{"id":3679,"date":"2001-04-30T12:00:00","date_gmt":"2001-04-30T10:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2001\/04\/30\/princess-ryans-star-marines\/"},"modified":"2001-04-30T12:00:00","modified_gmt":"2001-04-30T10:00:00","slug":"princess-ryans-star-marines","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2001\/04\/30\/princess-ryans-star-marines\/","title":{"rendered":"PRINCESS RYAN&#8217;S STAR MARINES"},"content":{"rendered":"<h2>PRINCESS RYAN&#8217;S STAR MARINES<\/h2>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen\/star%20marines_t.jpg\" align=\"right\" width=\"286\" height=\"197\" border=\"0\" alt=\"Star Marines\"\/><\/p>\n<p><b>Hersteller<\/b>: Avalon Hill (das alte)<\/p>\n<p><b>Autor<\/b>: Marc McLaughlin (siehe auch &#8220;<a href=\"viceroys.html\">Viceroys<\/a>&#8220;-Kritik)<\/p>\n<p><b>Getestet<\/b>: englische Version (out of print) 1997<\/p>\n<p><b>Tester<\/b>: Moritz Eggert<\/p>\n<p><b>Szenario<\/b>: : Die ferne Zukunft &#8211; Oder der feuchte Traum eines amerikanischen<br \/>\nMilit\u00e4rfetischisten. Es gibt immer noch Marines, und sie sind &#8211; anders als in der<br \/>\nWirklichkeit &#8211; auf der Seite des Guten. Ein &#8220;Evil Overlord&#8221; (die &#8220;Black<br \/>\nGuard&#8221;) hat die sch\u00f6ne und irgendwie wichtige Prinzessin Ryan entf\u00fchrt. Die Aufgabe<br \/>\nder Marines ist es, diese in einer waghalsigen Aktion zu befreien. Schritt f\u00fcr Schritt<br \/>\nwagen sie sich ins Territorium des B\u00f6sen, wobei ihnen allerlei Ungeziefer und wirklich<br \/>\nb\u00f6se Gegner im Wege stehen. Am Ende gewinnen die Marines (bis zu 6 Spielern) oder der<br \/>\nGuard-Spieler (maximal einer, oder auch keiner, denn das Spiel kann auch die Aufgabe des<br \/>\nB\u00f6sen locker \u00fcbernehmen, daher eignet sich &#8220;Princess&#8230;&#8221; auch gut als<br \/>\nSolit\u00e4rspiel). Und unter den Marines gewinnt derjenige, der dann auch noch das Zimmer<br \/>\nr\u00e4t, in dem die Prinzessin festgehalten wird (so wie Prinzessin Leia im Gef\u00e4ngnistrakt<br \/>\nvon &#8220;Star Wars&#8221;&#8230;als Star Wars noch gut war).<\/p>\n<p><b>Das Spiel<\/b>: Auch wenn meine Kurzbeschreibung oben etwas gelangweilt klingen<br \/>\nsollte, das Spiel ist super! Durch das Thema sicherlich nicht jedermanns Sache, aber es<br \/>\nist eines der wenigen Kooperationsspiele die tats\u00e4chlich Spa\u00df machen. Die Marines sind<br \/>\nn\u00e4mlich nicht so gut, wie es erst scheint, sie k\u00f6nnen sich durchaus auch gegenseitig das<br \/>\nLeben schwer machen (obwohl dies nat\u00fcrlich dem &#8220;Guard&#8221;-Spieler nur n\u00fctzt). Auf<br \/>\ndem graphisch aufwendig gestalteten Spielplan bewegt sich die einzige Spielfigur Richtung<br \/>\nPalast, wobei grunds\u00e4tzlich immer 2 Wege zur Auswahl stehen. Jeder dieser Wege f\u00fchrt<br \/>\ndurch g\u00e4nzlich unterschiedliches Territorium, hier funktionieren mal keine Energiewaffen<br \/>\n(d.h. die dementsprechenden Kampfkarten d\u00fcrfen nicht gespielt werden), dort darf sich der<br \/>\nB\u00f6se nicht &#8220;verstecken&#8221; (also St\u00e4rkekarten verdeckt spielen, was immer<br \/>\nbesonders unangenehm ist). Hier m\u00fcssen die Marines erst einen Todesparcours durchlaufen<br \/>\n(&#8220;the gauntlet&#8221;) bevor sie k\u00e4mpfen d\u00fcrfen, dort finden sie Waffen, die \u00e4u\u00dferst<br \/>\nn\u00fctzlich sind.