{"id":2627,"date":"2018-02-23T01:31:20","date_gmt":"2018-02-23T00:31:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/?p=2627"},"modified":"2018-02-27T09:04:25","modified_gmt":"2018-02-27T08:04:25","slug":"21-02-2018-safehouse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2018\/02\/23\/21-02-2018-safehouse\/","title":{"rendered":"21.02.2018: Safehouse"},"content":{"rendered":"<p><strong>1. &#8220;Safehouse&#8221;<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_2634\" aria-describedby=\"caption-attachment-2634\" style=\"width: 550px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2634 size-full\" src=\"http:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Safehouse.jpg\" alt=\"\" width=\"550\" height=\"432\" srcset=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Safehouse.jpg 550w, https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Safehouse-150x118.jpg 150w, https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/Safehouse-300x236.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 550px) 100vw, 550px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2634\" class=\"wp-caption-text\">Hektische Planung im \u201eSafehouse\u201c<\/figcaption><\/figure>\n<p>Walter hatte das Spiel von Steffi, der charmanten Tochter einer Bridgepartnerin zur Begutachtung am Westpark geliehen bekommen. Schon beim Lesen der Spielregeln kamen ihm die Zweifel, ob er dieses Spiel seinen WPG-Genossen \u00fcberhaupt vorsetzen k\u00f6nne. Er f\u00fchlte per eMail vorsichtig vor (<em>\u201eziemlich \u00f6des &#8211; kooperatives Karten-Auslege- \/ Anlegespiel\u201c<\/em>). Aaron erl\u00f6ste ihn aus der Verlegenheit, einer jungen Dame einen Korb geben zu m\u00fcssen: Er hatte das Spiel vor einem Jahr in Brixen als Prototypen kennengelernt und war <em>\u201edaran interessiert, was daraus geworden ist\u201c<\/em>.<\/p>\n<p>Das eigentlich reine Kartenspiel ist in eine spannende Flucht-vor-dem-M\u00f6rder-Geschichte eingepackt, und es wird ein bemerkenswertes, aufw\u00e4ndig konstruiertes, mehrfach aufklappbares Spielbrett dazu geliefert, auf dem unser Fluchtweg eingezeichnet ist, sowie die Pl\u00e4tze f\u00fcr die verschiedenen Karten-Zieh- und Ablagestapel vorgegeben sind.<\/p>\n<p>Aus einem Handset von jeweils acht Karten spielen wir reihum in beliebiger Reihenfolge und Quantit\u00e4t zwei Arten von Karten aus. Die \u201eBewegungskarten\u201c erlauben uns, mit dem einen, gemeinsamen P\u00f6ppel eine bestimmte Anzahl von Feldern vorw\u00e4rts zu ziehen. Wir d\u00fcrfen allerdings erst vorw\u00e4rts ziehen, wenn wir die Bewegungskarte erf\u00fcllt haben. Dazu m\u00fcssen wir ihr eine jeweils vorgebene Anzahl von \u201eErf\u00fcllungskarten\u201c, zwei bis sechs St\u00fcck, in einer vorgegebenen Farbzusammensetzung beilegen. Mit aufsteigenden Zahlenwerten zwischen 1 und 15. Jeder darf bei jedem Mitspieler an die bereits ausliegenden Bewegungskarten anlegen. (Bei uns hatte jeder Spieler die von ihm ausgespielten Bewegungskarten vor sich selber liegen. Eigentlich h\u00e4tten wir sie alle der besseren \u00dcbersicht wegen auch in die Mitte legen k\u00f6nnen.)