{"id":3599,"date":"2005-02-22T12:00:00","date_gmt":"2005-02-22T11:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2005\/02\/22\/imauftrag-des-koenigs\/"},"modified":"2005-02-22T12:00:00","modified_gmt":"2005-02-22T11:00:00","slug":"imauftrag-des-koenigs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2005\/02\/22\/imauftrag-des-koenigs\/","title":{"rendered":"Im\nAuftrag des K\u00f6nigs"},"content":{"rendered":"<h2><a href=\"http:\/\/luding.org\/Skripte\/GameData.py\/DEgameid\/16307\" target=\"_blank\">Im<br \/>\nAuftrag des K\u00f6nigs<\/a><\/h2>\n<p><i>rezensiert von Peter Riedlberger<\/i><\/p>\n<p>&#8220;Im Auftrag des K\u00f6nigs&#8221; ist ein brettspielartiges Kartenspiel von Adlung.<br \/>\nDie Spieler sind Tafelrundenritter und wollen 25 Punkte, die Siegbedingung, erreichen.<br \/>\nLaut Prospekt ist es besonders gut f\u00fcr zwei Personen geeignet (theoretisch 2-4). Auch wir<br \/>\nglauben, dass es zu dritt oder viert eher weniger gut funktioniert (weil dann das Spiel<br \/>\ntrotz kaum vorhandenen Zufallselements rein durch Gruppendynamik-Chaos entschieden wird<br \/>\nund au\u00dferdem weil es dann noch l\u00e4nger dauern w\u00fcrde).<\/p>\n<p>Das &#8220;Spielfeld&#8221; (das aus den Karten erstellt wird) besteht aus einem<br \/>\ngeographischen Raum (einem kreisf\u00f6rmigen Spielfeld \u00e0 la &#8220;Verr\u00e4ter&#8221;) und aus<br \/>\nKarten, die Aktionen symbolisieren. Diese Aktionen dienen dazu, Nachschub an Karten zu<br \/>\nbekommen, sich \u00fcbers Feld zu bewegen oder Siegpunkte zu machen. Die Zahl jeweiligen<br \/>\nKarten ist begrenzt. Es gibt z. B. nur eine Gerichtskarte, und daher kann es jede Runde<br \/>\nnur eine Gerichtsverhandlung geben.<\/p>\n<p>Wer weniger Siegpunkte hat, ist Startspieler der Runde. Er sucht sich eine Karte aus.<br \/>\nDann sucht sich der Mitspieler eine Karte aus. Dann wieder der Startspieler usw., bis<br \/>\njeder vier Karten hat.<\/p>\n<p>Karten k\u00f6nnen entweder zu Hause (= Camelot) oder unterwegs gespielt werden;<br \/>\nAbenteuerkarten nur an ganz bestimmten Orten. Dieser Zusammenhang muss beim Nehmen der<br \/>\nKarten nicht beachtet werden, wohl aber beim Ausspielen.<\/p>\n<p>Ein Beispiel: Der eine Spieler h\u00e4tte die Aktionskarten &#8220;Auftrag annehmen&#8221;,<br \/>\n&#8220;Lanze nehmen&#8221;, &#8220;Pferd 3 Felder&#8221;, &#8220;Auftrag spielen&#8221;, der<br \/>\nandere h\u00e4tte die Aktionskarten &#8220;Buch nehmen&#8221;, &#8220;Schwert nehmen&#8221;,<br \/>\n&#8220;Bewegung 4 Felder&#8221;, &#8220;Gericht&#8221; genommen.<\/p>\n<p>In der zweiten Phase spielt der Startspieler alle vier Karten in beliebiger<br \/>\n(sinnvoller) Reihenfolge, dann kommt allein der andere dran. Siegpunkte gibt&#8217;s f\u00fcr<br \/>\nGericht abhalten (2 Punkte; wof\u00fcr man 1 Buch abgeben muss), Turnier abhalten (2 Punkte;<br \/>\nwof\u00fcr man 1 Schwert oder 1 Lanze abgeben muss, sofern nicht der andere auch die Karte<br \/>\nTurnier nahm; dann wird geheim geboten) oder Abenteuer (3-5 Punkte; die Bezahlung h\u00e4ngt<br \/>\nvon der Schwierigkeit ab).