<\/p>\n<p>Wenn man sich f\u00fcr einen Weg entschieden hat, ist es nicht sicher, da\u00df man wirklich an<br \/>\ndem erwarteten Ort ankommt: Jede &#8220;Location&#8221; kann n\u00e4mlich durch eine nur dem<br \/>\nGuard bekannte Ortskarte ersetzt werden, wenn der Zufall (oder manchmal auch der<br \/>\nGuard-Spieler) es will, und dann ist das Staunen recht gro\u00df. Dadurch ist der Spielverlauf<br \/>\nstets unvorhersehbar.<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich versuchen die Marines mit einer &#8220;Kartenhand&#8221; (also ohne<br \/>\nWaffenkarten nachzuziehen) und jeweils 3 kontrollierten Marines mit unterschiedlichen<br \/>\nSpezialeigenschaften m\u00f6glichst weit zu kommen, denn jedes &#8220;regrouping&#8221;<br \/>\n(Waffenkarten nachziehen, tote Marines ersetzen, etc.) kostet wertvolle Zeit, und wenn<br \/>\ndie wertvollen 15 Timechips aufgebraucht sind, haben die Marines verloren (die Regeln<br \/>\nhaben hier \u00fcbrigens eine Unklarheit: haben die Marines verloren, wenn der letzte Timechip<br \/>\naufgebraucht wird, oder erst, wenn ein Timechip verlangt wird, und die Marines keinen<br \/>\nmehr haben???).<\/p>\n<p>In den meisten Locations spielt der Guard eine Karte, die die Marines mit Waffenkarten<br \/>\nschlagen m\u00fcssen, und hierbei kommt ein interessantes Element ins Spiel: Nur der Marine,<br \/>\nder im Falle eines Sieges den insgesamt &#8220;h\u00f6chsten&#8221; Kampfwert gespielt hat,<br \/>\nbekommt Promotion Points (zum Aufr\u00fcsten) und eine &#8220;Dispatch&#8221;-Karte (bringt<br \/>\nzus\u00e4tzliche Optionen). Und auch nur er (oder sie) darf jeweils dem Guard-Spieler eine<br \/>\nJa\/Nein-Frage bez\u00fcglich des Prinzessinenaufenthaltes stellen. Nicht immer will man aber<br \/>\ndie h\u00f6chste Karte spielen, man kann auch den rangh\u00f6chsten Soldaten (und der bestimmt<br \/>\nimmer, wo&#8217;s langgeht, oft auch gegen den Willen der Anderen) mit einer niedrigen<br \/>\nKarte hinterh\u00e4ltig killen, um selber Anf\u00fchrer zu werden.<\/p>\n<p><b>Spieldauer<\/b>: Regelerkl\u00e4rung ca. 15 Minuten (viele Details k\u00f6nnen w\u00e4hrend des<br \/>\nSpielens &#8220;nacherkl\u00e4rt&#8221; werden), Spieldauer so um die 2-3 Stunden.<\/p>\n<p><b>\u00c4hnliche Spiele<\/b>: Siehe &#8220;Kommentar&#8221;!!!!<\/p>\n<p><b>Kommentar der Westpark Gamers<\/b>: Das Spiel kam bisher in unseren Runden immer<br \/>\nsehr gut an, obwohl es in der Spieleszene eigentlich nur unenthusiastische Kritiken bekam<br \/>\n(was allerdings auch an der etwas einfallslosen Thematik und einem gewissen Gl\u00fcckselement<br \/>\nliegt, manches ist auch zu komplex f\u00fcr den Durchschnittspieler, obwohl das Spiel nicht<br \/>\nwirklich \u00fcberladen ist wie sonst einiges von AH). Die Herausgabe des Spiels wurde von dem<br \/>\nKonkurs und darauf folgenden Aufkauf von AH durch Hasbro \u00fcberschattet, es ist das<br \/>\ndrittletzte Spiel, das \u00fcberhaupt erschien. Auch der hohe Preis hat nicht viel zur<br \/>\nVerbreitung beigetragen &#8211; dieser erscheint umso merkw\u00fcrdiger, als man eigentlich nur f\u00fcr<br \/>\nein grosses Spielbrett zahlt: die Karten sind von eher schlechter Qualit\u00e4t, und es fehlen<br \/>\nsogar die dringend ben\u00f6tigten &#8220;Timechips&#8221; und eine &#8220;W\u00e4hrung&#8221; f\u00fcr die<br \/>\nPromotion Points.