<\/p>\n<p>Warum ziehen wir eigentlich vorw\u00e4rts? Wir wollen \/ m\u00fcssen mit unserem P\u00f6ppel eine bestimmte Anzahl von Feldern zur\u00fcckgelegt haben, bevor der uns M\u00f6rder einholt und abmurkst. Der M\u00f6rder bewegt sich auf dem gleichen Fluchweg hinter uns her. Er geht vorw\u00e4rts, wenn wir beim Nachziehen von Erf\u00fcllungskarten auf dort in zuf\u00e4lligem Abstand hineingelegte \u201eM\u00f6rderkarten\u201c sto\u00dfen. Die M\u00f6rder-Schrittweite liegt in der Regel zwischen 1 und 3, kann aber bei einer ungl\u00fccklichen (bzw. bl\u00f6dsinnigen) Auslage von Bewegungskarten 5 und mehr Felder betragen. Mit solchen Riesenschritten h\u00e4tte der M\u00f6rder in Windeseile den Start-Abstand Felder zwischen sich und unserem P\u00f6ppel bew\u00e4ltigt und das Spiel ist aus. Alle haben verloren. Wenn wir beim Anlegen unserer Erf\u00fcllungskarten in arithmetische oder farbliche Schwierigkeiten geraten und zu langsam spielen, holt uns der M\u00f6rder ebenfalls ein, er darf n\u00e4mlich alle 2 Minuten ein Feld vorw\u00e4rts ziehen. F\u00fcr die Zeitmessung ist eigens eine Sanduhr mitgeliefert; aber selbstverst\u00e4ndlich haben wir es uns nicht nehmen lassen, die zugeh\u00f6rige M\u00f6rdermusik aus dem Internet herunterzuladen und uns die 2-Minuten Zeitabst\u00e4nde per Hornsignal zuliefern zu lassen.<\/p>\n<p>Zweimal versuchten wir, das \u201eSafehouse\u201c zu erreichen. Beides Male ist es uns nicht gegl\u00fcckt. Warum?<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich muss man die T\u00fccken dieses Spieles einmal kennengelernt haben, um bestimmte Fehler zu vermeiden.<\/p>\n<ol>\n<li>Man sollte keine Bewegungskarte erf\u00fcllen, wo unser P\u00f6ppel auf einem Feld landet, das auch dem M\u00f6rder erlaubt einen Schritt vorw\u00e4rts zu gehen. (Trivial! Aber beim ersten Versuch haben wir hier zweimal nicht aufgepasst.)<\/li>\n<li>Da der M\u00f6rder, egal, welchen Vorsprung unser P\u00f6ppel erzielt hat, viermal \u2013 bei jedem Kapitelende \u2013 wieder auf einen festen, von Kapitel zu Kapitel sogar abnehmenden Abstand zu uns wieder neu aufgesetzt wird, sollten wir nicht mit allzu \u00fcberfl\u00fcssigem Vorsprung das Kapitelende angehen. Dann lieber eine fast-erf\u00fcllte Bewegungskarte aufheben und damit beim Kapitelwechsel sofort unseren Abstand auf eine sicherere Gr\u00f6\u00dfe erh\u00f6hen. Da muss man aber erst einmal draufkommen: Ei des Kolumbus. Aaron kam drauf, er verriet uns diese z\u00fcndende Idee allerdings erst, als wir &#8211; partiell emotionslos &#8211; zweimal verloren hatten.<\/li>\n<li>Es gibt bestimmte M\u00f6rderkarten, nach denen der M\u00f6rder soviele Felder vorw\u00e4rts \u2013 oder sogar noch ein Feld mehr &#8211; gehen darf, wie wir unerf\u00fcllte Bewegungskarten vor uns liegen haben. Vier Mitspieler, jeder wollte mindestens eine Karte vor sich liegen haben, da konnte der Verfolger beim Aufdecken dieser M\u00f6rderkarten gleich 5 Felder vorw\u00e4rts gehen. Wenn man das begriffen hat \u2013 das ist ja nicht schwer \u2013 dann koordiniert man das Auslegen von Bewegungskarten, d.h. man fragt seine Mitspieler, ob man noch eine weitere solcher Karten legen soll. \u2013 Aber wann fragt man schon am Westpark sich gegenseitig, wie man spielen soll?!