{"id":215,"date":"2009-01-22T02:22:42","date_gmt":"2009-01-22T02:22:42","guid":{"rendered":"http:\/\/westpark-gamers.de\/blog\/?p=215"},"modified":"2009-12-06T13:36:34","modified_gmt":"2009-12-06T12:36:34","slug":"21012009-deutsche-hausmannskost","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2009\/01\/22\/21012009-deutsche-hausmannskost\/","title":{"rendered":"21.01.2009: Deutsche Hausmannskost"},"content":{"rendered":"<p>Keiner hatte Walters Wunschspiele, die &#8220;Die Prinzen von Machu Picchu&#8221; von Mac Gerdts und R\u00fcdiger Dorns &#8220;Diamonds Club&#8221; mitgebracht. Von Moritz&#8217; amerikanischem 4-St\u00fcnder &#8220;Battles Star Galactica&#8221; als einleitung f\u00fchlten wir uns \u00fcberfordert. So kam heute nur Aaron&#8217;s Auswahl an deutscher Hausmannskost (gilt als Qualit\u00e4tskriterium) zur Auswahl, und zumindest Peter war damit mehr als zufriedengestellt.<br \/><strong>1. &#8220;Linq&#8221;<\/strong><br \/>Eigentlich kein richtiges Brettspiel, sondern eher eine Party-Unterhaltung f\u00fcr gebildete Kreise. Vor knapp einem Jahr zum ersten Mal gespielt und gleich mit vorz\u00fcglichen 8 Punkten bedacht, war es heute f\u00fcr Moritz und die beiden Peters eine Premiere.<br \/>Je zwei Spieler werden per Zufallsauswahl verbandelt, doch keiner kennt die paarweisen Zugeh\u00f6rigkeiten. Schl\u00fcssel zur Aufkl\u00e4rung sind Begriffe, die jedem Paar geheim zugeordnet sind. Beispielsweise habe das rote Paar den Begriff &#8220;Europa&#8221; und das blaue Paar den Begriff &#8220;Bangkok&#8221; erhalten. Durch Nennen von Assoziativ-Begriffen sollen jeder die Paar-Zuordnung herausfinden.<br \/>Findet ein Paar die eigene Zusammengeh\u00f6rigkeit heraus (jeder vom anderen), dann bekommen beide Siegpunkte. Finden die anderen ebenfalls diese Zusammengeh\u00f6rigkeit heraus, so mu\u00df das Paar Siegpunkte abgeben. Es geht also darum, sich dem Partner durch geeignete Begriffe erkenntlich zu zeigen, f\u00fcr die anderen aber verdeckt zu bleiben.<br \/>Zu den obigen Beispielen &#8220;Europa&#8221; und &#8220;Bangkok&#8221; nannte Aaron &#8220;G\u00f6ttin&#8221;, Peter &#8220;Asien&#8221;, Moritz &#8220;Liebesperlen&#8221; und Walter &#8220;Sex&#8221;. Wer geh\u00f6rt jetzt zu wem? Als Alternativbegriff nannte Aaron &#8220;Schnell&#8221; (das war ein gewollte Irref\u00fchrung, denn er wu\u00dfte schon, zu wem er geh\u00f6rte und er wu\u00dfte auch, da\u00df sein Partner das ebenfalls bereits wu\u00dfte), Peter nannte einen &#8220;Daro al Gelto&#8221; (oder so \u00e4hnlich, einen bekannten Sex-Regisseur. Peter Du kannst den Namen ja noch korrigieren), mit dem er Moritz bluffen wollte. Was ihm auch vollkommen gelang. Moritz wollte mit &#8220;Fritzl&#8221; (dem aus Amstetten) noch ein bi\u00dfchen Nebel verbreiten, aber es reichte nur noch f\u00fcr die eigene Vernebelung.<br \/>Loredana war hier das Fragezeichen (Sonderfigur bei unpaariger Spielerzahl). Als ungl\u00fcckliche Anfangsspielerin wollte sie hier mit &#8220;Link&#8221; und &#8220;Modul&#8221; eine falsche F\u00e4hrte legen, aber bei den vorgegebenen geographischen Schl\u00fcsselworten konnte sie damit keinen auf ihre Seite ziehen.<br \/><em>WPG-Wertung: Aaron: 8 (damals), 8, Loredana: 6 (sprachliches Handicap), Peter: 7, Moritz: 8 (Donnerlittchen), Walter: 8 (Reminiszenz an \u00e4hnliche Spielchen aus seiner Jugend)<\/em><br \/><strong>2. &#8220;Steel Driver&#8221;<\/strong><br \/>Unsere Erinnerung an die Linq-Regeln hatten wir \u00fcbersch\u00e4tzt und viel Zeit mit Probel\u00e4ufen und Fehlversuchen verloren, f\u00fcr Moritz Potzenzspiel war es deshalb bereits zu sp\u00e4t. Mit gehobener Hausmannskost ging es weiter.<br \/>&#8220;Steel Driver&#8221; ist ein Eisenbahnaktienspiel und insofern ein Leib- und Magenspiel unserer Gruppe. Nach unserem Gef\u00fchl sollte wir es schon einmal gespielt haben, doch in unseren Sessionreports taucht es noch nicht auf. Ist es da irgendwo versch\u00fctt gegangen?