{"id":3561,"date":"2006-11-27T12:00:00","date_gmt":"2006-11-27T11:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2006\/11\/27\/die-saeulen-dererde-2\/"},"modified":"2006-11-27T12:00:00","modified_gmt":"2006-11-27T11:00:00","slug":"die-saeulen-dererde-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2006\/11\/27\/die-saeulen-dererde-2\/","title":{"rendered":"Die S\u00e4ulen der\nErde"},"content":{"rendered":"<h2><a href=\"http:\/\/luding.org\/Skripte\/GameData.py\/DEgameid\/20203\" target=\"_blank\">Die S\u00e4ulen der<br \/>\nErde<\/a><\/h2>\n<p style=\"font-style: italic\">rezensiert von Peter Riedlberger<\/p>\n<p>Ich kenne das gleichnamige Buch nicht; ja mehr noch, ich ahnte nicht die Existenz desselben, ehe<br \/>\nich das gleichnamige Brettspiel in H\u00e4nden hielt. Das will hei\u00dfen, dass ich garantiert keinen<br \/>\nKommentar dazu abgeben werde, ob das Spiel das &#8220;Feeling&#8221; des Buchs transportiert. Mich<br \/>\nst\u00f6rt am Brettspielnamen, dass er so extrem sperrig ist und ich ihn nicht mal eindeutig zu<br \/>\n&#8220;S\u00e4ulen&#8221; verk\u00fcrzen kann, weil ein anderes Essen-2006-Spiel &#8220;Die S\u00e4ulen von<br \/>\nVenedig&#8221; hei\u00dft. So benutz&#8217; ich ab jetzt das \u00e4u\u00dferst unansehnliche SdE.<\/p>\n<p>Der Karton von SdE beinhaltet sechs Holzkl\u00f6tzchen, aus denen sich eine Kathedrale zusammensetzt.<br \/>\nAm Ende einer Runde verbaut der aktuelle Startspieler sein Kl\u00f6tzchen, und der neue Startspieler<br \/>\nschnappt sich das Teil, das die n\u00e4chste Runde beenden wird. Die Kathedralenkl\u00f6tzchen sind also eine<br \/>\nder wertigsten Formen der Startspielermarkierung und des Rundenz\u00e4hlers, die man so antrifft.<br \/>\nAnsonsten spielen sie keine (!) Rolle f\u00fcr den Spielablauf. Nein, keine Villa-Paletti-Elemente.<\/p>\n<p>Das Vergleichsspiel ist vielmehr das unter &#8220;echten&#8221; Spielern begeistert aufgenommene<br \/>\nCaylus. Wie bei Caylus platzieren die Spieler ihre Handlungssteine auf dem Spielfeld. Sobald diese<br \/>\nPlatzierungsrunde abgeschlossen ist, werden diese Handlungssteine einer festen Reihenfolge nach<br \/>\nausgewertet: Der eine kann sich vor dem Ereignis der Runde sch\u00fctzen, der andere kriegt eine<br \/>\nSonderkarte, hier gibt&#8217;s einen oder zwei kostenlose Siegpunkte, dort stellt man sich hin, um<br \/>\nkeine Steuern bezahlen zu m\u00fcssen, um Waren zu (ver)kaufen oder um der neue Startspieler zu werden.<br \/>\nSoweit ist das Prinzip vertraut.<\/p>\n<p>Wie werden die Handlungssteine platziert? Jeder Spieler hat drei davon, und die wandern in den<br \/>\nbeliebten schwarzen Sack, um vom Startspieler gezogen zu werden. Der erste gezogene Stein kann<br \/>\nplatziert werden, das kostet aber 7 Gold. Egal, ob der erste Stein gesetzt wird oder nicht: Der<br \/>\nzweite kostet 6 Gold. Das geht so weiter, bis der Preis 0 Gold betr\u00e4gt. Dann wird garantiert<br \/>\ngesetzt, und wenn alle Steine gezogen wurde, werden die abgehandelt, bei denen der Besitzer zuvor<br \/>\ngeizte. Die kann er jetzt kostenlos setzen.