{"id":174,"date":"2008-01-24T13:32:27","date_gmt":"2008-01-24T13:32:27","guid":{"rendered":"http:\/\/westpark-gamers.de\/blog\/?p=174"},"modified":"2008-01-24T13:32:27","modified_gmt":"2008-01-24T13:32:27","slug":"23012008-funferpack-im-trio","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2008\/01\/24\/23012008-funferpack-im-trio\/","title":{"rendered":"23.01.2008: F\u00fcnferpack im Trio"},"content":{"rendered":"<p>Unsere Internetseite wurde letzte Woche bei den &#8220;Board Game Internet Awards 2007&#8221; in der Kategorie &#8220;Beste Clubseite&#8221; auf den zweiten Platz gew\u00e4hlt, dicht hinter &#8220;Tricky Light&#8221; (http:\/\/www.boardgamenews.com\/index.php\/boardgamenews\/comments\/winners_of_the_2007_board_game_internet_awards\/). Mit diesen Titeln werden von &#8220;Boardgamenews&#8221; die besten englischsprachigen Internetseiten f\u00fcr Brettspieler ausgezeichnet. <br \/>Wie bei dieser Auszeichnung die Pl\u00e4tze vergeben werden, wissen wir nicht. Gefragt wurden wir auch nicht. (Einen Preis hat es auch nicht gegeben.) Wir k\u00f6nnen wir nur ahnen, da\u00df G\u00fcnthers PC-Implementierungen von &#8220;St. Petersburg&#8221; und &#8220;Yspahan&#8221; die PC-Freaks erfreut haben, da\u00df Moritz regelm\u00e4\u00dfige Podcasts mit Expressionen zu seinen Impressionen die Fachwelt beeindruckt haben, und da\u00df Aaron mit der sehr informativ ausgerichteten Gestaltung unserer Seite die Tr\u00fcffelsucher unter den Erbsenz\u00e4hlern befriedigt hat. (Wo kann man noch auf einen einzigen Knopfdruck so viele Spiele-Statistiken bekommen wir bei uns?)<br \/>Offensichtlich hat unsere halbe Kraft gereicht, uns auf den zweiten Platz zu hieven. Wenn die Juroren erst noch unsere im unverst\u00e4ndlichen Deutsch geschriebenen Kritiken und Session-Reports h\u00e4tten lesen k\u00f6nnen \u0085<br \/><strong>1. &#8220;Die Fugger&#8221;<\/strong><br \/>Die Spieler legen reihum jeweils eine Karte in den Farben rot, gelb, gr\u00fcn, blau oder ultra offen vor sich aus. Wenn von einer Farbe bei allen Spielern zusammen insgesamt f\u00fcnf Karten ausliegen, kommt es zu einer Rundenwertung. Jeder bekommt f\u00fcr seine ausliegenden Karten Siegpunkte. Die Siegpunkte f\u00fcr eine Farbe steigen mit der Anzahl ausliegender Karten. Und &#8211; der Clou des ganzen &#8211; wenn eine Farbe den H\u00f6chstwert von 9 Punkten \u00fcberschreitet, f\u00e4llt sie sofort auf den Niedrigstwert 1 zur\u00fcck.<br \/>Ist hier jeder Spieler seines Gl\u00fcckes Schmied? Wohl kaum! Man kann nicht beeinflussen, mit welcher Farbe die &#8220;Gegner&#8221; eine Rundenwertung ausl\u00f6sen, und ob die eigene Kartenauslage mit einem oder mit neun Punkten honoriert wird. Auch die Wertung von Zusatzeigenschaften unterliegen dem Mitwirken der mi\u00dfg\u00fcnstigen Konkurrenz. Eigentlich herrscht Chaos pur. An diesem Faktum bezweifelte Peter nur das &#8220;pur&#8221;! Recht hat er.<br \/>Doch reicht ein schnelles, lockeres Abspiel allein zu guten Noten? Wir waren gn\u00e4dig. F\u00fcr mich pers\u00f6nlich kann ich mit Sicherheit konstatieren, da\u00df der Spielreiz nach wenigen Spielen zu Ende sein wird. Aaron versuchte Autor, Produzent und Spielergemeinde zu vertr\u00f6sten: &#8220;Vielleicht wird&#8217;s der neue Absacker!&#8221;<br \/><em>WPG-Wertung:Aaron: 6, Peter: 7, Walter: 6<\/em><br \/><strong>2. &#8220;Dschungel&#8221;<\/strong><br \/>Peter stopselte die Spielregeln daher, schlimmer als Walter selbst in seinen schlechtesten Tagen, als er noch selber erkl\u00e4ren durfte.