{"id":2361,"date":"2015-12-22T12:32:03","date_gmt":"2015-12-22T11:32:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/?p=2361"},"modified":"2015-12-22T13:12:25","modified_gmt":"2015-12-22T12:12:25","slug":"16-12-2015-mobiles-vom-eisenstein-und-immobiles-aus-new-york","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2015\/12\/22\/16-12-2015-mobiles-vom-eisenstein-und-immobiles-aus-new-york\/","title":{"rendered":"16.12.2015: Mobiles vom Eisenstein und Immobiles aus New York"},"content":{"rendered":"<p>Es war einmal eine Familie, die gern in den Urlaub fuhr und immer in denselben h\u00fcbschen Hotels abstieg. Irgendwann fing die Familie gag-halber an, f\u00fcr ein Hotelbewertungsportal Bewertungen zu schreiben. Das kam gut an.<br \/>\nDann fuhr sie nicht mehr in die paar guten Hotels, sondern klapperte jede Absteige ab, &#8220;denn man muss ja alle mal gesehen haben, und wir m\u00fcssen Bewertungen schreiben&#8221;.<br \/>\n(<em>Anfangskapitel aus Peters \u201eDie Tragik der Westpark-Gamers\u201c.<\/em>)<\/p>\n<p><strong>1. &#8220;Phalanxx&#8221;<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_2363\" aria-describedby=\"caption-attachment-2363\" style=\"width: 416px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2015\/12\/22\/16-12-2015-mobiles-vom-eisenstein-und-immobiles-aus-new-york\/phalanxxweihnachten\/\" rel=\"attachment wp-att-2363\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-2363\" src=\"http:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/PhalanxxWeihnachten.jpg\" alt=\"Die Phalanx erschrickt den Weihnachtsmann\" width=\"416\" height=\"305\" srcset=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/PhalanxxWeihnachten.jpg 416w, https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/PhalanxxWeihnachten-150x110.jpg 150w, https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/PhalanxxWeihnachten-300x220.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 416px) 100vw, 416px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-2363\" class=\"wp-caption-text\">Die Phalanx erschrickt den Weihnachtsmann<\/figcaption><\/figure>\n<p>Als Vorweihnachtsgeschenk hat uns Bernd Eisenstein sein neuestes Produkt zum Testen \u00fcbergeben. Seit 2003 sind Bernds Spiele bei Luding registiert. Am Anfang hat er noch \u201eges\u00fcndigt\u201c und daf\u00fcr Namen quer durchs Alphabet vergeben (\u201eMaya\u201c war sein erstes Spiel, \u201eZack &amp; Pack\u201c kam 2008, sp\u00e4ter \u201eAlea Iacta Est\u201c und \u201eArtifact\u201c zusammen mit Jeffrey D. Allers). Seitdem er unabh\u00e4ngig ist, und die Spiele im Eigenverlag herausbringt, fangen die Namen seiner Spiele alle mit \u201eP\u201c an (z.B. \u201ePAX\u201c, \u201ePorto Carthago\u201c \u201ePalmyra\u201c, \u201ePeloponnes\u201c und \u201ePergamemnon\u201c.) Das ist sicher kein Zufall und vielleicht eine von FF abgeschaute Marotte, auch wenn Bernd nicht Pernd Peisenstein hei\u00dft. Vielleicht wird er mal den Algorithmus zu seiner Namensvergabe verraten. Vielleicht hat er ja eine heimliche Liebe Penelope. Seine VOR-Lieben liegen zumindest alle im griechisch-antiken Raum.<\/p>\n<p>In \u201ePhalanxx\u201c breiten sich alle Spieler von gegebenen Startpunkten in die kleinasiatische (bzw. in irgend eine abstrakte Hexagon-) Landschaft aus. Die ersten Z\u00fcge sind friedlich, dann kommen sich die Spieler gegenseitig in die Quere und verdr\u00e4ngen sich. Wer st\u00e4rker ist kann seinen Gegner jederzeit ohne irgendwelche Kampfenscheidungen nach Hause schicken. Der eigentliche Kampf geht darum, rechtzeitig st\u00e4rker zu sein als der Nachbar, dessen Felder man sich unter den Nagel rei\u00dfen m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Eigentlich kriegerisch, aber doch nicht so t\u00f6dlich-peinlich, wie es auf den ersten Blick aussieht, denn die Anzahl der Krieger eines jeden Spielers ist stark begrenzt. Wer seine Soldaten alle verschossen hat, kann sich nur noch zahnlos auf den Feldern der Siegpunkt-Ehren tummeln und warten, bis das Spielende eintritt. F\u00fcr die nach Hause geschickten P\u00f6ppel der Mitspieler dagegen gibt es nahezu bis zur Schlussrunde unbegrenzt neue Bet\u00e4tigungsfelder.