{"id":2462,"date":"2016-12-02T07:00:22","date_gmt":"2016-12-02T06:00:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/?p=2462"},"modified":"2016-12-04T20:28:27","modified_gmt":"2016-12-04T19:28:27","slug":"dinxcon-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2016\/12\/02\/dinxcon-2016\/","title":{"rendered":"DinxCon 2016"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-2463\" src=\"http:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/dinx-300x246.jpg\" alt=\"dinx\" width=\"300\" height=\"246\" srcset=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/dinx-300x246.jpg 300w, https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/dinx-150x123.jpg 150w, https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/dinx.jpg 570w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Vom 25.-27. November fand auch dieses Jahr wieder die DinxCon in Brixen (S\u00fcdtirol) statt, ein vom Spieleverein Dinx aus Bozen organisiertes \u201elaaaanges Spielewochenende\u201c. Ich durfte zum ersten Mal dabei sein.<\/p>\n<p>48 Stunden Spielen waren angesagt, nur kurz unterbrochen von ein paar Stunden Schlaf und Essenspausen (meine Netto-Spielzeit betrug rund 30 Stunden). Der Spieleverein hatte dieses Jahr insbesondere f\u00fcr Vielspieler vorgesorgt und eine bemerkenswerte Auswahl guter Spiele zusammengestellt.<\/p>\n<p>Hier eine kurze \u00dcbersicht der von mir gespielten Spiele inklusive einer ersten Bewertung:<\/p>\n<p><strong>1. Azuchi Castle (Sungwoo Hyun, Baccum)<\/strong><\/p>\n<p>Schon bei den Westpark Gamers gespielt, wo es gar nicht gut ankam. Ein weiterer Versuch mit einer anderen Spielergruppe sollte zeigen, ob nicht doch etwas in diesem angeblichen Geheimtipp aus Essen 2016 steckt. Kurz gesagt: nein. Zu gl\u00fcckslastig, zu eindimensional und mit einer sehr gek\u00fcnstelten Endebedingung. Es bleibt bei meinen 4 von 10 Punkten.<\/p>\n<p><strong>2. Via Nebula (Martin Wallace, Space Cowboys)<\/strong><\/p>\n<p>Anders als Martins Treefrog-Spiele ist Via Nebula eing\u00e4ngiger und fast schon familientauglich. Angetan bin ich von der eleganten Konstruktion aus Konkurrenz und (aufgen\u00f6tigter) Zusammenarbeit. Solide 8 von 10 Punkte.<\/p>\n<p><strong>3. Tiefe Taschen (Fabian Zimmermann, Fobs Games)<\/strong><\/p>\n<p>Hier zeigte sich, dass die Zusammensetzung der Gruppe entscheidend f\u00fcr den Spielspa\u00df ist. Bei den Westpark Gamers durchgefallen, kam es in Brixen deutlich besser an. Ich bleibe bei meinen 6 von 10 Punkten.<\/p>\n<p><strong>4. Weltausstellung 1893 (J. Alex Kevern, dlp games)<\/strong><\/p>\n<p>Dieses Spiel kommt daher wie ein einfaches Familienspiel, hat es aber in sich. Die Kartenauslage will gut studiert sein und die Zugm\u00f6glichkeiten auf ihre Auswirkungen abgepr\u00fcft werden. Schnell hat man den optimalen Zug \u00fcbersehen oder das Spiel beschleunigt. Eigentlich nicht schlecht, wenn keine Gr\u00fcbler am Tisch sitzen, aber die positiven Elemente werden durch die Unplanbarkeit der chaotischen Auslage\u00e4nderungen viel zu sehr \u00fcberlagert. 6 von 10 Punkten.