<\/li>\n<\/ol>\n<p>Die Planungen nach Punkt 2 und 3 erfordern nat\u00fcrlich eine gewisse Abstimmungszeit. Eigentlich m\u00fcsste man in Ruhe jede einzelne Bewegungskarte, ihre Erf\u00fcllungschancen, die aktuell verf\u00fcgbaren Erf\u00fcllungskarten, den Abstand bis zum Kapitelende und den Abstand des M\u00f6rders von unserem P\u00f6ppel gegeneinander abw\u00e4gen. Dagegen spricht aber die Uhr, der 2-Minutentakt, nach dem der M\u00f6rder automatisch vorw\u00e4rts geht. Wer entsprechend veranlagt ist, genie\u00dft diese hektische Koordinationsplanung. Wir in Summe nicht.<\/p>\n<p>Zu der knappen Zeit kam bei uns noch hinzu, dass Walter nicht die empfohlene Einf\u00fchrungsversion spielen wollte, sondern gleich den \u201eBig Thrill\u201c. Ihm war bereits nach dem Regelstudium klar geworden, dass er das Spiel nur ein einziges Mal am Westpark spielen w\u00fcrde. Da wollte er der charmanten Steffi doch schon ein etwas fundierteres Urteil \u00fcber die Elemente und das Spielgef\u00fchl von \u201eSafehouse\u201c mitgeben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>In der \u201eBig Thrill\u201c Variante haben die Spieler nicht nur die Aufgabe, das \u201eSafehouse\u201c zu erreichen, sie m\u00fcssen mit ausgespielten Erf\u00fcllungskarten auch noch 20 von 25 Chips verschiedener Typen jeweils genau eine ungerade Zahl oft umdrehen, bis von jedem Typ nur noch ein einziger nicht-umgedrehter (oder eine gerade Anzahl oft umgedrehter) Chip \u00fcbrig ist. Die unterschiedlichen Chips sind sehr schwer zu erkennen, genauso die Angabe der Chips (1 bis 3 St\u00fcck), die pro Erf\u00fcllungskarte umgedreht werden m\u00fcssen. Allein das Suchen und Finden der einzelnen Chip-Positionen hat uns mehr Zeit gekostet, als wir uns f\u00fcr eine zielf\u00fchrende Planung g\u00f6nnen wollten.<\/p>\n<p>Es kam ein aggressive Stimmung auf. Aaron h\u00e4tte Walter fast die Augen ausgekratzt, als dieser eine rote 9 als die vorletzte Erf\u00fcllungskarte gelegt hat. Walter f\u00fchlte sich zu Unrecht angegriffen, denn wenn es noch 5 h\u00f6here rote Erf\u00fcllungskarten gibt als seine 9, und durchschnittlich jeden Moment ein Drittel aller Erf\u00fcllungskarten in den H\u00e4nden der Spieler sind, dann ist die Wahrscheinlichkeit daf\u00fcr, dass mindestens ein Mitspieler eine der h\u00f6heren Karten hat, doch deutlich \u00fcber 60 Prozent.<\/p>\n<p>Nach dem Spiel gab es einen weiteren aggressiven Disput zwischen Aaron und Walter, ob das Spiel jetzt trivial ist oder nicht. Aaron pl\u00e4dierte vehement f\u00fcr die Nicht-Trivialit\u00e4t, schlie\u00dflich h\u00e4tten wir zweimal verloren. Walter pl\u00e4dierte ebenso vehement f\u00fcr die Trivialit\u00e4t, schlie\u00dflich geht es bei den einfachen Anlegeregeln nur um die Beherrschung des Zahlenraums von 1 bis 15. Erste Klasse Grundschule. Und schlussendlich ist auch Lotto unbestritten ein triviales Spiel, obwohl er noch nie dabei einen Sechser erzielt hat.