{"id":2591,"date":"2017-12-16T21:17:55","date_gmt":"2017-12-16T20:17:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/?p=2591"},"modified":"2017-12-24T10:20:38","modified_gmt":"2017-12-24T09:20:38","slug":"13-12-2017-rajas-und-andere-koenigliche-hoheiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2017\/12\/16\/13-12-2017-rajas-und-andere-koenigliche-hoheiten\/","title":{"rendered":"13.12.2017: Rajas und andere k\u00f6nigliche Hoheiten"},"content":{"rendered":"<p>Weihnachten steht vor der T\u00fcr. Zum Fest der Liebe ein paar Richtungstendenzen f\u00fcr ein erfolgreiches Liebesspiel<\/p>\n<ul>\n<li>wie mit einem Ball, den wir uns zuwerfen<\/li>\n<li>wie einen Dialog von Shakespeare oder ein Duett von Mozart, also etwas auff\u00fchren<\/li>\n<li>wie Schach, mit dem Ziel, den anderen unter zu kriegen<\/li>\n<li>wie ein Spiel: spielerische Ausprobierens bevor es gemeinsam ans Regelstudium geht.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>1. &#8220;Rajas of the Ganges&#8221;<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_2593\" aria-describedby=\"caption-attachment-2593\" style=\"width: 550px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2017\/12\/16\/13-12-2017-rajas-und-andere-koenigliche-hoheiten\/rajasoftheganges\/\" rel=\"attachment wp-att-2593\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-2593\" src=\"http:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/RajasOfTheGanges.jpg\" alt=\"\" width=\"550\" height=\"535\" srcset=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/RajasOfTheGanges.jpg 550w, https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/RajasOfTheGanges-150x146.jpg 150w, https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/RajasOfTheGanges-300x292.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 550px) 100vw, 550px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-2593\" class=\"wp-caption-text\"><br \/>Rajas \u2013 Szenerie: Ein Elefant als Startspielermarker<\/figcaption><\/figure>\n<p>Ein \u00fcppiges Workerplacement-Spiel mit einem pfiffigen integrierten W\u00fcrfelnutzmechanismus. Wir setzen unsere zun\u00e4chst 3, sp\u00e4ter bis zu 5 Worker pro Runde auf insgesamt 32 (vielleicht habe ich mich verz\u00e4hlt) verschiedenen Arbeitspl\u00e4tzen ein, um sie dort f\u00fcr uns werkeln zu lassen. Um unsere Arbeiter aber irgendwo einsetzen zu d\u00fcrfen, brauchen wir in der Regel noch einen W\u00fcrfel, meist mit einer bestimmten Farbe und \/ oder einer bestimmten Augenzahl.<\/p>\n<p>Zu Beginn ist jeder Spieler mit 4 W\u00fcrfeln ausgestattet; diese W\u00fcrfel sind aber blitzschnell verbraucht, und deshalb sind alle Spieler st\u00e4ndig darum bem\u00fcht, sich neue W\u00fcrfel zu besorgen. Trivial sind dazu die \u201ew\u00fcrfellosen\u201c Arbeitspl\u00e4tze auf der \u201eTerrasse\u201c: hier setzt man einen Worker ein und bekommt daf\u00fcr dann einen W\u00fcrfel in einer beliebig w\u00e4hlbaren Farbe. Oder man setzt einen Worker und einen W\u00fcrfel mit definierter Farbe ein und bekommt daf\u00fcr zwei W\u00fcrfel einer anderen, definierten Farbe. Magere Bilanz: ein W\u00fcrfel pro Worker. Doch in diesen sauren Apfel m\u00fcssen aller Spieler fr\u00fcher oder sp\u00e4ter bei\u00dfen, \u00f6fters als es ihnen bei den sonstigen verlockenden Angeboten auf dem Spielplan lieb ist.