{"id":2211,"date":"2015-02-02T10:44:54","date_gmt":"2015-02-02T09:44:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/?p=2211"},"modified":"2015-02-04T15:53:47","modified_gmt":"2015-02-04T14:53:47","slug":"28-02-2015-egging-in-the-hood","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2015\/02\/02\/28-02-2015-egging-in-the-hood\/","title":{"rendered":"28.02.2015 Egging in the &#8216;hood"},"content":{"rendered":"<p>In kleiner Besetzung fand grippebedingt der letzte Spieleabend bei Moritz im M\u00fcnchner Dreim\u00fchlenviertel statt. Daf\u00fcr war die Altersspannweite der Spieler dort au\u00dfergew\u00f6hnlich hoch: 55% eines ganzen Jahrhunderts!<\/p>\n<p><strong>1. Dragonscroll<\/strong><\/p>\n<p>Die Essen-Neuerscheinung der Lamont Brothers hatte sich Aaron zugelegt, weil er endlich auch ein Fragor-Spiel besitzen wollte, alleine schon wegen der aufw\u00e4ndig gestalteten Spielfiguren. In Essen gab es wie immer nur die vorbestellten Exemplare, so dass die angereisten Mitglieder der Lamont-Familie bereits am zweiten Tag ohne Spiele da sa\u00dfen und sich bei schottischem Whiskey auf das Socializing beschr\u00e4nkten.<\/p>\n<p>Wie erwartet, zeigte sich \u201eDragonscroll\u201c, von der Ausstattung abgesehen, von der spielerisch eher schlichten Seite. Wir ziehen Landschaftsk\u00e4rtchen und erzeugen damit ein Gebiet aus Weiden, W\u00e4ldern und Gebirgen in denen sich gef\u00e4hrliche Zauberer, Ritter, Orcs, Elfen, Zwerge und \u2026 Ziegen tummeln. Okay, die Ziegen sind nicht wirklich gef\u00e4hrlich, obwohl sie sich als Schafe verkleidet haben und wir d\u00fcrfen sie daher ohne Kampf einfach so verspeisen.<\/p>\n<p>Beim Kampf dagegen verwenden wir unsere Feuerb\u00e4lle und versuchen, die B\u00f6sewichte damit zu erwischen. Spieltechnisch werfen wir dazu eine Anzahl Holzkugeln (Feuerb\u00e4lle) in den \u201eFlammenden Turm des Todes\u201c und hoffen, dass sie auf der Seite des Turms wieder zum Vorschein kommen, auf der unsere Gegner abgebildet sind. Bald zeigte sich, dass bei uns die Vorderseite des Turms deutlich bevorzugt wird und damit die Orcs am einfachsten zu besiegen waren. Erst bei Spielende stellte sich heraus, dass das wohl Absicht ist, denn von den Orcs muss man f\u00fcr die gleiche Siegpunktzahl deutlich mehr besiegt haben als von den anderen Gegnern. Welche Gegner f\u00fcr einen selber besonders interessant sind, legt die zu Beginn des Spiels geheim an jeden Spieler verteilte Schicksalskarte fest.<\/p>\n<p>\u201eDragonscroll\u201c spielt sich locker und ist durch seinen hohen Gl\u00fccksanteil auch familiengeeignet. Leider ist die etwas sperrige Spielregel nicht jedermanns Sache und schreckt sicherlich den einen oder anderen Familienspieler ab. Gefallen hat uns der Mechanismus f\u00fcr die Sonderaktionen in jedem Zug, weniger gut fanden wir, dass die gro\u00dfe Anzahl von Schriftrollenkarten im Spiel nicht wirklich von Bedeutung waren, da sie recht selten erf\u00fcllbar sind (oder haben wir nur zu viel Pech mit dem Flammenden Turm gehabt?).<\/p>\n<p><em>WPG-Wertungen: haben wir vergessen zu erfassen<\/em><\/p>\n<p><strong>2. Egging<\/strong><\/p>\n<p>Moritz legte danach das Spiel \u201eEgging\u201c auf den Tisch, das er von einem seiner Studenten(?) geschenkt bekommen hatte. Etwas skeptisch schauten wir auf das selbstgebastelte Spielmaterial mit Lauffeldern, W\u00fcrfeln und vielen Karten.