u00e4ndige Vernichtung erh\u00e4lt. Wer Gl\u00fcck hat, kassiert f\u00fcr den gleichen Manpower-Einsatz 7 Siegpunkte und 20 Dollar, wer Pech hat, bekommt nur 2 Siegpunkte und 4 Dollar. Aaron hatte schon im Vorfeld diesen recht hohen Zufallseinflu\u00df in einem ansonsten streng planbaren Entwicklungsspiel kritisiert. Die Neulinge wollten in dieser unberechenbaren Komponente auch spielerische Vorteile sehen.<br \/>Hinterher entdeckte ausgerechnet der Kritiker Aaron die lukrativsten Kolonien und schwelgte nur so in Dollars; G\u00fcnther hingegen entdeckte eine Lusche nach der anderen und kommentierte diese Pechstr\u00e4hne nur trocken: &#8220;Soviel zu den 5 Punkte f\u00fcr das Spiel&#8221;!<br \/>Moritz lies die ganze Diskussion kalt; er \u00fcberlies die Zufallseffekte bei den Neuentdeckungen seinen Mitspielern und w\u00e4hlte seine Z\u00fcge so, da\u00df er peut a peut sichere Mehrheiten in den bereits entdeckten Kolonien erwarb. Dazu provozierte er auch schnell ein paar ordentliche Schie\u00dfereien, mit denen er den Kolonisten seiner Mitspieler das Licht auspustete. In taktischen Kriegsspielen ist er einfach der unangefochtene Meister.<br \/>Das Spiel bietet jede Menge Stoff zum \u00dcberlegen, und jeder kann auch denken, wenn er nicht dran ist. Doch diese M\u00f6glichkeit wurde nur selten genutzt. So zogen sich die acht Spielrunden \u00fcber gute drei Stunden hin. In der Schlu\u00dfphase gab es noch mal lange Palaver \u00fcber die besten und gleichzeitig die fiesesten Z\u00fcge, die eine jeder noch tun kann. Schlie\u00dflich k\u00f6nnen gezielte Aggression gegen einzelne Spieler in vielen Kolonien noch die siegpunkt-tr\u00e4chtigen Mehrheiten kippen. Aaron drohte: &#8220;Moritz, soll ich dich jetzt richtig \u00e4rgern!&#8221; &#8220;Warum?&#8221; &#8220;Weil Du so doof gespielt hast!&#8221; Doch Aarons Mittel reichten nicht mehr aus, Moritz von der Siegerposition zu verdr\u00e4ngen.<br \/><em>WPG-Wertung: Aaron: 6 (&#8220;f\u00fcr so starke Gl\u00fcckselemente dauert es zu lange&#8221;, G\u00fcnther: 5 (denkt nur an die vielen Luschen), Hans: 8 (obwohl er Letzter wurde), Moritz: 9 (sicher nicht nur, weil er Erster wurde), Walter: 7 (es w\u00e4ren 8 Punkte geworden, wenn er wenigstens eine einzige \u00fcppige Kolonie entdeckt h\u00e4tte!)<\/em><br \/>Schlu\u00dfkommentare:<br \/>Moritz: &#8220;Das beste Eagle-Spiel, das kein Eagle-Spiel ist&#8221;<br \/>Aaron: Ein Strategiespiel &#8220;gemacht f\u00fcr Leute, die wenig Strategiespiele spielen.&#8221;<br \/>Als L\u00f6sung gegen den unerfreulichen Zufallseinflu\u00df fanden wir die Idee, nach einem Sieg gegen die Natives die \u00fcberz\u00e4hligen Kolonisten nicht vom Brett nehmen zu m\u00fcssen, sondern in der Kolonie zu belassen. Dann g\u00e4be es zwar immer noch erhebliche Schwankungen in den Werten der Kolonieren, doch ein Gro\u00dfteil der Ungerechtigkeit w\u00e4re eliminiert. Dann w\u00fcrde beim &#8220;Age of Empire&#8221; allein die optimale Kolonial-Strategie den Ausschlag geben.<br \/><strong>2. &#8220;Trans Europa&#8221;<\/strong><br \/>Es ging knapp auf Mitternacht zu. Moritz schaute auf die Uhr. &#8220;Sind wir in einer halben Stunde fertig?&#8221; Aaron fragte zur\u00fcck: &#8220;Machst Du uns jetzt den Peter?&#8221; Nur Peter mu\u00df immer zur U-Bahn, Moritz l\u00e4\u00dft sich den Heimweg notfalls auch mal ein Taxi kosten!<br \/>Zum normalen Spielablauf siehe den Session-Report von letzter Woche. G\u00fcnther legte gleich die Expansion auf den Tisch: Jeder Spieler hat 3 private Gleisst\u00fccke, die nur ihm geh\u00f6ren, damit kann man sein Streckennetz von den Mitspielern abschotten. Walter sprach sich gegen dieses aggressive Zusatzelement aus; er wollte sich die konstruktive Stimmung beim Bau des gemeinsamen Verkehrsnetzes nicht nehmen lassen. Doch er wurde vom Warrior Moritz und vom Global Player Aaron sofort \u00fcberstimmt.<br \/>Das war auch gut so. Mit Kindern unter 10 Jahren ist die Nur-Konstruktivit\u00e4t vielleicht vorzuziehen, bei multiplen Teenagern, die wir alle waren, ist der spielerische Schu\u00df Miesnickeligkeit durchaus ein f\u00f6rderliches Element.<br \/><em>Zum bisherigen WPG-Schnitt von 7,5 Punkten legten unseer Neulinge Aaron, Hans und Moritz noch je 8 Punkte hinzu. <\/em>Auch dieses Spiel k\u00f6nnte bei uns noch mal Spiel des Monats werden k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als Hauptmenue standen drei Wiederholungen zur Auswahl: &#8220;Im Jahr des Drachen&#8221;, &#8220;Agricola&#8221; und &#8220;Age of Empire&#8221;; alle drei sind aufw\u00e4ndige Aufbauspiele, zu allen gab es heute Teilnehmer, denen das Spiel noch unbekannt war; kein Spiel wurde abgelehnt (! &#8211; durchaus bemerkenswert), alle drei h\u00e4tten auf dem Tisch landen k\u00f6nnen! 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