<\/p>\n<p>Etwas lukrativer ist die \u201eT\u00e4nzerin\u201c im \u201ePalast\u201c. Sie muss allerdings mit einem W\u00fcrfel der Augenzahl 2 bedient werden. Dann spuckt sie zwei W\u00fcrfel von frei w\u00e4hlbaren Farben aus (also auch nur 1 W\u00fcrfel mehr, als man eingesetzt hat); zus\u00e4tzlich aber bekommt man noch ein verdeckt gezogenes \u201eErtragspl\u00e4ttchen\u201c mit einem Sonderbonus, das in fast 50% aller F\u00e4lle aus einem weiteren W\u00fcrfel besteht, oder aber aus 3 Geldeinheiten, die eine ebenfalls sehr begehrenswerte Entwicklungshilfe darstellen. G\u00fcnther gab jedenfalls die Devise aus, dass die T\u00e4nzerin die beste Investition des gesamten Spiels darstellt; entsprechend wurde sie in jeder Runde sofort als erstes besetzt, sofern wenigstens einer der Spieler einen W\u00fcrfel mit der Augenzahl 2 besa\u00df.<\/p>\n<p>Worum geht es \u00fcberhaupt in Rajas? Um Geld und um Siegpunkte. Beides ist gleich viel wert; sobald ein Spieler in der Summe von beiden 120 Einheiten besitzt, ist das Spielende eingel\u00e4utet oder bereits erreicht.<\/p>\n<p>Siegpunkte erzielen wir, wenn wir unsere Worker als Freimaurer einsetzen und mit ihrer Hilfe (sowie mit \u201eW\u00fcrfelgeld\u201c) auf unserem privaten Spielertableau Landschaftspl\u00e4ttchen mit Wegen, Geb\u00e4uden und M\u00e4rken errichten lassen. Je nach unserem individuellem \u201eWertungspegel\u201c bekommen wir f\u00fcr einen gebautem Geb\u00e4udetyp 2 bis 4 Siegpunkte auf unserem Konto gutgeschrieben. Manche Landschaftspl\u00e4ttchen erhalten gleich zwei Geb\u00e4ude, die k\u00f6nnen dann u.U. auch gleich doppelt so viele Siegpunkte einbringen.<\/p>\n<p>Geld erhalten wir, wenn wir \u2013 irgendwann mal im Laufe des Spiels &#8211; auf unserem Landschaftspl\u00e4ttchen \u201eM\u00e4rkte\u201c errichtet haben und unsere Worker als Handler losschicken, um unsere Waren zu verkaufen. Es gibt bescheidene feste Preise daf\u00fcr, kein schnelles Wuchergeld, aber Kleinvieh macht auch Mist. Wer die \u201eGeldstrategie\u201c gefahren ist und sich viele M\u00e4rkte zugelegt hat, der kann ab dem Mittelteil des Spiels schon mal leicht 8 oder 10 Geldeinheiten pro Worker in die Scheune bringen; daf\u00fcr braucht er nicht einmal \u00fcberm\u00e4\u00dfig hohe Augenzahlen auf seinen W\u00fcrfeln.<\/p>\n<p>Um dem W\u00fcrfelgl\u00fcck noch ein Schnippchen schlagen zu k\u00f6nnen, gibt es einen Arbeitsplatz, auf dem man beliebig viele seiner W\u00fcrfel nochmals neu ausw\u00fcrfeln darf. Man bekommt als Trostpreis dazu sogar noch zwei Geldeinheiten geschenkt. Wem das Neuw\u00fcrfeln zu risikoreich ist, darf auch eine Karma-Einheit opfern, um einen W\u00fcrfel auf seine Kehrseite zu drehen: aus 1 mach\u2019 6 oder aus 2 mach\u2019 5.<\/p>\n<p>Geld, Siegpunkte und W\u00fcrfel werden aber nicht nur durch hartes Malochen erworben, sie werden auch als Geschenke f\u00fcr das Erreichen bestimmter Grenzwerte an Punkten oder Geld kostenslos unter die Leute gebracht. Hier muss vor allem auch der \u201eGanges\u201c erw\u00e4hnt werden, der sich wie ein Geschenkband \u00fcber das Spielbrett windet, und wo f\u00fcr jeden Abschnitt, den man hier \u2013 per Worker plus W\u00fcrfel im \u201eHafen\u201c \u2013 vorw\u00e4rtspaddelt, neue h\u00fcbsche Geld-Siegpunkt-W\u00fcrfel-Belohnungen auf uns warten.