{"id":3573,"date":"2005-06-10T12:00:00","date_gmt":"2005-06-10T10:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2005\/06\/10\/diamant\/"},"modified":"2005-06-10T12:00:00","modified_gmt":"2005-06-10T10:00:00","slug":"diamant","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2005\/06\/10\/diamant\/","title":{"rendered":"Diamant"},"content":{"rendered":"<h2><a href=\"http:\/\/luding.org\/Skripte\/GameData.py\/DEgameid\/18635\" target=\"_blank\">Diamant<\/a><\/h2>\n<p><i>rezensiert von Moritz Eggert<\/i><\/p>\n<p>Das Erfinden im Team geh\u00f6rt zu den K\u00f6nigsdisziplinen in der Spieleszene, und wenn zwei<br \/>\nGr\u00f6ssen wie Alan R. Moon (Elfenland) und Bruno Faidutti (Ohne Furcht und Adel)<br \/>\nzusammenarbeiten ist auf jeden Fall Hinschauen Pflicht, auch wenn \u201eSchmidt<br \/>\nSpiele\u201c sich erst seit j\u00fcngerer Zeit mit \u201eAutorenspielen\u201c hervortut.<br \/>\nDiamant ist allerdings deutlich weniger anspruchsvoll als ein typisches Faidutti oder<br \/>\nMoon-Spiel \u2013 vielleicht eine Vorgabe des Verlags?<\/p>\n<p>In \u201eDiamant\u201c verk\u00f6rpern die Spieler furchtlose Schatzsucher, die sich in<br \/>\ntiefe H\u00f6hleng\u00e4nge wagen, um die dicksten Diamanten ans Tageslicht zu bringen. Hinter<br \/>\ndieser traditionellen \u201eAdventure\u201c-Fassade verbirgt sich allerdings ein<br \/>\nlupenreines Zockerspiel der eher einfachen Art \u2013 wer hier auf Abenteuerkarten und<br \/>\nFallgruben hofft, wird also entt\u00e4uscht werden.<\/p>\n<p>Zuerst einmal bauen die Spieler kleine Schatzkisten zusammen, die vor allem dazu<br \/>\ndienen, den aktuellen Stand der eigenen Diamanten geheimzuhalten. Auf dem im Grunde<br \/>\nunn\u00f6tigen Spielplan befinden sich 5 H\u00f6hleneing\u00e4nge an die die H\u00f6hlenkarten angelegt<br \/>\nwerden. Diese Eing\u00e4nge werden in der Regel etwas verwirrend als<br \/>\n\u201eH\u00f6hlenblocker\u201c bezeichnet, das ist aber angesichts der sehr kurzen und alles<br \/>\nandere als unverst\u00e4ndlichen Regel nicht wirklich schlimm.<\/p>\n<p>Die Spieler dringen nun gemeinsam in die H\u00f6hle vor und decken eine H\u00f6hlenkarte auf.<br \/>\nDiese zeigt nun entweder eine Anzahl von Diamanten (zum Beispiel \u201e3\u201c oder<br \/>\nauch \u201e17\u201c) oder eine \u201eGefahr\u201c (Skorpione, Schlangen und \u00e4hnliches<br \/>\nGekreuch). Sind es Diamanten, werden diese durch die Anzahl der gerade in der H\u00f6hle<br \/>\nanwesenden Spieler geteilt, der Rest kommt auf die aktuelle H\u00f6hlenkarte. Sind es also zum<br \/>\nBeispiel drei Spieler und 17 Edelsteine bekommt jeder 5 Steine und 2 kommen auf die<br \/>\nKarte. Die so erlangten Diamanten kommen noch nicht in die Schatzkiste sondern daneben,<br \/>\ndenn die H\u00f6hle mu\u00df ja erst noch unbeschadet verlassen werden.<\/p>\n<p>Ist die aufgedeckte Karte eine Gefahr, passiert erst einmal noch nichts. Wird derselbe<br \/>\nGefahrentyp (also zum Beispiel Skorpion) allerdings im selben H\u00f6hlengang noch einmal<br \/>\naufgedeckt, m\u00fcssen alle Spieler alle ihre bisherigen in dieser H\u00f6hle erlangten Steine<br \/>\nwieder abgeben.