<\/p>\n<p><strong>5. Terraforming Mars (Jacob Fryxelius, Schwerkraft-Verlag)<\/strong><\/p>\n<p>In Essen dieses Jahr blitzschnell ausverkauft, war meine Erwartungshaltung entsprechend gro\u00df. Wir haben es mit einem Aufbauspiel zu tun, das streckenweise an Race for the Galaxy erinnert. Auch hier gilt es, zumindest eine grobe Ahnung davon zu haben, welche Ausbaukarten \u00fcberhaupt im Spiel sind. Ansonsten spielt es sich \u00e4hnlich zahm; jeder scheffelt Siegpunkte und am Ende hat einer irgendwie gewonnen. Meine hohen Erwartungen wurden nicht erf\u00fcllt: 6\/10.<\/p>\n<p><strong>6. Flamme Rouge (Asger Harding Granerud, Lautapelit.fi)<\/strong><\/p>\n<p>Vor genau 30 Jahren erschien \u201e6-Tage Rennen\u201c von Werner Toncar als Werbespiel bei Holtmann. Mit wenigen Elementen wurde hier die Radrenn-Situation sehr sch\u00f6n simuliert und ein spannendes Spielgef\u00fchl erzeugt. Und dieses Jahr erschien bei Lautapelit ein mehr als w\u00fcrdiger Nachfolger. Jetzt haben wir es zus\u00e4tzlich zur Planung der eigenen Sprints noch mit Steigungen und Schussfahrten zu tun und wer den Anschluss zum Peloton verloren hat muss extra stark in die Pedale treten, um wieder im Windschatten mitfahren zu k\u00f6nnen. Sehr sch\u00f6n. 8 von 10 Punkten.<\/p>\n<p><strong>7. Oben und Unten (Ryan Laukat, Schwerkraft-Verlag)<\/strong><\/p>\n<p>Wie so oft hat auch hier Ryan Laukat sein Spiel ausgesprochen stimmig illustriert. Was anfangs nach einem normalen Worker-Placement-Spiel aussieht, ist zus\u00e4tzlich angereichert mit kleinen Abenteuern, die man erlebt, sobald man seine Arbeiter in den Untergrund schickt. Hier ist noch einmal viel Arbeit in die mehr als 200(?) Szenenbeschreibungen eingeflossen, die einerseits f\u00fcr ein wenig mystische Stimmung sorgen, andererseits aber durch deren zuf\u00e4llige Auswahl und sehr unterschiedlichen Effekte auch mal frustrieren k\u00f6nnen. Aber solide 7 von 10 Punkten bekommt es schon.<\/p>\n<p><strong>8. First Class (Helmut Ohley, Hans im Gl\u00fcck)<\/strong><\/p>\n<p>Urspr\u00fcnglich als Russian Railroads Kartenspiel geplant, bietet First Class doch seinen ganz eigenen Reiz, obwohl die N\u00e4he zu RR nicht zu \u00fcbersehen ist. Leider verwendeten wir versehentlich statt des 2. Kartensatzes den 3. und erst danach den 2., was zu merkw\u00fcrdigen Effekten f\u00fchrte. Das Spiel verzeiht diesen Spielfehler offenbar nicht, denn ein Spieler hatte auf eine reine Bahnlinien-Ausbaustrategie gesetzt und gewann damit haushoch. Klar, wenn die wertvollen Bahnstrecken des 3. Satzes zu fr\u00fch ins Spiel kommen. Vielleicht nicht ganz fair, aber ich bleibe bei meinen nur 6 von 10 Punkten.<\/p>\n<p><strong>9. Krazy Wordz (Dirk Baumann, Thomas Odenhoven, Matthias Schmitt, fishtank)<\/strong><\/p>\n<p>Okay, ich hatte ja schon die Erfahrung gemacht, dass dieses Spiel nicht in allen Runden z\u00fcndet. Diesmal hatte ich das Gl\u00fcck in einer lustigen 6er-Runde zu spielen und entsprechend ausgelassen ging es zu. Trotzdem gab es eine neue Erkenntnis f\u00fcr mich: Man hat schlechte Chancen, wenn man als einziger in der Runde aus einem anderen Sprachraum kommt und sei es nur, wenn sich um den Unterschied zwischen Hochdeutsch und s\u00fcdtiroler Dialekt handelt. Die Wortassoziationen sind bemerkenswerter Weise sehr unterschiedlich. Obwohl ich haushoch verloren habe, bleibt es bei meinen 8 von 10 Punkten.