<\/p>\n<p>Alles ist weihnachtlich gestimmt, es gibt nur gute Z\u00fcge, keine Aggression und nur sehr beschr\u00e4nkte Konkurrenz. H\u00fcbsch und friedlich.<\/p>\n<p><em>WPG-Wertung: Aaron: 7 (der W\u00fcrfelmechanismus ist h\u00fcbsch, das Spiel aber zu fieselig, es gibt zu viele \u2013 kleinliche \u2013 Mechanismen, auf die [auf deren Ertr\u00e4ge] man achten muss), G\u00fcnther: 8 (kein echter Aufbaumechanismus, die Steigerung ist eher linear, man sollte sich auf wenige \u2013 der vielen angebotenen \u2013 Mechanismen konzentrieren), Walter:7 (konstruktiv, h\u00fcbsche Designerarbeit, gut ausbalanciert, allerdings mit nur beschr\u00e4nkter Interaktion; als Solit\u00e4r-Spiel bek\u00e4me das Spiel 8 bis 9 Punkte).<\/em><\/p>\n<p><strong>2. &#8220;Azul&#8221;<\/strong><\/p>\n<p>Nach dem friedlichen \u201eRaja\u201c in einer friedlichen Dreierrunde wollte Walter jetzt noch einmal die h\u00fcbschen Azul-Edelsteine von letzter Woche als friedliche H\u00e4ndeschmeichler auf den Tisch bekommen. Allseitiges friedliches Einverst\u00e4ndnis.<\/p>\n<p>Wir fingen auch in unserer heutigen 3er Runde mit 9 Tellern an, doch bald d\u00e4mmerte uns, dass dadurch mit den 36 neuen Steinen pro Runde die Kapazit\u00e4t unserer Lager wohl die einzige Herausforderung des Spiels geworden sei. 45 Pl\u00e4tze gibt es insgesamt, davon ist zu Beginn jeder Runde wohl die H\u00e4lfte noch belegt: da wird ausschlie\u00dflich Gl\u00fcck und Erfolg beim Vermeiden der Schutthalde \u00fcber Sieg oder Niederlage entscheiden.<\/p>\n<p>Das kann doch nicht der Sinn von \u201eAzul\u201c sein! Ist es auch nicht! Bei 3 Spielern gibt es nur 7 Teller, und mit den jetzt nur noch 28 neuen Steinen pro Runde konnte jeder wieder konstruktiv nach einer optimalen F\u00fcllung seiner Lager ausschauen. Und wieder bew\u00e4hrte es sich, den Strafpunkt f\u00fcr das erste Sich-Bedienen aus der Tischmitte nicht allzu tragisch zu nehmen; eine einigerma\u00dfen passend gef\u00fcllte Tischmitte und der Vorteil des Startspieler-Seins in der n\u00e4chsten Runde, ist wesentlich mehr wert.<\/p>\n<p>Wir spielten mit der \u201eExpertenregel\u201c: die Farben im Wandmosaik waren nicht fest vorgegeben, sondern konnten in beliebiger Kombination eingef\u00fcllt werden. F\u00fcr die Mathematiker stellte sich damit sofort die Frage: Kann es, bei ungl\u00fccklichem F\u00fcllen des Wandmosaiks, zu einem Deadlock kommen, d.h. zu einer Situation, bei der man die letzte Kachel nicht mehr in das Mosik einf\u00fcgen kann, weil die daf\u00fcr vorgesehene Farbe in den benachbarten Zeilen oder Spalten bereits vorgesehen ist?