{"id":3635,"date":"2001-12-31T12:00:00","date_gmt":"2001-12-31T11:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2001\/12\/31\/orcz\/"},"modified":"2001-12-31T12:00:00","modified_gmt":"2001-12-31T11:00:00","slug":"orcz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2001\/12\/31\/orcz\/","title":{"rendered":"ORCZ"},"content":{"rendered":"<h2>ORCZ<\/h2>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen\/orcz_t.jpg\" align=\"right\" width=\"257\" height=\"197\" border=\"0\" alt=\"Orcz\"\/><\/p>\n<p><b>Hersteller<\/b>: Fantasy Flight Games<\/p>\n<p><b>Autor<\/b>: C. Petersen, G. Banage<\/p>\n<p><b>Getestet<\/b>: Neuerscheinung, 2001, englische Ausgabe<\/p>\n<p><b>Tester<\/b>: Moritz Eggert<\/p>\n<p><b>Szenario<\/b>: Der Dunkle Obermotz befiehlt seinen rohen Orkhorden auf<br \/>\nunterschiedlich schwierige und nicht genau definierte Ziele einzudreschen. Das Problem:<br \/>\nDie Spieler (die die Orkh\u00e4uptlinge repr\u00e4sentieren, maximal 4) dreschen nicht nur auf die<br \/>\nFeinde des Dunklen Lords ein, sondern auch auf die Sch\u00e4del der anderen H\u00e4uptlinge&#8230;\u00e4h<br \/>\nMitspieler. Wer sich n\u00e4mlich am meisten beim Kampf hervortut, wird mit Goblinsklaven<br \/>\nbelohnt, und wer nach 4 Runden am meisten Sklaven hat&#8230;gewinnt!<\/p>\n<p><b>Das Spiel<\/b>: Bruno Faidutti kommentierte j\u00fcngstens in &#8220;The Games<br \/>\nJournal&#8221; die Deutsche Spieleszene, wobei er besonders das Fehlen von neuen Ideen<br \/>\nlamentierte (nach dem Motto: &#8220;wieviele wo-ich-die<br \/>\n\u00dcbermacht-an-P\u00f6ppeln-habe-kriege-ich-Punkte-die-ich-auf-einer-Punkteleiste-markiere-Spiele&#8221;<br \/>\n\u00e1 la Torres, Tikal, Java etc. brauchen wir noch?), und darauf hinwies, dass ausl\u00e4ndische<br \/>\nSpiele inzwischen f\u00fcr Deutsche Spiele &#8220;typische&#8221; Mechanismen \u00fcbernehmen, diese<br \/>\naber wesentlich origineller weiterentwickeln als die Deutschen selber. Als Beispiel daf\u00fcr<br \/>\nnannte er dieses kleine &#8220;Beer &amp; Bretzel&#8221;-Spiel von &#8220;Battlemist&#8221;,<br \/>\n&#8220;Diskwars&#8221; und &#8220;Twilight Imperium&#8221;-Erfinder Christian Petersen. Und<br \/>\ner hat nicht ganz unrecht. Obwohl das Spiel in der f\u00fcr Fantasy Flight-Games typischen<br \/>\npoppigen Aufmachung daherkommt, fehlt zum Beispiel ein Element, dass sonst &#8220;typisch<br \/>\namerikanisch&#8221; ist, und immer wieder bei uns f\u00fcr endlose Diskussionen sorgt: n\u00e4mlich<br \/>\nW\u00fcrfel! Tats\u00e4chlich erinnert vieles an den Deutschen &#8220;Stil&#8221; &#8211; Es geht zwar um<br \/>\nOrks, aber im Grunde handelt es sich um ein abstraktes Bluff- und Taktikspiel. Alle<br \/>\nSpieler haben exakt die gleichen Ressourcen &#8211; unterschiedlich starke Truppen von Orks<br \/>\n(Bogensch\u00fctzen, Kavallerie und Infanterie, die sich nach einem Schere, Stein,<br \/>\nPapier-System gegenseitig schlagen) und einige Spezialfiguren, die besondere F\u00e4higkeiten<br \/>\nhaben, jedoch nur jeweils einmal im ganzen Spiel eingesetzt werden k\u00f6nnen (die Orks<br \/>\ndagegen sind als Kanonenfutter jede Runde neu zu haben). Diese Truppen werden nun auf 4<br \/>\nSchlachtfelder aufgeteilt, jeweils immer in 2er Gruppen, ein Pl\u00e4ttchen verdeckt, eines<br \/>\noffen. Ein zus\u00e4tzliches Assymmetrie-Element kommt durch &#8220;Ereignispl\u00e4ttchen&#8221; ins<br \/>\nSpiel, die jeweils bestimmte Sonderregeln f\u00fcr die Schlachtfelder erzeugen. Bis hierhin<br \/>\nalso ein reines Bluff- und Bietspiel wie &#8220;Corruption&#8221; (\u00fcbrigens von Bruno<br \/>\nFaidutti!). Nun aber der &#8220;amerikanische&#8221; Touch: Nachdem alle Orks gesetzt<br \/>\nwurden, &#8220;rangeln&#8221; sie untereinander: Jeweils von der hinteren Reihe an k\u00f6nnen<br \/>\nsich die jeweiligen Spieler entscheiden, ob sie die Reihe direkt vor ihnen angreifen.