{"id":3684,"date":"2006-11-01T12:00:00","date_gmt":"2006-11-01T11:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2006\/11\/01\/aton\/"},"modified":"2006-11-01T12:00:00","modified_gmt":"2006-11-01T11:00:00","slug":"aton","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2006\/11\/01\/aton\/","title":{"rendered":"Aton"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<table align=\"right\" border=\"0\" cellpadding=\"0\" cellspacing=\"0\">\n<tr>\n<td><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/aton_t.jpg\" width=\"260\" height=\"338\" border=\"0\" alt=\"cover\"\/><\/td>\n<\/tr>\n<tr align=\"right\">\n<td>\n<table class=\"ybackgr\" align=\"center\" border=\"1\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"1\" width=\"255\">\n<tr>\n<td>Autor<\/td>\n<td align=\"right\">Thorsten Gimmler<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Verlag<\/td>\n<td align=\"right\"><a href=\"http:\/\/www.queen-games.de\/\" target=\"_blank\">Queen Games<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>erschienen<\/td>\n<td align=\"right\">2006<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Spielerzahl<\/td>\n<td align=\"right\">2<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Spieldauer<\/td>\n<td align=\"right\">30 Minuten<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Wertung<\/td>\n<td align=\"right\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/star_red.gif\" alt=\"pic\"\/> <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/star_red.gif\" alt=\"pic\"\/> <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/star_red.gif\" alt=\"pic\"\/><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/star_red.gif\" alt=\"pic\"\/> <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/star_red.gif\" alt=\"pic\"\/>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\">\n<div style=\"text-align: center\">\n<form>\n<p><input style=\"font-weight:bold\" type=\"button\" value=\"im Forum diskutieren\" onclick=\"location.replace('..\/PBLang\/index.php')\"\/><\/p>\n<\/form>\n<\/div>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/table>\n<h2><a href=\"http:\/\/luding.org\/Skripte\/GameData.py\/DEgameid\/19248\" target=\"_blank\">Aton<\/a><\/h2>\n<p style=\"font-style: italic\">rezensiert von Peter Riedlberger<\/p>\n<p>Zweipersonenspiele haben ein anderes Feeling als Mehrpersonenspiele. Normalerweise jedenfalls,<br \/>\nbei Aton ist das jedoch anders. Die zahlreichen Optionen, die den beiden Spielern geboten werden,<br \/>\ngeben in Summe soviel Spielraum (im \u00e4u\u00dferst w\u00f6rtlichen Sinne), dass der Eindruck eines echten<br \/>\n&#8220;deutschen&#8221; Mehrpersonenspiels aufkommt.<\/p>\n<p>Worum geht es? Das Spielfeld bietet vier Fl\u00e4chen, Tempel genannt. In die Tempel setzen die<br \/>\nSpieler Figuren (Priester) ein. Jedesmal, wenn eine bestimmte Bedingung erf\u00fcllt ist, wird gewertet.<br \/>\nDann gibt es Punkte gem\u00e4\u00df unterschiedlichen Kriterien: Der eine Tempel sch\u00fcttet f\u00fcr den<br \/>\nMehrheitsbesetzer pro P\u00f6ppel einen Punkt aus, ein anderer lediglich die Differenz der P\u00f6ppel. Es<br \/>\ngibt besonders wertvolle Felder, die direkt Punkte geben, sowie eine Felderkategorie, deren<br \/>\nMehrheitsbesitz besonders viele Punkte bringt. Klingt dr\u00f6ge, ist aber in der Praxis extrem gute<br \/>\ndeutsche Spiel-Hausmannskost und wirklich spannend.<\/p>\n<p>Das Salz in der Suppe sind aber zwei weitere Spielmechanismen. Erstens gibt es weitere<br \/>\nSiegbedingungen: Das Spiel endet mit &#8220;sudden death&#8221;, wenn ein Spieler einen Tempel<br \/>\nkomplett besetzt oder alle gelben oder alle gr\u00fcnen Felder (derartige farbige Felder gibt es in<br \/>\njedem der vier Tempel). Es reicht also nicht, die Punktesumme zu optimieren. Stets muss die<br \/>\nGesamtsituation im Blick bleiben, um solche pl\u00f6tzliche Spielwendungen zu verhindern. (Die sind<br \/>\n\u00fcbrigens in der Praxis gar nicht so selten)<\/p>\n<p>Der zweite Mechanismus ist die Art und Weise, wie die Priester in die Tempel (bzw. die P\u00f6ppel<br \/>\naufs Feld) kommen. Jeder Spieler zieht zu Beginn der Runde vier Karten vom privaten Stapel (die<br \/>\nbeiden Stapel der beiden Spieler sind in der Zusammensetzung identisch, versteht sich). Die Karten<br \/>\nzeigen 1, 2, 3 oder 4, und m\u00fcssen dann auf vier Felder verteilt werden. Das erste Feld ist einfach:<br \/>\nDer Spieler mit der h\u00f6heren Karte dort bekommt die Punktedifferenz mal 2 in Siegpunkten. Das ist<br \/>\nwichtiger, als man denkt: Erreicht ein Spieler 40 Punkte oder mehr (Ende der Kramerleiste), dann<br \/>\nist das Spiel auch sofort vorbei. Wer also immer seine &#8220;1&#8221; dorthin legt und sich von<br \/>\neiner der gegnerischen &#8220;4&#8221;en erwischen l\u00e4sst, schickt den anderen immer weiter Richtung<br \/>\n40, in gro\u00dfen Sechserschritten. Kommt das dann zu einer Wertung, wird der Gegner die letzten<br \/>\nSchritte zur\u00fccklegen und schnell sofort gewonnen haben.