{"id":2231,"date":"2015-03-17T19:31:54","date_gmt":"2015-03-17T18:31:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/?p=2231"},"modified":"2015-03-17T19:31:54","modified_gmt":"2015-03-17T18:31:54","slug":"11-03-2015-maenner-darf-man-sehen-aber-nicht-hoeren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2015\/03\/17\/11-03-2015-maenner-darf-man-sehen-aber-nicht-hoeren\/","title":{"rendered":"11.03.2015 M\u00e4nner darf man sehen, aber nicht h\u00f6ren"},"content":{"rendered":"<p>Immer noch fassungslos \u00fcber die nicht autorisierte \u00c4nderung meines Artikels \u00fcber die Spiele-Autoren-Zunft, gr\u00fcble ich dar\u00fcber, warum eigentlich die geschlechtsneutrale Verwendung von \u201eAutor\u201c weniger politisch korrekt ist als die durch Verwendung eines \u201eBinnen-I\u201c verhunzte Form \u201eAutorInnen\u201c. Interessant, dass sich das Bundesministerium der Justiz damit auseinandergesetzt hat und in seinen \u201eAllgemeine Empfehlungen f\u00fcr das Formulieren von Rechtsvorschriften\u201c schreibt: \u00a0\u201e<em>Der Text muss so formuliert sein, dass er auch dann verst\u00e4ndlich ist, wenn er vorgelesen wird.<\/em>\u201c Also liebe Genderfreunde, wie genau macht man das beim Binnen-I?<\/p>\n<p><strong>1. Nobiles<\/strong><\/p>\n<p>Die neuste Version lag auf dem Tisch. Diesmal mit einigen wesentlichen \u00c4nderungen. So gibt es jetzt ein Aufbauelement, das neue Strategien erm\u00f6glicht und dadurch das Spiel spannender macht.<\/p>\n<p>Peter, der sonst eher meine Prototypen-Tests mit einem knappen \u201ebroken\u201c kommentiert, verbl\u00fcffte am Ende mit der Aussage: \u201eDas war richtig spannend. Das Spiel kann so in Produktion gehen.\u201c Gemach, es gibt noch viel zu tun.<\/p>\n<p><em>WPG-Wertung: keine Wertung f\u00fcr ein Spiel in der Entwicklung<\/em><\/p>\n<p><strong>2. The Manhattan Project<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-2232\" src=\"http:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Manhattan-300x254.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"254\" srcset=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Manhattan-300x254.jpg 300w, https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Manhattan-150x127.jpg 150w, https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Manhattan-640x542.jpg 640w, https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/Manhattan.jpg 650w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Nachdem Walter es kategorisch abgelehnt hatte, ein Spiel mit diesem Thema jemals auf seinem Spieltisch zuzulassen, nutze G\u00fcnther die Gelegenheit und brachte \u201eThe Manhattan Project\u201c bei Peter auf den Tisch w\u00e4hrend Walter zum Enkelh\u00fcten abkommandiert war.<\/p>\n<p>Mit drei Sorten Arbeitern und klassischen Worker Placement Mechanismen erschaffen wir jeder f\u00fcr sich eine kleine Maschine, die aus Rohstoff (Yellow Cake) und Geld angereichertes Uran und Plutonium herstellt, um damit letztendlich Atombomben zu bauen. Auf einem gro\u00dfen Spielplan konkurrieren wir um Geld, Rohstoffe, Arbeiter und Ausbauten. Letztere legen wir in unsere pers\u00f6nliche Auslage. Hier k\u00f6nnen wir weitgehend ungest\u00f6rt von den anderen Spielern unsere Waffenproduktion aufnehmen. Weitgehend deshalb, weil b\u00f6se gesonnene Mitspieler gerne mal mit ihren Bombern unsere Fabriken plattmachen wenn wir nicht gen\u00fcgend Abfangj\u00e4ger bevorratet haben. Das kostet den Angreifer seine Bomber und uns die Abfangj\u00e4ger und Geld zur Reparatur der Fabriken. Also au\u00dfer Spesen nix gewesen \u2013 f\u00fcr beide Seiten.<\/p>\n<p>L\u00e4uft unsere Uran- und Plutonium-Produktion rund, k\u00f6nnen wir bald die erste Atombombe bauen. Je nach Gr\u00f6\u00dfe bringt die unterschiedlich viele Siegpunkte. Wer zuerst Bomben f\u00fcr 60 Punkte gebaut hat, beendet das Spiel und ist Sieger.<\/p>\n<p>Wie gut die Produktion l\u00e4uft, steht und f\u00e4llt mit den zur Verf\u00fcgung stehenden Minen, Universit\u00e4ten und Fabriken. Und hier offenbart sich eine gro\u00dfe Schwachstelle des Spiels: Abgesehen von einer vorgegebenen Startaufstellung erscheinen alle weiteren Ausbauten rein zuf\u00e4llig und nur dann, wenn Ausbauten gekauft werden. Hatten wir hier die Karten schlecht gemischt? Jedenfalls trat schon bald der Zustand ein, dass in der Auslage der Ausbauten keine interessanten Karten mehr lagen. Dem Autor muss dies wohl bewusst gewesen sein und er hat als Gegenmittel eine \u201eAnreicherung mit Geld\u201c der billigsten Karte eingebaut. Nur dauert es leider seine Zeit, bis damit eine unattraktive Karte so attraktiv wird, dass sich ein Spieler sich ihrer erbarmt (und damit den anderen Spielern eine neue, vielleicht gute Karte freigibt). Wieviel einfacher (und besser?) w\u00e4re es gewesen, wenn am Ende einer Runde die billigste Karte einfach verschwindet wenn keiner etwas aus der Auslage gekauft hat.<\/p>\n<p>Letztendlich d\u00fcmpelte das Spiel 2 Stunden vor sich hin bis G\u00fcnther seine 60 Siegpunkte zusammen hatte und das Spiel beendete. Vielleicht spielt sich \u201eThe Manhattan Project\u201c in einer 4er-Runde besser, weil mehr Kartenumsatz da ist. Vielleicht haben wir auch nicht alle Facetten des Spiels erkannt, wer wei\u00df. So jedenfalls hielt sich unsere Begeisterung in Grenzen.<\/p>\n<p>Ach ja, das Thema: Ich denke mal, die verwendeten Mechanismen h\u00e4tten auf jedes beliebige Produktionsthema abgebildet werden k\u00f6nnen. Autos, Joghurt oder Drogen, alles h\u00e4tte funktioniert. Warum mussten es gerade Atombomben sein? Genau, damit Walter ein gerade noch mittelm\u00e4\u00dfiges Spiel erspart bleibt!<\/p>\n<p><em>WPG-Wertung:<\/em> <em>Aaron: 5 (nix Neues, zu viel Zufall), G\u00fcnther: 6 (der hat gewonnen), Peter: 4 (beliebig)<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Immer noch fassungslos \u00fcber die nicht autorisierte \u00c4nderung meines Artikels \u00fcber die Spiele-Autoren-Zunft, gr\u00fcble ich dar\u00fcber, warum eigentlich die geschlechtsneutrale Verwendung von \u201eAutor\u201c weniger politisch korrekt ist als die durch Verwendung eines \u201eBinnen-I\u201c verhunzte Form \u201eAutorInnen\u201c. 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