{"id":3627,"date":"2003-11-12T12:00:00","date_gmt":"2003-11-12T11:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2003\/11\/12\/monkeys-on-the-moon\/"},"modified":"2003-11-12T12:00:00","modified_gmt":"2003-11-12T11:00:00","slug":"monkeys-on-the-moon","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2003\/11\/12\/monkeys-on-the-moon\/","title":{"rendered":"Monkeys On The Moon"},"content":{"rendered":"<h2><a href=\"http:\/\/www.eightfootllama.com\/motm.htm\" target=\"_blank\">Monkeys On The Moon<\/a><\/h2>\n<p class=\"quote\">&#8220;Shot into space and long since forgotten, six monkey tribes<br \/>\nfiercely compete to advance their civilizations&#8230;<\/p>\n<p> Well, &#8220;civilizations&#8221; might be too strong a word for it &#8212; most of the tribes<br \/>\nare still struggling with basic grooming. But they fiercely compete nonetheless.<br \/>\nFortunately you, the players, have better uses for your time. Leaving aside your<br \/>\nsquabbling tribemates, you&#8217;ve learned how to repair the ships that stranded everyone<br \/>\non the moon in the first place.<\/p>\n<p> But who do you let on board? Some tribes do not get along, some monkeys wield greater<br \/>\ninfluence than others and some tribes simply can&#8217;t stand the sight of you. The player<br \/>\nwho brings freedom to the most revered and influential monkeys will surely be a hero back<br \/>\non Earth&#8230;&#8221;<\/p>\n<p>So beschreibt Jim Doherty sein Kartenspiel &#8220;Monkeys On The Moon&#8221; (MOTM), das<br \/>\n2002 erschien und von ihm auf der Spiel 2002 zum ersten Mal in Deutschland pr\u00e4sentiert<br \/>\nwurde (<a href=\"http:\/\/www.eightfootllama.com\/Spiel.PDF\" target=\"_blank\">Jim&#8217;s Essen<br \/>\n2002 Bericht<\/a>).<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen\/doherty_t.jpg\" align=\"left\" width=\"321\" height=\"365\" border=\"0\" alt=\"Jim Doherty of Eight Foot Llama\"\/><\/p>\n<p>Die obige Beschreibung und der Titel lassen bef\u00fcrchten, dass MOTM ein Spiel rund um<br \/>\neine lustige Idee, mit hohem Gl\u00fccksanteil aber wenig Tiefgang ist, wie wir schon einige<br \/>\namerikanische Spiele auf dem Tisch hatten. Jim bezeichnet MOTM laut Untertitel aber als<br \/>\nstrategisches Kartenspiel und das war auch der Grund, weshalb wir <a href=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Artikel\/spiel2003a.html\">auf der Spiel 2003<\/a> Interesse an dem Spiel fanden. Eine<br \/>\nkurze Proberunde mit Jim Doherty himself \u00fcberzeugte uns soweit, dass wir ein Exemplar<br \/>\nerstanden.<\/p>\n<p>Das Spiel kommt in einer stabilen Schachtel (sehr viel besser als &#8220;Who Stole<br \/>\nEd&#8217;s Pants?&#8221;) und die Komponenten (Karten, Spielsteine) haben professionelle<br \/>\nQualit\u00e4t. Wie schon zuvor bei seinem &#8220;Who Stole Ed&#8217;s Pants&#8221; liegt dem Spiel<br \/>\neine deutsche \u00dcbersetzung der Spielregel bei &#8211; einem schnellen Einstieg steht damit<br \/>\nnichts im Wege.<\/p>\n<p>Kurz zu den wesentlichen Mechanismen des Spiels: MOTM ist im Kern ein<br \/>\nVersteigerungsspiel bei dem die Spieler versuchen, die Mehrheit an m\u00f6glichst wertvollen<br \/>\nAffenrassen zu erringen. Und wie bei anderen Versteigerungsspielen auch (z.B.