{"id":2288,"date":"2015-06-26T00:08:07","date_gmt":"2015-06-25T22:08:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/?p=2288"},"modified":"2015-06-26T10:07:05","modified_gmt":"2015-06-26T08:07:05","slug":"24-06-2015-royals-in-der-patchistory","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2015\/06\/26\/24-06-2015-royals-in-der-patchistory\/","title":{"rendered":"24.06.2015: Royals in der Patchistory"},"content":{"rendered":"<p><em>Heikler war schon die wachsende Leidenschaft der K\u00f6nigin f\u00fcr die verschiedenen Kartenspiele, mit denen sich der Hof die Zeit vertrieb. Damit standen allerdings weder der franz\u00f6sische Hof noch Marie Antoinette alleine da, deren Eltern beide begeisterte Kartenspieler gewesen waren.<\/em><\/p>\n<p>Unseligerweise hatten Marie Antoinettes Spielabende, die sich bin in die fr\u00fchen Morgenstunden hinzogen, Nebenwirkungen. Sie hielten sie davon ab, den schlafenden K\u00f6nig zu besuchen, was vielleicht in ihrer Absicht lag, und sie versch\u00e4rften ihre Geldsorgen, was sie zweifellos gerade nicht wollte.<\/p>\n<p>Aber schlief die K\u00f6nigin auch mit dem attraktiven Graf Fersen? In Anbetracht der M\u00f6glichkeiten muss man diese Frage bejahen. Die Vorstellung einer gro\u00dfen, reinen Liebe, die keinen k\u00f6rperlichen Ausdruck findet, widerspricht den Tatsachen des Lebens und der menschlichen Natur. Antonia Fraser: \u201eMarie Antoinette\u201c<\/p>\n<p><strong>1. &#8220;Royals&#8221;<\/strong><\/p>\n<p>Passend zum Besuch der Queen servierte uns G\u00fcnther dieses Spiel mit integrierter k\u00f6niglicher Familie. Den Prototyp dieses Spiels hatte uns unser Lippst\u00e4dter Preu\u00dfe bereits vor knapp einem Jahr aufgetischt und damit nur gebremsten Schaum geerntet. Dabei verl\u00e4uft alles ganz rund.<\/p>\n<p>Wir ziehen Karten verschiedener Farben (rot, gr\u00fcn, gelb und blau) von offenen oder verdeckten Stapel und sammeln sie in unserer Hand. Haben wir von einer Farbe eine bestimmte Anzahl gesammelt, k\u00f6nnen wir uns damit auf dem Spielbrett engagieren. Sinngem\u00e4\u00df geht das ganz \u00e4hnlich wie bei \u201eZug um Zug\u201c; wir punkten aber nicht \u00fcber Strecken und St\u00e4dteverbindungen, sondern \u00fcber Einfluss und Pr\u00e4senz in je drei bis f\u00fcnf St\u00e4dten von vier verschiedenen L\u00e4ndern. Manche Siegpunkte werden sofort ausgesch\u00fcttet, manche erst bei den drei Wertungen, die in den Spielverlauf eingeschoben sind.<\/p>\n<ul>\n<li>Wer als Erster eine Stadt besetzt, erh\u00e4lt Siegpunkte, wachsend mit der Kartenzahl, die zur Besetzung notwendig sind.<\/li>\n<li>Wer als Erster in allen St\u00e4dten eines Landes pr\u00e4sent ist, erh\u00e4lt eine Sonderpr\u00e4mie.<\/li>\n<li>Wer bei einer Wertung den meisten Einfluss (via St\u00e4dte-Pr\u00e4senz) in einem Land hat, bekommt Sonderpr\u00e4mien.<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u201cRoyals\u201d sind sieben verschiedene Titel, die den verschiedenen Positionen in den St\u00e4dten fix zugeordnet sind. Wer sich z.B. in Salamanca mit drei gelben Karten engagiert, erh\u00e4lt einen Punkt f\u00fcr die \u201cCountess\u201d, wer sich in London mit acht roten, oder in Paris mit 8 blauen Karten engagiert, erh\u00e4lt einen Punkt f\u00fcr die Queen, die allerdings auf der \u201cRoyals\u201d-Karte eher dem schwarz-per\u00fcckten Ludwig XIV verdammt \u00e4hnlich sieht.<\/p>\n<ul>\n<li>Wer sich als Erster bei allen Titeln mindestens einmal engagiert hat, erh\u00e4lt eine Sonderpr\u00e4mie.