{"id":2637,"date":"2018-03-09T10:13:19","date_gmt":"2018-03-09T09:13:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/?p=2637"},"modified":"2018-03-09T21:38:08","modified_gmt":"2018-03-09T20:38:08","slug":"07-03-2018-durchs-loch-rutschen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2018\/03\/09\/07-03-2018-durchs-loch-rutschen\/","title":{"rendered":"07.03.2018: Durchs Loch rutschen"},"content":{"rendered":"<p><em>\u201cErfolg oder Mi\u00dferfolg h\u00e4ngt davon ab, ob man mit den ausgeteilten Karten so gut spielt, wie es nur geht. Zahlreichen Menschen geht im Leben so manches daneben, weil sie eine Karte spielen wollen, die sie nicht haben, nach ihrer Meinung aber h\u00e4tten erhalten sollen.\u201c<\/em><br \/>\nUnbekannt<\/p>\n<p><strong>1. &#8220;The Mind&#8221;<\/strong><\/p>\n<p>Zum Warming-Up zog Aaron ein kleines Kartenspiel aus der Tasche. Jeder bekam eine Karte mit einer Zahl zwischen 1 und 100 auf die Hand. Jetzt sollte jeder in beliebiger Reihenfolge seine Karte spielen, aber am Ende sollten alle Karten der Gr\u00f6\u00dfe nach gespielt worden sein. Wenn das klappte, hatten wir alle gewonnen. Wenn es nicht klappte, hatten wir alle gemeinsam verloren. Ein kooperatives Spiel also. Dabei durfte aber keiner die Karten von einem Mitspieler sehen und keiner durfte durfte mit keinem reden! Kein Sterbensw\u00f6rtchen!<\/p>\n<p>Wie soll das funktionieren? Erste N\u00e4herung \u2013 aber vielleicht verrate ich damit schon zuviel von der L\u00f6sung \u2013 nach Gef\u00fchl. Wer eine niedrige Karte hatte, sollte sie halt relativ schnell spielen, wer eine Karte um die 50 herum hatte, sollte ein bisschen warten, und wer eine ganz hohe Karte sollte mit eisernen Nerven bis zum Schluss warten.<\/p>\n<p>Moritz war schnell bei der Sache und spielt seine Neun. Da hatten wir schon verloren, denn Walter war mit seiner Sechs zu langsam gewesen. \u2013 Aber wir hatten gl\u00fccklicherweise nur ein einziges Leben verloren. Vier Leben wurden uns zugestanden. Und f\u00fcr gutes Spiel bekommen wir ab und zu mal ein Leben dazu. Aber mit den vier oder mehr Leben m\u00fcssen wir nicht nur die jeweils eine Karte in den Spielerh\u00e4nden in der richtigen Reihenfolge spielen, sondern mehrere Runden und zwar mit jeweils steigender Kartenanzahl. Acht mal das Ganze! In der letzten Runde galt es also unter uns vier Spielern, vier mal acht, insgesamt 32 Karten, ohne jegliche verbale, mimische oder sonstwelche \u00e4u\u00dfere Koordination einzeln in der richtigen Reihenfolge auf den Tisch zu legen.<\/p>\n<p>Drei Karten lagen auf dem Tisch: 9, 15 und 17 (uff, gerade noch mal gut gegangen), da legte Aaron die 66 \u2013 und schon hatten wir wieder ein Leben verloren; entweder war Walter mit seiner 29 zu langsam oder Aaron mit seiner 66 zu schnell gewesen. Die beiden Kampfh\u00e4hne konnten das nicht einvernehmlich entscheiden. Nat\u00fcrlich flogen wieder ein paar verbale Fetzen, und Aaron lie\u00df es sich nicht nehmen, s\u00fcffisant zu konstatieren: \u201eDu hast das Spiel nicht verstanden.\u201c Nein, das hatte er nicht. Aaron wusste mehr, aber er war nicht bereit, mit der L\u00f6sung herauszur\u00fccken. Hallo liebe Leser, wisst Ihr jetzt schon, wie das Spiel funktionieren soll?