<br \/>Obwohl sich Aaron und Walter im Groben und Ganzen an Einzelheiten des Spielablaufs erinnerten, hatten wir alle erhebliche Probleme, erstens beim Vortragen der Regeln, zweitens mit dem Verstehen der Regeln, und drittens beim Behalten und Beachten der Regeln.<br \/>Dabei ist alles ganz einfach: In jeder Runde kauft jeder 1-2 Aktien einer Eisenbahn-Gesellschaft; entsprechend der Liquidit\u00e4t dieser Gesellschaft baut er 1-3 Gleisst\u00fccke, verbindet St\u00e4dte und erzielt damit einen Ertrag, der in Form von Siegpunkten an die Aktion\u00e4re ausgesch\u00fcttet wird.<br \/>Am Spielende werden die Gesellschaften nochmals auf Grund ihrer Streckenstruktur bewertet und bringen jedem Aktion\u00e4r eine abschlie\u00dfende Siegpunkt-Pr\u00e4mie ein. Diese Endbewertung ist ein bi\u00dfchen tricky, denn hier werden in Konkurrenz aller gegen alle die St\u00e4dte auf dem Spielplan einzeln abgebaut und wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Wer als zweiter kommt, mahlt \u00fcberhaupt nicht mehr!<br \/>Hier steckt nat\u00fcrlich ein gewisser Kingmaker-Effekt drin. Man kann einem ungeliebten Gegenspieler einen Streckenbonus vor der Nase wegschnappen und damit einem unbeteiligten Dritten zum Sieg verhelfen. Peter meinte dazu: &#8220;Nett gedacht, aber typisch Martin Wallace; die Kingmakerei hat er noch nie wegbekommen!&#8221; &#8211; Eigentlich w\u00e4re das doch ganz einfach gewesen: Man brauchte in der Schlu\u00dfwertung blo\u00df nicht die St\u00e4dte einzeln abzur\u00e4umen, sondern <strong>jede<\/strong> Linie darf <strong>jede<\/strong> Stadt werten, die sie in ihrem Schienennetz angeschlossen hat! Damit w\u00fcrde ein verst\u00e4rkter Nachdruck auf strategischen Gleisbau gelegt, was dem ohnehin schon guten Spiel sicherlich noch zus\u00e4tzlich zugute k\u00e4me.<br \/><em>WPG-Wertung: Aaron: 8 (bei Nachschrift), Loredana: 8 (kein Handicap), Peter: 6 (Wallace-Trauma), Moritz: 7 (ist kein 18xx-er), Walter: 7 (vertauschbar mit Aarons Punkten)<\/em><br \/><strong>3. &#8220;Zoff im Zoo&#8221;<\/strong><br \/>Peter stellte seine Regelkenntnis heraus und schaute leicht auf die Mitspieler herab, die mit der Fre\u00dfreihenfolge in der Tierwelt immer noch nicht so vertraut waren. Selbst Loredana fragte ungew\u00f6hnlich aggressiv in die Runde: &#8220;Kennst Du keine Tiere?&#8221; &#8211; Ach, in allen intelligenten Freizeitbesch\u00e4ftigungen ist es schwierig, auf schw\u00e4chere konkurrierende Mitspieler nicht herabzuschauen! F\u00fcr die Charakterbildung ist es in jedem Fall gut, wenn man auch beim Spielen ab und zu mal auf seinen Meister trifft. Vor allem, wenn der es einem auch noch unverbl\u00fcmt vorh\u00e4lt! Davon k\u00f6nnen besonders die Bridgespieler ein Liedchen singen.<br \/>Diesmal landeten P&amp;L bei &#8220;Zoff im Zoo&#8221; abgeschlagen auf dem letzten und vorletzten Platz. Das mu\u00df hier auch einmal gesagt werden!<br \/><strong>4. &#8220;Bluff&#8221;<\/strong><br \/>Die vorletzte U-Bahn hatte unsere Reihen schon dezimiert, nur noch Aaron, Moritz und Walter setzen sich zum Absacker zusammen. Es wurde ungewohnt defensiv gespielt. Soviele Einser, Zweier und Dreier als Vorgabe und Erh\u00f6hung hat es bei uns noch nie gegeben.<br \/>Walter betrieb eifrig W\u00fcrfelpflege (unverz\u00fcgliches Nachw\u00fcrfeln bei jeder Gelegenheit, auch wenn es absolut noch nicht notwenig ist), doch es half ihm nichts. Im Nur war er alle W\u00fcrfel los und mu\u00dfte Moritz und Aaron mit 5:3 W\u00fcrfeln ins Endspiel lassen. Hier konnte Moritz den Sack zumachen.<br \/>Walter bestand auf einen Platzwechsel mit dem undurchsichtigen Moritz, doch auch das half nix, in der zweiten Runde mu\u00dfte er sich ebenfalls fr\u00fchzeitig verabschieden und seinen Konkurrenten das Endspiel \u00fcberlassen.<br \/>Aber im dritten Spiel \u0085<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Keiner hatte Walters Wunschspiele, die &#8220;Die Prinzen von Machu Picchu&#8221; von Mac Gerdts und R\u00fcdiger Dorns &#8220;Diamonds Club&#8221; mitgebracht. Von Moritz&#8217; amerikanischem 4-St\u00fcnder &#8220;Battles Star Galactica&#8221; als einleitung f\u00fchlten wir uns \u00fcberfordert. 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