{"id":176,"date":"2008-02-07T10:28:02","date_gmt":"2008-02-07T10:28:02","guid":{"rendered":"http:\/\/westpark-gamers.de\/blog\/?p=176"},"modified":"2008-02-07T10:28:02","modified_gmt":"2008-02-07T10:28:02","slug":"06022008-mit-dem-container-ins-jahr-des-drachen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2008\/02\/07\/06022008-mit-dem-container-ins-jahr-des-drachen\/","title":{"rendered":"06.02.2008: Mit dem &#8220;Container&#8221; ins &#8220;Jahr des Drachen&#8221;"},"content":{"rendered":"<p>&#8220;Das Leben ist das einzige Spiel, bei dem es vorrangig darum geht, die Regeln zu begreifen. &#8221; (Marc Flint). &#8211; Offensichtlich war der gute Marc kein gro\u00dfer Spieler!<br \/><strong>1. &#8220;Container&#8221;<\/strong><br \/>In einem demokratischen Palaver feilschten wir um die richtige Startaufstellung. Jeder hatte eine Idee wie er on-the-flight die Spielregeln verbessern konnte; am Ende setzten sich doch die Autoren Thomas Ewert und Franz-Benno Delonge durch.<br \/>Die angebotenen &#8220;Container&#8221; beziehen sich weder auf M\u00fcll noch auf Asylanten, sondern auf Frachten, die per Schiff \u00fcber die Weltmeere transportiert werden.<br \/>Jeder Spieler hat eine Gel\u00e4ndekarte vor sich liegen, auf der er Fabrikanlagen und Lagerhallen bauten kann. Sie kosten nat\u00fcrlich Geld, und Geld ist naturgem\u00e4\u00df knapp. Man braucht es, um von den Mitspielern die produzierten Waren abzukaufen und in den eigenen Lagerhallen zu stapeln. Weiters braucht man Geld, um Waren auf fremden Lagerhallen aufzukaufen und auf sein Containerschiff zu verladen. Erreicht man mit seinem Schiff den Zielort, wird die Ladung versteigert. Auch daf\u00fcr braucht man Geld, es sei denn, man \u00fcberl\u00e4\u00dft die Ladung dem h\u00f6chstbietenden Mitspieler, streicht das gebotene Geld ein und bekommt von der Bank nochmals gleichen Betrag von der Bank als Pr\u00e4mie ausbezahlt.<br \/>Bilanzieren wir Ausgabe-M\u00f6glichkeiten und Einnahme-M\u00f6glichkeiten:<br \/>Fast alles kostet Geld: die Immobilien in Form von Fabriken und Lagerhallen, und der Redereibetrieb in Form von Warenumschlag. Die Produktion ist kostenlos, der Schiffstransport ebenfalls, doch die Ladung zu l\u00f6schen kostet schon wieder Geld. Da kriechen alle Spieler ganz schnell finanziell auf dem Zahnfleisch daher. Man kann zwar Kredite aufnehmen, um wieder fl\u00fcssig zu werden, doch dann mu\u00df man daf\u00fcr pro Runde zehn Prozent Zinsen hinbl\u00e4ttern. Die Barmittel zerrinnen nur so unter den Fingern.<br \/>Einnahmen verschaffen einem die Mitspieler, wenn sie von einem die produzierte Fabrikware aufkaufen oder wenn sie Lagerware auf ihr Schiff nehmen. Doch dieser Geldverkehr bringt kein neues Geld ins Spiel, er sorgt nur f\u00fcr eine ver\u00e4nderte Verteilung innerhalb der Spieler. Damit kann die notwendige Wertsch\u00f6pfung zum Kauf von Immobilien nicht erwirtschaftet werden. Nur wenn die Mitspieler eine Ladung ersteigern und die Bank den gleichen Geldbetrag nochmals dazulegt, steigt die Geldumlaufsmenge. Wenn aber Miesnickel unter sich sind und keiner dem anderen eine hohe L\u00f6schsumme verg\u00f6nnt, dann kommt der Geldzuwachs nicht zustande und das Spiel zieht sich \u00e4u\u00dferst schleppend dahin. Keiner kann sein Gesch\u00e4ft selber in Gang setzen, jeder ist innerhalb des Wirtschaftskreislaufes mehrfach vom guten Investitionswillen der Mitspieler abh\u00e4ngig.<br \/>Diese Abh\u00e4ngigkeit von der Kauflust der Mitspieler ist ein ganz gro\u00dfes Problem in &#8220;Container&#8221;. Es kann auch eine willk\u00fcrliche Benachteilung einzelner Spieler zur Folge haben. Wessen Waren nicht gefragt sind &#8211; das liegt teilweise an ihrer zuf\u00e4llig zugeteilten Siegpunkttr\u00e4chtigkeit &#8211; oder wer nicht gen\u00fcgend sch\u00f6ne Augen machen kann, bleibt auf seiner Ware sitzen, kann bei vollen Fabrikhalden nicht mehr produzieren, kann bei vollen Lagerhallen nichts mehr einlagern und darf seine Schiffe frachtlos \u00fcber die Weltmeere schippern lassen.