{"id":3008,"date":"2020-07-06T11:04:04","date_gmt":"2020-07-06T09:04:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/?p=3008"},"modified":"2020-07-06T11:47:29","modified_gmt":"2020-07-06T09:47:29","slug":"01-07-2020-viel-karten-wenig-brett","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2020\/07\/06\/01-07-2020-viel-karten-wenig-brett\/","title":{"rendered":"01.07.2020: Viel Karten, wenig Brett"},"content":{"rendered":"\r\n<p><br \/><strong>1. &#8220;A Fake Artist Goes to New York&#8221;<\/strong><br \/><br \/>Ein h\u00fcbsches kleines Party-Spielchen. Es gibt einen Spielleiter, einen \u201eFake-Artisten\u201c und beliebig viele echte \u201eK\u00fcnstler\u201c, wobei die echten K\u00fcnstler nicht wissen, wer von ihnen nur Fake ist. Der Spielleiter nennt nun \u00f6ffentlich eine Kategorie, z.B. \u201eBlume\u201c und teilt allen \u201eK\u00fcnstlern\u201c auf abwaschbaren Kartonk\u00e4rten geheim eine reales Inkarnation mit, z.B. \u201eRose\u201c. Alle \u201eK\u00fcnstler\u201c erhalten das gleiche Wort, nur der \u201eFake-Artist\u201c\u00a0 erh\u00e4lt auf seinem Kartonk\u00e4rten nur ein \u201eX\u201c.<\/p>\r\n<figure id=\"attachment_3014\" aria-describedby=\"caption-attachment-3014\" style=\"width: 500px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2020\/07\/06\/01-07-2020-viel-karten-wenig-brett\/pyramidea\/\" rel=\"attachment wp-att-3014\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-3014\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/PyramideA.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"291\" srcset=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/PyramideA.jpg 500w, https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/PyramideA-300x175.jpg 300w, https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/PyramideA-150x87.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-3014\" class=\"wp-caption-text\">\u201eFake Artist\u201c : so f\u00e4ngt keiner an, der wei\u00df, dass das eine Pyramide werden soll<\/figcaption><\/figure>\r\n<p>Jetzt zeichnen alle K\u00fcnstler einschlie\u00dflich dem Fake-Artisten abwechselnd auf einem gemeinsamen Blatt Papier einen \u201eStrich\u201c (gerade, krumm, gebogen, zick-zack oder wie auch immer, von einem Anfangspunkt ohne abzusetzen zu einem Endpunkt). Damit sollen sie als Gesamtkunstwerk den realen Gegenstand darstellen. Jeder ist dabei zweimal dran. Danach m\u00fcssen die K\u00fcnstler alle gemeinsam und gleichzeitig vorgeben, wer von ihnen der Fake-Artist ist. Deuten sie auf den falschen Mitspieler, so bekommt der Spielleiter und der Fake-Artist je einen Siegpunkt. Finden sie den Fake-Artisten heraus, so darf der noch raten, welches reale Objekt zu zeichnen war. Erkennt er das, so bekommt er und der Spielleiter trotzdem den Siegpunkt. In allen anderen F\u00e4llen bekommt jeder K\u00fcnstler einen Siegpunkt.<br \/><br \/>F\u00fcr die K\u00fcnstler geht also darum, sich untereinander erkennen zu geben, indem man zeigt, welches Objekt zu zeichnen war, ohne dem Fake-Artisten eine allzu klare Vorstellung davon zu geben. Der Fake-Artist seinerseits muss versuchen, seine Striche so anzubringen, als w\u00fcsste er, worum es geht.