<\/p>\n<p>Um Walters Triviat\u00e4ten-Aussage zu st\u00fcrzen (mit \u201er\u201c), berief sich Aaron auch noch auf Walters angeblich schlechte Benotung von \u201eHanabi\u201c. Ein Blick in unsere Rangfolgetabelle konnte diese Aussage aber umgehend als verleumderische Unterstellung abschmettern.<\/p>\n<p>G\u00fcnther und Moritz h\u00f6rten sich stillschweigend aber \u00fcberrascht bis entsetzt diesen Disput an, bis Moritz dazu dr\u00e4ngte, das n\u00e4chste Spiel aufzulegen.<\/p>\n<p><em>WPG-Wertung: Aaron: 4 (der Wiederspielwert ist gering; das Chips-Handling fummelig), G\u00fcnther: 4 (das Spiel ist nix f\u00fcr mich), Moritz: 4 (spieltechnisch langweilig, die Musik dazu macht mich krank; lieber lege ich eine Patience), Walter: 3 (Kooperativ!! Zeitlimit!! Fieslig!! Trivial!!).<\/em><\/p>\n<p>Am Tag nach dem Spielabend fand G\u00fcnther im Internet eine enthusiastische Kritik zu \u201eSafehouse\u201c und fragte sich und uns, ob wir wirklich dasselbe Spiel gespielt haben. Dazu kam dann von Aaron folgende Antwort:<br \/>\n<em><br \/>\nHaben wir, und wenn ihr mich vorher um meine Meinung (allerdings zum Prototyp) gefragt h\u00e4ttet, h\u00e4tte ich \u00e4hnlich reagiert. Im Westpark funktionieren mit ganz wenigen Ausnahmen aber keine kooperativen Spiele. Das wurde gestern durch Kommentare wie &#8220;Ich habe nicht gespielt um zu gewinnen&#8221; und &#8220;Die Spielz\u00fcge sind l\u00e4ppisch, da brauchen wir uns nicht abstimmen.&#8221; Wohl sehr deutlich. Zweimal gespielt und zweimal verloren war die Konsequenz.<\/em><\/p>\n<p>Eine grunds\u00e4tzliche Aussage zu kooperativen Spielen im Allgemeinen und Safehouse im Besonderen:<\/p>\n<p>Kooperative Spiele sind, sollen sie gut sein, immer so angelegt, dass nur optimale Z\u00fcge zum Sieg f\u00fchren, Durchschnittsz\u00fcge M\u00dcSSEN zum Verlust f\u00fchren sonst funktioniert das Spiel nicht, weil zu einfach oder zu schwer. Mit Statistik statt Absprache kommt man nicht weit (&#8220;Mit 70% Wahrscheinlichkeit hat jemand anderes noch eine passende Karte&#8221;), denn damit spielt man durchschnittlich und gewinnt oder verliert immer.<\/p>\n<p>Safehouse ist da besonders knifflig, weil es zum Sieg notwendig ist, mit einem Minimum an Karten zu spielen. Das gelingt nur, wenn<\/p>\n<ol>\n<li>Die Spieler sich bei der Auslage von Kapitelkarten abstimmen. Karten mit hohen Anforderungen haben ein besseres Karten zu Schritte Verh\u00e4ltnis als solche mit niedrigen (G\u00fcnther hatte das gestern als einziger bemerkt), sind also besser. Allerdings muss man sich hier vor dem Ausspielen absprechen, damit nicht zu viele davon offen liegen, denn sie brauchen ja l\u00e4nger, um erf\u00fcllt zu werden.<\/li>\n<li>Das Spielen von Karten auf den Kapitelstapel(?) braucht gutes Timing. Hier fr\u00fchzeitig Karten zu spielen f\u00fchrt nur dazu, dass unn\u00f6tigerweise wieder neue Karten (und damit potenzielle T\u00e4terkarten) ins Spiel kommen. Eigentlich bietet sich das nur f\u00fcr Notf\u00e4lle an (auch hier biete sich eine Absprache an, wer denn gerade die notwendige Anzahl Karten auf der Hand vorh\u00e4lt, das k\u00f6nnen auch mehrere Spieler sein).