<br \/>\nDies sorgt zwar f\u00fcr Stimmung und kleine Goblinbelohungen (im Falle eines Sieges), k\u00f6nnte<br \/>\nauch eine \u00dcbermacht einer Orkfarbe erzeugen (darum geht es im Grunde), birgt aber auch<br \/>\ndie Gefahr, dass die Orks sich untereinander so dezimieren, dass sie das Ziel der<br \/>\nSchlacht nicht mehr erreichen &#8211; Und das g\u00e4be wiederum am meisten Punkte (f\u00fcr den, dem die<br \/>\nmeisten k\u00e4mpfenden und \u00fcberlebenden Orks geh\u00f6ren).<br \/>\n<br \/>\nDas &#8220;Rangeln&#8221; selber findet ohne W\u00fcrfel statt &#8211; durch die meist vorher<br \/>\nverborgenen Pl\u00e4ttchen kommt aber nat\u00fcrlich ein starkes Ungewissheitselement hinein. Nach<br \/>\n4 schnellen Runden ist alles vorbei &#8211; manch eine Schlacht wird dann schon durch die<br \/>\naggressiven Orks in den Sand gesetzt worden sein, denn es muss gen\u00fcgend Orkmacht<br \/>\n\u00fcberleben, um die Schlacht zu gewinnen&#8230;<\/p>\n<p><b>Spieldauer<\/b>: Erkl\u00e4rung mindestens 20 Minuten &#8211; Obwohl das Spiel nicht<br \/>\ngrunds\u00e4tzlich schwer ist, werden sich einige Spieler mit ungewohnten Mechanismen<br \/>\nherumplagen. Das Spiel selber kann unter einer Stunde geschafft werden &#8211; L\u00e4nger<br \/>\nwird&#8217;s vor allem mit der &#8220;Optional Rule&#8221; (siehe unten) nie.<\/p>\n<p><b>\u00c4hnliche Spiele<\/b>: Corruption, Star Fleet Missions<\/p>\n<p><b>Kommentar der Westpark Gamers<\/b>: So bahnbrechend wie Faidutti es empfand wirkte<br \/>\ndas Spiel auf uns nicht, aber es ist tats\u00e4chlich eine nette Abwechslung von der \u00fcblichen<br \/>\namerikanischen Kost und kam insgesamt recht gut an. Im Gegensatz zu den meisten<br \/>\namerikanischen Spielen ist es weniger taktisch, als es auf den ersten Blick erscheint<br \/>\n(sonst gilt: es ist taktischer, als es auf den ersten Blick erscheint&#8230;), denn wie bei<br \/>\n&#8220;Corruption&#8221; ist im Grunde die Ungewissheit doch recht gro\u00df. Andererseits hat<br \/>\nman w\u00e4hrend des Spiels nie das Gef\u00fchl, &#8220;gespielt&#8221; zu werden &#8211; Es gibt viele<br \/>\nEntscheidungsm\u00f6glichkeiten, und man hat zumindest das Gef\u00fchl, den Spielverlauf zu<br \/>\nbeeinflussen. Au\u00dferdem gibt es die sch\u00f6ne &#8220;Optional Rule&#8221; f\u00fcr Gr\u00fcbler<br \/>\n(&#8220;Man kann auch \u00fcberlegen, wenn man nicht dran ist&#8221;) &#8211; es wird einfach ein<br \/>\nkomplexer orkischer Spruch aufgesagt, wenn man ans Ende kommt, und der Spieler immer noch<br \/>\nnicht fertig hat, wird er einfach mit 1x Aussetzen bestraft&#8230;.<\/p>\n<p><b>Moritz&#8217; Bewertung<\/b>: 6 von 10<\/p>\n<p><b>Westpark momentane Gesamtbewertung<\/b>: 6.0<\/p>\n<table>\n<tr>\n<td><b>Weiterf\u00fchrende Informationen:<\/b><\/td>\n<td><a href=\"http:\/\/www.fantasyflightgames.com\/\" target=\"_blank\">Homepage von Fantasy<br \/>\nFlight Games<\/a> &#8211; Englisch, aber mit einigen Deutschen Regel\u00fcbersetzungen<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ORCZ Hersteller: Fantasy Flight Games Autor: C. Petersen, G. 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