{"id":3519,"date":"2001-10-21T12:00:00","date_gmt":"2001-10-21T10:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2001\/10\/21\/6-nimmt-review-der-westpark-gamers\/"},"modified":"2001-10-21T12:00:00","modified_gmt":"2001-10-21T10:00:00","slug":"6-nimmt-review-der-westpark-gamers","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2001\/10\/21\/6-nimmt-review-der-westpark-gamers\/","title":{"rendered":"&#8220;6 nimmt&#8221; Review der Westpark Gamers"},"content":{"rendered":"<h2>&#8220;6 nimmt&#8221; Review der Westpark Gamers<\/h2>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen\/6nimmt_t.jpg\" align=\"right\" width=\"121\" height=\"156\" border=\"0\" alt=\"6 nimmt\"\/><\/p>\n<p><b>Hersteller<\/b>: Amigo<\/p>\n<p><b>Autor<\/b>: Wolfgang Kramer<\/p>\n<p><b>Getestet<\/b>: Deutsche Ausgabe, 1994<\/p>\n<p><b>Tester<\/b>: Walter Sorger<\/p>\n<p><b>Szenario<\/b>: Abstraktes Kartenspiel mit 104 Karten, auf denen je eine Zahl von 1<br \/>\nbis 104 aufgedruckt ist. Zus\u00e4tzlich steht auf jede Karter eine Anzahl von<br \/>\n&#8220;Hornochsen&#8221;, die als Minuspunkte f\u00fcr den &#8220;Erwerber&#8221; diese Karte<br \/>\ngewertet werden.<\/p>\n<p><b>Das Spiel<\/b>: Die Karten werden gemischt. 2 bis 10 (!) Spieler erhalten je 10<br \/>\nKarten; 4 Karten kommen in die Mitte des Tisches und bilden den Anfang von 4<br \/>\nKartenreihen. Die \u00fcbrigen Karten werden zur Seite gelegt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"6nimmt\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen\/6nimmt.jpg\" align=\"right\" hspace=\"10\" width=\"97\" height=\"151\"\/><\/p>\n<p>Alle Spieler w\u00e4hlen nun gleichzeitig jeweils eine Karte aus ihren Handkarten, ziehen<br \/>\nsie verdeckt heraus, und &#8211; wenn alle gezogen haben &#8211; legen sie offen auf den Tisch. Wer<br \/>\ndie niedrigste Karte gezogen hat, beginnt. Er mu\u00df seine Karte an eine genau definierte<br \/>\nStelle der 4 offenen Kartenreihen auf dem Tisch anlegen: an die Reihe, deren letzte Karte<br \/>\neinen niedrigeren Zahlenwert aufweist als seine, und deren Zahlenwert gegen\u00fcber seiner<br \/>\nKarte die kleinste Differenz aufweist.<\/p>\n<p>Pa\u00dft die Karte eines Spieler als sechste Karte an eine Kartenreihe, so mu\u00df der Spieler<br \/>\ndie ausliegenden 5 Karten dieser Reihe wegnehmen (deren &#8220;Hornochsen&#8221; f\u00fcr ihn<br \/>\nals Minuspunkte gez\u00e4hlt werden) und mit seiner Karte diese Reihe neu beginnen.<\/p>\n<p>Besitzen alle Kartenreihen einen gr\u00f6\u00dferen Zahlenwert als die Karte des Spielers, so<br \/>\nmu\u00df der Spieler eine beliebige der 4 Kartenreihen wegnehmen und mit seiner Karte eine<br \/>\nneue Reihe beginnen.<\/p>\n<p>Dann kommt der Spieler an die Reihe, der die zweitniedrigste Karte gezogen hat, und so<br \/>\nweiter. Wenn alle Spieler ihre gezogene Karte untergebracht haben f\u00e4ngt ein neuer Zug an<br \/>\nund die Spieler ziehen &#8211; wie oben &#8211; verdeckt die n\u00e4chste Karte aus ihren Handkarten.<\/p>\n<p>Nachdem alle Spieler ihre 10 Karten gespielt haben, wird abgerechnet. Die Anzahl der<br \/>\nHornochsen jedes Spielers werden als Minuspunkte notiert. Bei mehreren Spielrunden<br \/>\nverliert derjenige Spieler, der als erster mehr als 66 Hornochsen erworben hat.