{"id":3614,"date":"2001-12-31T12:00:00","date_gmt":"2001-12-31T11:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2001\/12\/31\/lords-of-creation\/"},"modified":"2001-12-31T12:00:00","modified_gmt":"2001-12-31T11:00:00","slug":"lords-of-creation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2001\/12\/31\/lords-of-creation\/","title":{"rendered":"LORDS OF CREATION"},"content":{"rendered":"<h2>LORDS OF CREATION<\/h2>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen\/lords_t.jpg\" align=\"right\" width=\"271\" height=\"339\" border=\"0\" alt=\"Lords of Creation\"\/><\/p>\n<p><b>Hersteller<\/b>: Warfrog (erh\u00e4ltlich, aber sicherlich nicht \u00fcberall!)<\/p>\n<p><b>Autor<\/b>: Martin Wallace<\/p>\n<p><b>Getestet<\/b>: Deutsch\/Englische Ausgabe (erschienen 1999)<\/p>\n<p><b>Tester<\/b>: Moritz Eggert<\/p>\n<p><b>Szenario<\/b>: Die Spieler erschaffen gemeinsam eine Welt und besiedeln diese mit<br \/>\nMenschen. Man mu\u00df versuchen, m\u00f6glichst viele Felder mit m\u00f6glichst zivilisierter<br \/>\nBev\u00f6lkerung zu kontrollieren. Dabei stehen einem die anderen Mitspieler meistens im<br \/>\nWege&#8230;<\/p>\n<p><b>Das Spiel<\/b>: Die Spieler (2-5 an der Zahl, aber am besten 4 oder 5) sind wahrlich<br \/>\nHerren (oder Herrinnen) der Sch\u00f6pfung. Zuerst wird ein Planet erschaffen (indem leere<br \/>\nSechseckfelder mit verschiedenen Landschaften, z.B. Meer, Grasland, H\u00fcgel, Berg, W\u00fcste &#8211;<br \/>\nwie bei &#8220;Siedler&#8221; halt &#8211; gef\u00fcllt werden). Dann versuchen die Spieler den<br \/>\nPlaneten mit Menschen zu besiedeln, wozu diverse Karten, den Landschaftstypen<br \/>\nentsprechend, verwendet werden. Je niedriger der Einsatzwert der Karte (d.h. je weniger<br \/>\nMenschenp\u00f6ppel man einzusetzen plant), je eher ist man dran &#8211; die Zugreihenfolge wechselt<br \/>\nalso jede Runde. Oft gibt es spannendes Gepoker, wenn attraktive Felder freigeworden<br \/>\nsind, die jetzt besiedelt werden k\u00f6nnen (wer spielt die &#8220;niedrigste, h\u00f6chste<br \/>\nKarte&#8221;, ein Begriff, den wir beim Spielen von &#8220;6 nimmt&#8221; entwickelt haben).<br \/>\nZuerst sind die erschaffenen Menschen barbarisch, k\u00f6nnen also k\u00e4mpfen, dann werden sie<br \/>\n(vom Spieler bestimmt) zivilisiert, k\u00f6nnen also nicht mehr k\u00e4mpfen und stehen nur noch<br \/>\nfriedlich in der Gegend herum (das w\u00e4re das erste Mal in der Geschichte der Menschheit,<br \/>\nda\u00df Zivilisation friedlicher macht!). Das Kampfsystem ist einfach, und auf W\u00fcrfeln<br \/>\nbasierend. Der besondere Clou ist eine zuerst doof klingende Regel: wer einen Pasch<br \/>\nw\u00fcrfelt, mu\u00df seinen Zug sofort beenden, d.h. bricht seinen Angriff sofort erfolglos ab,<br \/>\nund verzichtet auf jegliche weitere Aktionen. Diese simple Regel verhindert<br \/>\n&#8220;Risiko&#8221;-artige Feldz\u00fcge (&#8220;man fange mit einer m\u00f6glichst gro\u00dfen Armee an,<br \/>\nund versuche, m\u00f6glichst viel kaputt zu machen&#8221;). Und wer meint, da\u00df man dadurch<br \/>\npechm\u00e4\u00dfig benachteiligt w\u00fcrde, t\u00e4uscht sich: Das letzte Spiel wurde von einem Spieler<br \/>\ngewonnen, der geradezu besessen einen Pasch nach dem anderen w\u00fcrfelte, und dem kein<br \/>\neinziger Feldzug gelang. Das Spiel wird n\u00e4mlich von dem gewonnen, der seine Sch\u00e4fchen<br \/>\n(Menschlein) am bestem &#8220;managt&#8221;, d.h. taktisch m\u00f6glichst vor Angriffen<br \/>\nentzieht, und seine Zivilisation geschickt