{"id":3544,"date":"2001-07-24T12:00:00","date_gmt":"2001-07-24T10:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2001\/07\/24\/chill-black-morn-manor\/"},"modified":"2001-07-24T12:00:00","modified_gmt":"2001-07-24T10:00:00","slug":"chill-black-morn-manor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2001\/07\/24\/chill-black-morn-manor\/","title":{"rendered":"CHILL: BLACK MORN MANOR"},"content":{"rendered":"<h2>CHILL: BLACK MORN MANOR<\/h2>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen\/chill_t.jpg\" align=\"right\" width=\"197\" height=\"263\" border=\"0\" alt=\"Chill\"\/><\/p>\n<p><b>Hersteller<\/b>: Pacesetter (Deutsche Ausgabe bei Schmidt-Spiele unter dem Titel<br \/>\n&#8220;H\u00f6llenhaus&#8221;)<\/p>\n<p><b>Autor<\/b>: Troy Denning<\/p>\n<p><b>Getestet<\/b>: Amerikanische Ausgabe von 1985 (Pacesetter), Out-of-Print<\/p>\n<p><b>Tester<\/b>: Moritz Eggert<\/p>\n<p><b>Szenario<\/b>: Es ist Nacht und die Werw\u00f6lfe heulen wieder. Das Absolut B\u00d6SE hat<br \/>\nsich in einem h\u00f6llischen Anwesen verkrochen, und es ist unsere Aufgabe, es zu vernichten<br \/>\noder dabei zu sterben. Wir sind die &#8220;Envoys&#8221; , die Gesandten des Guten, und wir<br \/>\nwerden versuchen, den Gegenstand zu finden, mit dem das Ungeheuer am richtigen Ort zur<br \/>\nrichtigen Zeit vernichtet werden kann. Wir arbeiten zusammen, und wir gewinnen zusammen,<br \/>\nauch wenn wir uns eventuell gegenseitig behindern&#8230;Ein Anderer \u00fcbernimmt die Rolle des<br \/>\nersten &#8220;Minions&#8221;, also Diener des B\u00d6SEN! Nur sie\/er wei\u00df, welcher Natur das<br \/>\nGrauen ist, das dieses h\u00f6llische Anwesen und seine Anwohner plagt (zur Auswahl stehen 12<br \/>\nverschiedene, Vampire, Zombiemeister, Geister, Fledermauslord, und, und, und&#8230;). Und<br \/>\nsein Ziel ist es, den einzigen Gegenstand, mit dem er zur Strecke gebracht werden kann,<br \/>\nso schnell wie m\u00f6glich aus dem Anwesen zu entfernen, koste es was es wolle. Aber<br \/>\ngottseidank (oder teufelseidank) bleibt das B\u00f6se nicht allein &#8211; die durch Angriffe von<br \/>\nVampirflederm\u00e4usen, Geistern und anderen Monstern aller Arten geplagten<br \/>\n&#8220;Envoys&#8221; verlieren n\u00e4mlich nach und nach ihren Bezug zur Realit\u00e4t. Sie k\u00f6nnen<br \/>\nzwar nicht get\u00f6tet werden, aber irgendwann verlieren sie ihre &#8220;Willpower&#8221; ganz<br \/>\nund werden selber zu &#8220;Minions&#8221;, also Gehilfen des B\u00d6SEN. Das plagt zwar die<br \/>\ngeschrumpfte Schar der &#8220;Envoys&#8221;, aber auch den ehemals einzig B\u00f6sen, denn im<br \/>\nGegensatz zu den Guten denken die &#8220;Minions&#8221; gar nicht daran, sich untereinander<br \/>\nzu helfen. Nein &#8211; allein gewinnen wollen sie, jeder f\u00fcr sich! Der original B\u00f6se hat nur<br \/>\neinen kleinen Vorteil: Er allein wei\u00df, um welchen Gegenstand es geht, und er wird dieses<br \/>\nWissen nicht weitergeben. Nur schade, dass die neuen &#8220;Minions&#8221; jederzeit die<br \/>\nFamiliengruft besuchen k\u00f6nnen, um eben dieses Geheimnis zu erfahren&#8230;<\/p>\n<p>Das Spiel bezieht sich sehr frei auf das gleichnamige Horrorrollenspiel<br \/>\n&#8220;Chill&#8221; von &#8220;Pacesetter&#8221;, das &#8211; im Gegensatz zu diesem Brettspiel &#8211;<br \/>\neine Neuauflage bei einem anderen Verlag erlebte.