<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen alle still vor uns hin im Sekundenrhythmus z\u00e4hlen! Und wer dabei gerade bei einer Zahl anlangt, die er auf einer seiner Karten hat, dann muss er diese Karte ausspielen. Dabei aber das Weiterz\u00e4hlen nicht vergessen. Wenn alle das gleichen Zeit-Takt-Gef\u00fchl haben, werden alle Zahlenkarten in der richtigen Reihenfolge gespielt. Leichte Unsch\u00e4rfen k\u00f6nnen durch die mehreren Leben und eine finale L\u00f6sungshilfe ausgeglichen werden.<\/p>\n<p>Walter war erbost, dass Aaron schon wieder (siehe \u201eSafehouse\u201c vom 21.Februar) die L\u00f6sung eines kooperativen Spiels kannte, sie seinen Mitstreitern aber vorenthielt. Er klinkte sich aus, auch nachdem Aaron die Sekundenz\u00e4hlerei propagiert hatte. Drei Spieler m\u00fchten sich noch einmal um den Sieg. Ich wei\u00df nicht mehr, wieviele Runden sie geschafft haben, meinem Gef\u00fchl nach waren es h\u00f6chstens vier. Danach wurde das Spiel abgebrochen oder verloren. &#8211; Obwohl sie so langsam das Motto des Spiels verinnerlicht hatten: <strong>\u201eLasst uns eins werden &#8230;\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Ein Party-Spielchen! Am Westpark! Unter lauter M\u00e4nnern! Von denen einer sogar nicht einmal gewinnen will! Das Warming-Up war restlos gegl\u00fcckt.<\/p>\n<p><em>WPG-Wertung: Aaron: 6 (eigentlich kein Spiel), Horst: keine Wertung, Moritz: kein Spiel, nur eine Party-\u00dcbung, Walter: kein Spiel.<\/em><\/p>\n<p><strong>2. &#8220;T.I.M.E Stories&#8221;<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-2646 size-full\" src=\"http:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/timestories.jpg\" alt=\"\" width=\"550\" height=\"313\" srcset=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/timestories.jpg 550w, https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/timestories-150x85.jpg 150w, https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/timestories-300x171.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 550px) 100vw, 550px\" \/><\/p>\n<p>Noch ein Kooperationspiel, diesmal von Moritz auf den Tisch gelegt. Aaron war schon im Vorfeld davon begeistert und freute sich \u00fcber die Qualen, die Walter dabei gleich auszustehen habe. Dieser gedachte an den Gleichmut, mit dem Sokrates den Schierlingsbecher getrunken hatte und gab w\u00e4hrend der gesamten folgenden zwei Stunden keinen Muckser des Unmutes von sich. Wir waren ja offiziell im Irrenhaus!<\/p>\n<p>Am Ende des Spielabends nahm Moritz sein Spiel gleich wieder mit nach Hause, so dass ich jetzt nur aus der Erinnerung ein paar Worte dar\u00fcber verlieren kann. Da ich dieses Spiel aber nicht lieben lernte, sollten alle, die dieses Spiel bereits jetzt schon m\u00f6gen oder die Absicht haben, es demn\u00e4chst zu m\u00f6gen, \u00fcber meine folgenden Zeilen lieber hinweglesen.<\/p>\n<p>In \u201eTime Stories\u201c sucht sich jeder Spieler einen Kampftypen nach optischem Gefallen oder nach dessen besonderen F\u00e4higkeiten im Zuschlagen, Schl\u00e4ge aushalten oder Schl\u00e4ge verzaubern aus. Gemeinsam m\u00fcssen wir uns dann durch eine Reihe von Kartensets von je 3 bis 6 Karten hindurcharbeiten.