{"id":3556,"date":"2004-12-15T12:00:00","date_gmt":"2004-12-15T11:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2004\/12\/15\/destino\/"},"modified":"2004-12-15T12:00:00","modified_gmt":"2004-12-15T11:00:00","slug":"destino","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2004\/12\/15\/destino\/","title":{"rendered":"Destino"},"content":{"rendered":"<h2><a href=\"http:\/\/luding.org\/Skripte\/GameData.py\/DEgameid\/277\" target=\"_blank\">Destino<\/a><\/h2>\n<p><i>rezensiert von Walter Sorger<\/i><\/p>\n<p>Der \u00e4ltere Bruder von &#8220;Hol&#8217;s der Geier&#8221;: Alle Spieler bekommen den<br \/>\ngleichen Kartensatz mit aufgedruckten Zahlen zwischen 0 und 6. Alle ziehen verdeckt<br \/>\njeweils eine Karte aus ihrem Stapel und legen sie dann gleichzeitig auf. Jetzt wird das<br \/>\nErgebnis ausgewertet. Gleiche Karten neutralisieren sich und verfallen. Die Spieler,<br \/>\nderen Karten nicht verfallen sind, m\u00fcssen auf einem Schicksalsweg (daher wohl der Name<br \/>\n&#8220;Destino&#8221;) so viele Felder vorw\u00e4rtsgehen, wie die Zahl auf ihrer Karte angibt.<br \/>\nWer auf diesem Weg 25 Felder vorw\u00e4rtsgezogen ist, f\u00e4llt in ein Schwarzes Loch und<br \/>\nscheidet aus.<\/p>\n<p>Der Spieler, dessen nicht-verfallene Karte die h\u00f6chsten Zahl aufweist, bekommt<br \/>\nzus\u00e4tzlich einen Siegpunkt. Wer als erster f\u00fcnf Siegpunkte auf dem Konto hat, ist Sieger.<br \/>\n(Sofern er nicht in das Schwarze Loch gefallen ist.)<\/p>\n<p>Bereits 1986 hat Spear dieses Spiel von Garrett Donner herausgebracht. Wie damals<br \/>\n\u00fcblich, mit einem richtigen, gro\u00dfen Brett und ausgewachsenen Holzp\u00f6ppeln, die auf dem<br \/>\nSpielbrett tapfer ihrem Schicksal entgegengehen. Das zwei Jahre sp\u00e4ter erstmals<br \/>\nerschienene &#8220;Hol&#8217;s der Geier&#8221; von Alex Randolph ist dagegen ein reines<br \/>\nKartenspiel und unterscheidet sich von &#8220;Destino&#8221; in folgenden Elementen.<\/p>\n<table border=\"1\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"5\">\n<tr>\n<td>\n<p><b>Merkmal<\/b><\/p>\n<\/td>\n<td>\n<p><b>Destino<\/b><\/p>\n<\/td>\n<td>\n<p><b>Hol&#8217;s der Geier<\/b><\/p>\n<\/td>\n<td>\n<p><b>Auswirkung<\/b><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n<p><b>Kartenwerte<\/b><\/p>\n<\/td>\n<td>\n<p>Liegen zwischen 0 und 6.<br \/>\n<br \/>\nJeder Wert kommt mehrfach vor.<\/p>\n<\/td>\n<td>\n<p>Liegen zwischen 1 und 15.<br \/>\n<br \/>\nJeder Wert kommt genau einmal vor.<\/p>\n<\/td>\n<td>\n<p>Die Wahrscheinlichkeit f\u00fcr das Aufdecken gleicher Zahlen ist bei Destino deutlich<br \/>\nh\u00f6her.<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n<p><b>Siegpunkte<\/b><\/p>\n<\/td>\n<td>\n<p>Es gibt immer nur 1 Siegpunkt pro Karte.<\/p>\n<\/td>\n<td>\n<p>Siegpunkte liegen zwischen minus 5 und plus 10.