<\/p>\n<p><b>Das Spiel<\/b>: Das Spiel geh\u00f6rt zu der Gattung der Spiele, bei denen das Gel\u00e4nde<br \/>\nnach und nach aufgebaut wird. Alle Spieler d\u00fcrfen pro Runde maximal 2 &#8220;tiles&#8221;<br \/>\nsetzen, wobei bestimmte Regeln zu beachten sind (gleiche Teile zu gleichen, falls als<br \/>\n&#8220;set&#8221; bezeichnet, das Haus muss immer mindestens einen Eingang haben und<br \/>\nweitergebaut werden k\u00f6nnen). Die Guten starten in der einen Ecke, und versuchen erst<br \/>\neinmal zum Haus vorzudringen, denn dort k\u00f6nnen erst einmal nur &#8220;Anwesen&#8221;-Teile<br \/>\nangelegt werden, also Rasen, Friedhof, Heckentiere, etc.. Der B\u00f6se startet auf der Gruft<br \/>\nund versucht wiederum, das Haus auf m\u00f6glichst unzug\u00e4ngliche Weise zu bauen, um Zeit zu<br \/>\ngewinnen. Beide Spielergruppen k\u00f6nnen aber jederzeit auch bei der anderen Seite anbauen,<br \/>\nsodass der Prozess nie berechenbar ist. Die Teile haben einen<br \/>\n&#8220;Gef\u00e4hrlichkeitsfaktor&#8221; &#8211; wenn die Zahl hoch ist, f\u00e4llt es dem B\u00f6sen leicht,<br \/>\nsich darauf zu bewegen, wenn die Zahl niedrig ist, den Guten. Der Bereich um den<br \/>\nEingang\/Ausgang tendiert dazu, &#8220;gut&#8221; zu sein, das Haus selber ist nat\u00fcrlich<br \/>\n\u00e4u\u00dferst gef\u00e4hrlich und &#8220;b\u00f6se&#8221;.<\/p>\n<p>Ein besonderes Feature des Spiels ist der jeweils vom &#8220;Master&#8221;, also dem<br \/>\nUNGEHEUER abh\u00e4ngige Kartenmix (manche Karten kommen nur mit bestimmten Mastern ins Spiel,<br \/>\nsodass erfahrene Spieler anhand der Karten langsam erraten k\u00f6nnen, wer der Master sein<br \/>\nk\u00f6nnte). Die meisten Karten schaden den &#8220;Envoys&#8221; und werden dementsprechend vom<br \/>\nB\u00f6sen gespielt, es gibt aber auch Karten die nur dem B\u00f6sen schaden, und neutrale Karten,<br \/>\ndie jeder benutzen kann. Es ist durchaus m\u00f6glich, Karten, die man selber nicht benutzen<br \/>\nkann, auf der Hand zu behalten, um sie dem Anderen vorzuenthalten. Wichtig sind nat\u00fcrlich<br \/>\ndie Gegenst\u00e4nde, von denen man immer maximal einen tragen kann (fallengelassene<br \/>\nGegenst\u00e4nde kommen als Counter aufs Spielfeld und k\u00f6nnen von anderen Spielern aufgenommen<br \/>\nwerden. Gegenst\u00e4nde gehen also nie verloren!).<\/p>\n<p>Jeder dieser Gegenst\u00e4nde ist einem Ort oder einer Handlung zugeordnet, die meistens,<br \/>\nsollte der Gegenstand tats\u00e4chlich dem B\u00d6SEN schaden (und es gibt in jedem Spiel nur EINEN<br \/>\nGegenstand, der dies kann), einen Kampf zur Folge hat. Dies geht dann ein bisschen wie<br \/>\nbei &#8220;Cluedo&#8221;: &#8221; Ich bin mit dem Mahagoni-Speer im Schlafzimmer. Ist der<br \/>\nBatlord der M\u00f6rder&#8230;\u00e4h Master?&#8221;. Wenn ja wird gek\u00e4mpft, bzw. gew\u00fcrfelt. Wenn nicht,<br \/>\ndann ist dieser Gegenstand fortan quasi nutzlos, es sei denn, er bringt einen Vorteil im<br \/>\nKampf. Der B\u00d6SE darf \u00fcbrigens nicht l\u00fcgen, das w\u00e4re ja noch sch\u00f6ner! Der Kartenstapel ist<br \/>\nschnell aufgebraucht und bekannt. Hier beginnt dann auch das taktische Element dieses bis<br \/>\ndahin eher gl\u00fccksbetonten Spiels: Von nun an ist es n\u00e4mlich durchaus wichtig, zu planen,<br \/>\nda man nun wei\u00df, wie manche Karten sich auf den Spielverlauf auswirken werden. Dies<br \/>\nerfordert bei jedem Master auch vollkommen neue Taktiken, sodass der Spielreiz auch bei<br \/>\nmehreren Spielen hoch bleibt.