{"id":214,"date":"2009-01-15T10:03:01","date_gmt":"2009-01-15T10:03:01","guid":{"rendered":"http:\/\/westpark-gamers.de\/blog\/?p=214"},"modified":"2009-12-06T13:37:27","modified_gmt":"2009-12-06T12:37:27","slug":"14012009-der-dorn-im-flaschenteufel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2009\/01\/15\/14012009-der-dorn-im-flaschenteufel\/","title":{"rendered":"14.01.2009: Der &#8220;Dorn&#8221; im &#8220;Flaschenteufel&#8221;"},"content":{"rendered":"<p><strong>1. &#8220;Dorn&#8221;<\/strong><br \/>Kein Spiel von R\u00fcdiger Dorn, sondern ein &#8220;kooperatives Fantasy-Spiel ohne Gl\u00fccksfaktor&#8221; (Originalton Moritz) von Czech Board Games. Aaron meinte, Fantasy ohne Gl\u00fccksfaktor w\u00e4re ein Widerspruch in sich selbst, doch Moritz bestand auf seiner Einsch\u00e4tzung. Daran merkt man den Unterschied zwischen K\u00fcnstler und Techniker. Walter wollte vorsichtshalber wissen, wie lange das Spiel dauert, doch Moritz wu\u00dfte es selber noch nicht. Er war aber bereit &#8220;es jederzeit abzubrechen, ich will euch zu nichts zwingen&#8221;.<\/p>\n<p>Das Spiel wird von drei bis f\u00fcnf &#8220;Guten&#8221; gegen einen &#8220;B\u00f6sen&#8221; gespielt. Klar, da\u00df hier die Allianz Aaron, G\u00fcnther und Walter gegen Moritz gebildet werden w\u00fcrde. Wir bewegen uns \u00fcber Tempel, S\u00fcmpfe und Minen zu Sch\u00e4tzen und Artifakten, wir finden Segnungen (viele) und Fl\u00fcche (wenige), manchmal auch Nieten (winziger Gl\u00fccksfaktor). Monster tauchen auf, die es abzumurksen gilt, sonst murksen sie uns selber ab. Wir gewinnen oder verlieren Blutpunkte, werden m\u00e4chtiger und unverletzlicher, oder wir hauchen unser letztes Leben aus.<\/p>\n<p>Auch der B\u00f6se r\u00fcstet nat\u00fcrlich auf. Seine fortlaufend entstehenden Monster gewinnen ihm Kraft- und Lebenspunkte, bevor sie wieder dahinscheiden. Fast zwei Stunden dauert der Aufmarsch, bis er in den entscheidenden Endkampf \u00fcbergeht. Jetzt zeigt sich, wer die bessere Aufr\u00fcstung betrieben hat und die gr\u00f6\u00dfere Potenz in die Waagschale werfen kann.<\/p>\n<p>Hier war &#8211; fast wie geahnt &#8211; Moritz als B\u00f6ser nicht zu schlagen. Mit seiner explosionsartig anwachsenden Angriffst\u00e4rke machte er die Guten nieder, bevor sie auch nur erkannt hatten, von wo ihnen \u00fcberall die Gefahren drohten. Walter war sofort hin und G\u00fcnther verlor seine bessere H\u00e4lfte, ohne einen einzigen Schu\u00df Pulver eingesetzt zu haben. Der Rest war Formsache.<\/p>\n<p>Wir h\u00e4tten unsere Segnungen beim Aufmarsch nicht so leichtfertig verplempern sollen, sondern alles konsequent behalten und erst im letzten Gefecht einsetzen sollen. Dann h\u00e4tten wir den Erstschlag \u00fcberlebt und eine Chance beim Zur\u00fcckschlagen gehabt. Aber das wu\u00dften wir beim ersten Mal nat\u00fcrlich noch nicht.<\/p>\n<p>Sicherlich werden wir das beim zweiten Spiel besser machen. Es bleibt aber der unangenehme Beigeschmack, da\u00df man stundenlang planm\u00e4\u00dfig aufr\u00fcsten mu\u00df, um am Ende gegen eine chaotische Zusammenballung von Gewalten anzutreten, die im Prinzip nicht mehr recht kalkulierbar sind. Beim Schachspiel w\u00e4re diese Situation vergleichbar damit, wenn es im Endspiel unvermutet hie\u00dfe: Wei\u00df bekommt noch eine zus\u00e4tzliche Dame und Schwarz darf seine T\u00fcrme beliebig umplazieren.<\/p>\n<p>In jedem Fall ist das Spiel spannend, die Kooperation funktioniert, der Aufmarsch gibt Raum f\u00fcr vielf\u00e4ltige strategische und taktische \u00dcberlegungen, die einzelnen Elemente und Mechanismen sind gut ausbalanciert und der Ablauf ist kalkulierbar. Es gibt keine W\u00fcrfel und auch keine Ereigniskarten, die den Spielverlauf auf den Kopf stellen. Das Spielmaterial ist ausgezeichnet, solider Karton, h\u00fcbsche Glassteine, klare Graphiken, gutes europ\u00e4isches Spieldesign! &#8220;Wenn man ein bi\u00dfchen Freak daf\u00fcr ist, mag es wohl interessant sein&#8221; bemerkte ein n\u00fcchterner Technokrat.<\/p>\n<p><em>WPG-Wertung: Aaron: 6 (besseres Fantasy-Game, kein Ameritrash), G\u00fcnther: 5 (nicht Geist-reich genug), Moritz: 6 \u00bd (ein gelungenes Experiment, Gefahr f\u00fcr Analysis-Paralysis), Walter: 6 (f\u00fcr die Balance)<\/em><br \/>Moritz wird eine Rezension schreiben.<\/p>\n<p><strong>2. &#8220;Flaschenteufel&#8221;<\/strong><br \/>In der Konkurrenz zwischen &#8220;Uptown&#8221; und &#8220;Zoff im Zoo&#8221; konnte sich unsere alte bzw. Moritz neue Liebe durchsetzen.<br \/>Wir mu\u00dften uns erneut wieder klarmachen, ob es besser ist, dem rechten Nachbarn die niedrigere und dem linken Nachbarn die h\u00f6here von zwei kleinen Karten weiterzuschieben oder umgekehrt. Nachdem hier Moritz&#8217; Nachbarn entgegengesetzte Prinzipen verfolgten, bekam er von beiden Nachbarn jeweils die gelben Einser zugeschustert und fiel in seine alte Verzweiflung zur\u00fcck: &#8220;Ich hasse das Spiel wieder!&#8221;<\/p>\n<p>Dann dr\u00e4ngte er auf eine neue Sitzordnung und tauschte mit Aaron den Platz. Tats\u00e4chlich machte uns jetzt Aaron den Moritz; aber wenigstens blieb er in der Endabrechnung im Plus.<\/p>\n<p>Moritz wird in Zukunft nur noch mit der aktuellen Sitzordnung spielen. Gut Blatt!<\/p>\n<p><em>Keine neue Wertung f\u00fcr ein super Absacker-Spiel.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. &#8220;Dorn&#8221;Kein Spiel von R\u00fcdiger Dorn, sondern ein &#8220;kooperatives Fantasy-Spiel ohne Gl\u00fccksfaktor&#8221; (Originalton Moritz) von Czech Board Games. Aaron meinte, Fantasy ohne Gl\u00fccksfaktor w\u00e4re ein Widerspruch in sich selbst, doch Moritz bestand auf seiner Einsch\u00e4tzung. 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