<\/p>\n<p>Sch\u00f6ner Mechanismus. Werde ich gleich am Anfang gezogen, kriege ich das, was ich will &#8211; zu einem<br \/>\nenormen Preis. Warte ich noch ein bisschen zu, k\u00f6nnte jemand anderes vorher viel Geld ausgeben.<br \/>\nAu\u00dferdem sind dann ja nur noch zwei Steine von mir im Sack. Der einzige M\u00f6glichkeit, diese Ziehung<br \/>\nzu beeinflussen, ist das Recht des Startspielers, einmal (!) pro Runde einen gezogenen Stein sofort<br \/>\nwieder zur\u00fcckzuwerfen.<\/p>\n<p>Es geht in diesem Spiel um Siegpunkte. Siegpunkte werden i.d.R. von Handwerkern produziert, die<br \/>\ni.d.R. einen der drei Rohstoffe Sand, Stein, Holz zu Punkten umwandeln. Ein richtig mieser<br \/>\nHandwerker wandelt drei Sand-Marker in einen Siegpunkt, ein richtiger guter wandelt einen Stein in<br \/>\nzwei Siegpunkte, der beste Handwerker wandelt ein Holz plus ein Metall (ein Sonderrohstoff) in<br \/>\nsatte sechs Siegpunkte.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/saeulendererde_b1.jpg\" align=\"left\" width=\"260\" height=\"219\" border=\"0\" alt=\"board\"\/>Wie kommt man Handwerker und Rohstoffe? Das geht zwar auch im Spielteil mit den<br \/>\nHandlungssteinen auf dem Brett (man kann Rohstoffe kaufen, oder durch Sonderkarten bekommen, oder<br \/>\n\u2026), aber eigentlich ist daf\u00fcr die allererste Phase zust\u00e4ndig. Da liegen 2 Handwerker plus 7<br \/>\nRohstoffkarten aus. Beginnend beim Startspieler schnappt sich jeder Spieler eine Karte, solange wie<br \/>\ner will und zahlen kann. Handwerker kosten Gold (das man ansonsten f\u00fcr u.a. die P\u00f6ppelverteilung<br \/>\nund die Steuer braucht), Rohstoffkarten kosten Arbeiter. Davon hat man jede Runde 12 zur Verf\u00fcgung.<br \/>\nF\u00fcr eine Steinkarte, die 4 Steine produziert (die teuerste im Spiel) braucht man z. B. gleich 10<br \/>\ndavon.<\/p>\n<p>Damit h\u00e4tt&#8217; ich die Zugreihenfolge mehr oder weniger durch, wenn diese auch anders herum<br \/>\nabl\u00e4uft wie mein Text: Erste Phase Handwerker + Rohstoffe, zweite Phase P\u00f6ppel platzieren, dritte<br \/>\nPhase P\u00f6ppel werten. Die letzte dieser Wertungen ist das Erzeugen von Siegpunkten. Das Ganze<br \/>\ngeschieht sechs Mal, dann ist das Spiel vorbei.<\/p>\n<p>SdE ist ein sehr gutes Spiel. Bisher hatte jeder von uns, der es spielte, gro\u00dfen Spa\u00df dabei. Es<br \/>\ngibt viele M\u00f6glichkeiten etwas zu tun, sodass man sich nicht zu einer Strategie gedr\u00e4ngt f\u00fchlt.<br \/>\nGleichzeitig ist das Ganze hervorragend ausgewogen. Die eigenartige Methode der<br \/>\nAktionsstein-Platzierung bewirkt, dass Gr\u00fcbler den Zug nicht zuvor komplett durchrechnen k\u00f6nnen und<br \/>\nsich daher zeitm\u00e4\u00dfig zur\u00fcckhalten m\u00fcssen. SdE ist eine Art Caylus Lite &#8211; im positiven Sinne.<\/p>\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die S\u00e4ulen der Erde rezensiert von Peter Riedlberger Ich kenne das gleichnamige Buch nicht; ja mehr noch, ich ahnte nicht die Existenz desselben, ehe ich das gleichnamige Brettspiel in H\u00e4nden hielt. Das will hei\u00dfen, dass ich garantiert keinen Kommentar dazu abgeben werde, ob das Spiel das &#8220;Feeling&#8221; des Buchs transportiert. 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