{"id":3622,"date":"2005-03-30T12:00:00","date_gmt":"2005-03-30T10:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2005\/03\/30\/manila\/"},"modified":"2005-03-30T12:00:00","modified_gmt":"2005-03-30T10:00:00","slug":"manila","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2005\/03\/30\/manila\/","title":{"rendered":"Manila"},"content":{"rendered":"<h2><a href=\"http:\/\/luding.org\/Skripte\/GameData.py\/DEgameid\/18640\" target=\"_blank\">Manila<\/a><\/h2>\n<p><i>rezensiert von Walter Sorger<\/i><\/p>\n<p>Seehandel, Waren-Transport, Aktienkauf, Einlaufswette &#8211; kennen wir das nicht schon?<br \/>\nVersteigern, gut investieren, w\u00fcrfeln und die zugeh\u00f6rigen Wahrscheinlichkeiten in den<br \/>\nGriff kriegen, das sind die Aktionen bei &#8220;Manila&#8221;. Soweit ist das von den<br \/>\nZutaten her nichts Neues, doch das Gesamtergebnis bringt in Inhalt und Form eine ganz<br \/>\neigene Qualit\u00e4t.<\/p>\n<p>Das Spiel l\u00e4uft in mehreren Runden ab. Pro Runde m\u00fcssen drei Schiffe mit je drei<br \/>\nW\u00fcrfel-W\u00fcrfen eine Strecke von 14 Feldern zur\u00fccklegen. Jedes Schiff, das diese Strecke<br \/>\nschafft, bringt seiner Besatzung sowie dem Personal am Hafen bare M\u00fcnze ein, au\u00dferdem<br \/>\nsteigen die Aktien der transportierten Warenarten. Jedes Schiff, das es nicht schafft,<br \/>\nmu\u00df auf die Werft, wo dann die Werftarbeiter ausbezahlt werden.<\/p>\n<p>14 Felder mit 3 W\u00fcrfen zur\u00fccklegen? Kleine Rechnung mit dem W\u00fcrfel-Einmaleins: Das<br \/>\nschafft man nur in etwa 16 % aller F\u00e4lle, keine \u00fcppige Erfolgsquote! Klar, aber der<br \/>\n&#8220;Hafenmeister&#8221; darf ein bi\u00dfchen nachhelfen! Der Hafenmeister (gleichbedeutend<br \/>\nmit dem Startspieler) darf den drei Schiffen einen willk\u00fcrlichen Startvorteil von bis zu<br \/>\n5 Feldern verschaffen, f\u00fcr alle drei Schiffe zusammen insgesamt 9 Felder. \u00dcblicherweise<br \/>\ngew\u00e4hrt der Hafenmeister seinem Lieblingsschiff die maximale Vorgabe von 5, so da\u00df dieses<br \/>\nSchiff bis zu Ziel nur noch 9 Felder mit dem W\u00fcrfel zur\u00fcckzulegen braucht. Daf\u00fcr betr\u00e4gt<br \/>\ndie Erfolgswahrscheinlichkeit schon angen\u00e4hert 75 %. Das zweite Schiff bekommt in der<br \/>\nRegel die restlichen Vorgabe-Felder, n\u00e4mlich 4; von hier aus schaffen es immerhin noch<br \/>\nknapp zwei Drittel aller Starter ins Ziel. Das dritte Schiff bleibt auf sich selbst<br \/>\ngestellt, es mu\u00df allein mit den Zuteilungen des W\u00fcrfels auskommen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/manila\/manila_b2.jpg\" align=\"left\" width=\"260\" height=\"343\" border=\"0\" alt=\"board\"\/><\/p>\n<p>Aber fangen wir mit den Regeln ganz von vorne an.<\/p>\n<p>Zu Beginn bekommt jeder Spieler ein Startkapital von 30 Pesos. Damit mu\u00df er<br \/>\nwirtschaften, Posten erwerben, Gewinne und Verluste ausgleichen. Der Spieler mit dem<br \/>\nmeisten Geld gewinnt am Ende das Spiel.