<\/li>\n<li>Karten fr\u00fchzeitig auf den Sonderstapel f\u00fcr die 2. Schwierigkeitsstufe zu legen, ist kontraproduktiv. Diese Karten sind aus dem Spiel und reduzieren damit die Anzahl der &#8220;guten&#8221; Karten im Nachziehstapel. Besser ist es, die auf der Hand zu halten und sich laufend dar\u00fcber abzusprechen, wer welche Pl\u00e4ttchen im letzten oder vorletzten Kapitel damit umdrehen wird.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Was haben wir gestern falsch gemacht:<\/p>\n<ol>\n<li>keinerlei Absprache<\/li>\n<li>gleich die 2. Schwierigkeitsstufe gew\u00e4hlt, obwohl wir noch nicht einmal die Mechanismen der 1. verstanden hatten<\/li>\n<li>unn\u00f6tig viele Karten rausgehauen und damit nach dem Neumischen das Verh\u00e4ltnis guter zu schlechten Karten verschlechtert (Konsequenz von 2.)<\/li>\n<\/ol>\n<p>Zeit hatten wir in beiden Spielen genug, d.h. wir h\u00e4tten uns durchaus abstimmen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ist alles meine Meinung und meine Interpretation von vielleicht 6 Spielen, die ich insgesamt gespielt habe. In anderen Runden funktioniert&#8217;s jedenfalls und macht auch Spa\u00df.<\/p>\n<p>Diese Positionierung kommentierte G\u00fcnther mit folgender Stellungnahme:<br \/>\n<em><br \/>\nF\u00fcr kooperative Spiele der Art \u201eoptimale L\u00f6sung\/Weg etc\u201c (wie bei Safehouse) gelten deine Aussagen auf jeden Fall! (Es gibt aber nat\u00fcrlich auch andere koop. Spiele).<\/em><\/p>\n<p>Was aber nicht sein muss, ist die Hektik (insbesondere dann nicht, wenn die Zeit sowieso ausreicht). &#8230; Also Zeitbegrenzung weglassen!<\/p>\n<p>Die unlesbaren Scheiben (2. Stufe) weglassen oder anders l\u00f6sen (Da wurde wieder das Thema priorisiert und nicht die Spielbarkeit).<\/p>\n<p>\u201eMan darf nur ungenau \u00fcber seine Karten reden\u201c: ist generell ein Problem. Warum ist das \u00fcberhaupt n\u00f6tig?<\/p>\n<p>Aber das ist nur meine Meinung\/Geschmack &#8211; in anderen Runden mag das gut funktionieren.<\/p>\n<p><strong>2. &#8220;Texas Showdown&#8221;<\/strong><\/p>\n<p>In der heutigen 4er Runde haben die Strategen von letzter Woche ihren Frieden mit dem Spiel gemacht. Kartenpflege und Winkelz\u00fcge schienen ihnen in der gr\u00f6\u00dferen Runde leichter anbringen zu sein. In einer Statistik-Beziehung haben sie auf alle F\u00e4lle recht: W\u00e4hrend in der 3er Runde der durchscnittliche Frustfaktor bei 33 Prozent liegt, ist er in der 4er Runde auf 25 Prozent gefallen. In einer 6er Runde, f\u00fcr soviel Mitspieler geht das Spiel n\u00e4mlich, sind es sogar nur 16 Prozent, w\u00e4hrend 84 Prozent aller Spieler sich bei jedem einzelnen Stich, und dann auch noch einmal in der Gesamtheit der Stiche, dar\u00fcber freuen, dass es einen anderen erwischt hat.<\/p>\n<p>Wir haben zumindest viel gelacht und die aggressive Stimmung aus \u201eSafehouse\u201c war wie weggeblasen.