<\/p>\n<p>Jedes Kartenset wird offen ausgebreitet. Die Vorderseite der Karten zeigt irgendwelche Raumausstattungen mit und ohne Personen darauf. Meist Irre mit oder ohne Pflegepersonal! Wir k\u00f6nnen bzw. m\u00fcssen unsere Kampftypen nach Gutd\u00fcnken darauf verteilen, jeder auf eine eigene Karten oder mehrere auf eine. Wie wir das machen und warum wir das gerade so machen sollen, daf\u00fcr gibt es a priori keinerlei Hinweis, es ist aber entscheidend f\u00fcr den Erfolg.<\/p>\n<p>Alle Karten, auf denen mindestens ein Kampftyp steht, werden umgedreht; eine Text-Seite kommt zum Vorschein und der Mitspieler darf allen den Text vorlesen. (Urspr\u00fcnglich hatten wir sogar gedacht, der jeweilige Spieler m\u00fcsse den Text heimlich lesen und d\u00fcrfe den anderen nur so vage erz\u00e4hlen, was er davon verstanden hat. Aber hier hatte uns die gerade \u00fcberstandene Begegnung mit \u201eThe Mind\u201c irre gef\u00fchrt.) Der Text ist zu 90 Prozent Flavour-Text, Walter h\u00e4tte ihn am liebsten \u00fcbergangen, aber Moritz pochte aufs Vorlesen und kam besonders in Stimmung, wenn wir alle mal wieder <strong><em>\u201edurch ein enges Loch rutschen\u201c<\/em><\/strong> durften. Entscheidend waren aber nur jeweils die letzten beiden Zeilen in der Form von:<\/p>\n<ul>\n<li>\u201dDu bekommst das Objekt xy.\u201d<\/li>\n<\/ul>\n<p>oder<\/p>\n<ul>\n<li>Du musst gegen ein Arschloch k\u00e4mpfen, d.h. w\u00fcrfeln. Entweder w\u00fcrfelst Du es sofort tot bzw. unsch\u00e4dlich oder es kostet Dich Zeit oder Leben oder beides.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Objekte brauchen wir, um in einem der n\u00e4chsten Sets bestimmte Karten ausw\u00e4hlen zu d\u00fcrfen, oder sie helfen uns, die Arschl\u00f6cher zu bek\u00e4mpfen. Moritz fand z.B. als Objekt eine Pistole mit zwei Kugeln, und piff-paff hatte er das n\u00e4chste Arschloch, das ihm begegnete, gleich um zwei Leben k\u00fcrzer gemacht.<\/p>\n<p>Das Ganze ist ein Wettlauf gegen die Zeit: Jedes Bearbeiten des n\u00e4chsten Kartensets kostet 1 bis 3 Zeiteinheiten (wird ausgew\u00fcrfelt). Jedes Verweilen auf einem Kartenset kostet eine Zeiteinheit. Und wenn Horst, der sich beim Startup in einen fu\u00dfkranken Kampftypen verwandelt hatte, alleine auf einer Karte stand, kostete das ebenfalls eine Zeiteinheit. Haben wir in Summe 25 Zeiteinheiten verbraucht, sind wir alle tot.<\/p>\n<p>Wir haben aber noch nicht verloren. Wir bekommen zwei weitere Leben, in den wir die Kartensets von Neuem ausw\u00e4hlen und beackern d\u00fcrfen. Von total Neuem! Es wird uns nichts geschenkt, alle Objekte m\u00fcssen abgeliefert und an der alten Stelle neu gesucht und gefunden werden. (Moritz h\u00e4tte z.B. seine Pistole mit allen restlichen Kugeln wieder hergeben m\u00fcssen.) Wir h\u00e4tten allein von dem Vorteil leben m\u00fcssen, dass wir jetzt schon wissen, welche Arschl\u00f6cher in welchen Kartensets auf uns warten.<\/p>\n<p>Walter hatte sich immer noch seinen Schierlings-Gleichmut bewahrt, dem heutigen Seltenheitsgast Horst aber war die Kinnlade aber schon ganz sch\u00f6n nach unten geklappt. Aaron und Moritz hatten ein Einsehen. Wir verzichteten weise auf einen weiteren Teil der Reise.