{"id":3685,"date":"2004-09-29T12:00:00","date_gmt":"2004-09-29T10:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2004\/09\/29\/caesar-cleopatra\/"},"modified":"2004-09-29T12:00:00","modified_gmt":"2004-09-29T10:00:00","slug":"caesar-cleopatra","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/blog\/2004\/09\/29\/caesar-cleopatra\/","title":{"rendered":"Caesar &#038; Cleopatra"},"content":{"rendered":"<h2>Caesar &amp; Cleopatra<\/h2>\n<p>&#8220;Caesar &amp; Cleopatra&#8221; war auf der Auswahlliste zum Spiel des Jahres,<br \/>\nwurde als bestes Kartenspiel von Fairplay ausgezeichnet und mehr als 200.000 Mal<br \/>\nverkauft. &#8220;Caesar &amp; Cleopatra&#8221; ist ein gutes Beispiel, dass Geschmack<br \/>\nrelativ ist und sich der unsrige nicht immer mit dem der Mehrheit deckt.<\/p>\n<p>Das Spielprinzip von &#8220;Caesar &amp; Cleopatra&#8221; ist vielleicht von Corruption<br \/>\noder Maya vertraut: In der Mitte liegen 21 Karten (&#8220;Patrizier&#8221;) in f\u00fcnf<br \/>\nStapeln, die es zu gewinnen gilt. Die Spieler legen jeweils auf der eigenen Tischseite<br \/>\nPunktkarten (von 1-5) an einen der f\u00fcnf Stapel an. Dabei kann man entweder genau eine<br \/>\nverdeckte oder aber zwei offene Karten anlegen. Am Ende jedes Zugs kommt es meistens zu<br \/>\neiner Wertung: Einer der f\u00fcnf Stapel wird per Zufall bestimmt. Alle verdeckt daran<br \/>\nanliegenden Karten werden umgedreht. Wer die h\u00f6chste Punktsumme hat, bekommt eine der<br \/>\nKarten des Stapels (die gleichwertig sind). Der Gewinner verliert seine h\u00f6chste<br \/>\nanliegende Punktkarte, der Verlierer seine niedrigste. Wertungen k\u00f6nnen auch im Zug<br \/>\nselbst hervorgerufen werden: Liegen bei einem Stapel auf beiden Seiten acht Karten an,<br \/>\nwird sofort gewertet.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen\/caesarcl_b1.jpg\" align=\"left\" width=\"300\" height=\"335\" border=\"0\" alt=\"Caesar &amp; Cleopatra\"\/><\/p>\n<p>Das Spiel erh\u00e4lt W\u00fcrze (und Chaos) durch Sonderkarten. Es gibt zum Beispiel<br \/>\nSonderkarten, um eine offene Karte des Gegners zu entfernen; oder um die verdeckten<br \/>\nKartes des Gegners an einem Stapel offenzulegen; oder um alle Karten (eigene wie fremde)<br \/>\nan einem Stapel zu entfernen. Eine weitere Sonderkarte (die, technisch gesehen, keine<br \/>\nSonderkarte ist, sondern zu den Punktkarten z\u00e4hlt), dreht die Wertung um: Wer weniger<br \/>\nPunkt hat, gewinnt.<\/p>\n<p>Jede gewonnnene Karte z\u00e4hlt einen Punkt. Jede Mehrheit bei einem der f\u00fcnf Stapel (mit<br \/>\n5-5-5-3-3 Karten) ist einen Punkt wert. Jede komplett gewonnene Stapel ist einen weiteren<br \/>\nPunkt wert. Zudem gibt es am Anfang verdeckte Auftragskarten, die jedem Spieler f\u00fcr eine<br \/>\nStapelmehrheit zwei Zusatzpunkte.<\/p>\n<p>&#8220;Caesar und Cleopatra&#8221; funktioniert deutlich besser, als diese Schilderung<br \/>\nvielleicht vermuten lassen w\u00fcrde. Da man beim Offenspielen zwei (statt einer verdeckten)<br \/>\nKarten spielen kann, wird zumeist doch offen gespielt; man tappt also nicht ganz im<br \/>\nDunkeln wie bei anderen Spielen dieser Art. Die meisten Angriffe lassen sich irgendwie<br \/>\nkontern. Und wenn ein Spieler eine Generalattacke auf einen Stapel unternimmt, so gibt es<br \/>\nnoch vier andere Stapel. Man hat also schon gewissene Wahlm\u00f6glichkeiten, wenn man am Zug<br \/>\nist. L\u00e4stig ist das Zufallselement: Wenn ich am Ende meines Zugs bei 3 oder 4 Stapeln die<br \/>\nMehrheit habe, ist es extrem frustrierend, wenn dann der eine oder andere verbleibende<br \/>\ngewertetet wird. Aber es gibt genug Wertungen, um diesen Zufall auszugleichen. Zudem<br \/>\nlassen sich Wertungen auch provozieren, indem man gen\u00fcgend Karten spielt.<\/p>\n<p>Fazit: Das Spiel funktioniert, und hat eine Menge Fans, wie die Preise und<br \/>\nVerkaufszahlen zeigen. Wir haben es weniger als ein halbes Dutzend Mal gespielt. Das<br \/>\nletzte Mal war gestern, zur Vorbereitung dieser Rezension. Wir waren beide der Meinung,<br \/>\ndass es funktioniert. Doch beide wollen wir es so schnell nicht wieder spielen. Warum?<br \/>\nDas war uns selbst nicht ganz klar. In jedem Fall haben wir einfach so viele andere<br \/>\nSpiele im Regal, die uns &#8211; warum auch immer &#8211; viel mehr Spa\u00df machen.<\/p>\n<p>Wertung: <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.westpark-gamers.de\/Ressourcen\/3star.gif\" width=\"36\" height=\"12\" border=\"0\" alt=\"\"\/><\/p>\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Caesar &amp; Cleopatra &#8220;Caesar &amp; Cleopatra&#8221; war auf der Auswahlliste zum Spiel des Jahres, wurde als bestes Kartenspiel von Fairplay ausgezeichnet und mehr als 200.000 Mal verkauft. &#8220;Caesar &amp; Cleopatra&#8221; ist ein gutes Beispiel, dass Geschmack relativ ist und sich der unsrige nicht immer mit dem der Mehrheit deckt. 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