{"id":3673,"date":"2006-02-05T12:00:00","date_gmt":"2006-02-05T11:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2006\/02\/05\/wench\/"},"modified":"2006-02-05T12:00:00","modified_gmt":"2006-02-05T11:00:00","slug":"wench","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2006\/02\/05\/wench\/","title":{"rendered":"Wench!"},"content":{"rendered":"<p align=\"right\">\n<table align=\"right\" border=\"0\" cellpadding=\"0\" cellspacing=\"0\">\n<tr>\n<td><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/wench_t.jpg\" width=\"260\" height=\"183\" border=\"0\" alt=\"cover\"\/><\/td>\n<\/tr>\n<tr align=\"right\">\n<td>\n<table class=\"ybackgr\" align=\"center\" border=\"1\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"1\" width=\"255\">\n<tr>\n<td>Autor<\/td>\n<td align=\"right\">Shaun Cranford<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Verlag<\/td>\n<td align=\"right\"><a href=\"http:\/\/www.eaglegames.net\/\" target=\"_blank\">Eagle Games<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>erschienen<\/td>\n<td align=\"right\">2005<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Spielerzahl<\/td>\n<td align=\"right\">3-6<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Spielzeit<\/td>\n<td align=\"right\">20 Minuten<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\">\n<div style=\"text-align: center\">\n<form>\n<p><input style=\"font-weight:bold\" type=\"button\" value=\"im Forum diskutieren\" onclick=\"location.replace('..\/PBLang\/index.php')\"\/><\/p>\n<\/form>\n<\/div>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<h2><a href=\"http:\/\/luding.org\/Skripte\/GameData.py\/DEgameid\/19342\" target=\"_blank\">Wench!<\/a><\/h2>\n<p style=\"font-style: italic\">rezensiert von Aaron Haag<\/p>\n<p>Kann man Birnen essen? Richtige Antwort: &#8220;Es kommt drauf an.&#8221; Wenn mit dem Begriff<br \/>\n&#8220;Birne&#8221; die Frucht gemeint ist schon, aber was ist mit der Gl\u00fch-&#8220;Birne&#8221; (Osram m\u00f6ge mir<br \/>\nverzeihen) oder dem Kopf meine Freundes? Offenbar gibt es im Deutschen Begriffe, die sowohl Form als auch<br \/>\nFunktion beschreiben und es damit dem Kontext \u00fcberlassen, welche genaue Interpretation die richtige ist.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich ging es mir, als ich das Spiel &#8220;Wench!&#8221; sah. Wench? Noch nie geh\u00f6rt. Ein kurzer Blick<br \/>\nbei <a href=\"http:\/\/dict.leo.org\/?search=wench\" target=\"_blank\">leo.org<\/a> f\u00f6rdert drei m\u00f6gliche<br \/>\nInterpretationen zu Tage: &#8220;M\u00e4dchen&#8221;, &#8220;Frauenzimmer&#8221;, &#8220;Hure&#8221;. Damit ist<br \/>\nzumindest die Form klar beschrieben: es handelt sich im eine Bezeichnung f\u00fcr eine weibliche Person. Bleibt<br \/>\nnoch die &#8220;Funktion&#8221; und da liegen Walter (siehe seinen <a href=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/PBLang\/post.php?cat=2&amp;fid=5&amp;pid=63&amp;page=1\">Bericht vom Spieleabend<\/a>) und ich doch etwas<br \/>\nauseinander. Wench ist nach meiner Meinung ein Frauenzimmer, genau in der Bedeutung, wie Mann (und Frau) es<br \/>\nmeint und wie es detailliert auf <a href=\"http:\/\/www.wench.org\/about\/what.php\" target=\"_blank\">wench.org<\/a><br \/>\nvon Dawn Ferchak beschrieben wird. Und die hat mit Prostitution vermutlich genauso viel gemeinsam wie George<br \/>\nW. Bush mit der Friedensbewegung. Oder wir einigen uns auf Moritz&#8217; Kompromissvorschlag<br \/>\n&#8220;Tussie&#8221;, der wohl den Standardfall der Anwendung im Englischen am besten wiedergibt.<\/p>\n<p>Aber nun zum Spiel. Die Schachtel l\u00e4sst bereits erahnen, dass es um ein Kartenspiel geht und offenbar<br \/>\nleicht bekleidete &#8220;Frauenzimmer&#8221; die Karten zieren. Der kleine Hinweis &#8220;M &#8211; mature&#8221; l\u00e4sst<br \/>\nvermutlich das ein oder andere M\u00e4nnerherz erst einmal etwas schneller schlagen, k\u00e4men dann nicht Karten zum<br \/>\nVorschein, deren Illustrationen sich eher an fr\u00fchpubertierende J\u00fcnglinge richtet als an reiferes<br \/>\nPublikum.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/wench_b1.jpg\" align=\"left\" width=\"250\" height=\"345\" border=\"0\" alt=\"\"\/><\/p>\n<p>Nach dem \u00d6ffnen der Schachtel liegt einem ein Satz Pokerkarten (vier Farben mit je 13 Karten und 2 Jokern)<br \/>\nin der Hand. Erster Verdacht: die Mini-Playboy Version von Poker. Dass es aber nicht um Poker geht, wird<br \/>\nklar, wenn man die Karten kurz auff\u00e4chert und feststellt, dass es &#8220;blaue&#8221; und &#8220;braune&#8221;<br \/>\nKarten gibt. Au\u00dferdem hat jede Karte einen Titel und eine Anweisung, die als Text unter dem Titel steht.