<\/p>\n<p><strong>10. T<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-2464\" src=\"http:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/lastfreiday-300x232.jpg\" alt=\"lastfreiday\" width=\"300\" height=\"232\" srcset=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/lastfreiday-300x232.jpg 300w, https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/lastfreiday-150x116.jpg 150w, https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/lastfreiday-640x496.jpg 640w, https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/lastfreiday.jpg 1440w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>he Last Friday (Antonio Ferrara, Sebastiano Fiorillo, Heidelberger Spieleverlag)<br \/>\n<\/strong><br \/>\nEin Spiel, das kurzzeitig f\u00fcr heftige Diskussionen innerhalb der Spiele-Autoren-Zunft sorgte. Darf ein Spiel thematisch und vom Cover her eine N\u00e4he zu einem realen Anschlag (Ut\u00f8ya, 2011) haben? Muss man hier eine Triggerwarnung mitliefern? Ich war mir da selber nicht so sicher und daher froh, das Spiel spielen zu k\u00f6nnen. Vordergr\u00fcndig handelt es sich um eine \u201eScotland Yard\u201c-Variante mit dem Unterschied, dass 4 Runden gespielt werden und in Runde 1 und 3 ein Wahnsinniger die \u00fcbrigen Spieler jagt und in den Runden 2 und 4 sind die Rollen getauscht: jetzt jagen die Gejagten den Wahnsinnigen. Die Runden 2 und 4 sollen Pepp in die Sache bringen aber so richtig z\u00fcnden wollte das Spiel bei uns nicht. 6 von 10 Punkten.<\/p>\n<p><strong>11. Escape Room: The Game (n\/a, Noris Spiele)<\/strong><\/p>\n<p>Im Unterschied zu den ebenfalls dieses Jahr in Essen erschienen Exit-Spielen muss hier kein Spielmaterial zerst\u00f6rt werden. Trotzdem kann man auch hier jedes Szenario nur einmal spielen, denn sobald man die L\u00f6sung kennt, war\u2019s das. Hier bekommen wir aber einen \u201eDecoder\u201c mit dem Spiel geliefert, in den zur L\u00f6sung eines R\u00e4tsels 4 von 16 Schl\u00fcsseln in der richtigen Reihenfolge und der richtigen Orientierung eingesteckt werden m\u00fcssen, um der L\u00f6sung einen Schritt weiterzukommen. Die Szenarien selbst bestehen aus Umschl\u00e4gen in denen diverse Papierunterlagen stecken, die es zu analysieren gilt. Und hier durfte ich mich gleich beim 1. Szenario ausklinken: Normalerweise kann ich ohne Lesebrille auch kleinere Schrift noch lesen aber hier waren die Informationen so klein wiedergegeben, dass ich keinerlei Chance hatte, mitzur\u00e4tseln. Trotzdem war\u00a0das Szenario nach 40 Minuten geknackt (der Decoder z\u00e4hlt nach dem Start die Zeit runter und die Spieler haben 60 Minuten Zeit, das R\u00e4tsel zu l\u00f6sen). Gef\u00e4llt mir besser als die Exit-Spiele: 6 von 10 Punkten.<\/p>\n<p><strong>12. Cottage Garden (Uwe Rosenberg, Edition Spielwiese)<\/strong><\/p>\n<p>Dieses Spiel stellt so etwas dar wie die Mehrspieler-Version von Uwes \u201ePatchwork\u201c. Die Mechanismen sind sehr \u00e4hnlich, alles ist schnell erkl\u00e4rt und geht flott von der Hand. Leider gibt es eine Falle f\u00fcr Erstspieler verursacht durch die Freiheiten bei der Bewegung der 6 Siegpunktmarker, die jeder Spieler besitzt. Hier verschenkt man leicht mal 1\/3 seiner m\u00f6glichen Siegpunkte, wenn man nicht aufpasst. 