<\/p>\n<p><em>WPG-Wertung: Aaron: 7 (es hat mir gefallen, eine kooperative Herausforderung), Horst: 3 (wenn das Spiel in einem Durchgang zu beenden w\u00e4re, h\u00e4tte ich 7 Punkte vergeben, ich habe nichts gegen kooperative Spiele, \u201eTime Stories\u201c ist von der Story her auch ganz interessant, stimmungsvoll, absolut spannend; es h\u00e4tte aber einen besseren L\u00f6sungsweg geben m\u00fcssen, als mehrmals ohne jegliche Vorteile (z.B. ersammelte Objekte) nur mit dem gemerkten Wissen um die bearbeiteten Kartensets jeweils wieder die gleichen Sets durchzuarbeiten), Moritz: 9 (ein super Spiel), Walter: 3 (nicht mein Fall, er mag es nicht, die Irrwege nachzuvollziehen, die sich ein Autorengehirn ausgedacht hat).<\/em><\/p>\n<p><strong>3. &#8220;Feuville&#8221;<\/strong><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-2647 size-full\" src=\"http:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/feuville.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"368\" srcset=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/feuville.jpg 500w, https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/feuville-150x110.jpg 150w, https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/feuville-300x221.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>\n<p>Ein Famlien-Kinder-W\u00fcrfelspiel. Wir erw\u00fcrfeln uns Stadmauern, Wolkenkuckucksheime, Fahnen, V\u00f6gel und Wolken. Wir erw\u00fcrfeln uns und allen Mitspielern Feuerkatastrophen, und zauberw\u00fcrfeln den Schaden wieder heil. Wir erw\u00fcrfeln uns Wertungspl\u00e4ttchen, die unser aktuelles Besitztum an immobilen Werk und mobilen Beiwerk in Siegpunkte umm\u00fcnzen, und wenn wir genug gew\u00fcrfelt haben, dann gehen wir wieder heim. \u2013 Moritz nahm l\u00e4ngst nicht die vorletzte U-Bahn nach Hause.<\/p>\n<p><em>WPG-Wertung: Aaron: 6, Horst: 7 (ganz sympathisch f\u00fcr ein Familienspiel), Moritz: 6 (eine Spur zu verzwickt f\u00fcr ein Familienspiel; die erw\u00fcrfelbaren Rollen sind nicht ganz gelungen [ausbalanziert]), Walter: 5 (ist halt nur ein W\u00fcrfelspiel).<\/em><\/p>\n<p>Aaron hatte das Spiel mitgebracht, Horst bekam es geschenkt. Er nahm es auch sogleich mit nach Hause. Schon das zweite Spiel, \u00fcber das ich jetzt ohne jegliches Material ein paar S\u00e4tze hinschreibe.<\/p>\n<p><strong>4. &#8220;AZUL&#8221;<\/strong><\/p>\n<p>Nein, das haben wir nicht gespielt. Wir wollten es spielen, konnten es aber nicht, denn G\u00fcnther \u2013 und sein Spiel \u2013 war heute leider nicht dabei, und Aaron sowie Walter warten immer noch auf ihr Exemplar. Nur zur Information, was bei Buchungen im Internet offensichtlich gang und g\u00e4be ist:<\/p>\n<p>Happyshops schrieb am Freitag, den 12. <strong>Januar<\/strong> 2018 um 20:18 Uhr:<br \/>\n<em>Am 12.01.2018 um 20:17 Uhr erhielten wir von Ihnen die folgende Bestellung:<br \/>\n1 x Azul (EP 38,99 EUR) = GP 38,99 EUR (wahrsch. <strong>lieferbar in 7-14 Tagen<\/strong>)\u201c<\/em><\/p>\n<p>Bis heute kein weiteres Lebenszeichen von Happyshops oder AZUL.<\/p>\n<p><strong>5. &#8220;Texal Showdown&#8221;<\/strong><\/p>\n<p>Horst war schon halb im Mantel, nahme aber noch an einer Runde dieses h\u00fcbschen tricky Stichkartenspiels teil.<\/p>\n<p><em> WPG-Wertung: Horst siedelte sich mit 7 Punkten am oberen Ende der WPG-Noten an (&#8220;witzig, m\u00f6chte ich noch einmal spiele\u201c).<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201cErfolg oder Mi\u00dferfolg h\u00e4ngt davon ab, ob man mit den ausgeteilten Karten so gut spielt, wie es nur geht. 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