<br \/>\n&#8220;<a href=\"http:\/\/luding.org\/Skripte\/GameData.py\/DEgameid\/1000\" target=\"_blank\">Modern Art<\/a>&#8220;), ist der Wert eines ersteigerten Objekts erst gegen Ende<br \/>\ndes Spiels f\u00fcr die Spieler klar erkennbar.<\/p>\n<p>In der ersten Phase seines Zuges f\u00f6rdert man durch Ausspielen einer &#8220;Civilization<br \/>\nCard&#8221; eine der sechs Affenrassen. Daf\u00fcr erh\u00e4lt man von dieser Rasse zwei<br \/>\n&#8220;Gunstpunkte&#8221; ihrer Farbe, w\u00e4hrend man einer anderen Rasse &#8211; der, die mit der<br \/>\ngef\u00f6rderten verfeindet ist &#8211; einen Gunstpunkt bezahlen muss (kann man dies nicht erh\u00e4lt<br \/>\nman eine &#8220;Hasskarte&#8221; dieser Rasse, die einem im Verlauf des Spiels und bei der<br \/>\nEndabrechnung Nachteile einbringt).<\/p>\n<p>In der zweiten Phase seines Zuges versteigert man eine der offen liegenden<br \/>\nAffenkarten. Als W\u00e4hrung dienen dabei wiederum die Gunstpunkte. Ersteigerte Affen werden<br \/>\nin das Raumschiff des Ersteigerers verladen. Sobald ein Raumschiff die aufgedruckte<br \/>\nAnzahl befreundeter Affen geladen hat startet es und bringt dem Spieler einerseits einen<br \/>\nGunstpunkt andererseits Siegpunkte am Ende des Spiels.<\/p>\n<p>Sobald alle Civilization Cards gespielt wurden endet das Spiel. Nun wird ermittelt,<br \/>\nwer die meisten &#8220;Affenpunkte&#8221; jeder Rasse ersteigert hat. Dieser Spieler und<br \/>\nder mit den zweitmeisten Punkten bekommen je nach &#8220;Ausbildungsstand&#8221; der<br \/>\njeweiligen Rasse Siegpunkte.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen\/motm_b1.jpg\" align=\"right\" width=\"300\" height=\"300\" border=\"0\" alt=\"Monkeys on the Moon\"\/><\/p>\n<p>Wie bei \u00e4hnlichen Versteigerungsspielen ist also jeder Spieler in dem Dilemma<br \/>\nentscheiden zu m\u00fcssen, welche Rasse er f\u00f6rdert, ohne dabei sicher gehen zu k\u00f6nnen, dass<br \/>\ner damit einem anderen Spieler nicht genauso viel oder sogar mehr n\u00fctzt als sich selber.<br \/>\nGleichzeitig wird erst gegen Ende des Spiels klar, welches die wirklich wertvollen Rassen<br \/>\nsind, die es sich zu ersteigern lohnt. Deshalb bietet es sich an, erst einmal unabh\u00e4ngig<br \/>\nvom jeweiligen &#8220;Intelligenzstand&#8221; einer Affenrasse durch g\u00fcnstiges Ersteigern<br \/>\nvon Karten nur einer oder zwei Rassen eine halbwegs sichere Mehrheit zu etablieren, um<br \/>\ndann im weiteren Verlauf des Spiels genau diese Rassen zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Dies ist allerdings leichter gesagt als getan, da einerseits die Kartenhand von 4<br \/>\nCivilization Cards nur eine limitierte Auswahl an zu f\u00f6rdernden Rassen bietet und<br \/>\nandererseits darauf geachtet werden muss, dass man noch gen\u00fcgend Gunstpunkte hat, um die<br \/>\njeweils verfeindete Rasse bezahlen zu k\u00f6nnen. Es gilt also, mehrere Z\u00fcge voraus zu<br \/>\ndenken, um der eigenen Kartenhand entsprechend optimal zu spielen.<\/p>\n<p>Da auch von den zur Versteigerung anstehenden Affen nur eine beschr\u00e4nkte Anzahl Karten<br \/>\nzur Verf\u00fcgung stehen, die dazu noch zuf\u00e4llig gezogen werden, kann es leicht geschehen,<br \/>\ndass der sorgf\u00e4ltig kalkulierte Plan dann doch nicht aufgeht weil die<br \/>\n&#8220;falschen&#8221; Affen versteigert werden m\u00fcssen. Zwar ist man nicht gezwungen selber<br \/>\nzu bieten, aber es kommt immer wieder vor, dass man auf diese Weise einem anderen Spieler<br \/>\neine Affenkarte zu einem sehr niedrigen Preis \u00fcberlassen muss. Auch hier ist also<br \/>\nsorgf\u00e4ltiges Abw\u00e4gen und Analysieren der gegnerischen Gunstpunktkonten angesagt.