{"id":2347,"date":"2015-11-19T16:39:56","date_gmt":"2015-11-19T15:39:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/?p=2347"},"modified":"2015-11-19T17:47:18","modified_gmt":"2015-11-19T16:47:18","slug":"18-11-2015-porta-nigra-und-mehr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2015\/11\/19\/18-11-2015-porta-nigra-und-mehr\/","title":{"rendered":"18.11.2015: Porta Nigra und mehr"},"content":{"rendered":"<p><em>\u201eIch spiele nicht, um mir Freunde zu machen. Das Leben ist einfach zu kurz, um Z\u00fcge auszulassen, die die anderen \u00e4rgern.\u201c<\/em> (unknowns)<\/p>\n<p><strong>1. &#8220;Porta Nigra&#8221;<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_2352\" aria-describedby=\"caption-attachment-2352\" style=\"width: 500px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/PeterPortaNigra.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-2352\" src=\"http:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/PeterPortaNigra.jpg\" alt=\"Ein ERC-Nachwuchs-Historiker erforscht die Porta Nigra\" width=\"500\" height=\"645\" srcset=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/PeterPortaNigra.jpg 500w, https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/PeterPortaNigra-116x150.jpg 116w, https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/PeterPortaNigra-233x300.jpg 233w, https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/PeterPortaNigra-496x640.jpg 496w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-2352\" class=\"wp-caption-text\">Ein ERC-Nachwuchs-Historiker erforscht die Porta Nigra<\/figcaption><\/figure>\n<p>Die modernen Eurogame-Klassiker hei\u00dfen nicht mehr \u201eParis\u201c, sondern \u201eNotre Dame\u201c, nicht mehr \u201eLondon\u201c, sondern \u201eTower\u201c, und nicht mehr \u201eM\u00fcnchen\u201c, sondern \u201eHofbr\u00e4uhaus\u201c. Ein ganz neues Namens-Portal tut sich da auf. Dahinter ist allerdings immer noch der alte Dreh: Wir sind Adelige, Architekten, Baumeister, Ritter oder Tod und Teufel und wetteifern um die siegpunkttr\u00e4chtigste Entwicklung in Stadt oder Land.<\/p>\n<p>In \u201ePorta Nigra\u201c lassen uns die Altmeister Kramer &amp; Kiesling auf unserem Papppferd um den Marktplatz von Trier herumreiten. Jeder Schritt kostet einen Schilling. Wir kaufen in den vier verschiedenen Steinbr\u00fcchen rote, gr\u00fcne, gelbe oder schwarze Bausteine und beteiligen uns damit an den vier Baustellen der Stadt. Jede Bausteinfarbe hat einen anderen Preis. Es ist genau vorgeschrieben, welche Bausteinpakete in Anzahl und Farbe an den verschiedenen Baustellen zul\u00e4ssig sind. Nach jeder durchgef\u00fchrten Bauma\u00dfnahme bekommen wir unverz\u00fcglich Siegpunkte daf\u00fcr, abh\u00e4ngig von der Anzahl und dem Wert der eingesetzten Bausteine. Zus\u00e4tzlich werden bei Spielende alle unsere Beteilungen an allen Baupl\u00e4tzen der L\u00e4nge, Breite und H\u00f6he nach mit denen unserer Mitspieler verglichen; wer in den verschiedenen Dimensionen die gr\u00f6\u00dfte hat, bekommt weitere Siegpunkte; die zweitgr\u00f6\u00dfte bekommt auch noch was, die anderen gehen leer aus.<\/p>\n<p>Unter zw\u00f6lf verschiedenen Mehrheiten gilt es, sich die besten herauszusuchen; kleckern bringt gar nichts, klotzen auch nicht, gerade mit minimaler Portion besser zu sein als die anderen und ansonsten lieber gar nicht beteiligt zu sein, darin liegt das Geheimnis zum Sieg. Aber welche Mitspieler halten schon so sch\u00f6n still und schenken uns Mehrheiten?<\/p>\n<p>Wie wickeln wir unsere Z\u00fcge ab? Jeder Spieler hat ein identisches Set von sieben Aktionskarten, die ihm zwei bis drei Aktionen pro Zug gestatten. Im Wesentlichen sind das a) Bausteine kaufen, b) Bausteine verbauen und c) Geld kassieren. Das Geld brauchen wir f\u00fcr den Bausteinkauf sowie f\u00fcr unseren Ritt um den Marktplatz. Im Unwesentlichen sind das d) Fackeln, mit denen wir eine weitere Aktion der Karte ausf\u00fchren\u00a0d\u00fcrfen oder e) Nudelwalzen, die uns zum Sondereinkauf von Bausteinen, Geld, Fackeln, Bauhonorare oder Siegpunkte berechtigen.