<br \/>Die Karten mit Wegen und Sackgassen durch einen Dschungel (daher der Name) werden angeblich dschungelartig auf dem Tisch ausgebreitet, doch das entstehende Muster entspricht eher einer symmetrischen Strickvorlage: Eins-rechts-eins-links-eine-Fallenlassen. Die Karten enthalten auf Vorder- und R\u00fcckseite \u00e4hnliche Dschungel-Muster; es ist ziemlich schwer zu erkennen, auf welcher Seite sie \u00fcberhaupt liegen. Aaron wurde dabei an &#8220;Emmerla\u00fcs&#8221; erinnert. &#8220;Da hast Du ebenfalls Augenschmerzen gekriegt.&#8221;<br \/>Jeder Spieler bekommt einen Eckpunkt als Ausgangspunkt zugewiesen und mu\u00df sich einen Trampelpfad zu beiden gegen\u00fcberliegenden Seiten suchen oder durch Umstrukturierung der Karten bauen. Dabei darf man die ausliegenden Wegkarten inspizieren, vertauschen oder verlegen. Walter kamen diese Spielz\u00fcge ein bi\u00dfchen wie beim Ravensburger &#8220;Labyrinth&#8221; vor, Aaron entdeckte Parallelen zu &#8220;Memory&#8221;.<br \/>Beim Spielen stellte sich immer deutlicher heraus, das Aaron mit seiner Einsch\u00e4tzung gar nicht so schlecht lag. Memory f\u00fcr \u00e4ltere Herren? Das widerspricht den biologischen Gegebenheiten. Selbst unser Youngster Peter war nicht dagegen, da\u00df wir diese Herausforderung an unser Kurzzeitged\u00e4chtnis abbrachen.<br \/><em>WPG-Wertung:Aaron: 4, Peter: 4, Walter: 3<\/em><br \/><strong>3. &#8220;Tyros&#8221;<\/strong><br \/>Ein sch\u00f6nes Martin Wallace Spiel, da\u00df bei uns schon mit durchschnittlich 7,6 Punkten auf der Internetseite steht. Peter versprach f\u00fcr unseren flotten Dreier noch zus\u00e4tzlichen Spa\u00df. Aaron und Walter erinnerten sich, da\u00df die zuf\u00e4llige Verteilung der Landkarten-Pl\u00e4ttchen eine Schw\u00e4che des Spiels war.<br \/>Fazit: Das Spiel gefiel uns immer noch sehr gut; wir verbesserten sogar noch unsere vergebenen Noten, doch die Schw\u00e4che mit der Ungerechtigkeit der Pl\u00e4ttchen ist unbestritten. Peter argumentierte zwar, da\u00df man nicht nur dort operieren sollte, wo man dominiert, sondern dort, wo voraussichtlich die Musik spielen werde. Diese rechts-lokale Ausrichtung wird dann aber durch andere Zuf\u00e4lligkeiten unterminiert.<br \/>Warum liegen die Landkarten-Pl\u00e4ttchen nicht offen aus und jeder darf frei daraus w\u00e4hlen, welche er f\u00fcr seine Expansionsbestrebungen am dringendsten braucht. Dann w\u00fcrde so mancher noch einen Punkt zulegen k\u00f6nnen.<br \/><em>WPG-Wertung:Aaron: 8 (wie bisher), Peter: 9 (was denn sonst), Walter: 8 (fr\u00fcher 7)<\/em><br \/>Walter hat schon eine Rezension geschrieben.<br \/><strong>4. &#8220;Jamaica&#8221;<\/strong><br \/>Gespr\u00e4che \u00fcber Fluglinien, HONs, SENs, Meilen, Lufthansa und Emirates, Teheran und die Kopft\u00fccher, Katar und das Beten an Bord hatten eine Menge Minuten verstreichen lassen, als Aaron noch ein &#8220;Jamaica&#8221; auf den Tisch legte. Er wollte noch mal verifizieren, ob seine allerneueste Rezension auch keine Fehldiagnosen enthielt.<br \/>Peter f\u00fcrchtete schon, sein U-Bahn-Abtritt w\u00e4re gef\u00e4hrdet, doch Aaron konnte ihn beruhigen: &#8220;Hier braucht man nix zu erkl\u00e4ren, da geht es einfach los!&#8221; Und so war es dann auch.<br \/>Die Spieler w\u00fcrfeln, segeln, scheffeln, k\u00e4mpfen und lavieren einmal rund um die Insel herum: Wer als erster am Ziel ist und unterwegs dabei die besten Pr\u00e4mienkarten aufgesammelt hat, ist Sieger. Zufall und W\u00fcrfelgl\u00fcck bestimmen das kurzweilige Spiel. Aaron verwahrte sich gegen die Einsch\u00e4tzung als fortgeschrittenes &#8220;Mensch-\u00e4rgere-Dich-nicht&#8221;. Mit Recht nat\u00fcrlich: die optimale Auswahl Eins-aus-Drei der richtigen Aktionskarte tr\u00e4gt zweifellos entscheidend zum Sieg bei. Und die nachgezogene Aktionskarte ist zweifellos auch anders als die im letzten Zug genutzte Karte.