<br \/>\nSp\u00e4testens beim Lesen dieser Texte wird klar, um welche Art Spiel es sich handelt: ein Partyspiel. Und<br \/>\naufgrund der Illustrationen eines f\u00fcr reine M\u00e4nnerrunden, wie der Schachteltext am oberen und unteren Rand<br \/>\nauch deutlich verr\u00e4t: &#8220;A drinking man&#8217;s thinking game&#8221;. Der &#8220;thinking&#8221; Anteil des<br \/>\nSpiels beschr\u00e4nkt sich aber auf das Studieren der Spielregeln und verliert sich dann beim Spielen sofort um<br \/>\ndurch &#8220;drinking&#8221; ersetzt zu werden.<\/p>\n<p>Die f\u00fcnf Karten, die jeder Spieler zu Beginn zugeteilt bekommt, gilt es so schnell wie m\u00f6glich wieder los<br \/>\nzu werden. Das erreicht man durch Ausspielen von braunen Karten wenn man an der Reihe ist. Hat man keine,<br \/>\nmuss man nachziehen. Die ausgespielte braune Karte legt man vor sich ab und die darauf stehende Anweisung<br \/>\ngilt ab sofort f\u00fcr alle Spieler bis man wieder an der Reihe ist.<\/p>\n<p>Die Anweisungen bieten einerseits die M\u00f6glichkeit, Karten aus der eigenen Hand mit anderen Spielern zu<br \/>\ntauschen, ausliegende Karten zu wechseln oder anderen Spielern bei Nichtbeachten der Anweisung Karten zu<br \/>\ngeben, der so genannten &#8220;primary penalty&#8221;, die aber nur einmal pro Runde zu zahlen ist. Damit das<br \/>\nSpiel auch wirklich zum &#8220;drinking man&#8217;s game&#8221; wird, schl\u00e4gt die Regel eine &#8220;secondary<br \/>\npenalty&#8221; vor, die jeden Spieler trifft, der gegen eine ausliegende Anweisung verst\u00f6\u00dft. Hier r\u00e4t die<br \/>\nRegel zu &#8220;einen Schluck des Lieblingsgetr\u00e4nks&#8221;.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/wench_b2.jpg\" align=\"right\" width=\"250\" height=\"345\" border=\"0\" alt=\"\"\/><\/p>\n<p>Dann sind da noch die blauen Karten, die zu jeder beliebigen Zeit gespielt werden k\u00f6nnen, solange die auf<br \/>\nder Karte beschriebene Bedingung gerade zutrifft. Und um den &#8220;thinking&#8221; Anteil zumindest beim<br \/>\nRegelstudium zu gew\u00e4hrleisten, gibt es noch eine zweite Sorte braune Karten (allerdings nur vier St\u00fcck), die<br \/>\nnicht wie die anderen braunen offen f\u00fcr eine Runde vor einem abgelegt werden, sondern deren Anweisung als<br \/>\n&#8220;fast action&#8221; sofort und nur einmal umgesetzt wird.<\/p>\n<p>Bevor wir noch einmal zu den Kartenillustrationen kommen, ein paar Worte zu den Anweisungen auf den<br \/>\nKarten. Diese rangieren von trocken und unspektakul\u00e4r \u00fcber ganz lustig bis albern. Aber dank der<br \/>\n&#8220;secondary penalty&#8221; Regel wird daf\u00fcr gesorgt, dass nach einigen Runden die Stimmung steigt,<br \/>\nvorausgesetzt, das Lieblingsgetr\u00e4nk hat den entsprechenden Alkoholgehalt. Und hier r\u00e4t die Regel in echter<br \/>\namerikanischer Haftpflicht-Paranoia m\u00f6glichst nur Plastik- oder Alubeh\u00e4lter f\u00fcr die Getr\u00e4nke zu verwenden und<br \/>\ndas Spiel zu beenden, wenn sich Spieler unwohl oder schwindlig f\u00fchlen. Klar, dass auch noch darauf<br \/>\nhingewiesen wird, das Spiel nur dort zu spielen, wo es erlaubt ist. In unserer Runde gab es auch ohne<br \/>\ngehobenen Alkoholpegel Lacher, aber echte Spielstimmung kam doch nicht auf.<\/p>\n<p>Aber noch einmal zur\u00fcck zu den Illustrationen. Beim Herstellen der Bilder f\u00fcr diese Rezension fiel mir<br \/>\nauf, dass alle h\u00f6heren Karten (10, B, D, K, A) deutlich weniger Comic-artig sind und die Gesichter durchaus<br \/>\nechten Models nachempfunden worden sein k\u00f6nnten. Und siehe da, ganz am Schluss der Regel werden die<br \/>\n&#8220;Card Models&#8221; namentlich erw\u00e4hnt, und darunter ist mit Brigitte Cranford vermutlich die Ehefrau des<br \/>\nAutors. Und wenn die beiden nicht gerade einen Rosenkrieg austragen, spricht das sogar daf\u00fcr, Wench einfach<br \/>\nnur mit &#8220;M\u00e4dchen&#8221; zu \u00fcbersetzen\u2026<\/p>\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Autor Shaun Cranford Verlag Eagle Games erschienen 2005 Spielerzahl 3-6 Spielzeit 20 Minuten Wench! rezensiert von Aaron Haag Kann man Birnen essen? Richtige Antwort: &#8220;Es kommt drauf an.&#8221; Wenn mit dem Begriff &#8220;Birne&#8221; die Frucht gemeint ist schon, aber was ist mit der Gl\u00fch-&#8220;Birne&#8221; (Osram m\u00f6ge mir verzeihen) oder dem Kopf meine Freundes? 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