{"id":2671,"date":"2018-06-28T15:13:37","date_gmt":"2018-06-28T13:13:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/?p=2671"},"modified":"2018-08-25T16:28:39","modified_gmt":"2018-08-25T14:28:39","slug":"27-06-2018-variationen-in-hellas","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2018\/06\/28\/27-06-2018-variationen-in-hellas\/","title":{"rendered":"27.06.2018: Variationen in Hellas"},"content":{"rendered":"<p><strong>1. &#8220;Lords of Hellas&#8221;<\/strong><\/p>\n<p>Wir f\u00fchren Helden, Hopliten und Priester. Wir breiten uns aus, k\u00e4mpfen gegen Monster (oder lassen sie besser links liegen), erl\u00f6sen Ereigniskarten (falls wir das Zeug dazu haben), bekriegen unsere Mitspieler (eigentlich nur ganz selten), bauen Tempel f\u00fcr geistlichen Beistand und errichten Monumente, die uns den Sieg bringen (k\u00f6nnen), falls wir sie bei Spielende (noch) in unserem Besitz haben. Andere Sudden-Death-Siegbedingungen sind eine definierte Ausbreitung, eine bestimmte Anzahl von Tempeln in unserer Hand, oder dreifaches Abmurksen eines Monsters. Vor Letzterem wird gewarnt, allerdings haben wir es vorsichtshalber nicht ein einziges Mal versucht.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2681\" aria-describedby=\"caption-attachment-2681\" style=\"width: 550px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2681 size-full\" src=\"http:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/lords.jpg\" alt=\"\" width=\"550\" height=\"448\" srcset=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/lords.jpg 550w, https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/lords-150x122.jpg 150w, https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/06\/lords-300x244.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 550px) 100vw, 550px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-2681\" class=\"wp-caption-text\">G\u00fcnther Zeus-Statue in Makedonien<\/figcaption><\/figure>\n<p>Alles k\u00f6nnte innerhalb der Spielerschar ganz friedlich vor sich gehen, wenn leider nicht nur ein einziger gewinnen k\u00f6nnte. So aber wenden sich die Mitspieler notgedrungen gegen den jeweils F\u00fchrenden, falls er zu gewinnen droht. Und in der Regel hat der F\u00fchrende keine Chance, seine F\u00fchrung zu behalten, wenn ihm drei Mitspieler kooperativ an den Wagen pinkeln und ihm bei der Erf\u00fcllung der Sieg-Bedingungen in die Suppe spucken.<\/p>\n<p>G\u00fcnther siedelte zun\u00e4chst einmal mehr oder weniger zwangsl\u00e4ufig in der Nordecke von Hellas, m\u00f6glichst weit weg von den Monstern im S\u00fcden. Dann baute er sich, ebenfalls mehr oder weniger zwangsl\u00e4ufig, dort eine kleine Alleinherrschaft aus, und errichtete auch noch ein Monument, bei dessen Fertigstellung das Spielende eingel\u00e4utet wurde.<\/p>\n<p>Nachdem wir (Walter) etwas blind an der eigenen Entwicklung herumgebastelt und uns noch dazu in lokalen Scharm\u00fctzeln gegenseitig geschw\u00e4cht hatten, war es auch mit vereinten Kr\u00e4ften nicht mehr m\u00f6glich, G\u00fcnther aus der Region seines siegbestimmenden Monuments zu verdr\u00e4ngen. Au\u00dfer Moritz sahen die anderen Mitspieler auch keinen besonderen Sinn darin, jetzt mit vereinten Kr\u00e4ften G\u00fcnther vom Treppchen zu holen, nur damit irgendein ANDERER Mitspieler mehr oder weniger zuf\u00e4llig an seine Stelle treten k\u00f6nne.