{"id":2726,"date":"2018-11-06T23:01:31","date_gmt":"2018-11-06T22:01:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/?p=2726"},"modified":"2018-11-06T23:35:21","modified_gmt":"2018-11-06T22:35:21","slug":"31-10-2018-dubbe-in-der-roemischen-expedition","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2018\/11\/06\/31-10-2018-dubbe-in-der-roemischen-expedition\/","title":{"rendered":"31.10.2018: Dubbe in der r\u00f6mischen Expedition"},"content":{"rendered":"<p><strong>1. &#8220;Dubbe&#8221;<\/strong><br \/>\nDer Erfinder von \u201eebbes\u201c (siehe Spielbericht vom 13.11.2013) hat wieder zugeschlagen, und auch gleich wieder seinen pf\u00e4lzerischen Sprachschatz umgegraben, um einen Namen f\u00fcr sein Spiel zu finden. \u201eDubbe\u201c hei\u00dfen u.a. die \u201eNoppen\u201c an Gl\u00e4sern. Und damit der Name auch gerechtfertigt ist, ist die Spieleschachtel konisch wie ein \u00c4ppelwoi-Glas und hat auch die entsprechenden Dubbe aufgemalt.<\/p>\n<p>Ansonsten bewegen wir uns im Dunstkreis vom Stichkartenspiel \u201eebbes\u201c mit den gewohnten und den ungewohnten Ausspiel- und Zugaberegeln.<\/p>\n<p>Unsere gr\u00f6\u00dfte (Bridge-Spieler-)Kritik an \u201eebbes\u201c ist in \u201eDubbe\u201c beseitigt. Dort wusste man w\u00e4hrend eines Gro\u00dfteils des Spiels nicht, ob ein Stich gut ist oder schlecht, da die Spieler mit den meisten und mit den wenigsten Karten einer Farbe jeweils leer ausgingen. Jetzt wird bei jeder ausgespielten Farbe sofort bestimmt, ob eine Karte plus oder minus z\u00e4hlt: Stiche in der ersten ausgespielten Farbe bringen Minuspunkte, die zweite Farbe bringt Pluspunkte usw., immer alternierend. 1:0 f\u00fcr \u201eDubbe\u201c.<\/p>\n<p>Weiterhin hat Dubbe einen besonderen, h\u00fcbschen Z\u00e4hleffekt eingebaut: Nicht jeder Stich einer Farbe z\u00e4hlt Plus oder Minus, sondern nur dann, wenn ein anderer Mitspieler einen weiteren Stich in der entsprechenden Farbe macht. Wir k\u00f6nnen also unbek\u00fcmmert alle Stiche in einer Minusfarbe abziehen, es bringt nicht mehr Minus ein als nur ein einziger Stich. Umgekehrt lohnt es sich auch nicht, mit stolzgeschwellter Brust alle Stiche in einer Plusfarbe hintereinander zu kassieren. Solange kein anderer Spieler einen Farbstich dazwischen macht, bringt alles nur einen einzigen Punkt. Es kommt also im Wesentlichen darauf an, auch andere Spieler in den Genuss von Stichen in einer Plusfarbe kommen zu lassen. Je h\u00e4ufiger der Wechsel, desto h\u00f6her der Lohn f\u00fcr alle Beteiligten. Richtig gut.<\/p>\n<p>Der Spieleautor Klaus Geis konnte schlussendlich aber doch nicht seinen Hang zum Chaos vollst\u00e4ndig z\u00fcgeln. Er hat farbspezifische \u201eCharaktere\u201c in sein Spiel eingebaut, die den Spielern zugleich mit dem Gewinnen eines Stiches zufallen. Wer den \u201eJo Lossen\u201c-Charakter bekommen hat, braucht in den nachfolgenden Stichen nicht mehr die Farbe zu bedienen. Damit wird jede F\u00e4higkeit eines guten Stichkarten-Spielers ausgehebelt, sich gleich nach der Kartenverteilung einen Vision \u00fcber das m\u00f6gliche Abspielen der gesamten Kartenhand zu machen, sich w\u00e4hrend des Spiels alle bereits gefallenen Karten zu merken, und eine jeweils angepasste Abspielstrategie zu verfolgen. Wird damit das Spiel grunds\u00e4tzlich unkalkulierbar?<\/p>\n<p><em>WPG-Wertung: Aaron: 7 (man erkennt in jedem Spiel \u2013 post mortem &#8211; seine Fehler, und das spricht f\u00fcr das Spiel), G\u00fcnther: 7 (originell, man muss nur das Timing in den Griff kriegen), Walter: 6 (kann man das Timing \u00fcberhaupt in den Griff kriegen? Wir sind noch nicht dahinter gekommen. Wenn das m\u00f6glich w\u00e4re, bek\u00e4me das Spiel 1 Punkt mehr, wenn es grunds\u00e4tzlich nicht m\u00f6glich ist, bekommt es 1 Punkt weniger).<\/em><\/p>\n<p><strong>2. &#8220;City of Rome&#8221;<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_2728\" aria-describedby=\"caption-attachment-2728\" style=\"width: 500px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2018\/11\/06\/31-10-2018-dubbe-in-der-roemischen-expedition\/cityofrome\/\" rel=\"attachment wp-att-2728\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-2728\" src=\"http:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/CityOfRome.