<\/li>\n<li>Wer bei Spielende, d.h. nach der dritten Wertung, die meisten Punkte von einem Titel besitzt, bekommt titel-spezifische Sonderpr\u00e4mien. Hier ist dann nat\u00fcrlich ist eine 8-kar\u00e4tige Queen mehr wert als eine 3-kar\u00e4tige Countess.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Pr\u00e4mien liegen haufenweise auf der Stra\u00dfe herum, man muss sich nur b\u00fccken. Schneller als die Konkurrenz! Und dazu muss man schneller die richtige Anzahl von Karten in der richtigen Farbe gezogen haben. Mit guten Auge, gutem Gl\u00fcck oder guter Hoffnung.<\/p>\n<p>Kampf gibt es nat\u00fcrlich auch: Mit einer Kampfkarte (alternativ von einem weiteren verdeckter Stapel auf dem Tisch zu ziehen) und mit den entsprechenden Farbkarten kann man einen Mitspieler aus einer Stadtposition verdr\u00e4ngen. Und als fl\u00fcssiger Ausweg, wenn die letzte ben\u00f6tigte Farbkarte fehlt, kann man drei beliebige Farbkarten zu einer frei w\u00e4hlbaren Farbe umf\u00e4rben.<\/p>\n<p>Alles rund, keine Engp\u00e4sse. Und wenn man \u2013 vor allem kurz vor hereinbrechenden Wertungen &#8211; nicht scharf kalkuliert, wer jetzt wo den meisten Einfluss hat und wo man noch eine Mehrheit erringen oder kippen lassen kann, ist das Spiel auch flott. Es ist wie ein Labyrinth mit hundert Eing\u00e4ngen und hundert Ausg\u00e4ngen. Wohin auch immer man geht, es ist gut und bringt einen vorw\u00e4rts.Den einen mehr, den anderen weniger. Keine Spannung mit Sackgassen, keine weit vorausschauende Planung f\u00fcr beste Wege, keine eingebauten Finessen, einfach vorw\u00e4rts gegen. Zu einfach!<\/p>\n<p>Aaron: \u201eKeine neuen Ideen. Das Spiel h\u00e4tte es einfach nicht gebraucht!\u201c G\u00fcnther \u201eDoch, nat\u00fcrlich!\u201c G\u00fcnther ist schlie\u00dflich nicht nur HiG-minded, er ist auch noch Abacus-minded. Alles-K\u00f6nner, Alles-Spieler, Alles-Minded!<\/p>\n<p><em>WPG-Wertung: Aaron: 5 (seelenlos, an keiner Stelle spannend, bis man wieder dran ist, ist so viel passiert, was man nicht vorhersehen kann, insofern ist das Spiel nicht planbar. Es ist zwar sauber, aber es macht mich nicht an), G\u00fcnther: 7 (fix minded), Peter: 7 (simples, reines Mehrheitenspiel, ich hatte Spa\u00df, w\u00fcrde es mir aber nicht kaufen), Walter: 6 (etwas f\u00fcr Kr\u00e4merseelen: \u00fcberall Punkte zusammenkratzen, flott aber ohne Charme; man kann sogar rechnen und versuchen, die Mitspieler auszurechnen, aber wehe, wenn man es wirklich tut.).<\/em><\/p>\n<p>Und was schreiben die b\u00f6sesten Kritiker bei BBG \u00fcber die \u201eRoyals\u201c:<\/p>\n<ol>\n<li>\u201dF\u00fchlt sich an wie viele andere Spiele, blo\u00df nicht so gut!\u201d (ein Amerikaner)<\/li>\n<li>\u201dSoulless simple Euro!\u201d (ein Holl\u00e4nder; der mit seinem \u201cseelenlos\u201d glatt unserem Aaron zuvorgekommen ist. \u201cGreat minds think alike!\u201d)<\/li>\n<\/ol>\n<p><strong>2. &#8220;Patchistory&#8221;<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_2292\" aria-describedby=\"caption-attachment-2292\" style=\"width: 550px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Patchistory3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-2292\" src=\"http:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Patchistory3.jpg\" alt=\"Patchistory \u2013 Gute Miene zum b\u00f6sen Spiel\" width=\"550\" height=\"444\" srcset=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Patchistory3.jpg 550w, https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Patchistory3-150x121.jpg 150w, https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/06\/Patchistory3-300x242.