{"id":3471,"date":"2025-12-19T20:12:13","date_gmt":"2025-12-19T19:12:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/?p=3471"},"modified":"2025-12-20T20:55:14","modified_gmt":"2025-12-20T19:55:14","slug":"17-12-2025-muster-ohne-wert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2025\/12\/19\/17-12-2025-muster-ohne-wert\/","title":{"rendered":"17.12.2025: Muster ohne Wert"},"content":{"rendered":"\r\n<p>Am 10. und 17. 12. haben wir die gleichen drei Spiele gespielt. Einmal in einer Dreierrunde, einmal in einer Viererrunde. Mit dem ersten Spiel wollten wir Psyche und Selbstverst\u00e4ndnis eines Spielers testen, das zweite Spiel spielt sich einfach sch\u00f6n, und im dritten Spiel haben wir den Ehrgeiz, alle 50 oder 100 Aufgaben in kooperativer Logik zu erf\u00fcllen. Wir sind auf gutem Weg dorthin,<br \/><br \/><strong>1. &#8220;Petiquette&#8221;<\/strong><br \/><br \/>F\u00fcnf Karten liegen in einer Reihe auf dem Tisch. Darauf ist jeweils eine von drei Tierarten abgebildet; jedes Tier tr\u00e4gt einen einfarbigen Hut in den Farben blau, gelb oder rot und jedem Tier ist eine Zahl zwischen 1 und 5 zugeordnet. Aufgabenstellung ist es, geheim, jeder f\u00fcr sich, eine sechste Karte zusammenzubasteln, die mit der Auslage \u201eam besten\u201c \u00fcbereinstimmt.<br \/><br \/>Aber was hei\u00dft \u201eam besten\u201c?<br \/><br \/>H\u00e4tten die Karten zuf\u00e4llig die Zahlen 1, 2, 3, 4 und 5 in dieser wundersch\u00f6nen Reihenfolge, dann w\u00fcrde wohl eine 6 dazu passen. Die gibt es aber leider nicht.<br \/><br \/>W\u00e4ren es die Zahlen 1, 2, 3, 2, 3, dann k\u00f6nnte eine 1 dazu passen (alle Zahlen doppelt), oder eine 3 (1 x 1, 2 x 2, 3 x 3) oder eine 4 (1-2-3 und 2-3-4) oder auch eine 5 (1+2=3, 2+3=5). Was w\u00e4re \u201eam besten\u201c?<br \/><br \/>Die Zahlen sind aber nur einer der Stolpersteine, die Tierart und die Farbe des Hutes m\u00fcssen ja auch noch \u201erichtig\u201c sein. Richtig hei\u00dft hier: \u201eWenn mindestens zwei Spieler die gleiche sechste Karte zusammengebastelt haben, bekommt jeder einen Punkt. Andernfalls bekommt man nichts. Es geht also nicht allein darum, eine eigene schl\u00fcssige Logik f\u00fcr die sechste Karten zu erkennen, man mu\u00df auch noch einen Mitspieler finden, der die gleiche schl\u00fcssige Logik f\u00fcr richtig befindet.<br \/><br \/>Aaron meint, wenn wir das Spiel tausend mal gespielt haben, dann w\u00fc\u00dfte er genau, welche unterschiedlichen Logiken seine Mitspieler verfolgen. Walter zweifelt das stark an, aber herausfinden werden wir das nicht, denn das Spiel wird kein drittes Mal bei uns auf den Tisch kommen.<br \/><br \/>Warum kam es \u00fcberhaupt auf den Tisch? Am 10. Dezember hatten sich Aaron und G\u00fcnther abgesprochen, nach welcher Trivial-Logik sie die sechste Karten bilden: Hutfarbe der ersten Karte, Zahl der zweiten und Tierart der dritten. Walter war der Psychomant und sollte damit zurecht kommen, da\u00df Aaron und G\u00fcnther immer gemeinsam die \u201erichtige\u201c , beste Logik herausfanden, und er nie. Am 17. Dezember war Moritz das Opfer. Nach dem f\u00fcnften Scheitern platze es aus ihm heraus:<br \/><em><strong>\u201eIch hasse dieses Spiel!<\/strong> In meinem Beruf geht es darum, anders zu denken als die anderen, anders als die ungez\u00e4hlten Generationen von Komponisten vor mir. Es ist gegen meine Natur, so zu denken wie die anderen. Dazu m\u00fc\u00dfte ich mich regelrecht qu\u00e4len.\u201c<\/em><br \/><br \/><em>WPG-Wertung: Aaron: (keine Punkte), G\u00fcnther: 3, Moritz: 3, Walter: 2 (Es ist nur lustig, wenn man jemanden reinlegt. Keine Chance f\u00fcr heimliche erotische Signale).