<\/p>\n<p><b>Spieldauer<\/b>: Regelerkl\u00e4rung ca. 5 Minuten, danach ca. 30 Minuten<\/p>\n<p><b>\u00c4hnliche Spiele<\/b>: <a href=\"http:\/\/luding.org\/Skripte\/GameData.py\/DEgameid\/9294\" target=\"_blank\">Hornochsen<\/a> (Spielvariation vom gleichen Autor), <a href=\"http:\/\/luding.org\/Skripte\/GameData.py\/DEgameid\/2245\" target=\"_blank\">Hol&#8217;s der<br \/>\nGeier<\/a> (resp. <a href=\"http:\/\/luding.org\/Skripte\/GameData.py\/DEgameid\/2246\" target=\"_blank\">Weniger ist mehr<\/a>)<\/p>\n<p><b>Kommentar der Westpark Gamers<\/b>: Ein sch\u00f6nes Spiel zum Warming up oder um einen<br \/>\nhei\u00dfen Spielabend ausklingen zu lassen. Sehr flexibel ist die Anzahl der Spieler, denn<br \/>\ndas Spiel kann tats\u00e4chlich befriedigend zu zweit angefangen werden. Ebenso stehen sich 10<br \/>\nSpieler nicht im Wege: da alle gleichzeitig denken und die jeweils n\u00e4chste Karte<br \/>\nausw\u00e4hlen k\u00f6nnen. Das Spiel l\u00e4uft mit jeder Anzahl von Teilnehmern flott \u00fcber die<br \/>\nB\u00fchne.<\/p>\n<p>Die Spielanleitung empfiehlt ein Mindestalter von 10 Jahre. Nach meiner Erfahrung kann<br \/>\naber auch schon mit aufgeweckten Kindern ab 6 Jahren gespielt werden; man mu\u00df ja keine<br \/>\nexakte Arithmetik beherrschen, es reicht allein bestimmen zu k\u00f6nnen, welche von zwei<br \/>\nZahlen die gr\u00f6\u00dfere ist. Notfalls braucht man nicht einmal diese F\u00e4higkeit, denn das kann<br \/>\nein kl\u00fcgerer Mitspieler kundtun.<\/p>\n<p>Altersm\u00e4\u00dfig (und intelligenzm\u00e4\u00dfig) ist das Spiel nach oben hin nicht limitiert. Man<br \/>\nkann es mit beliebig viel Kalk\u00fcl und Planung f\u00fcllen. Allerdings ist nicht sicher, ob man<br \/>\nmit tiefgr\u00fcndigen \u00dcberlegungen bessere Ergebnisse erzielt als mit einem rein<br \/>\ngef\u00fchlsm\u00e4\u00dfigen Vorgehen, ja gar mit einer strengen Zufallsauswahl. In unseren ersten<br \/>\nSpielevents hat Thomas jedesmal aggressiv die Zufallsthese in den Raum geworfen, wenn er<br \/>\nseine hundert Hornochsen einkassiert hat.<\/p>\n<p>Ich bin allerdings ein strikter Vertreter einer geduldig geplanten Strategie. Zun\u00e4chst<br \/>\neinmal gilt es zu vermeiden, mit seiner n\u00e4chsten Karte die Reihe mit den vielen<br \/>\nHornochsen zu kassieren. Hier gilt unser Schlagwort &#8220;H\u00f6chste niedrige&#8221;, d.h.<br \/>\nvon allen Karten, die an eine Kartenreihe mit bereits 5 ausliegenden &#8220;teuren&#8221;<br \/>\nKarten pa\u00dfen, soll man die h\u00f6chste w\u00e4hlen. Damit die anderen Mitspieler eine gr\u00f6\u00dfere<br \/>\nChance haben, eine dazwischenliegende Karte zu ziehen und somit zuerst dran sind, die<br \/>\nKartenreihe f\u00fcr sich zu erwerben.<\/p>\n<p>Diese Taktik ist nach kurzer Zeit nat\u00fcrlich trival und keiner hat vor dem Mitspieler<br \/>\nhierin einen echten Vorteil, au\u00dfer dem der ausgeteilten Handkarten. Es sind aber auch<br \/>\nnicht die kurzfristigen taktischen Z\u00fcge, \u00fcber die das Spiel entscheiden. Denke weniger<br \/>\ndaran, wie Du mit Deiner n\u00e4chsten Karte viele Hornochsen vermeidest, entwickele besser<br \/>\neine Vision, in welcher Reihenfolge Du <b><u>alle<\/u><\/b> Karten Deiner Hand loswerden<br \/>\nwillst. Es gibt nat\u00fcrlich kein Patentrezept, ungeschoren davonzukommen, aber jede Hand<br \/>\nhat Problemf\u00e4lle, die es zu analysieren und zu entsch\u00e4rfen gilt.