<\/p>\n<p>Kann es nicht! Hier der Gegenbeweis. (F\u00fcr Dich,G\u00fcnther):<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2017\/12\/16\/13-12-2017-rajas-und-andere-koenigliche-hoheiten\/azulfuellung\/\" rel=\"attachment wp-att-2594\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-2594\" src=\"http:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/AzulFuellung.jpg\" alt=\"\" width=\"189\" height=\"380\" srcset=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/AzulFuellung.jpg 189w, https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/AzulFuellung-75x150.jpg 75w, https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/AzulFuellung-149x300.jpg 149w\" sizes=\"auto, (max-width: 189px) 100vw, 189px\" \/><\/a><br \/>\nOhne Beschr\u00e4nkung der Allgemeinheit kann man diese diskriminierende Situation abbilden als eine Situation, wo in den ersten vier Spalten der ersten Zeile des Mosaiks die Farben F1 bis F4 untergebracht sind, das Feld in der f\u00fcnften Spalte ist das noch freie kritische Feld, und in der f\u00fcnften Spalte der zweiten Zeile liegt die Farbe F5; die restlichen Felder x des Mosaiks seien passend gef\u00fcllt (Bild 1).<\/p>\n<p>Damit w\u00e4ren alle weiteren Felder der Zeile 2 und der Spalte 5 f\u00fcr die Farbe F5 gesperrt (rote Felder in Bild 2).<\/p>\n<p>Damit m\u00fcssten in den drei Zeilen 3 bis 5 (gr\u00fcne Felder in Bild 3) viermal die Farbe F5 untergebracht sein, und zwar so, dass sie in keiner Zeile doppelt vorkommt. Das ist ein Widerspruch. Daraus folgt, die geschilderte Ausgangssituation ist nicht m\u00f6glich. Daher gibt es keinen Deadlock. Q.e.d.<\/p>\n<p><em>WPG-Wertung: keine \u00c4nderung unserer Noten zwischen 7 und 8 Punkten.<\/em><\/p>\n<p><strong>3. &#8220;Majesty: For the Realm&#8221;<\/strong><\/p>\n<p>In der Tischmitte liegen in Reih und Glied 6 Berufskarten, davon d\u00fcrfen wir uns pro Zug eine nehmen. Die erste kostet nix, die zweite 1 Geld, etc, die sechste kostet 5 Geld. Insgesamt haben hat jeder von uns 5 Geld. Nehmen wir also die teuerste Berufskarte, so sind wir zun\u00e4chst mal pleite und m\u00fcssen in unseren n\u00e4chsten Z\u00fcgen bis auf Weiteres die kostenlose erste Karte nehmen. Nicht nur die Schwaben unter uns Spielern nehmen hier vorzugsweise die billigste (= kostenlose) Karte.<\/p>\n<p>Die gew\u00e4hlte Berufskarte legen wir in dasjenige unserer privaten Geb\u00e4ude, das f\u00fcr diese Berufsgruppe vorgesehen ist: die M\u00fcllerin kommt in die M\u00fchle, der Brauer in die Brauerei, die Hexe ins Hexenhaus, der W\u00e4chter in den Wachtturm, der Soldat ins Mordhaus, der Gastwirt in die Taverne und die Prinzessin ins Schloss.<\/p>\n<p>Und jetzt kommt das Spannende. Beim Einf\u00fcgen der Berufskarten in das jeweilige Geb\u00e4ude werden vorgegebene Effekte ausgel\u00f6st: jede M\u00fcllerin (bereits vorhandene und die neue) bringt 2 Siegpunkte, jeder Brauer bringt 2 Siegpunkte plus 1 Geldeinheit und f\u00fcr alle Spieler, die bereits eine M\u00fcllerin besitzen, 2 Siegpunkte. Der Mordbube bringt 3 Siegpunkte und zugleich schl\u00e4gt er bei allen Mitspielern, die zu wenig W\u00e4chter haben, eine Berufskarte lazarettreif. Jede Hexe bringt f\u00fcr jede M\u00fcllerin, jeden Brauer und jede weitere Hexe 2 Siegpunkte, au\u00dferdem heilt sie eine Berufskarte aus dem Lazarett. Und so weiter und so fort.<\/p>\n<p>Jede neu gekaufte Berufskarten l\u00f6st die Effekte aus, die Spieler kassieren ihre Siegpunkte, bringen sich ins Lazarett oder wieder heraus, und am Ende hat einer gewonnen.<\/p>\n<p>Wer? Nat\u00fcrlich der, der die meisten Siegpunkte angeh\u00e4uft hat, wobei gut gef\u00fcllte Geb\u00e4ude am Ende ebenfalls noch erhebliche Mengen von Siegpunkten abwerfen. Doch wie h\u00e4uft man die meisten Siegpunkte an?