<\/em><br \/><br \/><strong>2. &#8220;Welcome to the moon&#8221;<\/strong><br \/><br \/>Ein Spiel der bew\u00e4hrten \u201eWelcome\u201c-Serie. Auf dem Tisch liegen drei Paare von Zahl plus Objekt. Jeder Spieler w\u00e4hlt sich in Gedanken ein Paar davon aus, tr\u00e4gt die Zahl in einem eigenen Tableau in eine objekt-spezifische Zahlenreihe ein (die Zahlen dort m\u00fcssen streng aufsteigend sein) und f\u00fchrt eine weitere objekt-spezifische Aktion aus. Zum Beispiel darf man die Zahl um plus oder minus 2 Werte modifizieren, oder irgendwo noch ein zus\u00e4tzliches Zahlenfeld auskreuzen oder einen Objekt-Bonus einstreichen, und dergleichen. Alles rund und sch\u00f6n. Und solit\u00e4r.<br \/><br \/>In der aktuellen Spielvariante fliegen wir zum Mond, Zahlen und Objekte lassen uns Weltraumpunkte kassieren. Nachdem wir am 10. Dezember gl\u00fccklich gestartet waren, stand heute ein ziemlich langweiliger, abstrakter Flug durch den Weltraum an, ohne Aussicht, Restaurant oder Freudenhaus.<br \/><br \/>Walter bekrittelt nach wie vor im Spieldesign 1) die synchrone Einschwungphase und 2) die Unm\u00f6glichkeit, Fehler und Irrt\u00fcmer bei der Zahlenverarbeitung der Mitspieler zu entdecken.<br \/><br \/><em>WPG-Wertung: Aaron: 8 (oder diesmal doch nur wieder 7?), G\u00fcnther: 8, Moritz: 7, Walter: 7 (f\u00fcr Solisten).<\/em><br \/><br \/><strong>3. &#8220;Bomb Busters&#8221;<\/strong><br \/><br \/>Wir stehen vor Aufgabe 47, dem \u201ePeter-Problem\u201c. Die Nummern der Kabel, die wir entsch\u00e4rfen d\u00fcrfen, muss jeder Spieler durch Summe bzw. Differenz zweier Zahlen bilden, die in Form von Zahlenkarten mit den Werten von 1 bis 12 auf dem Tisch liegen. Karten, die f\u00fcr eine dieser Arithmetiken benutzt wurden, scheiden aus, dem n\u00e4chsten Spieler steht eine entsprechend geringere Auswahl an Zahlenkarten f\u00fcr die Bildung seiner Kabel-Nummer zu Verf\u00fcgung. Liegen \u00fcberhaupt nur noch zwei Zahlenkarten aus, kann man damit h\u00f6chstens zwei verschiedene Kabelnummern bilden, und wenn der arme Spieler selber kein Kabel dieser Nummern hat, verlieren wir schon wieder ein Leben.<br \/><br \/>An beiden Spielabenden sind wir an dieser Aufgabe gescheitert.<br \/><br \/>Hier hat Peter (via Mail an G\u00fcnther) sein \u201ePeter-Problem\u201c formuliert: \u201eIst es \u00fcberhaupt m\u00f6glich, durch diese simple Arithmetik mit Zahlenpaaren von 1 bis 12 <strong>jedes beliebige <\/strong>Sextupel von Zahlen zwischen 1 und 12 zu bilden.<br \/><br \/>Unser Mathematiker G\u00fcnther hat gerechnet und auch Jannis, ein weiterer Mathematiker und seine Kollegen wurden involviert. Ergebnis:<br \/><br \/><em>1) Es gibt keine L\u00f6sung, wenn die Summe der 6 Zahlen des Sextupel eine ungerade Zahl ist.<br \/><br \/>2) Es gibt keine L\u00f6sung f\u00fcr 3 weitere Sextupel, bei denen die Summe eine gerade Zahl ist:<br \/>{5,7,8,9,10,11}, {6,7,8,9,10,12} und {6,8,9,10,11,12}<br \/><br \/>3) F\u00fcr alle weiteren Zahlenkombinationen mit gerader Summe gibt es eine L\u00f6sung.<\/em><br \/><br \/>Vorschlag von G\u00fcnther f\u00fcr unser weiteres Vorgehen. Wir beratschlagen einfach VOR einer Runde, welche 6 Kabelnummern wir uns jetzt vornehmen wollen und schneiden genau diese Kabel durch, ohne uns der Prozedur zu unterziehen, jeweils mittels Zahlenkarten diese Kabelnummern auch zu bilden. Nach der geschilderten mathematischen Analyse gibt es \u2013 mit den angef\u00fchrten Ausnahmen \u2013 f\u00fcr alle Sextupel eine L\u00f6sung; dann brauchen wir diese L\u00f6sung erst gar nicht herzustellen.<br \/><br \/><em>WPG-Wertung: Keine neue Wertung f\u00fcr ein 8 Punkte Spiel, obwohl das abstrakte \u201ePeters Problem\u201c schon stark nach einem Punkteabzug riecht.<\/em><br \/><br \/><\/p>\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 10. und 17. 12. haben wir die gleichen drei Spiele gespielt. Einmal in einer Dreierrunde, einmal in einer Viererrunde. 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