<br \/>Diese Situation kam gar nicht so selten vor, vor allem in der Schlu\u00dfphase. Die einen wollten bestimmte Waren nicht mehr auf den Markt bringen, weil das ihre Siegpunkt-Erl\u00f6se beeintr\u00e4chtigt h\u00e4tte, die anderen konnten es nicht, weil sie ihre eigenen Waren nicht transportieren durfen. Es h\u00e4tte zu einem Deadlock kommen k\u00f6nnen. Doch dann opferte sich Walter um das grausame Spiel zu beenden: Er erwarb eine weitere Fabrik, produzierte damit die letzte Ware einer Warenart und f\u00fchrte damit das Ende herbei. Seiner Meinung nach funktioniert das Spiel nicht! Es kann doch nicht sein, da\u00df ein Spiel nur dann in Fahrt kommt, wenn die Konkurrenz sich gegenseitig anschiebt. Man stelle sich das ganze mal auf &#8220;1830&#8221; projeziert vor!<br \/>Ihm wurde von Aaron und G\u00fcnther heftig widersprochen. Aaron hatte hoch gewonnen und strahlte wie ein Honigkuchenpferd. &#8220;Alles, was ich machen wollte, hat geklappt!&#8221; Da war einer wohl auf dem falschen Dampfer!<br \/><em>WPG-Wertung: Aaron: 7 (eigentlich 8), G\u00fcnther: 6, Walter: 5 (eigentlich 4)<\/em><br \/>Walter wird eine Rezension schreiben. Zieht euch warm an!<br \/><strong>2. &#8220;Im Jahr des Drachen&#8221;<\/strong><br \/>Morgen f\u00e4ngt das chinesische Neujahr an. Das &#8220;Jahr der Ratte&#8221;. Da d\u00fcrfen wir uns heute noch mal dem &#8220;Jahr des Drachen&#8221; zuwenden.<br \/>Peters Aussitzerstrategie (&#8220;An diesem Spiel kann man nur Spa\u00df haben, wenn man nicht auf Sieg spielt!&#8221;) wollte keiner anwenden, jeder werkelte emsig vor sich hin, um die Hungersn\u00f6te zu mildern, die Krankheiten abzuwenden, die Mongolen in Schach zu halten und das sch\u00f6nste Feuerwerk zu veranstalten. Es ist ein sch\u00f6ner, h\u00f6chst vielseitiger Wettlauf um die besten Startpositionen f\u00fcr die meisten Siegpunkte. Jeder hat f\u00fcr jeden Zug eine Menge Freiheitsgrade, viele Wege f\u00fchren nach Rom, man mu\u00df flexibel auf die gebotene Auswahlm\u00f6glichkeiten und auf die Z\u00fcge der Mitspieler reagieren.<br \/>Hier war Aaron heute nicht gut drauf und fand an allen Ecken und Enden etwas zum Kritisieren. Bei unserem Siegpunkt-Endstand 102 : 96 : 91 behauptete er, die Zahlen seien alle &#8220;gleich&#8221;. Er vermi\u00dfte eine gr\u00f6\u00dfere Differenzierung f\u00fcr gutes oder schlechtes Spiel. Er vermi\u00dfte auch eine Abh\u00e4ngigkeit von den Z\u00fcgen der Mitspieler! (Als d\u00fcrfe man in &#8220;1830&#8221; nur dann eine Linie floaten, wenn jeder Spieler mindestens eine Aktie davon erworben hat!) Zum Autor Stefan Feld meinte er &#8220;Der schon wieder!&#8221; (Wahrscheinlich war das nur eine gewollte Provokation!) F\u00fcr ihn h\u00e4tten Zufallseffekte das Spiel spannender gemacht. (Wie wenn man bei &#8220;1830&#8221; in jeder Runde w\u00fcrfel m\u00fc\u00dfte, ob man seine Lieblingsaktien behalten darf!), ohne Zufallseinfl\u00fcsse fand er es langweilig. Er wollte uns einfach den Peter machen! Sogar indem er genauso wie Peter das Spiel gewann.<br \/>G\u00fcnther dr\u00fcckte eine vermittelnde Erkenntnis aus: &#8220;&#8216;Im Jahr des Drachen&#8217; ist ein Spiel, das der eine mag und der andere nicht!&#8221; Wer h\u00e4tte das gedacht!<br \/><em>Den bisherigen WPG-Durchschnitt von 7 Punkten unterbot Aaron glatt um 2 Punkte! &#8220;Bevor ich&#8217;s gespielt hatte, h\u00e4tte ich ihm 4 Punkte gegeben!&#8221; Sch\u00f6nen Gru\u00df an Peter!<\/em><br \/>Walter wird eine Rezension schreiben. Es wird Fr\u00fchling.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8220;Das Leben ist das einzige Spiel, bei dem es vorrangig darum geht, die Regeln zu begreifen. &#8221; (Marc Flint). &#8211; Offensichtlich war der gute Marc kein gro\u00dfer Spieler!1. &#8220;Container&#8221;In einem demokratischen Palaver feilschten wir um die richtige Startaufstellung. 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