<\/p>\n<p><em>WPG-Wertung: Aaron: 6 (1 Punkt mehr als letzte Woche), G\u00fcnther: 6 (2 (ZWEI Punkte mehr als letzte Woche), Moritz: 6 (das Spiel ist OK, die KI sollte leicht zu programmieren sein, es gibt immer wieder den besten Zug. [AbN: Hallo Moritz, kannst Du auch noch einen Satz \u00fcber die Programmierbarkeit der KI f\u00fcr \u201eSafehouse\u201c abgeben]), Walter: 7 (1 Punkt mehr als letzte Woche, das schnelle Spiel mit seinen pfiffigen Karten-Rangfolge-Regeln besitzt einfach eine recht hohe Spa\u00df \/ Kosten Relation.)<\/em><\/p>\n<p><strong>3. &#8220;OTYS&#8221;<\/strong><\/p>\n<p>Moritz durfte heute auch dieses Spiel von letzter Woche noch kennenlernen. Wir anderen drei kannten uns schon mit dem Mechanismus aus und konnten eine Stunden lang unsere Taucher, den Fahrstuhl, mit dem sie sich zwischen Meer und Erdoberfl\u00e4che bewegten, die Sponsoren und ihre Mitgifte, sowie die anderen rationalen Spielelemente von \u201eOTYS\u201c planen und einsetzen. Moritz war aber schnell von Begriff und schaffte auf Anhieb den zweiten Platz.<\/p>\n<p>Sieger wurde Walter, der durch eine g\u00fcnstige Start-Konstellation von seinen Tauchern und dem Upgrade-Sponsor sogleich seine H\u00e4ndlerin upgraden konnte, und damit auf dem Markt ohne gr\u00f6\u00dfere M\u00fche seine Liquidit\u00e4tsprobleme l\u00f6sen konnte, w\u00e4hrend f\u00fcr alle anderen Mitspieler der Geldmangel stets ein Handicap blieb.<\/p>\n<p>Was k\u00f6nnen wir allerdings zur die intellektuelle Herausforderung von \u201eOTYS\u201c sagen, wenn G\u00fcnther nicht aufs Treppchen kam? Und wenn alle Spiele bis zum Schluss dicht beieinander lagen?<\/p>\n<p><em>WPG-Wertung: Moritz reihte sich mit seinen 6 Punkten in die Phalanx der anderen WPGler ein (das Spiel ist nicht schlecht, die Steuerung ist etwas m\u00fchsam, aber ich w\u00fcrde es \u2013 mit meinem jetzigen Know How &#8211; gerne noch einmal spielen).<\/em><\/p>\n<p><strong>4. &#8220;AZUL&#8221;<\/strong><\/p>\n<p>Als Moritz schon in der U-Bahn sa\u00df, g\u00f6nnten wir uns noch eine Runde mit unserem neuen Absacker-Favoriten. Wieder bewies es sich als Gewinner-Stratgie, so schnell wie m\u00f6glich die ersten Mosaiken aus der Tischmitte zu holen. Den dabei zugeschustert bekommenen einen Strafpunkt kann man beruhigt au\u00dfer Betracht zu lassen. Der Vorteil, in der n\u00e4chsten Runde als Erster, und statistisch gesehen auch am h\u00e4ufigsten, zugreifen zu k\u00f6nnen, wiegt den einen Strafpunkt bei weitem auf.<\/p>\n<p><em>Keine neue WPG-Wertung f\u00fcr ein 7 \u00bd Punkte Spiel.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. &#8220;Safehouse&#8221; Walter hatte das Spiel von Steffi, der charmanten Tochter einer Bridgepartnerin zur Begutachtung am Westpark geliehen bekommen. Schon beim Lesen der Spielregeln kamen ihm die Zweifel, ob er dieses Spiel seinen WPG-Genossen \u00fcberhaupt vorsetzen k\u00f6nne. Er f\u00fchlte per eMail vorsichtig vor (\u201eziemlich \u00f6des &#8211; kooperatives Karten-Auslege- \/ Anlegespiel\u201c). 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