<\/p>\n<p>Die St\u00e4rke eines Spielers ist gleichzeitig die Anzahl seiner Siegpunkte, mit denen er am Ende aufs Treppchen steigt. Zum Siegpunkte-Sammeln muss man sich aus einer angebotenen Auslage von St\u00e4rke-Karten, die in sich eine Menge Abh\u00e4ngigkeiten in Bezug auf Zul\u00e4ssigkeit und Wirkung besitzen, in der richtigen Reihenfolge die besten heraussuchen. Hier hat Bernd in seiner bekannten, gekonnten Manier die weitsichtige Planbarkeit mit kurzsichtigem Zufall verheiratet. Vor allem aber sein aus W\u00fcrfeln basierter Zugmechanismus ist neu, elegant, und in sehr interessanten Aspekten antagonistisch.<\/p>\n<p><em>Keine WPG-Wertung f\u00fcr ein Spiel in der Entstehungsphase.<\/em><\/p>\n<p><strong>2. &#8220;New York 1901&#8221;<\/strong><\/p>\n<p>Dreimal im Monat Dezember lag dieses Spiel jetzt bei uns auf dem Tisch. (Siehe fr\u00fchere Reports.) Wenn man es spielerisch und GAAANZ locker nimmt, ist es eine h\u00fcbsche Entspannungs\u00fcbung nach einem schweren Tobak. Doch wer will, kann dabei auch denken! Hoffentlich nur wohldosiert denken, sagte doch schon der alte Paracelus, dass es die Dosis macht, ob etwas Gift oder kein Gift ist.<\/p>\n<p>Zwei erfahrene New Yorker wollten ohne die Kinkerlitzchen von Aktionskarten spielen. Sie st\u00f6ren nur innerhalb der Lockerungs\u00fcbungen und geben den mutwilligen Denkern auch noch unn\u00f6tigen Stoff zur Ablaufverlangsamung. Tonk\u00fcnstler Moritz hingegen wollte \u201epuristisch\u201c nach den Regeln spielen und die Aktionskarten auf jeden Fall dabei haben. Er mag es auch nicht, wenn man an seinem \u201eH\u00e4mmerklavier\u201c herumoptimiert und bewusst einzelne Takte wegl\u00e4sst. Das Genie setzte sich durch.<\/p>\n<p>Am Ende gingen die Grundst\u00fcckskarten nicht auf! Es gab noch zwei St\u00fcck in der Auslage ohne passende Baupl\u00e4tze auf dem Spielbrett! Wer hat hier falsch gespielt? &#8211; Wen interessierte das auch schon? &#8211; Unser Genie nat\u00fcrlich! Gl\u00fccklicherweise kann man in \u201eNew York 1901\u201c anhand der gesammelten Grundst\u00fcckskarten eines Spielers und in Relation zu seinem Immobilienbesitz rekonstruieren, bei wem etwas falsch gelaufen ist. Walter, dem h\u00e4ufiger so ein Ungl\u00fcck passiert, und dem von Elitespielern sogar unterstellt wird, dass das nicht immer ohne Absicht geschieht, war froh, dass nicht er der Schuldige war.<\/p>\n<p>Moritz gewann mit G\u00fcnthers Siegstrategie als \u201eBronze-Baron\u201c. Es geh\u00f6rt ein gewisse Selbstbeherrschung dazu, seine bronzenen Basis-Geb\u00e4ude nicht zu \u00fcberbauen und f\u00fcr seine h\u00f6herwertigen Geb\u00e4ude jeweils neue Baupl\u00e4tze zu erwerben und zu warten, bis sie gro\u00df genug sind. Moritz nahm sich das vor und er schaffte es auch. Die daf\u00fcr ausgelobte Pr\u00e4mie von 15 Siegpunkten brachte ihm \u2013 wie auch letzte Woche unserem G\u00fcnther &#8211; den Sieg.<\/p>\n<p>Aaron, der f\u00fcr das Spiel immerhin 6 gute Punkte vergeben hat, gab kund: \u201eIch brauche das Spiel kein viertes Mal zu spielen!\u201c<\/p>\n<p>Und noch eine allgemeine Kritik: Die Farbgebung f\u00fcr die Grundst\u00fccke in den Karten und auf dem Spielbrett ist \u00e4u\u00dferst ungl\u00fccklich: gelb, orange und pink sind im Lichterschein vom Westpark nur schwer voneinander zu unterscheiden. Au\u00dferdem sind die gestrichelten Linien auf den Grundst\u00fccken absolut kontraproduktiv: sie erschweren ganz klar das Erkennen der Grundst\u00fccksgrenzen. Absicht oder nicht: es ist schlecht und unterst\u00fctzt die Verwechslungsgefahr.<\/p>\n<p><em>WPG-Wertung: Zum bisherigen WPG-Schnitt von 6 Punkten vergab Horst deren 7 (das Spiel hat einen gewissen Wiederspielreiz. [Er hat das Spiel heute zum ersten Mal gespielt.])<\/em><\/p>\n<p><strong>Wir w\u00fcnschen allen unseren Mitgliedern, Freunden und Lesern ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gl\u00fcckliches Neues Spielejahr!<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es war einmal eine Familie, die gern in den Urlaub fuhr und immer in denselben h\u00fcbschen Hotels abstieg. Irgendwann fing die Familie gag-halber an, f\u00fcr ein Hotelbewertungsportal Bewertungen zu schreiben. Das kam gut an. 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