<\/p>\n<p>Moritz selber hatte sein Heil bei den Monstern gesucht. Bis auf seltene eruptive Aggressionen sind sie ja brave Grasfresser. Er untersch\u00e4tzte aber die H\u00e4ufigkeit ihrer Ausbr\u00fcche, die durch Mitspieler-Aktionen ausgel\u00f6st werden. So wurde sein Hoplitenheer regelm\u00e4\u00dfig dezimiert und auch er konnte trotz eines entdeckten Schleichweges durch die Thermophylen G\u00fcnthers Monument nicht mehr in Besitz nehmen.<\/p>\n<p><em>WPG-Wertung: Aaron: 5 (das Spiel lebt von einem Element, das mir nicht gef\u00e4llt: aufpassen, dass keiner gewinnt. Es fehlt das Positive, Konstruktive. Das Regelwerk ist zu aufgebl\u00e4ht. Die Figuren sind zwar super gestaltet, aber das Spielbrett ist sehr un\u00fcbersichtlich), G\u00fcnther: 5, Moritz: 8 (es gibt eine Vielfalt von taktischen und strategischen M\u00f6glichkeiten zum Sieg), Walter: 5 (f\u00fcr Spieler, die ein chaotisches Kampfgewurrl lieben; ich habe darin keine strategische Line erkennen k\u00f6nnen)<\/em><\/p>\n<p><strong>2. &#8220;Illusion&#8221;<\/strong><\/p>\n<p>Eine Adaption der Idee von \u201eAnno Domini\u201c f\u00fcr Analphabeten. So wie man bei AD das jeweils n\u00e4chste historische Ereignis in der richtigen zeitliche Reihenfolge einordnen muss, muss man bei \u201eIllusion\u201c eine bunt bedruckte Karte nach der H\u00e4ufigkeit einer bestimmten Farbe einordnen. Mit wachsenden Analphabetentum in Mitteleuropa bestimmt eine z\u00fcndende Gesch\u00e4ftsidee.<\/p>\n<p>An der Siegbedingung sollte allerdings noch gefeilt werden: durch \u00fcberstrapaziertes Anzweifeln der Reihenfolge kann man jedem Spieler den Sieg zuschustern.<\/p>\n<p><em>WPG-Wertung: Aaron: 6, G\u00fcnther: 6, Moritz: 6, Walter: 6 (der Spielreiz ist voraussichtlich sehr schnell ausgelutscht; die Freude beim Bl\u00f6deln bzw. Philisophieren \u00fcber die historischen Ereignisse, die bei AD einen wesentlichen Teil der Spielfreue ausmachen, ist hier naturgem\u00e4\u00df nicht vorhanden.)<\/em><\/p>\n<p><strong>3. &#8220;X nimmt!&#8221;<\/strong><\/p>\n<p>Eine weitere Weiterentwicklung von \u201e6 nimmt\u201c. In der Tischmitte gibt es nur drei Kartenreihen, wohin wir unsere Karten ablegen m\u00fcssen. In jede Kartenreihe d\u00fcrfen nur unterschiedlich viele Karten abgelegt werden, und zwar deutlich weniger als bei \u201e6 nimmt\u201c: In einer Reihe nimmt bereits die dritte, in einer die vierte und in einer die f\u00fcnfte Karte.<\/p>\n<p>Die Karten, die wir bei \u201e6 nimmt\u201c als Strafkarten sammeln m\u00fcssen, werden hier wieder auf die Hand genommen, wobei wir jeweils eine der \u201eStrafkarten\u201c straffrei in einer spielereigenen Kartenreihe ablegen d\u00fcrfen. Erst wenn wir auch hier die aufsteigende Zahlenreihe nicht fortsezten k\u00f6nnen, wird es teuer.<\/p>\n<p>Das Spiel ist eine echte spielerische Erweiterung des Standard- \u201e6 nimmt\u201c. Mehr Freiheitsgrade beim Abspielen einer Kartenhand, mehr Berechenbarkeit und mehr \u00dcberraschungen.<\/p>\n<p><em>WPG-Wertung: Aaron: 8 (im Moment besser als \u201e6 nimmt\u201c), G\u00fcnther: 8 (nach zuerst 7 Punkten, wollte aber gegen\u00fcber seiner Notengebung f\u00fcr \u201e6 nimmt\u201c nicht abfallen), Moritz: 7 (mehr taktische M\u00f6glichkeiten, ich find\u2019s gut), Walter: 8.<\/em><\/p>\n<p>Seltsam: Obwohl wir alle \u201eX nimmt!\u201c f\u00fcr eine Bereicherung gegen\u00fcber \u201e6 nimmt\u201c angesehen haben, fiel es uns schwer auch nur gleich gute Noten wie damals zu vergeben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. &#8220;Lords of Hellas&#8221; Wir f\u00fchren Helden, Hopliten und Priester. 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