{"id":2520,"date":"2017-07-03T21:43:07","date_gmt":"2017-07-03T19:43:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/?p=2520"},"modified":"2017-07-12T18:23:17","modified_gmt":"2017-07-12T16:23:17","slug":"28-06-2017-valetta-for-the-galaxy","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2017\/07\/03\/28-06-2017-valetta-for-the-galaxy\/","title":{"rendered":"28.06.2017: Valetta for the Galaxy"},"content":{"rendered":"<p><em>\u201eDas W\u00fcrfelspiel, und dar\u00fcber muss man sich schon wundern, betreiben sie (die Germanen) schon n\u00fcchtern als etwas Ernsthaftes.\u201c<\/em> (Tacitus)<\/p>\n<p><strong>1. &#8220;Valetta&#8221;<\/strong><\/p>\n<p>Ein Spiel von Stefan Dorra, oder von Hans im Gl\u00fcck, in jedem Fall eine solide Ware, funktionelles Design, stimmige Idee und professionelle Spielausstattung. Schon allein die Unterteilung der Spieleschachtel in wohldefinierte Unterf\u00e4cher f\u00fcr Karten, Ressourcen, Spielsteine oder eine Mischung davon, zeugt von Erfahrung und Qualit\u00e4tsbewu\u00dftsein. Moritz bemerkte dazu allerdings kurz und b\u00fcndig: \u201eEs gibt Spiele, bei denen ich das sofort rausrei\u00dfe.\u201c<\/p>\n<figure id=\"attachment_2525\" aria-describedby=\"caption-attachment-2525\" style=\"width: 550px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2017\/07\/03\/28-06-2017-valetta-for-the-galaxy\/valetta\/\" rel=\"attachment wp-att-2525\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-2525\" src=\"http:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Valetta.jpg\" alt=\"\" width=\"550\" height=\"654\" srcset=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Valetta.jpg 550w, https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Valetta-126x150.jpg 126w, https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Valetta-252x300.jpg 252w, https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/07\/Valetta-538x640.jpg 538w\" sizes=\"auto, (max-width: 550px) 100vw, 550px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-2525\" class=\"wp-caption-text\">Valetta: Aaron versucht die Geb\u00e4ude vom anderen Ufer zu identifizieren<\/figcaption><\/figure>\n<p>Das \u00f6ffentliche Spielbrett besteht aus einem dicken Pappstreifen. Rechts und links davon werden in jeweils einer 5 mal 3 Matrix Geb\u00e4udekarten auf dem blanken Tisch ausgelegt, und auf jedes Geb\u00e4ude kommt ein zugeh\u00f6riger Fachmann, z.B. liegt die Schneiderin in der Schneiderei und der Kaufmann im Kaufladen. Hier h\u00e4tte man wohl etwas mehr Pappe spendieren k\u00f6nnen, damit die Geb\u00e4ude auch ein ordentliches Fundament haben. Daf\u00fcr bekommt aber jeder Spieler noch ein privates Tableau, auf das er seinen privaten Karten-Nachziehstapel, seinen privaten Ablegestapel, und die drei Karten seiner jeweiligen Spielaktion ablegen kann. Diese Utensilie ist leicht \u00fcberfl\u00fcssig, besonders am Westpark, wo neben jedem schusseligen Walter ein Supervisor Moritz sitzt, der h\u00f6llisch darauf aufpasst, dass die gespielten Karten jeweils richtig abgelegt und die beiden privaten Stapel nicht verwechselt werden.