<\/p>\n<p>Zu Spielbeginn mischt jeder Spieler seine Aktionskarten und zieht davon verdeckt zwei St\u00fcck zum Agieren. Pro Zug darf er eine davon nutzen; danach legt er sie ab und zieht verdeckt eine neue Aktionskarte nach. Bis alle sieben Karten durchgespielt sind. F\u00fcr die letzte Karten gibt es nat\u00fcrlich keine Auswahlm\u00f6glichkeit mehr.<\/p>\n<p>Jedes Kartenset wird zweimal durchgespielt. Nach dem ersten Durchspielen gibt es eine Zwischenwertung, in der der aktuelle Besitzstand ermittelt und in frei w\u00e4hlbarer St\u00fcckelung in Siegpunkten oder als Geld ausgesch\u00fcttet wird. <em>\u201eWie bei Yunnan\u201c<\/em> bemerkte Aaron. In leicht d\u00f6delnder Stimmung wurde \u201ePorta Nigra\u201c als \u201eMischung aus Yunnan und Monopoly\u201c apostrophiert; aber man darf nicht alles ernst nehmen, was vom Westpark nach au\u00dfen dringt.<\/p>\n<p>Die F\u00fclle an Siegpunktquellen in \u201ePorta Nigra\u201c ist schlichtweg <strong>\u201eun\u00fcbersichtlich\u201c<\/strong>, ein Begriff, der heute ganz deutlich von <strong>\u201echaotisch\u201c<\/strong> abgegrenzt wurde. Die genaue Begriffskl\u00e4rung \u00fcberlasse ich Peter, sinngem\u00e4\u00df geht \u201eun\u00fcbersichtlich\u201c in die Richtung von \u201eschwerf\u00e4llig\u201c, w\u00e4hrend \u201echaotisch\u201c durchaus auch noch ein spritziges Element enth\u00e4lt. Jedes Bauen in &#8220;Porta Nigra&#8221; l\u00f6st eine ganze Reihe Nebeneffekten aus, die zwar logisch konstruiert und angenehm zu nutzen sind, ein erfolgreich-geplantes Spiel aber zu einer langweiligen (f\u00fcr die anderen) Rechnerei ausarten lassen.<\/p>\n<p><em>WPG-Wertung: Aaron: 5 (zu viel, als dass es Spa\u00df macht), G\u00fcnther: 6 (etwas zu lang, sonst w\u00e4re das Spiel noch mehr Punkte wert), Peter: 5 (ein Eurogame [= positiv], aber ein modernes [= negativ]), Walter:5 (beim Mehrheiten-Wettlauf in 12 Disziplinen kommt ein \u00e4lterer Herr leicht au\u00dfer Atem; er bekommt immer mehr Sympathie f\u00fcr Moritz seine Bomben).<\/em><\/p>\n<p><strong>2. &#8220;Tr\u00e4xx&#8221;<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_2353\" aria-describedby=\"caption-attachment-2353\" style=\"width: 450px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Traexx.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-2353\" src=\"http:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Traexx.jpg\" alt=\"Lebenslinien in Tr\u00e4xx\" width=\"450\" height=\"373\" srcset=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Traexx.jpg 450w, https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Traexx-150x124.jpg 150w, https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Traexx-300x249.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 450px) 100vw, 450px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-2353\" class=\"wp-caption-text\">Lebenslinien in Tr\u00e4xx<\/figcaption><\/figure>\n<p>Bingo mit Farben! Jeder Spiel bekommt eine Tafel, auf der 61 bunte Hexagons (rot, gr\u00fcn, gelb, blau, wei\u00df und grau) mit einem Startpunkt aufgedruckt sind. F\u00fcr alle Spieler sind die Tafeln identisch, die Startpunkte verschieden. Die meisten Felder der Tafel sind leer, einige Felder enthalten eine Zahl zwischen 2 und 10.<\/p>\n<p>Jetzt wird von einem verdeckten Stapel jeweils eine Fahr-Karte gezogen, die vier bis f\u00fcnf bunte Hexagons aufzeigt. F\u00fcr jedes rote Hexagon auf der Fahr-Karte d\u00fcrfen wir von unserem Startpunkt auf unserer Tafel aus (bzw. von den Endpunkten der Linie, die wir inzwischen gezogen haben) eine Linie zu einem benachbarten roten Feld auf unserer Tafel ziehen. F\u00fcr jedes blaue Hexagon d\u00fcrfen wir auf ein benachbartes blaues Feld ziehen, usw. Die Reihenfolge, in der wir die farbigen Hexagons der Fahr-Karte nutzen, ist beliebig. Wir d\u00fcrfen farbige Hexagons auslassen, aber wir d\u00fcrfen die Linie auf unserer Tafel nicht durch ein Feld ziehen, das auf der Fahr-Karte nicht angegeben ist.