<\/p>\n<p>Als erste Aktion pro Runde wird der Hafenmeister, d.h. die Startspieler-Position<br \/>\nversteigert. Ganz normal reihum, wer einmal pa\u00dft, ist ausgestiegen. Es ist die einzige<br \/>\nVersteigerungsaktion im Spiel, aber sie ist entscheidend und darf keineswegs links liegen<br \/>\ngelassen werden. Wer den Hafenmeister ersteigert hat, dominiert die Aktionen der Runde.<br \/>\nZur zahlenm\u00e4\u00dfigen Bewertung dieser Rolle m\u00f6chte ich am Ende noch ein paar rechnerische<br \/>\n\u00dcberlegungen hinzuf\u00fcgen.<\/p>\n<p>Der Hafenmeister darf sich eine beliebige Aktie von einer der vier angebotenen<br \/>\nWarenarten kaufen. Er ist der einzige, der in dieser Runde eine Aktie bekommt. Alle<br \/>\nanderen Mitspieler schauen auf ihrem vorhandenen Aktienbesitz in die R\u00f6hre.<\/p>\n<p>Die Aktie kostet 5 Pesos, ist aber erst mal nichts wert. Erst wenn Schiffe mit dieser<br \/>\nWarenart ans Ziel gekommen sind, steigt der Aktienwert; am Anfang in Schritten von 5,<br \/>\ngegen Spielende sogar um 10 Pesos.<\/p>\n<p>Spielende ist \u00fcbrigens, wenn der Wert einer Aktie f\u00fcnf mal erh\u00f6ht wurde und ein Limit<br \/>\nvon 30 Pesos erreicht hat. Das kann fr\u00fchestens nach 5 Runden geschehen, es dauert<br \/>\n\u00fcblicherweise auch nicht viel l\u00e4nger. Die \u00fcbrigen Aktien krebsen dann meist immer noch<br \/>\nmit Werten zwischen 0 und 10 Pesos herum.<\/p>\n<p>Der Hafenmeister w\u00e4hlt nun unter den vier m\u00f6glichen Schiffen drei aus, die er auf die<br \/>\nStrecke schickt. Ein Schiff, gleichbedeutend mit einer Warenart, geht in dieser Runde<br \/>\nschon mal leer aus.<\/p>\n<p>Von den Vorgabe-M\u00f6glichkeiten des Hafenmeisters habe ich oben schon gesprochen, er<br \/>\nkann einem Schiff bis zu 5 Felder Vorsprung geben. Nat\u00fcrlich stellt er die ausgew\u00e4hlten<br \/>\nSchiffe so auf, da\u00df seine Schiffe, d.h. diejenigen, von deren Fracht er die meisten<br \/>\nAktien besitzt, ganz vorne liegen.<\/p>\n<p>Jetzt kommt der Postenschacher, und erst jetzt sind die anderen Mitspieler auch wieder<br \/>\nbeteiligt. Jeder Spieler bringt reihum &#8211; angefangen vom Hafenmeister &#8211; einen seiner vier<br \/>\nP\u00f6ppel auf einer m\u00f6glichst eintr\u00e4glichen Arbeitsstelle auf dem Spielfeld unter. Folgende<br \/>\nM\u00f6glichkeiten stehen zur Auswahl:<\/p>\n<ol start=\"1\" type=\"i\">\n<li>Besatzung auf einem Schiff: Auf jedem Schiff k\u00f6nnen drei bis vier<br \/>\nBesatzungsmitglieder anheuern. Wenn das Schiff das Ziel erreicht, wird der Frachtertrag<br \/>\ngleichm\u00e4\u00dfig unter der Besatzung aufgeteilt. Wenn das Schiff unterwegs liegenbleibt, geht<br \/>\ndie Besatzung leer aus.<\/p>\n<\/li>\n<li>Hafenarbeiter an den Pieren 1 bis 3: Erreicht nur ein Schiff das Ziel, bekommt nur<br \/>\nder Arbeiter von Pier 1 seinen Lohn. Erreichen zwei Schiffe das Ziel, kriegt der von Pier<br \/>\n2 auch was, und beim dritten Schiff wird auch der Arbeiter von Pier 3 angemessen<br \/>\nentlohnt.