<\/p>\n<p>Hast du viele hohe Karten, dann solltest du deine Karten so ziehen, da\u00df jeweils eine<br \/>\nm\u00f6glichst hohe Differenz \u00fcberbr\u00fcckt wird und alle Kartenreihen auf m\u00f6glichst hohe<br \/>\nAnfangswerte gesetzt werden. Dann stehen die Mitspieler mit niedrigeren Kartenwerten<br \/>\nunter Druck.<\/p>\n<p>Hast du sehr hohe Karten mit dicht beeinanderliegendem Zahlenwert (ab 100), dann<br \/>\nkannst du versuchen, dir &#8220;Hoch-Nischen&#8221; bauen. Das sind Kartenreihen mit<br \/>\nwenigen Karten und hohem Anfangswert, an denen du allein oder wenigenstens gering<br \/>\ngef\u00e4hrdet die dritte, vierte und f\u00fcnfte Karte anlegen kann.<\/p>\n<p>Hast du viele niedrige Karten, dann solltest du versuchen, dir<br \/>\n&#8220;Niedig-Nischen&#8221; zu bauen. Das sind Kartenreihen mit niedrigen Zahlen, die<br \/>\nunvermutet erzeugt werden &#8211; z.B. beim vorzeitigen Abr\u00e4umen einer hohen Kartenreihe &#8211; , so<br \/>\nda\u00df sie von den &#8220;reichen&#8221; Mitspielern nicht sofort hochgetrieben werden.<\/p>\n<p>Kleine Karten m\u00f6chte man oft m\u00f6glichst schnell loswerden, weil sie sonst irgendwann<br \/>\nals niedrigste Karte eine ganze Kartenreihe einbringen. Ich halte dies in strenger<br \/>\nKonsequenz nicht f\u00fcr richtig. Die Kartenreihe, die du mit seiner niedrigsten Karte<br \/>\nkassierst, kannst du dir beliebig aussuchen. Sie hat meistens einen sehr geringen<br \/>\nHornochsenwert. Deshalb solltest du davor keine Angst haben. Dagegen kannst du mit einer<br \/>\nniedrigen Karte einer schwierigen Situation ausweichen, wo mehrere Kartenreihen mit hohem<br \/>\nHornochsenwert drohen, und du mit der &#8220;H\u00f6chste niedrige&#8221;-Taktik nicht sicher<br \/>\nbist. Weiterhin kannst du mit niedrigen Karten gezielt die &#8220;Hoch-Nischen&#8221; eines<br \/>\nKr\u00f6sus wegr\u00e4umen. Deshalb: Never use the last bit!<\/p>\n<p>Hast du &#8220;schlechte&#8221; Karten (was immer das ist) und hohe Hornochsenkarten,<br \/>\ndann solltest du versuchen, wenigstens von deinen eigenen Hornochsenkarten m\u00f6glichst<br \/>\nwenig mitzubekommen. Indem du sie z.B. an Kartenreihen anlegt, die du garantiert nicht<br \/>\nkassiert. Auch deine eigene letzte Karte kassierst du niemals selber!<\/p>\n<p>Dies sind lauter Ratschl\u00e4ge, die alle nicht &#8220;totsicher&#8221; sind. Sie zeigen<br \/>\naber das breite taktische und strategische Feld auf, in dem &#8220;6 nimmt&#8221; gespielt<br \/>\nwerden kann. Als Freund der Chaos-Theorie kannst du aber auch deine Handkarten gut<br \/>\nmischen und blind der Fortuna die Gewinnstrategie \u00fcberlassen &#8230;<\/p>\n<p><b>Walters Bewertung<\/b>: 8.0<\/p>\n<p><b>Westpark Gesamtbewertung<\/b>: 8.0<\/p>\n<table>\n<tr>\n<td><b>Weiterf\u00fchrenden Informationen:<\/b><\/td>\n<td><a href=\"http:\/\/sunsite.informatik.rwth-aachen.de\/cgi-bin\/luding\/GameData.py?lang=DE&amp;gameid=1357\" target=\"_blank\">Luding Link zu &#8220;6 nimmt&#8221;<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td><a href=\"http:\/\/thomas-rosanski.de\/spiele\/\" target=\"_blank\">Hier<\/a> gibt es eine<br \/>\nonline Version des Spiels.<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8220;6 nimmt&#8221; Review der Westpark Gamers Hersteller: Amigo Autor: Wolfgang Kramer Getestet: Deutsche Ausgabe, 1994 Tester: Walter Sorger Szenario: Abstraktes Kartenspiel mit 104 Karten, auf denen je eine Zahl von 1 bis 104 aufgedruckt ist. 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