<\/p>\n<p>Die Hexen-Strategie scheint recht erfolgsversprechend zu sein, immerhin sch\u00fcttet sie \u2013 zus\u00e4tzlich zur Heilung aus dem Lazarett \u2013 f\u00fcr drei verschiedene Berufskarten Siegpunkte aus. Die K\u00f6nigsklasse ist auch nicht schlecht. Zumindest wenn man die B-Seite der Geb\u00e4ude spielt und eine Menge Halbtoter im Lazarett hat, die werden n\u00e4mlich von Prinzessinen besonders gesch\u00e4tzt. (Nicht erst seit den Zeiten von Tristans Vater.) Dagegen verbreitet die Mordbuben-Strategie keinen gr\u00f6\u00dferen Terror. Die Hexe bringt alles wieder ins Lot.<\/p>\n<p>Und wie f\u00e4hrt man die Hexen-Strategie? Man mischt die Berufskarten und legt sie derart aus, dass immer dann, wenn man am Zug ist, eine passende Hexenkarte an zugreifbarer Stelle liegt, die aber von allen anderen Mitspielern als unber\u00fchrbar eingesch\u00e4tzt wurde. Und in seinem allerletzten Zug rechnet man aus, welche der erschwinglichen Karten f\u00fcr einem selbst die meisten Pluspunkte und f\u00fcr den sch\u00e4rfsten Konkurrenten die meisten Minuspunkte einbringt. Diese nimmt man dann. Das kann nat\u00fcrlich eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen, aber f\u00fcr Majest\u00e4ten darf man diese ausnahmsweise mal opfern. Vielleicht macht es den Mitspielern sogar Spa\u00df, hier mitzuhelfen und mitzurechnen.<\/p>\n<p>Walter hat in seinem allerletzten Zug nur seine eigenen Pluspunkte maximiert, nicht aber die Summe mit den damit verbundenen m\u00f6rderischen Minuspunkten f\u00fcr G\u00fcnther. So wurde G\u00fcnther Sieger. Spricht das f\u00fcr die intellektuelle Herausforderung von \u201eMajesty\u201c? Eher nicht.<\/p>\n<p><em>WPG-Wertung: Aaron: 5 (das Spielgeschehen wird mehr oder weniger ausschlie\u00dflich vom Gl\u00fccksfaktor bestimmt, wann die verschiedenen Karten auftauchen), G\u00fcnther: 5 (nur mit guten Willen), Walter: 5 (l\u00e4ppisches Spielgeschehen, keine Herausforderung, man lebt von der Hand in den Mund).<\/em><\/p>\n<p>Einen ganzen Punkt weniger als die bisher schlechteste Wertung f\u00fcr ein HiG-Spiel. Das ist das unausweichliche Schicksal eines Verlages, der mal wieder auf die Pr\u00e4mie zum \u201eFamilienspiel des Jahres\u201c schielt. Und dann sage noch mal jemand, wir seinen HiG-minded!<\/p>\n<p>Bei genauerem Nachschauen in unserem Archiv, habe ich jetzt aber doch noch vier HiG-Spiele entdeckt, die noch schlechter bewertet wurden als \u201eMajesty\u201c. Die beiden letzten Pl\u00e4tze nehmen ein:<br \/>\n\u201eMaestro\u201c von Rudi Hoffmann mit 3,3 Punkten, f\u00fcr das Moritz eine wundersch\u00f6ne Kritik am musikalischen Material geschrieben hat, \u201eFjorde\u201c von seligen Franz-Benno Delonge, das G\u00fcnther (!) mit 4 Punkte in die Pfanne gehauen hat. Ohne Report.<\/p>\n<p>Aber ansonsten k\u00f6nnen wir ruhig zugeben, das der Charakter der bei HiG erschienenen Spiele in der Regel unserem Geschmack entspricht. Trotz \u201eMaestro\u201c und \u201eFjorde\u201c liegt der Durchschnitt aller HiG-Spiele auf unserer Seite bei 6,75 Punkten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Weihnachten steht vor der T\u00fcr. 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