<\/p>\n<\/li>\n<li>Werftarbeiter in den Werften 1 bis 3: Umgekehrt wie bei den Hafenarbeitern bekommen<br \/>\ndie Wertarbeiter nur dann ihren Lohn, wenn einige Schiffe nicht das Ziel erreichen und in<br \/>\nden Werften repariert werden m\u00fcssen.<\/p>\n<\/li>\n<li>Lotse: Er darf einmal ein Schiff um ein oder zwei Felder vor- oder zur\u00fccksetzen. Hat<br \/>\ner seine Leute st\u00e4rker im Hafen engagiert hat, wird er daran interessiert sein, ein<br \/>\nSchiff mehr den Hafen erreichen zu lassen und zieht es vorw\u00e4rts. Hat er dagegen seine<br \/>\nM\u00e4nner in der Werft plaziert, zieht er es lieber r\u00fcckw\u00e4rts, um es unterwegs eher stranden<br \/>\nzu lassen.<\/p>\n<\/li>\n<li>Versicherungsagent: Er kassiert von Haus aus die Versicherungspr\u00e4mie, mu\u00df als<br \/>\nGegenleistung aber f\u00fcr alle Reparaturkosten aufkommen, die in den Werften anfallen. Wenn<br \/>\ner viel Gl\u00fcck hat, kommt er ungeschoren davon.<\/p>\n<\/li>\n<li>Pirat: Endet ein Schiff auf dem Weg zum Ziel zuf\u00e4llig genau ein Feld vor dem<br \/>\nZielfeld, so darf der Pirat dort das Schiff kapern: Er l\u00e4\u00dft die Besatzung \u00fcber Bord<br \/>\ngehen, f\u00e4hrt selbst noch das letzte Feld bis in den Hafen und steckt die Frachtpr\u00e4mie<br \/>\nalleine ein. Bei Gutd\u00fcnken kann er mit seinem Schiff auch die Werft ansteuern und so den<br \/>\nWerftarbeitern zu ihrer Entlohnung verhelfen.<\/li>\n<\/ol>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/manila\/manila_b1.jpg\" align=\"right\" width=\"260\" height=\"291\" border=\"0\" alt=\"board\"\/><\/p>\n<p>Jede Arbeitsstelle kostet Geld. Je sicherer die damit verbundene Einnahme ist, desto<br \/>\nh\u00f6her ist der Preis. Platz 1 im Hafen und auf der Werft ist teuerer als die nachfolgenden<br \/>\nPl\u00e4tze. Die jeweils letzten Pl\u00e4tze bringen am meisten ein; es ist ja auch ziemlich<br \/>\nunwahrscheinlich, da\u00df in einer Runde alle drei Schiffe den Hafen erreichen oder alle drei<br \/>\nauf den Werften enden.<\/p>\n<p>Die Kosten, um in der Schiffsbesatzung unterzukommen, steigen mit der Anzahl der<br \/>\nMatrosen an Bord. Der erste Platz ist der billigste; es ist also lohnenswert, m\u00f6glichst<br \/>\nschnell anzuheuern &#8211; vorausgesetzt, da\u00df das Schiff den Hafen erreicht. Die<br \/>\nWahrscheinlichkeit daf\u00fcr kann sich nat\u00fcrlich nach den ersten W\u00fcrfen noch entscheidend<br \/>\nver\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Das Spiel kommt nun richtig in Schwung. Nach dem Positionieren der ersten<br \/>\nArbeitskr\u00e4fte wird f\u00fcr jedes Schiff gew\u00fcrfelt und entsprechend nach vorne gezogen. Die<br \/>\nSpieler setzen ihren n\u00e4chsten P\u00f6ppel auf die freien Posten wie unter 6, und es wird zum<br \/>\nzweiten Male gew\u00fcrfelt. Dann werden die letzten P\u00f6ppel positioniert und das dritte und<br \/>\nletzte Mal werden die Schiffe vorw\u00e4rts gew\u00fcrfelt. Die Runde ist zu Ende, und die Ertr\u00e4ge<br \/>\nf\u00fcr Schiff und Arbeiter werden ausbezahlt.