<\/p>\n<\/td>\n<td>\n<p>Dadurch, da\u00df bei Destino immer die gleiche Anzahl von Siegpunkten vergeben wird, gibt<br \/>\nes keine Spekulation auf gute oder schlechte Karten. Man kann weder eine eigene Taktik<br \/>\nentwickeln noch die der Mitspieler versuchen zu erraten.<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>\n<p><b>Schwarzes Loch<\/b><\/p>\n<\/td>\n<td>\n<p>Besitzt dieses zus\u00e4tzliche Spielende-Kriterium.<\/p>\n<\/td>\n<td>\n<p>Besitzt dieses Merkmal nicht.<\/p>\n<\/td>\n<td>\n<p>Diese zus\u00e4tzliche M\u00f6glichkeit zum Ausscheiden ist ein reizvolles positives<br \/>\nSpielelement bei Destino.<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<p>Bei beide Spielen handelt es sich um lockere Kartenspiele zum Aufw\u00e4rmen, Absacken oder<br \/>\nf\u00fcr Zwischendurch. W\u00e4hrend &#8220;Hol&#8217;s der Geier&#8221; aber eine ganze Reihe von<br \/>\ntaktischen und psychologischen Finessen kennt und hier auch ein gutes Ged\u00e4chtnis einige<br \/>\nVorteile mit sich bringt, regiert &#8220;Destino&#8221; ohne Einschr\u00e4nkungen der blinde<br \/>\nZufall. Es gibt keinerlei Hinweise, ob die Kontrahenten gerade Ambitionen f\u00fcr hohe oder<br \/>\nf\u00fcr niedrige Karten zeigen k\u00f6nnten. Dubletten lassen sich nicht vermeiden. Taktik gibt es<br \/>\nnicht, h\u00f6chstenfalls einen Spa\u00dffaktor. Der kann in der richtigen Gesellschaft, vor allem<br \/>\nauch in j\u00fcngeren Kreisen, vielleicht sogar erheblich sein.<\/p>\n<p>Wir waren von diesem Zufallsprinzip allerdings nicht ganz so erbaut. Um mir nicht<br \/>\nunn\u00f6tig den Kopf \u00fcber die richtige Kartenauswahl zerbrechen zu m\u00fcssen, und vor allem um<br \/>\nmich nicht hinterher \u00fcber meine falsche Psychologie \u00e4rgern zu m\u00fcssen, habe ich einfach<br \/>\nmeine Karten gemischt und jeweils blind eine Karte aus dem eigenen Kartensatz gezogen.<br \/>\nAugen zu und durch. \u00dcberliste den Zufall mit dem Zufall! Stellt Euch vor, ich habe alle<br \/>\ndrei Durchg\u00e4nge gewonnen! Ist das bei &#8220;Destino&#8221; vielleicht die<br \/>\nGewinnstrategie?<\/p>\n<p>G\u00fcnther war entt\u00e4uscht, da\u00df man sein Spiel damit kaputt machen kann. Womit er auch<br \/>\nRecht hat. Aber leider ist das in &#8220;Destino&#8221; eine unvermeidliche, ja<br \/>\noffensichtlich sogar eine erfolgreiche Option.<\/p>\n<div align=\"right\">\n<form><input style=\"font-weight:bold\" type=\"button\" value=\"im Forum diskutieren\" onclick=\"location.replace('..\/PBLang\/index.php')\"\/><\/form>\n<\/div>\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Destino rezensiert von Walter Sorger Der \u00e4ltere Bruder von &#8220;Hol&#8217;s der Geier&#8221;: Alle Spieler bekommen den gleichen Kartensatz mit aufgedruckten Zahlen zwischen 0 und 6. Alle ziehen verdeckt jeweils eine Karte aus ihrem Stapel und legen sie dann gleichzeitig auf. Jetzt wird das Ergebnis ausgewertet. Gleiche Karten neutralisieren sich und verfallen. 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