<\/p>\n<p>Daher wird vor dem Aufdecken jeder Karte geboten, in dem man seinen Abenteurer<br \/>\nverdeckt in die Hand nimmt oder nicht und dann alle gleichzeitig aufdecken. Ist man<br \/>\nweiterhin dabei, mu\u00df man die Konsequenz der n\u00e4chsten Karte akzeptieren, hat man sich<br \/>\nfr\u00fchzeitig verabschiedet, nimmt man alle auf den Karten liegenden Steinchen auf. Haben<br \/>\nmehrere Spieler keine Lust mehr weiterzugehen, werden diese Steine nat\u00fcrlich auch wieder<br \/>\naufgeteilt!<\/p>\n<p>Dies wird 5 mal durchexerziert (es werden also 5 H\u00f6hlen solange erforscht, bis auch<br \/>\nder letzte Schatzsucher aufgibt), dann endet das Spiel und der Spieler mit den meisten<br \/>\nKlunkern ist Sieger.<\/p>\n<p>Dies sind im Grunde auch schon alle Regeln. Was wie ein recht simples Spielchen<br \/>\nklingt, ist es auch, aber Spass machen tut es. Nat\u00fcrlich versuchen die Cracks zu<br \/>\nberechnen, wie wahrscheinlich das zweite Auftauchen eine Gefahrenkarte ist (da die Karten<br \/>\nalle immer vom selben Stapel genommen werden, ist dies durchaus m\u00f6glich), aber nat\u00fcrlich<br \/>\nkann man das nie genau wissen. Interessant wird es immer dann, wenn viele Steine auf den<br \/>\nKarten liegen, denn dann wird ein fr\u00fches Aussteigen durchaus reizvoll, das Problem ist<br \/>\nnat\u00fcrlich, da\u00df andere das dann auch attraktiv finden. Traum jeden Abenteurers ist es<br \/>\nnat\u00fcrlich, mutterseelenallein durch die H\u00f6hlen zu streifen, einen Stein nach dem anderen<br \/>\naus den G\u00e4ngen hauend, w\u00e4hrend die feigen Kollegen schon wieder bei Chili aus der Dose im<br \/>\nCamp sitzen. Unm\u00f6glich ist das nicht, aber man braucht starke Nerven. Ich pers\u00f6nlich<br \/>\nfand, da\u00df das fr\u00fche Aussteigen oft bessere Ertr\u00e4ge findet, aber das h\u00e4ngt sicherlich vom<br \/>\nWagemut der Runde ab.<\/p>\n<p>\u201eDiamant\u201c ist ein nettes kleines Spielchen, das viel Spa\u00df bringt, sich<br \/>\naber eher als F\u00fcller oder Abschlussspielchen eignet denn als Hauptgang, aber das ist ja<br \/>\nbeileibe nichts schlechtes, denn man kann ja nicht immer nur \u201eBluff\u201c<br \/>\nspielen&#8230; Zudem eignet es sich sehr gut als Spiel f\u00fcr alle Altersgruppen, auch sehr junge<br \/>\nSpieler werden hier gleiche Chancen haben.<\/p>\n<p>Die Aufmachung ist h\u00fcbsch, der Preis nicht zu hoch, was will man also mehr? Auf in die<br \/>\nH\u00f6hle zum Diamantensuchen!<\/p>\n<p>Erkl\u00e4rung der Regeln: 5 Minuten<\/p>\n<p>Zusammenbau der Schatzkisten: maximal 1 Minute<\/p>\n<p>Spielspass: hoch<\/p>\n<p>Gehirnschmalz: wenig ben\u00f6tigt<\/p>\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diamant rezensiert von Moritz Eggert Das Erfinden im Team geh\u00f6rt zu den K\u00f6nigsdisziplinen in der Spieleszene, und wenn zwei Gr\u00f6ssen wie Alan R. Moon (Elfenland) und Bruno Faidutti (Ohne Furcht und Adel) zusammenarbeiten ist auf jeden Fall Hinschauen Pflicht, auch wenn \u201eSchmidt Spiele\u201c sich erst seit j\u00fcngerer Zeit mit \u201eAutorenspielen\u201c hervortut. 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