<\/p>\n<p>Das zweite Anlegefeld gibt an, wieviele feindliche Priester man rauswerfen darf, n\u00e4mlich<br \/>\nKartenwert minus 2 (legt man dorthin eine &#8220;1&#8221;, muss man einen eigenen Priester Harakiri<br \/>\nbegehen lassen). Das dritte Feld bestimmt den maximalen Tempel, bis zu dem man einsetzen oder<br \/>\nrauswerfen darf (die Tempel werden nat\u00fcrlich in aufsteigender Reihenfolge punktem\u00e4\u00dfig immer<br \/>\ninteressanter), und das vierte Feld legt fest, wieviele Priester eingesetzt werden d\u00fcrfen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen2\/aton_b1.jpg\" align=\"left\" width=\"310\" height=\"188\" border=\"0\" alt=\"board\"\/><\/p>\n<p>Bei Aton gibt es keine \u00f6de &#8220;so-gewinnt-man-immer-Strategie&#8221;. Wer auf einen Punktsieg<br \/>\nspielen will, braucht den 3er und den 4er Tempel und muss &#8211; versteht sich &#8211; seine hohen Karten auf<br \/>\ndas Feld &#8220;maximaler Tempel zum Einsetzen&#8221; verwenden. Daher kann der andere parieren,<br \/>\nindem er viele Punkte mit dem ersten Anlagefeld macht. Oder indem er seine hohen Karten auf<br \/>\n&#8220;Zahl der eingesetzten Priester&#8221; spielt und damit schnell den 1er Tempel zupflastert.<\/p>\n<p>Doch auch diese Strategien lassen sich abwehren. In den 1er Tempel l\u00e4sst sich stets setzen, wenn<br \/>\nman fr\u00fch genug daran denkt. Und wenn der andere schon zu viele Punkte vor einer Wertung kassiert<br \/>\nhat, dann muss man eben selbst auf die erste Position spielen.<\/p>\n<p>Wer Aton gewinnen will und es mit einem erfahrenen Gegner zu tun hat, sollte ungef\u00e4hr zwei Z\u00fcge<br \/>\nvorausplanen. Nur ein Beispiel: Bei einem Tempel mit zw\u00f6lf Feldern w\u00fcrde man denken, dass drei<br \/>\ngesetzte Priester eine vern\u00fcnftige Sperrminorit\u00e4t sind, sodass der andere nicht so einfach per<br \/>\n&#8220;kompletter Tempel&#8221; gewinnen kann. Weit gefehlt. In zwei Z\u00fcgen lassen sich mit einer 3<br \/>\nund einer 4 drei feindliche Priester ins Reich der Toten schicken; Einsetzen in den ersten Tempel<br \/>\nkann man immer; und zum Einsetzen von drei eigenen Leuten reicht ja einmal eine Eins und einmal<br \/>\neine Zwei. Die Drohung ist also gro\u00df, und dann wird die Zugreihenfolge entscheidend (die wird<br \/>\nebenfalls \u00fcber die Karten definiert; es w\u00e4re aber zu viel, das jetzt hier im Trockenen<br \/>\nauseinanderzusetzen).<\/p>\n<p>Fazit: Wir sind komplett im Bann dieses Spiels, haben es bereits Dutzende Male gespielt, und<br \/>\njedesmal endet es auf andere Weise. Dieses Wechselbad der Gef\u00fchle &#8211; einerseits gibt es so viele<br \/>\nM\u00f6glichkeiten zum eigenen Spielaufbau, andererseits sind so viele Drohungen abzuwehren &#8211; ergibt<br \/>\nwirklich das Feeling eines gro\u00dfen Mehrpersonenspiels wie &#8220;F\u00fcrsten von Florenz&#8221; o.\u00e4. Dabei<br \/>\nspielt sich Aton in 20 Minuten und l\u00e4dt so zum sofortigen Nochmalspielen an. Unbedingt<br \/>\nbesorgen!<\/p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Autor Thorsten Gimmler Verlag Queen Games erschienen 2006 Spielerzahl 2 Spieldauer 30 Minuten Wertung Aton rezensiert von Peter Riedlberger Zweipersonenspiele haben ein anderes Feeling als Mehrpersonenspiele. Normalerweise jedenfalls, bei Aton ist das jedoch anders. Die zahlreichen Optionen, die den beiden Spielern geboten werden, geben in Summe soviel Spielraum (im \u00e4u\u00dferst w\u00f6rtlichen Sinne), dass der Eindruck &hellip; <a href=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2006\/11\/01\/aton\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Aton<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-3684","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-spieleabende"],"views":15,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3684","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3684"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3684\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3684"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3684"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3684"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}