<\/p>\n<p>Man kann also in einer Runde durchaus mehr als 5 Punkte machen. N\u00f6tig w\u00e4re dazu ein<br \/>\n5er Auftrag (f\u00fcr den man die n\u00f6tigen Gegenst\u00e4nde auf der Hand hat), noch ein Auftrag,<br \/>\nbeide &#8220;Auftrag spielen&#8221;-Karten (es gibt zwei davon) sowie (mindestens) ein<br \/>\nPferd. (Alternativ k\u00f6nnte nat\u00fcrlich ein Gericht den kleineren Auftrag ersetzen oder<br \/>\n\u00e4hnlich).<\/p>\n<p>Deswegen ist die richtige Strategie meist, den anderen punktem\u00e4\u00dfig vorpreschen zu<br \/>\nlassen. Das Spiel endet ja bei 25 mit &#8220;sudden death&#8221;. Hat der anderen 24 Punkte<br \/>\nund bin ich vorher mit meinen 18 dran und kann 7 Punkte machen, habe ich gewonnen. Es ist<br \/>\nauch deswegen ein gro\u00dfer Vorteil, Startspieler zu sein, weil immer nur ein neuer Auftrag<br \/>\nangenommen werden kann (es gibt nur eine Karte). Nehme ich jede Runde diese Karte, raube<br \/>\nich dem Gegner die M\u00f6glichkeit, \u00fcberhaupt die dicken Punkte zu machen.<\/p>\n<p>Das Spannende am Spiel ist nur die Kartenauswahl-Phase; was nachher gespielt wird,<br \/>\nwird dort komplett determiniert (Ausnahme Turnier, wo geboten wird). Der Zufall<br \/>\nbeschr\u00e4nkt sich auf das Nachziehen des angenommenen Auftrags (es stehen stets drei zur<br \/>\nVerf\u00fcgung).<\/p>\n<p>Das Spiel funktioniert definitiv, spielt sich aber etwas pomadig. Wirklich spannend<br \/>\nist das Aussuchen n\u00e4mlich zumeist nicht: Ich nehme halt das Beste, was es gibt; den<br \/>\nGegner eng zu beobachten, ist meist nicht notwendig. Es gibt nat\u00fcrlich Ausnahmen, z. B.<br \/>\nwenn er weit von Camelot weg ist (wo allein Nachschubkarten gespielt werden k\u00f6nnen) und<br \/>\nich ihm das einzige 4er Pferd wegnehme (das kommt aber bei einem cleveren Gegner nicht<br \/>\nvor). Oder wenn ich sehe, dass er zu viele Punkte macht und ich Startspieler werden kann,<br \/>\nwenn ich mich zur\u00fcckhalte. Aber das ist nicht die Regel. Viel \u00fcblicher ist, dass ich mir<br \/>\nhalt ein paar Nachschubkarten hole und ein paar Punkte machen, wie&#8217;s eben mit<br \/>\nGericht\/Tunier\/Abentuer so geht.<\/p>\n<p>Fazit: Wir sind beide keine Fans des Spiels, aber das kann auch an uns liegen. Wie<br \/>\ngesagt, ist das Spiel eigentlich in sich sauber und geschlossen. Es mag halt nur keine<br \/>\nrechte Spannung aufkommen.<\/p>\n<p>Wertung: <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen\/2star.gif\" width=\"24\" height=\"12\" border=\"0\" alt=\"\"\/><\/p>\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Auftrag des K\u00f6nigs rezensiert von Peter Riedlberger &#8220;Im Auftrag des K\u00f6nigs&#8221; ist ein brettspielartiges Kartenspiel von Adlung. Die Spieler sind Tafelrundenritter und wollen 25 Punkte, die Siegbedingung, erreichen. Laut Prospekt ist es besonders gut f\u00fcr zwei Personen geeignet (theoretisch 2-4). 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