<br \/><br \/>Bei uns wurde vom Spielleiter u.a. in der Kategorie \u201eGeb\u00e4ude\u201c eine \u201ePyramide\u201c gefordert. G\u00fcnther war der Fake-Artist und musste (leider) den ersten Strich ziehen. Er zog, wie auf dem oberen Bild zu sehen, den schwarzen Strich mit dem Boden und den beiden rechteckig dazu angebrachten W\u00e4nden. Schon allein nach diesem allerersten Strich auf dem Papier war uns \u201eK\u00fcnstlern\u201c klar, dass G\u00fcnther keine Ahnung hatte, welches Geb\u00e4ude zu zeichnen war. Jetzt h\u00e4tte jeder der wirklichen K\u00fcnstler eine beliebige Garnierung dazu malen k\u00f6nnen, aus der G\u00fcnther niemals auf \u201ePyramide\u201c gekommen w\u00e4re. Wir malten das angefangene \u201eHaus\u201c aber noch fertig (unteres Bild). Auch so war es f\u00fcr den als Faker entlarvten G\u00fcnther nicht m\u00f6glich die \u201ePyramide\u201c zu erraten. Je einen Siegpunkt f\u00fcr Aaron und Walter.<br \/><br \/><\/p>\r\n<figure id=\"attachment_3015\" aria-describedby=\"caption-attachment-3015\" style=\"width: 500px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2020\/07\/06\/01-07-2020-viel-karten-wenig-brett\/pyramideb\/\" rel=\"attachment wp-att-3015\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-3015\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/PyramideB.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"291\" srcset=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/PyramideB.jpg 500w, https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/PyramideB-300x175.jpg 300w, https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/PyramideB-150x87.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-3015\" class=\"wp-caption-text\">\u201eFake Artist\u201c : die rote und gr\u00fcne Dach-Schr\u00e4ge konnten (und brauchten) die Pyramide auch nicht mehr zu retten.<\/figcaption><\/figure>\r\n<p>F\u00fcr vier Mitspieler ist \u201eFake Artist\u201c noch nicht geeignet, das bemerkten und konstatierten wir erst hinterher. Die Spielregel selber schreibt eine Mindestzahl von 5 vor, und die Anzahl der mitgelieferten Farbstifte begrenzt die Zahl mit 10 nach oben.<br \/><br \/><em>WPG-Wertung (alles extrapoliert auf eine gr\u00f6\u00dfere Mitspielerzahl): Aaron: 6, G\u00fcnther: 6, Moritz: 6, Walter: 6.<\/em><br \/><br \/><strong>2. &#8220;Banana Bandido&#8221;<\/strong><br \/><br \/>Aus einer offenen Kartenauslage mit Dotierungen w\u00e4hlen wir eine Karte aus, nach der wir uns beim zweiten Nachfassen 1 bis 3 Bananen oder 1 bis 3 St\u00f6ckchen geben lassen wollen. Die \u2013 unbekannte &#8211; R\u00fcckseite der \u201eDotierung\u201c zeigt dann an, was wir noch dazu bekommen: 0 bis 3 Bananen oder 0 bis 3 St\u00f6ckchen! Bei zwei Nieten-Dotierungen, an der R\u00fcckseite erst erkennbar, bekommen wir gar nichts. Ganz sch\u00f6n lustig. Das geht reihum.<br \/><br \/>Haben wir genug Dotierungen erhalten, bezahlen wir damit \u201eAktionskarten\u201c, die wir offen vor uns auslegen. Diese Aktionskarten erlauben uns, weitere Bananen oder St\u00f6ckchen einzukassieren, St\u00f6ckchen in Bananen umzutauschen oder von einem beliebigen Spieler eine Banane zu klauen <strong>pfui, pfui<\/strong>. Mit gen\u00fcgend St\u00f6ckchen k\u00f6nnen wir eine geile Aktionskarte eines Mitspielers \u201edeaktivieren\u201c <strong>pfui, pfui<\/strong> und sie in unser eigenes Aktionskarten-Ensemble einf\u00fcgen. Um diese enteignete Karte selber zu nutzen, m\u00fcssen wir sie aber erst wieder mittels Dotierungen ausl\u00f6sen.