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 550px) 100vw, 550px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-2292\" class=\"wp-caption-text\">Patchistory \u2013 Gute Miene zum b\u00f6sen Spiel<\/figcaption><\/figure>\n<p>Beim Auspacken des nagelneuen Spiels fehlten doch glatt zwei gr\u00fcne und eine gelbe Spielfigur. \u201eMade in China\u201c! (Sorry, bei Ludofact w\u00e4re das nicht passiert!)<\/p>\n<p>Angesichts der Masse an Spielmaterial und der massigen M\u00f6glichkeiten, damit umzugehen, wollte Aaron nur eine minimale Einf\u00fchrung geben und ansonsten das Spiel peut-a-peut w\u00e4hrend der ersten Runde erkl\u00e4ren. Ein schon h\u00e4ufiger bei uns versuchtes Vorgehen. Aber richtig geklappt hat es noch nie. Zu neugierig sind die Mitspieler auf das Wie und Warum, als dass sie einfach Loslegen, Loskaufen und Losrennen. Au\u00dferdem ist das Kennenlernen der Spielregeln doch eines der Vergn\u00fcgen jedes Spieleabends!<\/p>\n<p>Jeder Spieler hat ein Potential an Diplomatie, Transport, Angriff und Verteidigung, sowie ein regelm\u00e4\u00dfiges Einkommen an Geld, Nahrung, Eisen und Siegpunkten. Ersteres kann in jeder Runde in der entsprechenden H\u00f6he genutzt werden, ungenutztes Potential geht verloren. Letzteres kann \u00fcber beliebig viele Runden gesammelt und bei Bedarf in gew\u00fcnschter (oder ben\u00f6tigter) H\u00f6he eingesetzt werden.<\/p>\n<p>Potentiale und Einkommen ergeben sich \u00fcber die Zusammensetzung des Gel\u00e4ndes, das jeder Spieler besitzt. Das \u201eGel\u00e4nde\u201c besteht aus zwei-mal-zwei Felder gro\u00dfen Ertrags-Quadraten, die in bunter Mischung die verschiedenen Einnahme-Pegel erh\u00f6hen. Zu Beginn besitzt jeder Spieler ein einziges solches Ertrags-Quadrat, pro Runde ersteigert er sich ein weiteres dazu, und baut sich so sein Gel\u00e4nde zusammen. Die einzelnen Quadrate m\u00fcssen aber \u00fcberlappend zusammengesteckt werden, so dass von den vier neu erworbenen Feldern eines Quadrates nur maximal drei, evtl. sogar nur zwei genutzt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Der Versteigerungsprozess neuer Ertrags-Quadrate ist sehr bemerkenswert: Wie viele Spieler, so viele Quadrate werden ausgelegt. Reihum bieten die Spieler f\u00fcr ein beliebiges Quadrat. Wird ein Spieler \u00fcberboten, so kann er am gleichen Quadrat wiederum \u00fcberbieten, oder aber die bisher gesetzte, ggf. noch erh\u00f6hte, Summe an einem anderen Quadrat einsetzen. Er darf seine Bietsumme aber nie verringern. Fazit: Wer im Laufe des Bietprozesses seine gebotene Summe immer mehr erh\u00f6ht hat und schlussendlich an einem besonders gew\u00fcnschten Ertrags-Quadrat einem Mitspieler dennoch unterlegen ist, muss seinen hohen Betrag jetzt ggf. an einem ungeliebten, vielleicht sogar f\u00fcr ihn recht nutzlosen Ertrags-Quadrat einsetzen, und ist das Geld los. Rational ist das nicht. Der Zufall kann recht schmerzhafte Verluste mit sich bringen. Oder h\u00e4tte man solche Aderl\u00e4sse etwas jeweils vorhersehen m\u00fcssen? &#8230;<\/p>\n<p>Ein weiterer krasser Zufallseffekt ergibt sich aus der Prosperity-Wertung am Ende jeder der drei Epochen eines Spiels. Jeder Spieler bringt dann eine seiner individuell zugeteilten \u201eProsperty Karten\u201c zur Abstimmung. Damit werden Extrem-Besitzt\u00fcmer honoriert, z.B. die meisten Wasserfl\u00e4chen im Gel\u00e4nde oder die gr\u00f6\u00dfte Transportf\u00e4higkeit. Wer hier vorne steht, bekommt Siegpunkte, und zwar in der H\u00f6he der Stimmen, die f\u00fcr diese Property-Karte abgegeben wurden. Das mag f\u00fcr Leserm die das Spiel nicht kennen, jetzt etwas unverst\u00e4ndlich ausgedr\u00fcckt sein, es fehlt sicherlich etwas Kontext, aber ich m\u00f6chte hier ja nicht die kompletten 16 Seiten vom Regelheft wiedergeben.