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"667\" srcset=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/CityOfRome.jpg 500w, https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/CityOfRome-112x150.jpg 112w, https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/CityOfRome-225x300.jpg 225w, https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/CityOfRome-480x640.jpg 480w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-2728\" class=\"wp-caption-text\">Geb\u00e4udeauslage in \u201eCity of Rome\u201c<\/figcaption><\/figure>\n<p>Jeder Spieler ersteht Zug f\u00fcr Zug eine Geb\u00e4udekarte und legt sie in sein privates 4 mal 4 Felder gro\u00dfes Landschaftsquadrat (frei auf dem Tisch), um damit am Ende \u00fcber die h\u00f6chstpr\u00e4mierten Formationen die meisten Siegpunkte zu generieren.<\/p>\n<p>Lukrative Formationen sind zusammenh\u00e4ngende Gebilde gleichartiger (hochwertiger) Geb\u00e4ude, an denen auch noch m\u00f6glichst viele Multiplier-K\u00e4rtchen angelegt sind. Einen h\u00fcbschen Batzen Punkte gibt es f\u00fcr m\u00f6glichst viele \u201e\u00c4quadukte\u201c, die wir bei uns untergebracht haben, und \u201eTempel\u201c sch\u00fctten jeweils f\u00fcr bestimmte Kartenzusammensetzungen in unserem Landschaftsquadrat Sonderpr\u00e4mien aus.<\/p>\n<p>Bemerkenswert ist die Art und Weise, wie wir die Geb\u00e4udekarten erstehen. Beginnend vom Startspieler w\u00e4hlt jeder Spieler eine von f\u00fcnf Positionen aus, die ihm Priorit\u00e4t bei Zugriff auf eine begrenzte Auswahl von \u00f6ffentlich ausliegenden Geb\u00e4udekarten geben. Je h\u00f6her die Priorit\u00e4t, desto weniger Zusatz-Material (Ziegel bzw. Produktions-Potenz) ist damit verbunden. Bei anderen Spielen muss man in der Regel f\u00fcr h\u00f6here Priorit\u00e4ten etwas von seinem Besitztum abgeben, bis man nichts mehr hat, hier bekommt man entsprechend weniger, was aber im Grunde genommen den gleichen Effekt bedeutet. Also doch nicht so ganz bemerkenswert. Immerhin, das ist fast der ganze Witz des Spiels.<\/p>\n<p><em>WPG-Wertung: Aaron: 7 (nicht so prickelnd [wie erwartet]; man kann nicht planen), G\u00fcnther: 7 (das Spiel ist kurz bis mittellang [positiv]; bei \u00fcbersichtlichen Regeln gibt es viel Entscheidungsfreiheit), Walter: 6 (repetitiv; besitzt ein gewisses Ma\u00df an Interaktion, was aber vor allem im miesnickeligen Vereiteln gl\u00fccklicher Kombinationen eines Mitspielers besteht).<\/em><\/p>\n<p><strong>3. &#8220;The Lost Expedition&#8221;<\/strong><\/p>\n<p>Ein kooperatives Spiel. Jeder Spieler bekommt pro Zug vier Karten in die Hand, von denen er am \u201eMorgen\u201c und am \u201eAbend\u201c jeweils 2 ausspielt. Mittels dieser Karten m\u00fcssen wir unseren gemeinsamen Abenteurer eine bestimmte Strecke durch den Dschungel bewegen. Ist auf einer Karte ein Schritt aufgezeichnet, darf unser Abenteuer einen Schritt gehen. Meist aber muss er damit aber zugleich ein St\u00fcck Gesundheit opfern oder einen Schinken abgeben, oder \u00e4hnliche Kalamit\u00e4ten auf sich nehmen. Es gibt auch positive Karten, z.B. d\u00fcrfen wir eine Kugel abfeuern, um damit unseren Schinkenvorrat wieder aufzuf\u00fcllen. Mit positiven Karten kommen wir aber keinen einzigen Schritt vorw\u00e4rts.<\/p>\n<p>Das Ganze l\u00e4uft darauf hinaus, aus den jeweils vier ausgeteilten Karten das Beste zu machen und das Schlechteste zu vermeiden, nicht mehr Schinken zu verzehren, als wir haben, nicht soviel Gesundheit zu opfern, auf dass uns der Tod scheide. Ein Puzzle f\u00fcr einen Solospieler (claro, ein kooperatives Spiel kann man immer auch alleine spielen) oder f\u00fcr bis zu 5 Mitspieler. Vielleicht kann man diese Aufgabe auch als Patience ansehen. Dann w\u00e4re es nat\u00fcrlich besser, wenn das ganze per App ablaufen k\u00f6nnte. So, mit dem jeweils Vier-Karten-in-einer-akzeptabel-guten-Reihenfolge-Ausspielen &#8211; kann das <strong>SPIEL<\/strong> am Westpark aber nur ein Kopfsch\u00fctteln ernten. Oh Peer, was hast Du uns angetan!<\/p>\n<p>Bei BBG gibt es euphorische Kommentare: \u201eDas Thema ist cool\u201c oder \u201eBeautiful art\u201c, das wollen wir nicht abstreiten. Allerdings auch nicht das weniger euphorische \u201eno tricky choices\u201c!<\/p>\n<p><em>WPG-Wertung: Aaron: 4 (einschlie\u00dflich 1 Pluspunkt f\u00fcr Peer!), G\u00fcnther: 3 (was kann man taktieren? [WS: nichts!], als App k\u00f6nnte es vielleicht lustig werden. [WS: vielleicht]), Walter: 3 (kein Spiel f\u00fcr den Westpark. Hallo Peer, h\u00e4tten wir eine Wertung f\u00fcr Dein Spiel besser weglassen sollen?).<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. &#8220;Dubbe&#8221; Der Erfinder von \u201eebbes\u201c (siehe Spielbericht vom 13.11.2013) hat wieder zugeschlagen, und auch gleich wieder seinen pf\u00e4lzerischen Sprachschatz umgegraben, um einen Namen f\u00fcr sein Spiel zu finden. \u201eDubbe\u201c hei\u00dfen u.a. die \u201eNoppen\u201c an Gl\u00e4sern. 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