{"id":1769,"date":"2012-10-11T12:51:52","date_gmt":"2012-10-11T11:51:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/?p=1769"},"modified":"2012-10-25T17:26:03","modified_gmt":"2012-10-25T16:26:03","slug":"10-10-2012-letzter-schliff-vor-essen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2012\/10\/11\/10-10-2012-letzter-schliff-vor-essen\/","title":{"rendered":"10.10.2012: Letzter Schliff vor Essen"},"content":{"rendered":"<p>Chrissi war mal wieder dabei. Er hat schon gespielt, da gab es den Westpark (den Park!) noch gar nicht. Und er hat bei den Westpark-Gamers schon mitgespielt, da gab es diese Gruppierung noch gar nicht: In einer famili\u00e4ren Runde mit Aaron, Sabina und Walter (und der ach so g\u00f6ttlichen Susanne!) war er eifrig bei \u201eCivilization\u201c und \u201e1830\u201c dabei, lange bevor durch den Zuwachs von Moritz und Peter die Westpark-Gamers gegr\u00fcndet wurden.<br \/>\nSp\u00e4ter ist er dann sportlich zu Handball und spielerisch zu Texas Hold\u2019em abgedriftet. Ansonsten kommt er nur noch zum Westpark, wenn ein Gourmet-Menu aufgetischt wird. Oder wenn er selber eines zubereitet. Schlie\u00dflich ist er ja der Sohn des Hausherrn.<\/p>\n<p><strong>1. &#8220;Little Devils&#8221;<\/strong><br \/>\nIn dem kleinen Stichkartenspiel versucht jeder, m\u00f6glichst keinen Stich zu bekommen, denn damit hagelt es Minuspunkte. Letzte Woche haben wir es in einer Dreierrunde ausprobiert und Aaron fand es \u201ebroken\u201c. Er hegte aber die vage Hoffnung, dass es bei mehr Spielern doch noch eine gewisse Sch\u00f6nheit w\u00fcrde entfalten k\u00f6nnen.<br \/>\nOb sich diese Hoffnung heute erf\u00fcllt hat, ist umstritten. Man wird immer noch gespielt. Genauso. Wer f\u00fcr einen Stich zuf\u00e4llig keine bessere Karte auf der Hand hat als die Mitspieler, kassiert die Minuspunkte. Ob das jetzt in Konkurrenz zu zwei, drei oder vier anderen Spielern entschieden wird, macht &#8211; f\u00fcr manche &#8211; das Kraut nicht fett. Allerdings l\u00e4sst sich \u00fcber erf\u00fcllte Hoffnung genauso wenig streiten wie \u00fcber guten Geschmack.<br \/>\nMoritzens Strategie-Vorschlag, sich bei jedem Stich von Extremkarten zu trennen, ist nur ein Tropfen auf den hei\u00dfen Stein. Der einzige, vielleicht. Die kleinen Teufel bleiben hei\u00df. Oder kalt. Alles ist relativ.<br \/>\n<em>Keine neue WPG-Wertung.<\/em><\/p>\n<p><strong>2. &#8220;Dash&#8221;<\/strong><br \/>\nN\u00e4chste Woche in Essen muss Aaron den Prototyp an Mingde zur\u00fcckgeben, h\u00f6chste Zeit, ihn heute nochmals auszuprobieren.<br \/>\nMit den besten Poker-Kombinationen rasen wir drei mal quer durch die Stra\u00dfen von Singapur. Zwei Vorrennen bringen N\u00e4gel oder Nieten ein, das Hauptrennen bestimmt den Sieger. In beiden Vorrennen k\u00f6nnen wir komplett hinter dem Ofen sitzen bleiben und Kartenkosmetik betreiben, d.h. billige niedrige Karten loswerden und die Hand mit hohen Kombinationen anreichern. Mit Drillingen und Vierst\u00e4ndern aus Zahlen von Zw\u00f6lf bis Vierzehn in die letzte Runde zu gehen, bedeutet zu dreiviertel den Sieg. F\u00fcr das letzten Siegviertel braucht man dann nur noch ein ganz kleines bisschen Nachziehgl\u00fcck.<br \/>\nChrissi verfolgte konsequent diese Strategie. Im ersten Rennen r\u00fcckte er kein einziges Feld vor und der Vater fragte sich schon, ob sein Sohn das Spiel \u00fcberhaupt verstanden habe. War aber so, denn im dritten Rennen sah er mit seiner pr\u00e4parierten Kartenhand bald wie der sichere Sieger aus. Er w\u00e4re es auch geworden, wenn Aaron ihn nicht mit b\u00f6sartigen Powerkarten zur\u00fcckgesetzt, und den mit letzter Lunge daherkeuchenden G\u00fcnther \u00fcber die Ziellinie gerettet h\u00e4tte. Reine Kingmakerei! Moritz kommentierte leicht indigniert: \u201eDu schenkst immer nur G\u00fcnther den Sieg!\u201c<br \/>\n<em>WPG-Wertung: Chrissis 7 Punkte kamen aus einem \u00fcberzeugten Pokerherzen.