<\/p>\n<p>Aber egal: Selten hatte ich so viel Spa\u00df beim Spielen wie als Guard-Spieler, als sich<br \/>\nmeine Freunde Aaron, Walter und Peter als Marines gegenseitig die Suppe versalzten. Als<br \/>\nMarine ist man auch st\u00e4ndig ins Spiel involviert, es gibt keine &#8220;Runden&#8221;, keine<br \/>\nSpielerreihenfolge, keinen Leerlauf, wenn man auf den Zug des Anderen wartet. Die<br \/>\nst\u00e4ndige Action macht Spa\u00df, und die Kooperation ist interessant und wirkt nicht<br \/>\naufgesetzt, wie bei manchem fehlgeleiteten Sozialarbeiterkitsch in gewissen Spielen aus<br \/>\nden 80ern. Einige Spielmechanismen sind sehr innovativ, und insgesamt handelt es sich um<br \/>\nein nur &#8220;slightly flawed overlooked gem&#8221;.<\/p>\n<p>Und noch was: Wer sich bei der obengenannten Sppielbeschreibung an den umstrittenen<br \/>\n&#8220;Herr der Ringe&#8221; von Reiner Knizia erinnert f\u00fchlt&#8230;hat recht! Ich w\u00fcrde meinen<br \/>\nMarine-Hintern darauf verwetten, da\u00df Reiner dieses Spiel kennt, und sich dadurch zu<br \/>\n&#8220;Herr der Ringe&#8221; hat inspirieren lassen, es gibt einfach zu viele<br \/>\n\u00c4hnlichkeiten! Sicherlich w\u00fcrden manche sagen, da\u00df die \u00c4nderungen von Knizia das<br \/>\nSpielprinzip verbessert haben, aber ich mag einfach die &#8220;rauhere&#8221; und weniger<br \/>\ngutmenschenartige Version besser: Und das ist eben &#8220;Princess Ryan&#8217;s Star<br \/>\nMarines&#8221;. Und das taktische Element ist, wenn man ganz genau hinguckt, bei der<br \/>\nPrinzessin wesentlich interessanter als bei &#8220;HDR&#8221;.<\/p>\n<p>Absolut empfohlen!<\/p>\n<p><b>Moritz&#8217; Bewertung<\/b>: 9 von 10<\/p>\n<p><b>Westpark momentane Bewertung<\/b>: 7.25<\/p>\n<table>\n<tr>\n<td><b>Weiterf\u00fchrende Informationen:<\/b><\/td>\n<td>F\u00fcr den Hardcorespieler empfehle ich sehr die in einer der letzten<br \/>\n&#8220;Generals&#8221; ver\u00f6ffentlichte Punkteabrechnung, die das Spielende deutlich<br \/>\ninteressanter macht. Da dieser Artikel schwer zu finden sein d\u00fcrfte, hier eine gescannte<br \/>\nKopie der <a href=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen\/prsmscor.gif\">Abrechnungsschablone<\/a>, die ziemlich<br \/>\nselbst erkl\u00e4rend ist.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td><a href=\"http:\/\/grognard.com\/titlep.html\" target=\"_blank\">http:\/\/grognard.com\/titlep.html<\/a> (einige weitere Kritiken auf englisch)<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>PRINCESS RYAN&#8217;S STAR MARINES Hersteller: Avalon Hill (das alte) Autor: Marc McLaughlin (siehe auch &#8220;Viceroys&#8220;-Kritik) Getestet: englische Version (out of print) 1997 Tester: Moritz Eggert Szenario: : Die ferne Zukunft &#8211; Oder der feuchte Traum eines amerikanischen Milit\u00e4rfetischisten. 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