<br \/><br \/>Fazit: Repetitive Z\u00fcge mit unergonomischem Handling (man zieht Karten auf denen steht, wie viele Karten man ziehen darf!), mit Kingmaker Klauerei und Harakiri-Enteignungen.<br \/><br \/>Walter hatte eine Aktionskarte ausgelegt, auf Grund derer ihm pro Runde zus\u00e4tzlich eine Siegpunktkarte geschenkt worden w\u00e4re, so dass er nach ca. 3 Runden unweigerlich als Sieger hervorgegangen w\u00e4re. (Solche Aktionskarten gibt es ebenfalls!) Moritz opferte eine Anzahl St\u00f6ckchen, um diese Karte zu enteignen. Dass er selber davon \u2013 zun\u00e4chst und eigentlich w\u00e4hrend des gesamten Spiels &#8211; keinen Nutzen hatte, ging ihm erst sp\u00e4ter auf. Aaron und G\u00fcnther schienen den Sieger unter sich auszumachen. Walter war nach Moritz\u2019 Opferzug schon ziemlich demotiviert und spielte recht lustlos seine weiteren St\u00f6ckchen und Bananen aus. Von den Mitspielern wurde er eher mitleidig-barmherzig denn als Konkurrent betrachtet. Doch mit Gottes Hilfe konnte er in einem gl\u00fccklichen letzten Zug gerade so viele St\u00f6ckchen an Land ziehen, wie er f\u00fcr seine dritte Symbolkarte ben\u00f6tigte, die ihm nach einer zweiten Siegbedingung zum Sieg verhalf.<br \/><br \/><em>WPG-Wertung: Aaron: 2, G\u00fcnther: 3 (ich wei\u00df nicht, was das soll), Moritz: 2 (ein ganz, ganz, ganz schlechtes Spiel, Schrott hoch zehn), Walter: 2 (1 Punkt w\u00e4re \u201efunktioniert nicht\u201c, das Spiel hat das Doppelte dieser Wertung verdient).<\/em><br \/><br \/><strong>3. &#8220;Solar Storm&#8221;<\/strong><br \/><br \/><a href=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2020\/07\/06\/01-07-2020-viel-karten-wenig-brett\/solarstorm\/\" rel=\"attachment wp-att-3016\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-3016\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/SolarStorm.jpg\" alt=\"\" width=\"550\" height=\"413\" srcset=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/SolarStorm.jpg 550w, https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/SolarStorm-300x225.jpg 300w, https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/SolarStorm-150x113.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 550px) 100vw, 550px\" \/><\/a>Ein kooperatives Spiel. Alle gewinnen gemeinsam oder alle gehen gemeinsam unter. Wir fliegen mit einem Raumschiff auf die Sonne zu (warum eigentlich?), und immer h\u00e4ufiger werden die Sch\u00e4den, die der Sonnenwind unseren insgesamt 9 Raumschiff-R\u00e4umen zuf\u00fcgt. Wir haben st\u00e4ndig alle H\u00e4nde voll zu tun, die Sch\u00e4den zu reparieren. Dazu m\u00fcssen wir uns mit den ben\u00f6tigten Ersatzteilen in die besch\u00e4digten R\u00e4ume bewegen. Gegebenenfalls m\u00fcssen wir uns vorher auch noch unterwegs mit unseren Kumpels treffen, um die ben\u00f6tigten Ersatzteile von ihnen entgegenzunehmen. Von der \u201eRepair-Hall\u201c aus k\u00f6nnen wir auch aus sicherer Entfernung jeden beliebige Raumschiff-Raum reparieren. Hier sollte immer mindestens ein Mitglied der Mannschaft sitzen, um das Schlimmste abwenden zu k\u00f6nnen.