<\/p>\n<p>Wer als Erster eines der Zahlenfelder auf seiner Tafel erreicht, bekommt den Wert als Pluspunkte gutgeschrieben, Wer erst zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt das gleichen Zahlenfeld erreicht, bekommt nur noch den halben Wert an Pluspunkten. Wenn alle 15 Fahr-Karten des Spiels gezogen sind, endet das Spiel. Die Summe der Punkte f\u00fcr die angefahrenen Zahlenfelder wird addiert und davon die Anzahl der unbefahrenen Felder auf der Tafel als Minuspunkte abgezogen. Wer die meisten Punkte hat, ist Sieger. Eine weit vorausschauende Planung auf der Farb-Topologie der Tafel zum Befahren m\u00f6glichst aller Felder ist von Nutzen. Er kommt parallel einher mit dem m\u00f6glichst schnellen Anfahren der h\u00f6chsten Zahlenwerte einer Tafel. Spielerisch und anspruchsvoll! Weitaus anspruchsvoller als Bingo!<\/p>\n<p>Walter fragte nach dem Gl\u00fccksfaktor von \u201eTr\u00e4xx\u201c und warf gleich die Sch\u00e4tzung \u201e80 %\u201c in die Waagschale. G\u00fcnther war mit \u201e70 bis 80 %\u201c dabei, und Aaron steuert noch kopflastige \u201e110 %\u201c bei. Da konnte sich selbst Peter nicht zur\u00fcckhalten, sein Sch\u00e4tzwert war Pi (\u03c0). Warum Pi? <strong>\u201eDie Antwort w\u00fcrde Dich verunsichern!\u201c<\/strong> \u2013 Eine Universal-Antwort, die so manchen Klugschei\u00dfer aus den Angeln heben k\u00f6nnte &#8230;<\/p>\n<p><em>WPG-Wertung: Aaron: 5 (schnelles D\u00f6delspiel, f\u00fcr mich zu d\u00f6delig), G\u00fcnther: 6 (netter Zeitvertreib), Peter: 5 (unterhaltsam, man kann es sogar alleine spielen!), Walter: 6 (100% mehr als \u201eBingo\u201c; kann immer mal wieder Spa\u00df machen, Punkteinbu\u00dfe durch das Malen mit Spezialstiften auf die Papp-Tafel. Hat ihm schon bei \u201eDampfross\u201c nicht gefallen).<\/em><\/p>\n<p><strong>3. &#8220;Qwixx \u2013 Big Points&#8221;<\/strong><\/p>\n<p>Das h\u00fcbsche, kleine W\u00fcrfelspiel (siehe<a href=\"..\/blog\/2013\/01\/03\/02-01-2013-einvernehmliche-abbrueche\/\"> Spielbericht vom 2. Januar 2013<\/a>) ist mit einem neuen Wertungsbogen versehen worden. Zwischen die aufsteigende rote und gelbe Zahlenreihe sowie zwischen die absteigende gr\u00fcne und blaue Zahlenreihe ist jeweils eine weitere Zwischen-Zahlenreihe eingezogen werden, auf denen nach dem gleichen Schema W\u00fcrfelergebnisse eingetragen werden d\u00fcrfen wie auf den benachbarten Zahlenreihen auch. Einzige Einschr\u00e4nkung: ein Feld der neuen Zwischen-Zahlenreihen darf erst dann benutzt werden, wenn auf mindestens einer der beiden Nachbarreihen die gleiche Zahl bereits eingetragen ist.<\/p>\n<p>Bei der Endwertung z\u00e4hlt jede Eintragung auf der Zwischen-Zahlenreihe f\u00fcr <strong>beide<\/strong> Nachbarzahlenreihen. Auf diese Weise kann man bei der quadratisch steigenden Wertungsskala leicht (oder auch nicht so leicht) auf Werte von \u00fcber 100 Punkten kommen. Daher der Name \u201eBig Points\u201c.<\/p>\n<p><em>WPG-Wertung: Das Spiel ist immer noch h\u00fcbsch, und hat einen deutlich niedrigeren Gl\u00fccksfaktor als \u201eTr\u00e4xx\u201c. Allerdings hat das Spiel durch die zus\u00e4tzlichen Zahlenreihen nicht wesentlich etwas dazugewonnen. Es bleibt beim Schnitt von 7,2 Punkten.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eIch spiele nicht, um mir Freunde zu machen. Das Leben ist einfach zu kurz, um Z\u00fcge auszulassen, die die anderen \u00e4rgern.\u201c (unknowns) 1. &#8220;Porta Nigra&#8221; Die modernen Eurogame-Klassiker hei\u00dfen nicht mehr \u201eParis\u201c, sondern \u201eNotre Dame\u201c, nicht mehr \u201eLondon\u201c, sondern \u201eTower\u201c, und nicht mehr \u201eM\u00fcnchen\u201c, sondern \u201eHofbr\u00e4uhaus\u201c. 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