<br \/>Walter erreichte als erster das Ziel; Peter als Neuling, hatte seine Aktionskarten nicht f\u00fcr eine konsequente Vorw\u00e4rtsbewegung genutzt, sondern seine Zeit lieber mit Sch\u00e4tzen vert\u00e4ndelt und lag abgeschlagen zur\u00fcck. Aaron konnte sich ein letztes W\u00fcrfelk\u00e4mpfchen gegen Walter erw\u00fcrfeln; er gewann und durfte ihm etwas wegnehmen: Entweder eine nutzlose Schiffsladung oder eine Pr\u00e4mienkarte. Die Alternative bedeutete hier: Die Schiffsladung war eine solide Besitzstandswahrung und h\u00e4tte ihm den zweiten Platz gesichert; eine Pr\u00e4mienkarte kann Plus- oder Minuspunkte enthalten: bei vielen Pluspunkten konnte Aaron noch Erster werden, bei vielen Minuspunkten h\u00e4tte er noch Letzter werden k\u00f6nnen. Wie h\u00e4ttet Ihr Euch entschieden?<br \/>Aaron w\u00e4hlte mit der Schiffsladung den sicheren zweiten Platz, doch mit viel \u00dcberredungskunst konnte ihm Peter noch seine eigenen Maximen auf Auge dr\u00fccken:<br \/>[glowred]Nur der Sieg z\u00e4hlt.[\/glowred]<br \/>Aaron riskierte sein Leben und &#8211; wurde Sieger.<br \/>Walter haderte mit den W\u00fcrfeln, den Pr\u00e4mienkarten und Peters un\u00fcbertroffener Rednergabe. Hat das nicht doch etwas von &#8220;Mensch-\u00e4rgere-Dich-nicht!&#8221; an sich? &#8220;Jamaica&#8221; ist sicherlich nichts f\u00fcr leidenschaftliche Strategen. Die Apostrophierung als &#8220;Kinderspiel&#8221; war Aaron allerdings etwas zu wenig; er argumentierte mit &#8220;Familienspiel&#8221;. Das Spiel besitzt eine h\u00fcbsche Ausstattung und ansprechendes Spielmaterial. &#8220;Es funktioniert doch!&#8221;. Peter blieb skeptisch: &#8220;Das meint ihr doch alles nicht ernst!&#8221; Wer wei\u00df?<br \/><em>WPG-Wertung:Aaron: 6 (&#8220;Es funktioniert doch!&#8221;), Peter: 4 (Es funktioniert gerade noch), Walter: 5 (f\u00fcr wen funktioniert es eigentlich?)<\/em><br \/>Aaron wird unverz\u00fcglich seine Rezension ver\u00f6ffentlichen.<br \/><strong>5. &#8220;Bluff&#8221;<\/strong><br \/>Peter wollte in die Analen eingehen lassen, da\u00df von den letzten 11 W\u00fcrfeln 9 Sterne waren. Er selbst hatte 3 Sterne bei 3 W\u00fcrfeln, Walter hatte ebenfalls 3 Sterne bei 3 W\u00fcrfeln und Aaron hatte 3 Sterne bei 5 W\u00fcrfeln. Wenn ich um diese Uhrzeit noch richtig rechnen kann, dann bet\u00e4gt die Wahrscheinlichkeit f\u00fcr diese Kombination weniger als ein tausendstel Promille. In jedem Fall kommt so etwas nicht alle Tage vor.<br \/>Peter konnte rechtzeitig zur U-Bahn abdampfen. Im Endspiel mit 4 W\u00fcrfeln gegen Walters letzten W\u00fcrfel legte Aaron 1 mal die Eins vor. Walter hatte eine schm\u00e4chtige 2 unter dem Becher. Was h\u00e4ttet Ihr damit angefangen?<br \/>Walter wollte (und mu\u00dfte) den Stier bei den H\u00f6rnen packen und hob auf 2 mal den Stern. Doch das war bereits um zwei Sterne zu hoch. Aaron hatte &#8220;nur&#8221; 2 Einsen und 2 F\u00fcnfen unter seinem Becher.<br \/>Man kann gegen Walters 2 Sterne eine Menge einwenden, doch eine echte Change gegen Aarons 4 W\u00fcrfel-Majorit\u00e4t zusammen mit dem F\u00fcnferpasch wird er wohl doch nicht gehabt haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unsere Internetseite wurde letzte Woche bei den &#8220;Board Game Internet Awards 2007&#8221; in der Kategorie &#8220;Beste Clubseite&#8221; auf den zweiten Platz gew\u00e4hlt, dicht hinter &#8220;Tricky Light&#8221; (http:\/\/www.boardgamenews.com\/index.php\/boardgamenews\/comments\/winners_of_the_2007_board_game_internet_awards\/). Mit diesen Titeln werden von &#8220;Boardgamenews&#8221; die besten englischsprachigen Internetseiten f\u00fcr Brettspieler ausgezeichnet. Wie bei dieser Auszeichnung die Pl\u00e4tze vergeben werden, wissen wir nicht. 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