<\/p>\n<p>Der Spielablauf wird \u00fcber folgende Spielm\u00f6glichkeiten bestimmt.<\/p>\n<ul>\n<li>Mit unserem Geld ersteigern wir neue Ertragspl\u00e4ttchen<\/li>\n<li>Mit unserem Ertragspl\u00e4ttchen erh\u00f6hen wir unsere verschiedenen Potentiale.<\/li>\n<li>Mit unserem Transport-Potential bewegen wir uns \u00fcber unser Gel\u00e4nde und beeinflussen so dessen Ertr\u00e4ge.<\/li>\n<li>Mit unserem Transport-Potential bewegen wir uns weiterhin auf gegebenen Handelsrouten zu einem unserer Mitspieler, machen mit ihm ein Deal \u2013 zu gegenseitigem Vorteil &#8211; oder \u00fcberziehen ihn mit Krieg \u2013 zum einseitigen Vorteil.<\/li>\n<li>Mit Angriff- und Verteidigungspotential haben wir bessere Aussichten, einen Krieg zu gewinnen.<\/li>\n<li>Mit Eisen k\u00f6nnen wir im Kriegsfall unsere Schlagkraft erh\u00f6hen.<\/li>\n<li>Mit Eisen reparieren wir die Weltwunder auf unserem Gel\u00e4nde.<\/li>\n<li>Mit Nahrung m\u00fcssen wir in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden unser eingesetztes Personal an Arbeitern und Helden versorgen.<\/li>\n<li>Diplomatie ist \u00fcberhaupt ein Allheilmittel f\u00fcr Unterst\u00fctzung, Bedrohung, Allianzen, Handel, Tausch und Kinderkriegen, zum Umwandeln von Nahrung oder Eisen in Siegpunkte und zum Erwerben von Stimmen f\u00fcr die Abstimmung \u00fcber Prosperity-Karten.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Moritz w\u00fcrde seine helle Freude daran gehabt haben. Wir hatten sie nicht. Es wird eine Unmenge von Mechanismen angeboten, von denen ein Gro\u00dfteil aber nicht funktioniert. Im Grunde genommen haben die Autoren damit eher versucht, die erheblichen Designschw\u00e4chen zu verschleiern.<\/p>\n<p>Nach zwei Stunden Spielzeit (einschlie\u00dflich Erkl\u00e4rung) hatten wir gerade das erste Zeitalter\u00a0geschafft und setzten dem Spiel ein Ende. Ohne dass einer dazu aufgerufen hatte. Es war allen einfach genug.<\/p>\n<p><em>WPG-Wertung: Peter: 3 (unbalanciert, hat keinen Spa\u00df gemacht), Aaron: 5 (gute Mechanismen; \u201eUnbalanciertheit\u201c ist nicht erwiesen), G\u00fcnther: 4 (Rosenberg ist besser), Walter: 4 (unstimming in der Mischung aus scharfer Rechnerei und enormen Zufallseinfl\u00fcssen; es w\u00e4ren 6 Punkte gewesen, wenn das Spiel nach der erste Runde zu Ende gewesen w\u00e4re).<\/em><\/p>\n<p>Aaron hat eine Nacht \u00fcber unser Spielgeschehen geschlafen und anschlie\u00dfend folgenden Korrekturbericht verfasst:<\/p>\n<p><em>Ich habe heute noch mal \u00fcber \u201ePatchistory\u201c nachgedacht und bin zu dem Schluss gekommen, dass ich meine Wertung auf 4 korrigiere. Warum?<\/em><\/p>\n<p><em>Das Spiel hat aus meiner Sicht einen gravierenden Designfehler: es gibt zu viele Elemente, die den St\u00e4rkeren noch st\u00e4rker machen.<\/em><br \/>\n<em> Beispiele:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em><strong>Auktion der Patches<\/strong>: Wer reich ist, kann sich das beste Pl\u00e4ttchen ersteigern und GLEICHZEITIG die Preise f\u00fcr die anderen Spieler nach oben treiben. Irgendeiner ist am Schluss der Dumme und kauft das schlechteste Teil zu einem \u00fcberh\u00f6hten Preis.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Diplomatie<\/strong>: Der Spieler mit vielen Diplomatiepunkten hat die gr\u00f6\u00dfte Flexibilit\u00e4t: er kann G\u00fcter tauschen, Handelsrouten bauten, Schwache bedrohen und mittels Aid Siegpunkte generieren. Und wenn das alles noch nicht reicht, kann er sich Votes kaufen, die am Ende einer \u00c4ra im Normalfall 1:1 in Siegpunkte umgewandelt werden.