<\/em><\/p>\n<p><strong>3. &#8220;Bullenparty&#8221;<\/strong><br \/>\nSchon zweimal am Westpark aufgelegt, stand die \u201eBullenparty\u201c diesmal explizit auf Aarons Wunschliste. In geringf\u00fcgiger Konkurrenz und mit zur\u00fcckhaltenden Vorlieben eignen wir uns offen ausliegende Kartenstapel mit den 6-nimmt-Hornochsenzahlen von 1 bis 104 an. Die ersteigerten Karten m\u00fcssen wir auf einem (oder beliebig vielen) Privatstapeln aufsteigend ablegen. Ein einziger Stapel davon bringt Pluspunkte, alle anderen Minuspunkte.<br \/>\nDer Wiederspielreiz hielt sich in Grenzen. Es gibt kein Alles-oder-Nichts. Alle Stapel haben Vorteile und Nachteile. Lange k\u00f6nnen wir dar\u00fcber sinnieren, welcher Stapel am besten zu unserem aktuellen Kartenstand passt. Und wir k\u00f6nnen noch l\u00e4nger dar\u00fcber nachdenken, welche Karten aus unserer zuweilen umfangreichen Kartenhand wir in welcher Weise auf unsere Plus- und Minuspunkt-Stapel ablegen.<br \/>\nNach einem Durchgang hatte Aaron genug geh\u00f6rt und gesehen; wir verzichteten einvernehmlich auf die s\u00fc\u00dfe Neige.<br \/>\n<em>WPG-Wertung: Aaron: 6 (rei\u00dft mich nicht vom Hocker), Chrissi: 6, Walter: 5 (2 Punkte weniger als vom ersten Eindruck).<\/em><\/p>\n<p><strong>4. &#8220;Titan \u2013 the Arena&#8221;<\/strong><br \/>\nEin alter Klassiker aus Moritz\u2019 Schatzkiste. Er hat es sicherlich schon hunderttausend Mal gespielt. H\u00f6chst strukturiert konnte er die Spielregeln erkl\u00e4ren und erhielt daf\u00fcr \u2013 einmaliger Vorgang am Westpark &#8211; Applaus auf offener Szene.<br \/>\nWir setzen offen und verdeckt unsere f\u00fcnf Wetteins\u00e4tze auf acht Familien verschiedener Monster und versuchen, in einer Kartenspiel-Konkurrenz unsere Favoriten-Familien am Leben zu erhalten. Der Spieler, von dessen Wetteins\u00e4tzen am Ende in Summe am meisten \u00fcbrig geblieben ist, hat gewonnen.<br \/>\nAlleine kann man nicht gewinnen. M\u00f6glichst unauff\u00e4llig an Familien beteiligt zu sein, mit denen auch die anderen Spieler lieb\u00e4ugeln, ist unabdingbar zum Sieg. Aber das ist leichter gesagt als getan. Wenn Aaron dann noch den Tip ausgibt: \u201eWir vier sollten versuchen, gegen den Moritz zu spielen!\u201c, liegt schon ziemlich fest, wer in der Arena <strong>nicht<\/strong> gewinnen wird.<br \/>\n<em>WPG-Wertung: Chrissis 8 Punkte lagen im Durchschnitt der guten WPG-Noten.<\/em><\/p>\n<p><strong>5. &#8220;Santa Cruz&#8221;<\/strong><br \/>\nLetzte Woche schon lag Casanova-Merkels Frischling auf dem Tisch. In zwei Runden besiedeln wir eine Insel und kassieren in zwischenschaltbaren Wertungen Siegpunkte f\u00fcr unser Besitztum.<br \/>\nDas Bestreben, m\u00f6glichst schnell an vielseitige siegpunkttr\u00e4chtige Siedlungen heranzukommen, um bei allen Mitspielerwertungen mitzuprofitieren, bei\u00dft sich mit dem Wunsch, einseitig in die eigenen Siegpunktquellen zu investieren und hierf\u00fcr alleine abzukassieren.<br \/>\nUnsere Meinungen gingen dar\u00fcber auseinander, ob die beiden identisch ablaufenden Spielrunden ein wohldesigntes Spielelement sind, oder eher aus der Not geboren wurden, die Spielzeit von 20 auf 40 Minuten zu verl\u00e4ngern. F\u00fcr Moritz und Walter erg\u00e4nzen sich die beiden Runden mit verschiedenen spielerischen Elementen zu einem gef\u00e4lligen Ganzen: In der ersten Runde dominiert das unbekannte Entdecken, in der zweiten Runde das Ausnutzen bekannter Gegebenheiten an Geographie und himmlischem Segen.<br \/>\nAaron und G\u00fcnther d\u00fcrfen Ihre hierzu gegenteiligen Ansichten als Kommentar hinterlassen. Am besten aber wohl erst, wenn sie sich in Essen bei Herrn Merkle kl\u00fcger gemacht haben.<br \/>\n<em>WPG-Wertung: Moritz: 6 (erinnerte sich an eine \u00e4hnliche Spielidee, mit der er schon einmal schwanger ging), G\u00fcnther: 6 (obwohl er mit dem 2-Runden-System nicht einverstanden ist).<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Chrissi war mal wieder dabei. Er hat schon gespielt, da gab es den Westpark (den Park!) noch gar nicht. 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