<\/p>\n<p>Jeder Spieler hat zun\u00e4chst den gleichen Satz von Berufskarten in der Hand, mit denen er seine Z\u00fcge steuert: Der \u201eSteinhauer\u201c bringt einen Stein ein, der \u201eZiegelstreicher\u201c einen Ziegel, der \u201eHolzf\u00e4ller\u201c ein Holz, und die \u201eKr\u00e4merin\u201c ein Goldst\u00fcck. Die \u201eMagd\u201c ist gewohnt, sich anzupassen und bringt ein frei w\u00e4hlbares der hier erw\u00e4hnten Rohstoffe ein. Der \u201eLehrling\u201c kann nur die unmittelbar vorher durchgef\u00fchrte Aktion wiederholen, der \u201eBaumeister\u201c baut oder \u00fcberbaut ein Geb\u00e4ude (eine der ausliegenden Geb\u00e4udekarten), und der \u201eJean de la Valetta\u201c bewegt eine neutrale Spielfigur \u00fcber den Mittelstreifen, wobei ebenfalls Rohstoffe f\u00e4llig werden, zugleich aber das Spielende eingel\u00e4utet wird, wenn der Jean 25 Schritte weit gekommen ist (, sofern das Spielende nicht bereits durch andere Effekte ausgel\u00f6st wurde).<\/p>\n<p>F\u00fcr den Geb\u00e4udebau braucht man Rohstoffe in Form von \u2013 richtig! \u2013 Steinen, Ziegeln, Holz und Geld in unterschiedlichen Zusammensetzungen. Zun\u00e4chst mal muss jeder Spieler seine Bauarbeiter malochen lassen, bis er das n\u00f6tige Kleingeld f\u00fcr ein Geb\u00e4ude beisammen hat. Dann markiert er das Geb\u00e4ude durch einen Besitzstein als ihm geh\u00f6rend und nimmt die daraufliegende Fachmann-Karte in die Hand. Diese Fachleute sind in der Regel m\u00e4chtiger als die Anfangskarten, sie erlauben ein lukratives Tauschen von Rohstoffen, ein Nehmen der doppelten Menge und sogar das Nehmen einer mehrfachen Menge, abh\u00e4ngig vom aktuellen Besitztum des Spieles. G\u00fcnther hatte hier von Anfang an den richtigen Riecher, nahm den \u201eSchreiner\u201c, baute lauter Holzh\u00fctten, und bekam sehr schnell geschlagene 5 Holzst\u00fccke f\u00fcr jeden Schreiner-Zug.<\/p>\n<p>Seine Berufkarten darf ein Spieler allerdings nicht beliebig ausspielen, er muss seinen mehr oder weniger \u2013 \u201edominion-artig\u201c \u2013 wrap-around nutzen: Erst m\u00fcssen alle Karten einmal auf der Hand gewesen sein, bevor sie erneut gespielt werden d\u00fcrfen. Der \u201eJean\u201c erlaubt auch eine gewisse Kartenpflege, indem man \u201eMinderleister\u201c fr\u00fchzeitig abwirft und so die durchschnittliche Leistungsf\u00e4higkeit seines Stapels steigert.<\/p>\n<p>Was kann man noch Kluges tun?<\/p>\n<ul>\n<li>Man kann \u2013 nach M\u00f6glichkeit \u2013 jeweils auf der H\u00f6he des \u201cJean\u201d bauen und bekommt daf\u00fcr zus\u00e4tzliche Siegpunkte.<\/li>\n<li>Man kann seine H\u00e4user in guter Nachbarschaft zueinander bauen und bekommt daf\u00fcr Nachlass bei der geforderten Geldsumme.<\/li>\n<li>Man kann sich ein passendes Ensemble von Geb\u00e4uden zusammenstellen, die sp\u00e4ter lukrative Rohstoffmengen abwerfen (siehe G\u00fcnther).<\/li>\n<li>Man kann sich eine ganze R\u00e4uberbande zusammenstellen und seine Mitspieler nach Strich und Faden bestehlen (siehe Aaron, es h\u00e4tte fast zum Sieg gereicht).<\/li>\n<li>Man kann versuchen, mittels Direkt-Siegpunkt-Lieferanten a la \u201cRitter von Hieronymus von Rekuk\u201d sein Siegpunktekonto zu f\u00fcllen. Entweder es klappt oder es klappt nicht (siehe Walter, aber das ist eine andere Geschichte).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Man kann also konzentrieren, differenzieren und sich spezialisieren. Welcher der verschiedenen Kunstgriffe zum Sieg reicht, ist a priori nicht abzusehen. Interaktion ist minimal, aber wenn zwei Spieler gleichzeitig den Holzweg bestreiten, dann beeintr\u00e4chtigen sie damit wohl oder \u00fcbel gegenseitig die Effizienz ihrer Z\u00fcge.