<br \/><br \/>Mittels \u201eDivert Power\u201c k\u00f6nnen wir die Raumschiff-R\u00e4ume leichter reparierbar zu machen. Dann brauchen wir nur noch jeweils ein einziges Ersatzteil, um die bis zu drei besch\u00e4digten Elemente eines Raumes zu reparieren. Haben wir alle R\u00e4ume mit \u201eDivert Power\u201c gesichert, dann haben wir gewonnen. Sind wir zu langsam oder zu ineffizient gewesen, so gehen uns die Ersatzteile aus, und wir haben verloren. Dieses Schicksal ereilte uns Sekunden vor der letzten rettenden \u201eDivert Power\u201c.<br \/><br \/>Eines der ganz, ganz wenigen kooperativen Spiele, die am Westpark funktioniert haben. Warum? Sind wir \u00e4lter und reifer geworden? Oder waren die jeweils m\u00f6glichen Z\u00fcge so trivial, dass sich keiner als \u201eF\u00fchrer\u201c berufen f\u00fchlte, der den anderen zeigen wollte, wo\u2019s lang geht. Vielleicht beides.<br \/><br \/><em>WPG-Wertung: Aaron: 6, G\u00fcnther: 5 (friedlich), Moritz: 7 (mir hat\u2019s Spa\u00df gemacht), Walter: 5 (das gemeinsame ad-hoc L\u00f6sen von Optimierungs-Puzzlen wird wohl nicht lange Spa\u00df machen).<\/em><br \/><br \/><strong>4. &#8220;Age of Civilisation&#8221;<\/strong><br \/><br \/>Schon letzte Wochen erstmals gespielt. Nach drei mehr oder weniger gelungenen Kartenspielen wollten wir noch ein \u201eechtes\u201c Brettspiel in unsere Tagespensum aufnehmen.<br \/><br \/>Den Eindr\u00fccken von letzter Woche gibt es nichts hinzuzuf\u00fcgen. Moritz fand in jeder Situation eine Zugoption, die sein Spielbed\u00fcrfnis befriedigte. Die anderen kritisierten eine Konstruktion, in der mindestens die H\u00e4lfte der vorgegebenen Optionen nicht nutzbar waren, weil der normale Spielfluss die Randbedingungen nicht erf\u00fcllen lie\u00df. Z.B. wurde irgendwann ein Volk aufgedeckt, dass beim \u201eBauen\u201c eine Verg\u00fcnstigung bekommen h\u00e4tte, aber \u201eBauen\u201c war nur in der ersten Runde erlaubt, da war das Volk noch gar nicht geboren. Oder wenn es z.B. eine unabdingbare Sache ist, dass ich mir im Laufe des Spieles \u201eSchilde\u201c zulege, dann bringt mir eine versprochene Gabe nichts, ich die nur bekomme, wenn ich mir bis dahin <strong>keine<\/strong> Schilde zugelegt habe. Und ungez\u00e4hlte andere Unm\u00f6glichkeiten dieser Sorte.<br \/><br \/>Aaron hatte schnell seinen Ehrgeiz aufs Gewinnen abgelegt und z\u00e4hlte die Sekunden, die vergingen, bis er wieder am Zug war. Es waren eintausendzweihundertdreiundsiebzig, eintausendzweihundertzweiundsiebzig zu viel!<br \/><br \/><em>WPG-Wertung: Aaron: 3, G\u00fcnther: 6, Moritz: 8 (alle bleiben), Walter reduziert seine 6 auf 5 Punkte.<\/em><br \/><br \/><strong>5. &#8220;Bluff&#8221;<\/strong><br \/><br \/>Walter erlebte ein Waterloo. Im 1:1-Endspiel gegen Aaron wurde er mit seiner zwingenden Immer-4-Strategie geschlagen. G\u00fcnthers Immer-5-Loser-Strategie h\u00e4tte den Sieg gebracht.<\/p>\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. &#8220;A Fake Artist Goes to New York&#8221; Ein h\u00fcbsches kleines Party-Spielchen. Es gibt einen Spielleiter, einen \u201eFake-Artisten\u201c und beliebig viele echte \u201eK\u00fcnstler\u201c, wobei die echten K\u00fcnstler nicht wissen, wer von ihnen nur Fake ist. 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