verteidigt. Es handelt sich also nicht<br \/>\nwirklich um ein agressives Spiel, und wer seine Energie in Feldz\u00fcgen verpulvert, wird<br \/>\nmeistens nicht gewinnen. Schlie\u00dflich kann man noch Tempel bauen (die am meisten Punkte<br \/>\nbringen), und die wollen auch eher verteidigt werden! Wenn das Spiel zu Ende ist gewinnt<br \/>\nderjenige, der aktuell die meisten Punkte auf dem Spielfeld hat &#8211; Jedes barbarische Feld<br \/>\nbringt 1 Punkt, jedes zivilisierte 2 Punkte und jeder Tempel 3. Die Regeln sind zwar<br \/>\nnicht besonders gut geschrieben (weder im Englischen noch im Deutschen), das Spiel l\u00e4\u00dft<br \/>\nsich aber dennoch recht schnell erkl\u00e4ren, und ist auch f\u00fcr Anf\u00e4nger geeignet.<\/p>\n<p><b>Spieldauer<\/b>: Erkl\u00e4rung eine Viertelstunde, Spielzeit um die 2 Stunden,<br \/>\nunabh\u00e4ngig von der Spielerzahl (!), denn der Talon wird durchgespielt, und gleich auf die<br \/>\nSpieler aufgeteilt, egal wie viele mitspielen.<\/p>\n<p><b>\u00c4hnliche Spiele<\/b>: Risiko (von der Komplexit\u00e4t her vergleichbar), Civilization,<br \/>\nHistory of the World (die wesentlich komplexer und mehr &#8220;realistischer&#8221; Natur<br \/>\nsind)<\/p>\n<p><b>Kommentar der Westpark Gamers<\/b>: Dieses Spiel war schon einige Male auf dem<br \/>\nTisch, und macht immer wieder Freude &#8211; noch nie habe ich erlebt, da\u00df der Spielverlauf<br \/>\nsich glich! Die anf\u00e4ngliche Aufbauphase des Planeten ist etwas langweilig geraten (denn<br \/>\nim Grunde geht es beim Setzen der Gel\u00e4ndearten um nichts, und man wei\u00df auch absolut<br \/>\nnicht, wo man sp\u00e4ter mal auftauchen wird, kann daher auch keine &#8220;Position&#8221;<br \/>\nbauen), danach kommt aber durchaus Stimmung auf. Wargamer werden das Kampfsystem<br \/>\nunbefriedigend finden, es ist aber f\u00fcr dieses eher &#8220;Beer und Bretzel&#8221;-artige<br \/>\nSpiel absolut sinnvoll &#8211; Mehr w\u00e4re weniger! Die Paschregel verhindert endlose Feldz\u00fcge<br \/>\nmit erstaunlicher Wirksamkeit, und das Spielgef\u00fchl ist flott, allerdings nicht ohne<br \/>\nFrustrationen. Eine eher defensive und &#8220;unauff\u00e4llige&#8221; Taktik zahlt sich aus.<br \/>\nAls Manko wurde die farbliche \u00c4hnlichkeit der Gras- und H\u00fcgelfelder bemerkt (obwohl das<br \/>\nSpieldesign sonst &#8220;ok&#8221; ist) &#8211; eine Verwechslung die mir z.B. schon \u00f6fter<br \/>\npassiert ist! Man holt das Spiel wegen seiner &#8220;Epik&#8221; und (dennoch) &#8211; relativ &#8211;<br \/>\nkurzen Spieldauer sicherlich gerne immer wieder mal hervor. Eine Rarit\u00e4t, nach der man<br \/>\nsuchen sollte!<\/p>\n<p><b>Moritz&#8217; Bewertung<\/b>: 8 von 10<\/p>\n<p><b>Westpark momentante Gesamtbewertung<\/b>: 6.4<\/p>\n<table>\n<tr>\n<td><b>Weiterf\u00fchrende Informationen:<\/b><\/td>\n<td><a href=\"http:\/\/www.gamecabinet.com\/sumo\/Issue14.15\/LordsOfCreation.html\" target=\"_blank\">Game Cabinet<\/a> &#8211; ausf\u00fchrlichere Kritik in Englisch von Mike Siggins<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>LORDS OF CREATION Hersteller: Warfrog (erh\u00e4ltlich, aber sicherlich nicht \u00fcberall!) Autor: Martin Wallace Getestet: Deutsch\/Englische Ausgabe (erschienen 1999) Tester: Moritz Eggert Szenario: Die Spieler erschaffen gemeinsam eine Welt und besiedeln diese mit Menschen. Man mu\u00df versuchen, m\u00f6glichst viele Felder mit m\u00f6glichst zivilisierter Bev\u00f6lkerung zu kontrollieren. 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