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Warenarten am Ziel wird der Aktienmarker erh\u00f6ht. Erreicht eine Warenart den<br \/>\nAnschlag ist das Spiel aus und der Spieler mit dem h\u00f6chsten Besitzstand an Geld und<br \/>\nAktien ist Sieger.<\/p>\n<p>Eine sch\u00f6ne Mischung aus planerischen und spielerischen Mitteln. Der Zufallseinflu\u00df<br \/>\ndes W\u00fcrfel ist konstruktiv, er schafft und f\u00f6rdert die spielerische Stimmung.<br \/>\n&#8220;Manila&#8221; soll nicht allein durch herzloses Hantieren mit Wirtschaftsbilanzen<br \/>\ngewonnen werden.<\/p>\n<p>Piraten sind ein gewolltes Chaos-Element. Es unterliegt allein dem W\u00fcrfelgl\u00fcck, ob ein<br \/>\nSchiff auf dem Piratenfeld endet; dann allerdings ist der Piraten-Effekt f\u00fcr alle<br \/>\nBeteiligten ziemlich drastisch. Trotzdem ist die Auswirkung auf die Spiel-Mechanismen<br \/>\npositiv: Es gibt einem Au\u00dfenseiter noch eine Hoffnung, ins Spiel zu kommen, und eher geht<br \/>\nes den reichen Pfeffers\u00e4cken an den Kragen. Im Erfolgsfall &#8211; selten genug &#8211; gibt es dann<br \/>\nf\u00fcr den Piraten und f\u00fcr die Unbeteiligten ein gro\u00dfes Hallo.<\/p>\n<p>Ansonsten darf jeder seine \u00fcberschaubaren Wirtschaftspl\u00e4ne verfolgen, Besatzungen<br \/>\nanheuern, Schiffe lotsen, Arbeiter einsetzen und Pr\u00e4mien kassieren. Alles unter der<br \/>\ngro\u00dfen Leitung des Hafenmeisters.<\/p>\n<h4>Wieviel ist der Hafenmeister wert?<\/h4>\n<p>Diese Rolle haben wir in unserem ersten Spiel total untersch\u00e4tzt.<\/p>\n<p>Jeder Spieler bekommt als Startgeld 30 Pesos in die Hand. Da man noch f\u00fcr die Posten<br \/>\nseiner vier P\u00f6ppel bezahlen mu\u00df und als guter Hauswirtschaftler eine Reserve f\u00fcr den<br \/>\nNotfall halten m\u00f6chte, erscheinen auf den ersten Blick 5 bis 10 Pesos f\u00fcr das simple<br \/>\nPrivileg des Startspieler eine angemessene Summe zu sein. So hielten wir es in den ersten<br \/>\nRunden. Bis uns die Bedeutung dieser Rolle aufging.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Nur der Hafenmeister erweitert seinen Aktienbesitz. Er allein entscheidet \u00fcber die<br \/>\nWarenarten auf den Schiffen und beg\u00fcnstigt nat\u00fcrlich diejenigen, wo er Mehrheiten<br \/>\nbesitzt. Er stellt seinen Liebling auf den besten Startplatz. Er sucht sich die<br \/>\nlukrativsten Posten f\u00fcr seine Mitarbeiter aus und bezahlt die geringsten Geb\u00fchren daf\u00fcr.<br \/>\nWenn&#8217;s hart kommt, rei\u00dft er sich auch noch den gro\u00dfen Lotsen unter den Nagel und<br \/>\nschiebt seine fu\u00dfkranke Flotte per Hand \u00fcber die Ziellinie.