<\/p>\n<p>Dank der Dichter- und Denkerfraktion in unserer letzten Spielrunde dauerte dann das<br \/>\nSpiel dann auch mit 2 Stunden doppelt so lange wie auf der Schachtel angegeben &#8211; ein<br \/>\nabsoluter Rekord bei den bisher f\u00fcnf MOTM Runden, die wir hatten. Die ganze Optimiererei<br \/>\nder eigenen Z\u00fcge dauert halt und all zu viel &#8220;\u00fcberlegen, wenn man nicht dran<br \/>\nist&#8221; ist nicht m\u00f6glich. Das Endergebnis war dann auch entsprechend knapp, auch wenn<br \/>\ndie Siegpunkte dies nicht unbedingt so wiedergeben (W: 17, H: 15, A: 14, P:11). Eine<br \/>\nkurze Analyse der letzten Spielrunde ergab aber, dass der Zufall doch eine sehr gro\u00dfe<br \/>\nRolle gespielt hat, denn bis auf Peter h\u00e4tte jeder von uns gewinnen k\u00f6nnen, wenn die<br \/>\nHandkarten und die zu versteigernden Affenkarten in der letzten Runde anders verteilt<br \/>\ngewesen w\u00e4ren.<\/p>\n<p>In der anschlie\u00dfenden Bewertung wurde dann dieses angenommene hohe Gl\u00fcckselement immer<br \/>\nwieder negativ hervor gehoben. Die Diskussion ergab zwei m\u00f6gliche \u00c4nderungsvorschl\u00e4ge,<br \/>\ndie das Gl\u00fcckselement einschr\u00e4nken w\u00fcrden:<\/p>\n<ol start=\"1\" type=\"1\">\n<li>Alle Raumschiffe haben dieselbe Gr\u00f6\u00dfe (3) und liefern dieselbe Anzahl Siegpunkte (2).<br \/>\nHierdurch kann verhindert werden, dass durch gl\u00fcckliches Ziehen eines kleinen (gro\u00dfen)<br \/>\nRaumschiffs gegen Ende des Spiels ein Spieler einen Vorteil (Nachteil) erh\u00e4lt.<\/p>\n<\/li>\n<li>Die Affenkarten werden nach Farben getrennt gemischt und als sechs<br \/>\nVersteigerungsstapel offen ausgelegt. So ist sichergestellt, dass jeder Spieler jede<br \/>\nAffenrasse versteigern kann und damit die Nachteile einer ungl\u00fccklichen Auslage deutlich<br \/>\nverringert werden.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Das Gef\u00fchl der Steuerbarkeit aber auch der &#8220;T\u00fcftelfaktor&#8221; sollten durch<br \/>\ndiese beiden Regel\u00e4nderungen deutlich verst\u00e4rkt werden.<\/p>\n<p>Bedingt durch die gef\u00fchlte &#8220;Unsteuerbarkeit&#8221; des Spiels fielen die<br \/>\nBewertungen diesmal recht niedrig aus. So niedrig, dass Sebastian regelrecht entsetzt war<br \/>\nals er sie sah, da er (und seine Freunde) MOTM immer noch als eines der besten Spiele<br \/>\nbezeichnen. In Erinnerung an einige sehr lustige Runden habe ich deshalb nachtr\u00e4glich<br \/>\nmeine Bewertung wieder auf die urspr\u00fcngliche 7 angehoben.<\/p>\n<p>Westpark-Gamers Wertung: 5,75 (P:5, A:7, W:6, H:5)<\/p>\n<div align=\"right\">\u00a9<i>2003, Aaron Haag<\/i><\/div>\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Monkeys On The Moon &#8220;Shot into space and long since forgotten, six monkey tribes fiercely compete to advance their civilizations&#8230; Well, &#8220;civilizations&#8221; might be too strong a word for it &#8212; most of the tribes are still struggling with basic grooming. But they fiercely compete nonetheless. 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