<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-2213\" src=\"http:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Egging.jpg\" alt=\"Egging\" width=\"480\" height=\"360\" srcset=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Egging.jpg 480w, https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Egging-150x113.jpg 150w, https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/02\/Egging-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 480px) 100vw, 480px\" \/><\/p>\n<p>Wie sich schnell herausstellte, ist \u201eEgging\u201c aber kein \u201eTrivial Persuit\u201c- oder \u201eM\u00e4dn\u201c-Klon sondern ein Spiel, das das Leben eines zeitgen\u00f6ssischen Komponisten versucht mit einem Augenzwinkern zu simulieren. Letztendlich geht es darum, bei Spielende die meisten Kompositionspunkte erworben zu haben. Ob das nun durch die Teilnahme an Wettbewerben, dem Ver\u00f6ffentlichen von Experimentalst\u00fccken oder dem Schreiben von Streichquartetten oder Opern f\u00fcr die ganz dicken Punkte geschieht, bleibt jedem selbst \u00fcberlassen. Voraussetzung ist immer der Erwerb von Techniken und das Sammeln von Inspiration, ob nun bei der GEMA(!), im Untergrund oder an der Hochschule. Taktische Optionen gibt es genug.<\/p>\n<p>Wie Moritz versicherte, ist der Autor kein Spieler. Deshalb ist es sehr bemerkenswert, wie hier ein recht kurzweiliges Spiel entstanden ist, das auch noch recht ausbalanciert erscheint. Spa\u00df hat es auf jeden Fall gemacht, auch den Nicht-Komponisten am Tisch.<\/p>\n<p>Ach ja, zum Titel des Spiels: das englische \u201eegging\u201c bedeutet auf Deutsch in etwa \u201ezu etwas anreizen\u201c und ist wohl ein stehender Begriff in Moritz\u2018 Kompositionsklasse mit Anspielung auf dessen Nachnamen.<\/p>\n<p><em>WPG-Wertungen: haben wir vergessen zu erfassen<\/em><\/p>\n<p><strong>3. Lost Legacy: Binbo Tantei to Inbo no Shiro<\/strong><\/p>\n<p>Diese Doppelausgabe des Spiels konnte Aaron am ersten Tag in Essen noch gerade eben vor dem kompletten Ausverkaufs am \u201eJapon Brand\u201c Stand erwerben. \u00c4hnlich wie bei \u201eLove Letter\u201c handelt es sich um ein minimalistisches Spiel mit nur 16 Karten. Jeder Spieler bekommt eine Karte bei Spielbeginn verdeckt auf die Hand und zieht, wenn er an der Reihe ist, eine weitere Karte nach. Dann muss er, genau wie bei \u201eLove Letter\u201c, eine der beiden Handkarten ausspielen und deren Aktion ausf\u00fchren. Ist der Nachziehstapel aufgebraucht, kommt es zu einer Schlussrunde, in der der Reihe nach jeder Spieler einmal zeigen darf, wo die \u201eLost Legacy\u201c-Karte mit dem Wert 5 liegt (im verdeckten Ablagestapel oder auf der Hand eines Spielers). \u201eDer Reihe nach\u201c ist hier das wichtigste Element, denn es wird beginnend mit dem kleinsten Handkartenwert nacheinander jeder Spieler gefragt.<\/p>\n<p>Das Spiel ist nur zu gewinnen, wenn man bei Spielende eine m\u00f6glichst kleine Karte auf der Hand hat und im Laufe des Spiels die 5 auch schon gesehen hat. Das klingt jetzt ziemlich gl\u00fcckslastig und ist es auch. Aber wie bei \u201eLove Letter\u201c dauert eine Runde zu wenige Minuten und damit hat das Spiel durchaus Absackerqualit\u00e4ten.<\/p>\n<p><em>WPG-Wertungen: haben wir vergessen zu erfassen<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In kleiner Besetzung fand grippebedingt der letzte Spieleabend bei Moritz im M\u00fcnchner Dreim\u00fchlenviertel statt. 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