<\/p>\n<p>B\u00f6se geworden Gute k\u00f6nnen \u00fcbrigens wieder dem Guten zur\u00fcckgewonnen werden, wenn Sie<br \/>\naufgrund eines Kampfes (der nat\u00fcrlich auch unter den Spielern m\u00f6glich ist), in die<br \/>\nKapelle geschickt werden. Meistens wollen die das aber gar nicht, denn die B\u00f6sen gewinnen<br \/>\nja allein, die Guten &#8220;nur&#8221; in der Gruppe. Es ist eine erfolgversprechende<br \/>\nTaktik, m\u00f6glichst lange gut zu bleiben, bis es einigerma\u00dfen klar ist, wer der Master ist,<br \/>\nsich dann den Gegenstand zu schnappen und durch gezielt hoffnungslose K\u00e4mpfe dem B\u00f6sen zu<br \/>\nverfallen &#8211; Exit und Sieg! Meistens wechseln alle Spieler mehrmals die Seite.<\/p>\n<p><b>Spieldauer<\/b>: Sehr unterschiedlich je nach Master. Ein Spiel dauerte unter einer<br \/>\nStunde, das n\u00e4chste 3! Es handelt sich aber nicht um ein &#8220;Ewigkeitsspiel&#8221;.<\/p>\n<p><b>\u00c4hnliche Spiele<\/b>: Nightmare House, Cluedo<\/p>\n<p><b>Kommentar der Westpark Gamers<\/b>: Dieses Spiel kam mit unterschiedlichen<br \/>\nSpielertypen sehr unterschiedlich an. Es ist eindeutig kein &#8220;Walter&#8221;-Spiel,<br \/>\nd.h. es gibt ein durchaus starkes Gl\u00fcckselement, und ein Gro\u00dfteil des Spa\u00dfes besteht aus<br \/>\nder Chaotik der Geschehnisse und des pers\u00f6nlichen Hineinversetzens in dieselben. Auf dem<br \/>\nSpielfeld ist viel los und die Interaktion zwischen den Spielern ist stark. Die Guten<br \/>\nk\u00f6nnen und sollten sich durchaus absprechen, und ein Teil des Spielspasses besteht darin,<br \/>\ndass die B\u00f6sen es eben nicht tun, bzw. nicht tun sollten. Die meisten Partien arten<br \/>\nirgendwann in eine Art Wettrennen aus &#8211; vor allem wenn der Gegenstand bekannt geworden<br \/>\nist. Aber auch das ist nat\u00fcrlich alles andere als langweilig. Es gibt aber auch durchaus<br \/>\nRaum f\u00fcr Taktik, und sogar Strategie. Die allm\u00e4hliche Kenntnis des Kartensatzes ist ein<br \/>\nwichtiges Element, auch wenn es leider doofe und umst\u00e4ndliche Karten gibt, die, da sie<br \/>\nzwangsl\u00e4ufig immer wieder auftauchen, manchmal sogar eine Art Teufelskreis erzeugen<br \/>\nk\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Mir gef\u00e4llt das Spiel gut, aber Leute, die das (in diesem Fall sehr unernst gemeinte)<br \/>\nHorror-Genre hassen, oder sich mit Chaos und schnell wechselnden Spielsituationen nicht<br \/>\nanfreunden k\u00f6nnen, sollten die Finger hiervon lassen. Alle anderen werden trotz billiger<br \/>\nAufmachung (nur amerikanische Ausgabe!) ihren Spa\u00df haben, und ein etwas vernachl\u00e4ssigtes<br \/>\nund interessantes Spiel zu sch\u00e4tzen lernen.<\/p>\n<p><b>Moritz&#8217; Bewertung<\/b>: 8 von 10<\/p>\n<p><b>Westpark momentane Bewertung<\/b>: 6.5 (letzte Bewertung am 11.7.2001)<\/p>\n<p><b>Weiterf\u00fchrende Informationen:<\/b><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.boardgamegeek.com\/viewitem.php3?gameid=724\">Seite bei<br \/>\nBoardgame-Geek mit vielen Links, englisch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.geocities.com\/eldermount\/ChillFactor\/WhatsChill.html\" target=\"_blank\">\u00fcber &#8220;Chill&#8221;-das ROLLENSPIEL, englisch<\/a><\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>CHILL: BLACK MORN MANOR Hersteller: Pacesetter (Deutsche Ausgabe bei Schmidt-Spiele unter dem Titel &#8220;H\u00f6llenhaus&#8221;) Autor: Troy Denning Getestet: Amerikanische Ausgabe von 1985 (Pacesetter), Out-of-Print Tester: Moritz Eggert Szenario: Es ist Nacht und die Werw\u00f6lfe heulen wieder. 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