6 von 10 Punkten.<\/p>\n<p><strong>13. Die vergessene Welt (Ryan Laukat, Schwerkraft-Verlag)<\/strong><\/p>\n<p>Noch ein Laukat-Spiel kam kurz vor Ende der Con auf den Tisch. Da ich dieses Arbeiter- und K\u00e4mpfer-Einsetzspiel schon kannte, wollte ich sehen, ob es m\u00f6glich ist, auch ohne jeglichen Kampf nur durch den Ausbau eigener Provinzen zu gewinnen. Kurz und knapp: kann man nicht. Die zuf\u00e4llige Auswahl an Provinz- und Staatskarten bringt nicht genug Flaggen, um mit denjenigen Spielern, die regelm\u00e4\u00dfig Titanen besiegen, mithalten zu k\u00f6nnen. Weiterhin solide 6 von 10 Punkten.<\/p>\n<p><strong>14. Tragedy Looper (BakaFire, Z-Man Games)<\/strong><\/p>\n<p>Schon vor Monaten hatte mir Peter begeistert von diesem Deduktionsspiel erz\u00e4hlt, das so anders sei, als alles was er bisher gespielt habe. Jetzt ergab sich die M\u00f6glichkeit, quasi als kr\u00f6nenden Abschluss der Con f\u00fcr mich, dieses Spiel auch einmal auszuprobieren. Schon der Einstieg war ungew\u00f6hnlich: Wir Spieler wurden vom Mastermind mit einer Situation an vier Orten konfrontiert und bekamen die Aufgabe, 5 Tage zu \u00fcberleben ohne die (uns nicht bekannten) weiteren Endebedingungen auszul\u00f6sen. Jeder der 3 Spieler bekam einen Satz Aktionskarten und eine 1-seitige Beschreibung, welche Szenarien und welche Rollen es gibt. Au\u00dferdem erfuhren wir, dass am 1, 3 und 5 Tag jeweils ein \u201eIncident\u201c geschehen w\u00fcrde. Mit diesen d\u00fcrftigen Informationen legten wir los. Ich glaube nach dem 3. Tag teilte uns das Mastermind mit, dass wir gescheitert seien und nun der n\u00e4chste von insgesamt 3 \u201eLoops\u201c beg\u00e4nne. Also alles wieder zur\u00fcck auf Anfang. Dieses Mal hatten wir schon eine gewisse Ahnung, was da eigentlich auf dem Spielplan geschieht und welche Personen welche Rolle innehaben k\u00f6nnten. Trotzdem scheiterten wir auch diesmal. Beim 3. und letzten Loop waren wir uns aber schon relativ sicher, was eigentlich gespielt wird und konnten vor allen Dingen das Blatt mit der Beschreibung der Szenarien richtig lesen. Und siehe da, am 5. und letzten Tag lebten wir immer noch und hatten auch die Endebedingung nicht getriggert und damit gewonnen. Ein Spiel anders als alles, was ich bisher gespielt habe und in der richtigen Gruppe ein Super-Spa\u00df. 8 von 10 Punkten.<\/p>\n<p>In damit ging ein laaanges Spielewochenende zu Ende. Dank perfekter Organisation und toller Location war es wunderbar und ich freue mich schon auf die DinxCon im n\u00e4chsten Jahr.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vom 25.-27. November fand auch dieses Jahr wieder die DinxCon in Brixen (S\u00fcdtirol) statt, ein vom Spieleverein Dinx aus Bozen organisiertes \u201elaaaanges Spielewochenende\u201c. Ich durfte zum ersten Mal dabei sein. 48 Stunden Spielen waren angesagt, nur kurz unterbrochen von ein paar Stunden Schlaf und Essenspausen (meine Netto-Spielzeit betrug rund 30 Stunden). 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