{"id":3633,"date":"2005-08-31T12:00:00","date_gmt":"2005-08-31T10:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2005\/08\/31\/ogallala\/"},"modified":"2005-08-31T12:00:00","modified_gmt":"2005-08-31T10:00:00","slug":"ogallala","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2005\/08\/31\/ogallala\/","title":{"rendered":"Ogallala"},"content":{"rendered":"<h2><a href=\"http:\/\/luding.org\/Skripte\/GameData.py\/DEgameid\/1564\" target=\"_blank\">Ogallala<\/a><\/h2>\n<p><i>rezensiert von Walter Sorger<\/i><\/p>\n<p>Wie sich die Zeiten doch \u00e4ndern! Mit froher Zuversicht hatte Aaron an mehreren<br \/>\nSpielabenden sein ergrautes Ogallala mitgebracht, um uns alle an den Freuden vergangener<br \/>\nTage teilhaben zu lassen. Die Erinnerungen der \u00e4lteren Semester waren durchwegs positiv,<br \/>\ndie j\u00fcngern waren offen f\u00fcr eine Reprise.<\/p>\n<p>&#8220;Ogallala&#8221; ist ein Kartensammelspiel mit Schikanen. Jeder Spieler zieht vom<br \/>\nverdeckten Stapel einzeln Karten und mu\u00df sie sofort offen vor sich auf sein Spielbrett<br \/>\nplazieren. Mit den Karten mu\u00df er Kanus bauen, bestehend aus einem Bug, einem Heck und<br \/>\nbeliebig vielen Bodenkarten dazwischen. Wo der Spieler mit dem Bauen anf\u00e4ngt, liegt ganz<br \/>\nin seinem Belieben; die ausgelegten Karten m\u00fcssen nicht zusammenh\u00e4ngen, sie k\u00f6nnen<br \/>\nirgendwo verstreut liegen und brauchen erst im Laufe des Spieles zusammenzuwachsen.<\/p>\n<p>Wer am Ende die meisten, l\u00e4ngsten Kanus mit den wertvollsten Bodenkarten besitzt, hat<br \/>\ngewonnen.<\/p>\n<p>Bei seinem Spielzug darf ein Spieler solange Kanukarten ziehen und ablegen, bis er<br \/>\neine Indianerkarte zieht. Dann kommt der n\u00e4chste Spieler dran. Ein aufmerksamer<br \/>\nSpieletester wird hier sofort erkennen, da\u00df ein Spieler bei gl\u00fccklichem Ziehen (3<br \/>\nBugkarten und 3 Heckkarten) das Spiel als Sieger beenden kann, bevor irgendeiner seiner<br \/>\nMitspieler \u00fcberhaupt einmal am Zug war. Als Ogallala erfunden wurde, gab es<br \/>\noffensichtlich noch keine Tester. (Keine aufmerksamen!) Das Problem w\u00e4re doch leicht zu<br \/>\nentsch\u00e4rfen gewesen, wenn ein Kanu mindestens eine Indianerkarte enthalten m\u00fc\u00dfte! Aber<br \/>\nvielleicht h\u00e4tte sich damit sofort irgendwo anders ein Pferdefu\u00df gezeigt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/ogallala_b1.jpg\" align=\"right\" width=\"202\" height=\"310\" border=\"0\" alt=\"board\"\/><\/p>\n<p>In den Indianerkarten liegt die Interaktion des Spieles. Die ganze!<\/p>\n<ul>\n<li>Zieht man einen Pfeil-und-Bogen-Indianer kann man damit eine beliebige Karte aus dem<br \/>\nSpielbrett eines Gegners abschie\u00dfen und vernichten. Lustig, gell?<\/p>\n<\/li>\n<li>Zieht man einen Lasso-Indianer, darf man aus einem unfertigen Kanu eines Gegners eine<br \/>\nbeliebige Karte entwenden und bei sich selber einf\u00fcgen. Noch lustiger, oder?<\/p>\n<\/li>\n<li>Zieht man den &#8220;Crazy-Axt&#8221;, dann zerst\u00f6rt dieser sofort und ersatzlos ein<br \/>\neigenes fertiges Kanu, bevor er sich selbst in die ewigen Jagdgr\u00fcnde begibt. Am<br \/>\nlustigsten, nicht wahr?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Am allerlustigsten ist es nat\u00fcrlich, wenn man ein Kanu fertig gebaut hat und jetzt<br \/>\neinem beliebigen Gegner ein ganzes Kanu wegnehmen, zerlegen und bei sich selbst einbauen<br \/>\nkann. To have a plan &#8211; kann ich da nur sagen!<\/p>\n<p>Irgendwann ist das Spiel zu Ende. Gl\u00fccklicherweise hat der Autor mehr brave<br \/>\nBodenkarten in sein Spiel eingebaut als unberechenbare Pfeile, Lassos und \u00c4xte. Sonst<br \/>\nw\u00fcrden wir heute noch dasitzen. Oder auch nicht. Im Gegensatz zu den Erinnerungen aus<br \/>\nunserer Vorzeit waren wir diesmal vom Spielmechanismus nicht \u00fcberzeugt. Wenn in unserer<br \/>\nNotengebung nicht ein bi\u00dfchen Nostalgie mitgeschwungen h\u00e4tte, w\u00e4ren wir wohl alle bei<br \/>\nPeters 2 Punkten gelandet.<\/p>\n<p>Im Internet schreibt ein verdienter Kritiker: &#8220;Wertung: Das Spiel verdient 5 von<br \/>\n6 Punkten, denn ich spiele es gerne. Die Vielzahl von Karten macht es abwechslungsreich<br \/>\nund bei 3-4 Spielern sind \u00dcberf\u00e4lle nicht gerade selten.&#8221; Das war 1992. Der gleiche<br \/>\nKritiker schreibt zehn Jahre sp\u00e4ter zu einer verbesserten Neuauflage des Spiels:<br \/>\n&#8220;Wertung: Das Spiel bekommt nach heutigen Ma\u00dfst\u00e4ben 4 Punkte. &#8211; Wichtige Boote mit<br \/>\nvielen Punkten sind bevorzugtes Ziel von Indianerattacken und werden h\u00e4ufig versenkt,<br \/>\nwodurch durchaus Frust aufkommen kann.&#8221; Frage: Gab es 1992 noch keinen Frust oder<br \/>\nsind wir heute frustanf\u00e4lliger geworden?<\/p>\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ogallala rezensiert von Walter Sorger Wie sich die Zeiten doch \u00e4ndern! Mit froher Zuversicht hatte Aaron an mehreren Spielabenden sein ergrautes Ogallala mitgebracht, um uns alle an den Freuden vergangener Tage teilhaben zu lassen. 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