<\/p>\n<p>Man k\u00f6nnte sich zu Beginn des Spieles hinsetzen, die ausliegende Geb\u00e4ude-Matrix inhaltlich und mit ihrer inneren Abh\u00e4ngigkeit genau studieren, und sich einen Plan zurechtlegen, welche Geb\u00e4ude man wohl in welcher Runde \u00fcbernehmen m\u00f6chte. Doch dann kommt ein Mitspieler daher und schnappt einem \u2013 mehr oder weniger zuf\u00e4llig \u2013 eines davon weg. Schon ist der ganze Plan obsolet. Er h\u00e4tte sich ohnehin nicht gelohnt: es ist wohl wenig zielf\u00fchrend, f\u00fcr eine Stunde Spielzeit zwei Stunden lang an seinem Bauplan herumzuoptimieren. Also frei und opportunistisch drauf los. Zeitvertreib.<\/p>\n<p><em>WPG-Wertung: Aaron: 7 (harmlose Siegpunkte f\u00fcr alle und alles. 1 Punkt mehr als f\u00fcr \u201eTerraforming Mars\u201c, weil es besser ist), G\u00fcnther: 7 (mit Tendenz zu 6 [WS: und das von einem HiG-minded Spieler!], Maschinen und Monopole sind wichtig), Moritz: 5 (zu lange Aufbauzeit f\u00fcr ein l\u00e4ppisches Spielen, einfach \u00f6d, eines der langweiligsten Spiele von HiG), Walter: 6 (5 Punkte f\u00fcrs Malochen und 7 Punkte f\u00fcr die Konstruktion und die Konstruktivit\u00e4t, Pokemon im Irrgarten, besser als TM, weil k\u00fcrzer, schlechter als TM, weil undurchsichtiger).<\/em><\/p>\n<p><strong>2. &#8220;Roll for the Galaxy \u2013 Extension: Der gro\u00dfe Traum&#8221;<\/strong><\/p>\n<p>Das W\u00fcrfelspiel mit den hunderttausend W\u00fcrfeln (siehe Session-Report vom 16.6.2016) zum W\u00fcrfeln um W\u00fcrfel wurde um weitere f\u00fcnfzigtausend W\u00fcrfel erweitert. Jetzt gibt es schwarze W\u00fcrfel mit zwei Symbolen f\u00fcr Warmduscher, die alternativ f\u00fcr eines der beiden Symbole eingesetzt werden k\u00f6nnen, und vor allem f\u00fcr das zweite Symbol, wenn das zuerst gew\u00e4hlt Symbol leer ausgegangen ist. Und eine weitere W\u00fcrfelfarbe gibt es auch noch, ich habe aber vergessen, welche von den vorhandenen hundert W\u00fcrfelfarben das jetzt war.<\/p>\n<p>G\u00fcnther bekam eine vorteilhafte (?) Startausstattung, w\u00fcrfelte sicher und gekonnt, so dass er bald mit doppelt so viel W\u00fcrfeln w\u00fcrfeln durfte wie seine Mitspieler und mit doppelt so viel Siegpunkten wie seine Mitspieler den Sieg davon trug. Ist \u201eRoll for the Galaxy\u201c vielleicht doch ein taktisch-strategisches Spiel?<\/p>\n<p><em>WPG-Wertung: Aaron: 7 (fr\u00fcher 5 Punkte f\u00fcr den Vorg\u00e4nger. [WS: Was ist eigentlich soviel besser?]), die anderen blieben bei ihrer Bewertung von 8, 7 bzw. 4 Punkten.<\/em><\/p>\n<p><strong>3. &#8220;Tiefseeabenteuer&#8221;<\/strong><\/p>\n<p>Ein h\u00fcbsches kleines W\u00fcrfelspiel mit nur zwei Hexaw\u00fcrfeln f\u00fcr alle (siehe Session-Report vom 16. 12.2016). Das W\u00fcrfeln und Tauchen und Sch\u00e4tze-Aufnehmen sowie das rechtzeitige Umkehren bevor der gemeinsame Sauerstoff-Vorrat knapp wird, bietet ein H\u00f6chstma\u00df an Interaktion. Selbst todgeweihte Spieler k\u00f6nnen noch ihren quicklebendig auftauchenden Mitspielern ans Leder gehen. Was will man mehr!<\/p>\n<p>Ein super Absacker! Macht Laune, macht Gaudi, ist toll: das waren unsere Eindr\u00fccke beim ersten Spielen. Sie sind geblieben.<\/p>\n<p><em>WPG-Wertung: Aaron, G\u00fcnther und Walter blieben bei ihren 8 Punkten, Moritz schloss sich an.<\/em><\/p>\n<p>F\u00fcr die Moritz\u2019sche Sieger-Statistik: Heute trug G\u00fcnther dreimal den Sieg davon!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eDas W\u00fcrfelspiel, und dar\u00fcber muss man sich schon wundern, betreiben sie (die Germanen) schon n\u00fcchtern als etwas Ernsthaftes.\u201c (Tacitus) 1. &#8220;Valetta&#8221; Ein Spiel von Stefan Dorra, oder von Hans im Gl\u00fcck, in jedem Fall eine solide Ware, funktionelles Design, stimmige Idee und professionelle Spielausstattung. 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