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Angriff<\/strong>: Bin ich reich, kann ich mein Milit\u00e4r ausbauen und gewinne alle Kriege gegen Schw\u00e4chere.<\/em><\/li>\n<li><em><strong>Prosperity Karten<\/strong>: Wieder eine Siegpunktquelle, die den Starken bevorzugt. \u00dcberhaupt erscheint mir dieses Element problematisch, wenn nicht sogar broken. Mit viel Brimborium wird von jedem Spieler eine Karte verdeckt gespielt, dann diese gemischt und nacheinander aufgedeckt. Wer nicht v\u00f6llig verbl\u00f6det ist, spielt alle seine Votes auf seine Karte, wenn er dort die Mehrheit hat. Hat er dort keine Mehrheit, gibt es keine Information, welche Karten noch im Spiel sind und auf welche der nacheinander aufgedeckten man sinnvollerweise seine Votes spielt. Es ist dann also reine Zockerei, ob man seine Votes spielt und wohin. Da nicht gespielte Votes am Ende der \u00c4ra verfallen, hat man wom\u00f6glich noch nutzlos in Votes investiert.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Das alles w\u00e4re f\u00fcr mich okay, wenn das Spiel relativ kurz w\u00e4re oder interessante Spannungselemente enthielte. So wie es ist, ist es zu lang, zu fummelig und hat das rich-get-richer Syndrom (vielleicht meinte Peter das mit \u201eunbalanciert\u201c).<\/em><\/p>\n<p><em>Habe mich dann gefragt, warum das Spiel so viele gute Bewertungen bei BGG hat und da fiel mir auf, dass die Schw\u00e4chen rich-get-richer, zu lang und kein Spannungsbogen auf ein anderes Spiel zutreffen, das ich selber auch nicht mag aber von vielen geliebt wird: Risiko.<\/em><\/p>\n<p><em>Schade, Patchistory hat ein paar nette Ideen, die aber in ein unstimmiges Gesamtsystem eingebettet sind. 4 Punkte von mir deshalb, weil es diese Ideen enth\u00e4lt, sonst w\u00e4ren es 3.<\/em><\/p>\n<p>G\u00fcnther hatte noch beim Weggehen bemerkt: \u201eWieder haben wie ein Spiel runter gemacht! Eigentlich ist es schade!\u201c<\/p>\n<p><strong>3. &#8220;Bluff&#8221;<\/strong><\/p>\n<p>Peter \u00fcbte sich in Horst\u2019s Sternen-Schiene. Erst kickte er damit Walter raus, dann sich selber. Immerhin hatte er zwischendurch auch &#8211; nach einem l\u00e4ngeren Vorlauf &#8211; bei 7 ausstehenden W\u00fcrfeln auf 7 mal die F\u00fcnf gesetzt (\u201emir bleibt ja nichts anderes \u00fcbrig\u201c) und damit drei Mitspieler um einen W\u00fcrfel erleichtert. (Diese Leistung wollte er explizit im Protokoll sehen!)<\/p>\n<p>G\u00fcnther ging mit drei W\u00fcrfeln in das Endspiel gegen Aaron mit einem W\u00fcrfel. Gem\u00e4\u00df seiner dubiosen Immer-5-Strategie, fing er mit 1 mal die F\u00fcnf an. Aaron hob auf 2 mal die F\u00fcnf. G\u00fcnther zweifelte an &#8211; da stand es nur noch 2:1. H\u00e4tte er mit dem \u00dcbergewicht von 3 W\u00fcrfeln, bei den akzeptablen Augenzahlen Drei, Vier und F\u00fcnf unter seinem Becher, nicht eine bessere Chance finden k\u00f6nnen als die m\u00e4\u00dfige 2-Drittel-Chance f\u00fcr eine Nicht-F\u00fcnf bei Aaron?<\/p>\n<p>Aaron kn\u00fcpfte ihm auch noch einen zweiten W\u00fcrfel ab und ging mit der \u00fcberlegenen Immer-4-Strategie in den 1:1-Endkampf. G\u00fcnther hob auf 2 mal die Vier. Und hatte verloren! Er hatte zwar selber eine Vier unter dem Becher, Aaron aber nur eine Eins. \u201eBluff\u201c hei\u00dft das Spiel. Und die \u201eImmer-4-Strategie\u201c ist ein vorz\u00fcgliches Element darinnen!<\/p>\n<p><em>Keine neue WPG-Wertung f\u00fcr ein Super-Spiel.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heikler war schon die wachsende Leidenschaft der K\u00f6nigin f\u00fcr die verschiedenen Kartenspiele, mit denen sich der Hof die Zeit vertrieb. 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