{"id":3555,"date":"2005-04-16T12:00:00","date_gmt":"2005-04-16T10:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2005\/04\/16\/deruntergang-von-pompeji\/"},"modified":"2005-04-16T12:00:00","modified_gmt":"2005-04-16T10:00:00","slug":"deruntergang-von-pompeji","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2005\/04\/16\/deruntergang-von-pompeji\/","title":{"rendered":"Der\nUntergang von Pompeji"},"content":{"rendered":"<h2><a href=\"http:\/\/luding.org\/Skripte\/GameData.py\/DEgameid\/16225\" target=\"_blank\">Der<br \/>\nUntergang von Pompeji<\/a><\/h2>\n<p><i>rezensiert von Peter Riedlberger<\/i><\/p>\n<p>Das Spiel &#8220;Der Untergang von Pompeji&#8221; l\u00e4uft in zwei sehr verschiedenen<br \/>\nPhasen ab. In der ersten Phase bev\u00f6lkern die Spieler einen Pompeji-Stadtplan mit<br \/>\nSpielsteinen ihrer Farbe, in der zweite Phase bewegen sie die eigenen P\u00f6ppel und lassen<br \/>\ndie Lava durch die Stadt flie\u00dfen, um so die Spielsteine der anderen zu eliminieren.<\/p>\n<p>Wie sehr doch der zeitliche Abstand alle Wunden heilt. Das Spieldesign h\u00e4tte sich ganz<br \/>\nwunderbar auf ein Urlaubsressort in S\u00fcdostasien \u00fcbertragen lassen, und die Spieler h\u00e4tten<br \/>\ndann die Touristen der anderen Spieler im Tsunami untergehen lassen k\u00f6nnen.<br \/>\nGeschmackloser Vergleich? Dem geneigten Leser sei ein Besuch in Pompeji anempfohlen, mit<br \/>\nden Gipsabg\u00fcssen der Hohlr\u00e4ume, die die K\u00f6rper die Verzweifelten im Ascheregen<br \/>\nhinterlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Wie auch immer. Zur\u00fcck zu Spiel. Die Steine werden \u00fcber Karten aufs Feld gebracht, und<br \/>\nzwar in einzelne Geb\u00e4ude. Ist im Geb\u00e4ude schon jemand, bekommt man zus\u00e4tzliche Steine,<br \/>\nund zwar genau so viele Steine, wie dort Leute waren. Die darf man aber nicht ins selbe<br \/>\nGeb\u00e4ude setzen, sondern muss sie \u00fcber andere Geb\u00e4ude verteilen. Klingt so, als sollte man<br \/>\nnur in besetzte Felder ziehen. Ganz so einfach ist es aber nicht. In der Lava-Phase hat<br \/>\nman gar nicht die Zeit, um alle eigenen Leute zu retten. Hat man zu viele, werden die<br \/>\nsterben. Und die Zahl der Leichen ist der Tie-Breaker am Ende.<\/p>\n<p>Zwischendrin gibt es Ereigniskarten des Inhalts &#8220;Kille eine beliebige Figur und<br \/>\nziehe eine neue Karte&#8221;. Nett, wenn man so etwas 2-3 Mal nach einander zieht. Weniger<br \/>\nnett allerdings f\u00fcr die anderen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/pompeji_b1.jpg\" align=\"left\" width=\"310\" height=\"235\" border=\"0\" alt=\"board\"\/><\/p>\n<p>In der Lava-Phase zieht jeder Spieler vor seinem Bewegungszug blind ein Lavapl\u00e4ttchen.<br \/>\nDiese Pl\u00e4ttchen sind mit einem von sechs Symbolen gekennzeichnet. Zu jedem dieser Symbole<br \/>\ngeh\u00f6rt ein Startpunkt. Das Pl\u00e4ttchen muss neben eines der bereits ausliegenden Pl\u00e4ttchen<br \/>\ngelegt werden. Das alles stellt ein geh\u00f6riges Zufallselement dar. Es gibt Lavastr\u00f6me, die<br \/>\nw\u00fcrde man gern fortsetzen (zum Beispiel, weil ein halbes Dutzend gegnerische Leute da<br \/>\nstehen). Andere sind v\u00f6llig egal. Es ist sehr hilfreich f\u00fcr den Spielgewinn, wenn man<br \/>\ndarauf achtet, nur interessante Pl\u00e4ttchen zu ziehen.<\/p>\n<p>Das Bewegen der Menschen folgt der Regel: So viele Schritte, wie Leute auf dem<br \/>\nAusgangsfeld stehen. Deswegen ist es problematisch, wenn man in der ersten Phase zu viele<br \/>\nLeute zu verteilt aufs Feld brachte. Gewonnen hat, wer am Ende die meisten Leute retten<br \/>\nkonnte.<\/p>\n<p>Es lie\u00dfen sich eine Menge taktischer Tipps geben. So gibt es Geb\u00e4ude, die sehr viel<br \/>\nbesser sind als andere (weil sie nahe am Ausgang sind und weit von Lava-Startpunkten). Es<br \/>\nist eine gute Idee, Felder mit einem oder zwei Spieler zu teilen, denn dann gibt es<br \/>\nweniger Spieler, die Lava auf die eigenen Leute lenken wollen. Man zieht Menschen nur so<br \/>\nweit vors Tor, dass sie fliehen k\u00f6nnten, und besch\u00e4ftigt sich dann erst einmal wieder mit<br \/>\ngef\u00e4hrdeteren P\u00f6ppeln. Wenn man Lava sinnvoll (und mit etwas Gl\u00fcck) baut, kann man andere<br \/>\nLavastr\u00f6me kanalisieren. Usw.<\/p>\n<p>Aber leider ist das Gl\u00fcck beim Lavap\u00f6ppelziehen allentscheidend (sofern die Mitspieler<br \/>\nhalbwegs schlau sind), sodass alle die sch\u00f6nen Taktiktipps gar nicht so viel bewirken.<br \/>\nInsofern ist dieses Pompeji-Spiel nicht so recht f\u00fcr Vielspieler geeignet. F\u00fcr Familien<br \/>\naber auch nicht, denn daf\u00fcr m\u00fcssen zu viele abstrakte Regeln verinnerlicht werden (von<br \/>\ndenen ich die meisten hier weggelassen habe). Und so kommt letztlich unsere Wertung<br \/>\nzustande: Schon okay, aber keineswegs gro\u00dfartig.<\/p>\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Untergang von Pompeji rezensiert von Peter Riedlberger Das Spiel &#8220;Der Untergang von Pompeji&#8221; l\u00e4uft in zwei sehr verschiedenen Phasen ab. 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