<\/p>\n<p>Rechnen wir mal in Pesos und Centavos aus, welche Vorteile der Hafenmeister von seinem<br \/>\nPosten hat:<\/p>\n<table border=\"1\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"5\">\n<tr>\n<td>Erwerb einer Aktie<\/td>\n<td>5 Pesos<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Zur\u00fccklassen einer Warenart der Konkurrenz<\/td>\n<td>1 Peso<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>F\u00f6rderung des Schiffes mit seiner Mehrheits-Warenart<br \/>\n<br \/>\n(dieser Effekt steigt noch bei extremen Aktien-Mehrheiten)<\/td>\n<td>5 Pesos<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Priorit\u00e4t beim Besetzen der Schiffe<\/td>\n<td>2 Pesos<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Priorit\u00e4t beim Besetzen der Arbeiter-Positionen<\/td>\n<td>2 Pesos<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><b>Summe<\/b><\/td>\n<td><b>15 Pesos<\/b><\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<p>Diese Zahlen entstammen einer \u00dcberschlagsrechung von Betr\u00e4gen und ihren<br \/>\nWahrscheinlichkeiten. In Summe sind sie sicherlich noch zu niedrig angesetzt. Stellen wir<br \/>\nuns mal die Extrem-Situation vor, da\u00df ein und derselbe Spieler in allen 5 Runden eines<br \/>\nSpieles jedesmal die Hafenmeister-Position ersteigert:<\/p>\n<p>Er bekommt dann 5 Aktien der besten Warenart und zahlt daf\u00fcr 5+5+5+10+20 = 45 Pesos.<br \/>\nDie zugeh\u00f6rige Aktie besitzt am Spielende den oberen Grenzwert von 30 Pesos. Allein sein<br \/>\nAktiendepot summiert sich auf einen Wert von 150 Pesos. Das entspricht einem Gewinn von<br \/>\n21 Pesos pro Runde, nur aus den Aktienk\u00e4ufen als Hafenmeister! Dazu kommen noch die<br \/>\nVorteile aus dem Erst-Besetzungsrecht der angebotenen Posten.<\/p>\n<p>Es ist zwar nicht gesagt, da\u00df das Lieblingsschiff des Hafenmeisters in jeder Runde das<br \/>\nZiel erreicht. Die Wahrscheinlichkeit daf\u00fcr ist aber doch recht hoch. Und wenn ein Spiel<br \/>\neine Runde l\u00e4nger dauert, dann mu\u00df der begnadete Hafenmeister halt noch ein weiteres Mal<br \/>\ndiese Position ersteigern. Er bekommt noch eine Aktie und noch mal alle Privilegien der<br \/>\nStartspielerposition. Schlie\u00dflich hat er sich bis hierher \u00fcber die lukrativsten<br \/>\nEinnahmequellen und die geringsten Kosten ohnehin zum reichsten Spieler gemausert.<\/p>\n<p>Was k\u00f6nnen die Mitspieler dagegen tun? Sie m\u00fcssen ihr Fell so teuer verkaufen wie<br \/>\nm\u00f6glich. Und zwar von Anfang an. Bereits die erste Aktie, die erste Wertsteigerung ist<br \/>\nein Schritt zum Sieg. Machen wir es dem Gegner doch so schwer wie m\u00f6glich! Lassen wir ihn<br \/>\nf\u00fcr seine Machtposition ordentlich bluten, bitten wir ihn kr\u00e4ftig zur Kasse! Oder noch<br \/>\nbesser: \u00dcbernehmen wir doch gleich selbst diese Rolle! Es lohnt sich. Aber bitte nicht<br \/>\nweitersagen!<\/p>\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Manila rezensiert von Walter Sorger Seehandel, Waren-Transport, Aktienkauf, Einlaufswette &#8211; kennen wir das nicht schon? Versteigern, gut investieren, w\u00fcrfeln und die zugeh\u00f6rigen Wahrscheinlichkeiten in den Griff kriegen, das sind die Aktionen bei &#8220;Manila&#8221;. Soweit ist das von den Zutaten her nichts Neues, doch das Gesamtergebnis bringt in Inhalt und Form eine ganz eigene Qualit\u00e4t. 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